Coronavirus: Ein am Markt befindliches Medikament könnte rasch helfen

Ausgerechnet China: Das Land, in dem im Dezember letzten Jahres das Coronavirus ausbrach, hat Studien zur Behandlung der neu entdeckten schweren Lungenkrankheit durchgeführt. Und ist dabei auf ein japanisches Medikament gestoßen, das bei ersten klinischen Tests überraschend gute Erfolge aufwies. Dies berichtet das Schweizer Nachrichtenportal blick.ch.
Bei dem Medikament handelt es sich um Avigan. Das ist ein Grippemedikament, welches in Japan von dem Unternehmen Fujifilm Toyama Chemical entwickelt wurde. Allerdings ist es in Japan als Generika unter dem Namen Favipiravir im Umlauf. Das Medikament hat eine interessante Vergangenheit.
Jetzt, wo sich so langsam das ganze brutale Ausmaß der Pandemie aufzeigt, wäre eine solch schnelle Möglichkeit zur Bekämpfung von Covid-19 durch ein bereits vorhandenes Medikament fast schon ein Wunder. Aber Zhang Xinmin, Mitarbeiter beim chinesischen Wissensschafts- und Technologieministerium, berichtet von ermutigenden Ergebnissen. Am 17. März 2020 sprach er vor der Presse von einer sicheren und eindeutig wirksamen Arznei. Die Studien wurden mit Patienten in Wuhan und Shenzhen durchgeführt, also den Millionenmetropolen, in denen die Katastrophe ihren Beginn hatte.
Lesen Sie auch: Updates und Meldungen zur Coronakrise
Patienten schon nach viertägiger Behandlung negativ getestet
Wie effektiv der Wirkstoff in Avigan arbeitet, zeigen die Ergebnisse der Studie. Die mit dem Virus infizierten Personen seien bei der Behandlung bereits nach vier Tagen negativ getestet worden. Zum Vergleich: Ohne den Einsatz von Favipiravir dauert es elf Tage, bis ein Patient negativ getestet wird. Vergleichende Röntgenaufnahmen lassen außerdem den Schluss zu, dass sich bei 90 Prozent der Teilnehmer der klinischen Studie der Lungenzustand deutlich verbessert hat.
Sollte Avigan zeitig auf den Markt kommen, ginge für das Medikament quasi eine Odyssee zu Ende. Vor 30 Jahren startete Toyama Chemical mit der Entwicklung eines antiviralen Medikaments. Um die erforderlichen internationalen Zulassungen zu erwerben, fehlte es dem Mittelständler allerdings an den finanziellen Möglichkeiten.
Im Jahr 2000 ging außerdem der schweizerische Pharmariese Roche mit dem Präparat Tamiflu an den Start. Ebenfalls ein Grippemittel, das die Zukunft von Avigan noch düsterer erscheinen ließ. Daraufhin verkaufte Toyama Chemical einen Teil seiner Aktien an Taisho Pharmaceutical.
Wirksame Waffe gegen neuen Influenza-Stamm – und gegen Corona
Im Jahr 2006 allerdings kam die unerwartete und kaum mehr für möglich gehaltene Wende. Ausgerechnet das US-amerikanische nationale Institut für Allergie und Infektionskrankheiten (NIAID) wurde auf Avigan aufmerksam. Bei ausgiebigen Tests von mehr als 3000 Wirkstoffen zeigte sich Avigan als wirksame Waffe gegen einen neuen Influenza-Stamm. Die Nachricht veranlasste Toyama Chemical das Projekt wieder zu forcieren. Die Verantwortlichen nahmen Fujifilm mit ins Boot, und als Fujifilm Toyama Chemical beantragte das Unternehmen die Zulassung des Medikaments in Japan. Bis die Behörden grünes Licht gaben vergingen drei Jahre. Üblicherweise ein Prozess, der nach einem Jahr abgeschlossen ist.
Der Ausbruch des Ebolavirus in Westafrika im Jahr 2014 war der Kickstart für Avigan. Eine französische Krankenschwester wurde durch das Medikament Ebolafrei. 2016 lieferte Japans Regierung das gleich aufgebaute Generika Favipiravir nach Guinea, um dort den Ausbruch von Ebola unter Kontrolle zu bekommen. Fujifilm hat Avigan nach China lizenziert, wo es als Favipiravir die anfangs beschriebenen, positiven Wirkungen erzielte. Vor allem Patienten mit niedrigen oder mittleren Virenaufkommen sprachen auf das Medikament an. So könnte es nicht mehr allzu lange dauern, bis das Präparat zur Bekämpfung von Covid-19 zugelassen wird.
Lesen Sie auch:
Coronavirus: Die Welt testet am Markt befindliche Präparate
BusinessDas Bauen mit Holz hat sich von einer traditionellen Nische zu einer treibenden Kraft im modernen Bauwesen entwickelt. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der nicht nur ökologische Vorteile bietet, sondern auch eine hohe architektonische Flexibilität ermöglicht. Gleichzeitig erfordert der Holzbau jedoch ein grundlegend anderes Herangehen als der klassische Massivbau. Der Erfolg eines Holzbauprojekts entscheidet sich nämlich selten auf der Baustelle, sondern fast immer am Schreibtisch. Weil viele Bauteile exakt vorgefertigt werden, muss jedes Detail im Vorfeld stimmen. Wenn in der Planungsphase ungenau gearbeitet wird, führt das später unweigerlich zu Verzögerungen und höheren Kosten. Daher bildet eine akribische Vorbereitung das eigentliche Fundament für jedes Gebäude aus Holz. Zusätzlich rückt die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern immer stärker in den Fokus. Wer auf regionale Netzwerke setzt, schafft nicht nur Sicherheit in der Umsetzung, sondern stärkt auch die Wirtschaftskreisläufe vor Ort.
ArbeitslebenLanges Sitzen, feste Deadlines und einseitige Bewegungen gehören für viele zum beruflichen Alltag. Doch dieser Rhythmus fordert oft einen spürbaren Tribut vom eigenen Körper. Rücken- und Gelenkbeschwerden schleichen sich unauffällig ein und werden bald zu ständigen Begleitern. Solche körperlichen Einschränkungen sind nicht nur unangenehm. Sie wirken sich auch direkt auf die Konzentration und die allgemeine Leistungsfähigkeit aus. Wenn die Haltung am Schreibtisch schwerfällt, leidet unweigerlich die Qualität der Arbeit. Ein bewusster Umgang mit diesen Signalen ist daher wichtig. Wer langfristig gesund und produktiv bleiben möchte, sollte die körperlichen Bedürfnisse genauso professionell im Blick behalten wie den täglichen Terminkalender.
BusinessOb historisches Ziegeldach, moderne Photovoltaikanlage oder sanierungsbedürftiges Flachdach: Die Anforderungen an das Dachdeckerhandwerk sind vielfältiger geworden. Während bei älteren Gebäuden häufig der Erhalt der vorhandenen Bausubstanz im Mittelpunkt steht, gewinnen energetische Sanierungen und die technische Nutzung von Dachflächen zunehmend an Bedeutung. Gefragt sind Handwerksbetriebe, die unterschiedliche Bauweisen beherrschen und den Zustand eines Daches im Zusammenhang mit dem gesamten Gebäude beurteilen können. Zu diesen Betrieben gehört MA Bedachungen aus Waldorf bei Sinzig. Das von Mohammed Al Jassem geführte Unternehmen verbindet klassische Dachdecker- und Klempnerarbeiten mit zeitgemäßen Lösungen für die Gebäudesanierung. Das Spektrum reicht von kleineren Reparaturen über vollständige Neueindeckungen bis zur Restaurierung historischer Dächer. Auch bei kurzfristigen Schäden durch Unwetter ist der Meisterbetrieb Ansprechpartner. Dachsanierung und Reparatur als handwerklicher Schwerpunkt
