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business-on.de Redaktion
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2. Dezember 2019

Wo der Unterschied zwischen Managed Servern und Root Servern liegt

Viele Webhoster bieten nicht nur ein Webhosting-Paket, sondern führen mehrere Tarife mit unterschiedlichen Spezifikationen. Die Differenzierung zwischen Managed und Root Servern spielt hier eine wichtige Rolle.

Arbeiten an der Basis: Mit Root Servern

Überall dort, wo Nutzer einen möglichst frei konfigurierbaren Server erhalten, spricht man von Root Servern. Der Begriff „Root“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „Wurzel“. In der IT ist ein Nutzer mit Root-Rechten der, der kompletten Zugang zu einem System hat – man könnte sagen, bis zu den Wurzeln.

Ein Root-Server also gibt dem Nutzer viele Rechte, mit denen er viele verschiedene Dienste einrichten und Anwendungen installieren kann. Größtmögliche Freiheit bedeutet aber auch ein Zuwachs an Verantwortung. Root Server können von ihren Nutzern in vielen Aspekten individuell gestaltet werden. Das bedeutet ebenso, dass zum korrekten Betreiben der Webseite immer wieder manuell Wartungsarbeiten vorgenommen werden müssen. So gilt es z.B. Updates einzuspielen oder anderweitige Optimierungen im Blick zu behalten.

Root Server bieten viel Platz für technische Spielereien. So sind sie für all jene optimal, die gerne mal neue Dienste und Funktionen testen, die sonst in einem Managed Server nicht oder viel später verfügbar wären.

Managed Server erlauben Nutzern das Arbeiten am Wesentlichen

Anders sind die Managed Server. Hier erhalten Nutzer keinen direkten Zugang zum Server selbst, sondern können nur die damit verbundenen Funktionen nutzen. Viel von der Verwaltung erfolgt in der Regel über eine vom Hoster vorgegebene Kundenumgebung. Natürlich kann man E-Mail-Adressen anlegen, neue Domains oder SSL-Zertifikate installieren, nicht jedoch den Server so frei gestalten, wie es nur bei einem Root-Server geht.

Ein Vergleich kann helfen. Wer ein Auto nur least, darf sich zurücklehnen und auf das eigentliche Fahren konzentrieren. Zwar muss er in die Werkstatt und Checks vornehmen lassen, diese werden aber von dem eigentlichen Besitzer des Fahrzeugs, der dieses für das Leasing bereitstellt, geregelt. Anders ist es für den, der ein Auto kauft. Seit dem ersten Tag muss er an einige Dinge denken. Hierzu gehört unter anderem die Versicherung, alle notwendigen Besuche in der Werkstatt und mehr. Gleichzeitig hat er aber auch mehr Freiheiten. Er muss den Ölwechsel nicht planmäßig vornehmen oder den Wagen checkheftgemäß pflegen.

Die Freiheit, sich nicht um die Pflege und Administration kümmern zu müssen, wird von vielen Webseitenbetreibern geschätzt. Wer einen Online-Shop betreibt oder viele verschiedene Webprojekte, möchte sich in der Regel voll auf die Seite selbst konzentrieren. Und nicht auf anfallende technische Aufgaben. Doch bedeutet ein Managed Server nicht, dass man sich um gar keine solcher Themen mehr kümmern muss. In der Regel muss der Kunde die von ihm installierten Content-Management-Systeme pflegen sowie Themen wie Weiterleitungen, SEO-Konfigurationen, sinnvolle Datenbanklogiken für Online-Shops und mehr im Blick behalten. Was ihm aber abgenommen wird, ist das Kümmern um das eigentliche Hosting.

Es ist nachvollziehbar, dass ein Root Server weniger kosten kann, als ein Managed Server. Denn die Aufgaben, die sonst auf dem Root Server vom Nutzer selbst vorgenommen werden, müssen bei einem Managed Server vom Hoster im Blick behalten werden.

Welcher Server zu einem passt

Managed oder Root Server? Die Wahl wird sich in einigen Fällen von beinahe selbst klären. Denn ein Root Server bedeutet mehr Pflege und setzt ein höheres technisches Verständnis voraus. Wem die Zeit oder das technische Verständnis fehlt, der sollte in jedem Fall einen Managed Server wählen.

Die Situation sieht aber anders aus, wenn man nicht allein an der Webseite arbeitet. Ist im Team jemand, der sich in der technischen Welt gut zurechtfindet, kann dieses Fachwissen ausreichen, um einen Root Server zu betreiben. Dann kann abhängig von den gewünschten Funktionen entschieden werden.

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