business-on.de: Der Fachkräftemangel ist Dauerthema in den Medien. Wie macht er sich in Ihrer Branche im Allgemeinen und in Ihrem Unternehmen im Speziellen bemerkbar?
Dieter Scholz, IBM: Die Anzahl an qualifizierten Bewerbungen in den IT-spezifischen Bereichen hat abgenommen. Das gilt auch für uns als einer der führendem IT-Konzerne und wir müssen um die besten Köpfe im Markt kämpfen.
Die Hochschulen können derzeit den Bedarf der Unternehmen an hochqualifiziertem akademischem Nachwuchs kaum noch decken. Hinzu kommt der demographische Wandel.
Hervorragend ausgebildete Mitarbeiter sind aber im Informationszeitalter die wichtigste Ressource für den Unternehmenserfolg.
Unser Unternehmen kann aber mit seinem Namen und Renommee punkten. IBM hat sich in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder neu erfunden. Triebfedern sind in erster Linie natürlich der technische Fortschritt und die sich damit ändernden Bedürfnisse und Anforderungen unserer Kunden.
Damit das alles funktioniert, brauchen wir die richtigen Software-Werkzeuge und die passenden Services und Beratungsleistungen. Darauf haben wir reagiert und die Schwerpunkte unseres Geschäfts sehr erfolgreich in diese Wachstumsfelder verlagert.
IT-Systeme durchdringen die Geschäftsabläufe in praktisch allen Bereichen des Unternehmens. Das Aufgabenspektrum ist damit sehr breit. Durch diese Entwicklungen und den rasanten technischen Fortschritt sind die Berufsprofile und Karrierechancen bei IBM heute so vielfältig wie in kaum einer anderen Branche.
business-on.de: Unternehmen stehen mit anderen Firmen im Wettbewerb um die besten Arbeitskräfte. Was tun Sie allgemein, um Ihr Unternehmen als Arbeitgebermarke zu stärken?
Dieter Scholz, IBM: Um die besten Absolventinnen und Absolventen schon in einer frühen Phase des Studiums kennenzulernen, arbeiten wir eng mit ausgewählten deutschen Hochschulen zusammen. Außerdem bieten wir auch ein sehr breites Praktikantenprogramm sowie ein berufsbegleitendes Master@IBM Programm an.
Ein wichtiges Kriterium für zukünftige Mitarbeiter ist sicherlich, dass sie bei IBM an der Entwicklung zukünftiger Technologien mitarbeiten können, die eine gesellschaftliche Relevanz haben. Hier sei beispielsweise die Entwicklung eines „Tsunami-Frühwarnsystems“ oder unsere Lösungen zu einem effizienteren Energiemanagement genannt.
Wie man den Kampf um die besten Talente gewinnt
business-on.de: Wo platzieren Sie Ihre Stellenanzeigen und in welchen Medien haben Sie die besten Erfahrungen gemacht?
Dieter Scholz, IBM: Wir passen unsere Personalmarketingaktivitäten ständig den neuen Marktbedingungen an. Dazu gehört beispielsweise E-Recruiting, Direct Sourcing und eine erhöhte Webpräsenz.
Um Absolventen und Professionals zu gewinnen, ist für uns auch die Professionalisierung im Personalmarketing wichtig. Mit zielgruppenspezifischen Veranstaltungen und studienbegleitenden Förderprogrammen wollen wir Toptalente schon frühzeitig identifizieren und für IBM begeistern.
Zudem trägt auch unser Angebot von Praktika mit anspruchsvollen Arbeitsinhalten dazu bei, vor allem junge Menschen an das Unternehmen zu binden.
Wer Toptalente von seinem Unternehmen überzeugen will, muss verantwortungsvolle Tätigkeiten, verlockende Karriere-Programme und unkonventionelle Arbeitsmodelle bieten – nur dann kann der Kampf um die Besten gewonnen werden.
business-on.de: Welche Online-Maßnahmen setzen Sie ein, um potentielle Bewerber zu gewinnen?
Dieter Scholz, IBM: Hauptkanal bilden sicherlich unsere Karriereseiten sowie Auftritte auf Facebook, Twitter und Google+. Darüber hinaus nutzen wir diverse soziale Netzwerke wie Xing und LinkedIn für die Mitarbeitersuche und -gewinnung.
Auch Stellenanzeigen auf diversen Jobbörsen sowie die Schaltung von Bannern auf prominenten Online-Plattformen helfen, IBM als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren und Talente für uns zu begeistern.
business-on.de: Immer mehr Unternehmen setzen sogenannte Mitarbeiter- oder Recruiting-Videos ein, um weiche Faktoren (z.B. Arbeitsklima) zu visualisieren. Beispiele für Recruitingfilme sehen Sie bei unserem Partner DREILANDMEDIEN (externer Link). Setzen Sie solche Videos ein oder planen Sie so ein Instrument für die Zukunft?
Dieter Scholz, IBM: Natürlich verwenden auch wir Videos zur Unternehmensdarstellung, allerdings legen wir mehr Wert auf einen „realistischen“ Einblick in das Unternehmen. Der gelingt vor allem durch den direkten Dialog mit der Zielgruppe beispielsweise auf Facebook. Hier kommt es weniger auf die professionelle Darstellung als auf die authentische Sichtweise an.
Um qualifiziertes Personal entbrennt ein harter Wettbewerb
business-on.de: Lässt man das Gehalt mal außen vor: Welche Faktoren sind aus Ihrer Erfahrung ausschlaggebend, dass ein Bewerber sich für Ihr Unternehmen entscheidet. Umgekehrt: Welche Faktoren sind für das Unternehmen entscheidend?
Dieter Scholz, IBM: IBM ist einer der größten und innovativsten Anbieter im Bereich Informationstechnlogie. Als ein globalisiertes Unternehmen bieten wir eine Vielzahl von interessanten Aspekten, die Bewerber zu einer Entscheidung für uns veranlassen: An erster Stelle sind hier die vielfältigen Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten im Unternehmen zu nennen.
Unsere Mitarbeiter arbeiten in internationalen Teams und übernehmen schon früh verantwortungsvolle Tätigkeiten.
Daneben bietet IBM ein attraktives Arbeitsumfeld, das beispielsweise durch die flexible Gestaltung von Arbeitsort und Arbeitszeit und ein offenes und tolerantes Klima gekennzeichnet ist.
Ein weiteres wichtiges Kriterium für zukünftige Mitarbeiter ist, dass sie bei IBM an der Entwicklung zukünftiger Technologien teilhaben können. Wir investieren jährlich über sechs Milliarden US-Dollar in Forschung und Entwicklung – hier mitzuarbeiten, ist natürlich sehr attraktiv.
Neben fachlichen Fähigkeiten erwarten wir von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein hohes Maß an Sozial – und Methodenkompetenz. Dazu gehören Kommunikations-, Präsentations- und Teamfähigkeit, analytisches Denken und das Erarbeiten kreativer Lösungen sowie Leistungsbereitschaft und Anpassungsfähigkeit.
business-on.de: Wird sich der Fachkräftemangel in den nächsten fünf Jahren eher verschärfen oder wird er wieder abflauen?
Dieter Scholz, IBM: In Zukunft wird die Situation für alle Marktteilnehmer sicherlich noch schwieriger.
Wer zukünftig qualifizierte Hochschulabsolventen aus dem IT-Bereich – aber auch aus anderen Berufsfeldern – einstellen möchte, muss sich einem sehr harten Wettbewerb mit anderen Unternehmen stellen.
Weitere Interviews mit Personalchefs in unserer Interviewserie
BusinessTreppen gehören zu den Bauteilen, die kaum auffallen, solange sie funktionieren und die ein Gebäude prägen, sobald sie mehr sein sollen als die reine Verbindung zwischen zwei Etagen. Als gestalterisches und statisches Zentrum entscheiden sie mit darüber, wie hochwertig ein Wohn- oder Geschäftshaus wirkt. Für Bauherren, Renovierer und Hausbesitzer ist die Wahl des Treppenbauers daher keine Nebensache: Es geht um Maßanfertigung statt Standardware, um durchdachte Statik und um eine Lösung, die Jahrzehnte tragen soll. Zwischen Katalogmodell und echter Maßfertigung liegen dabei Welten in Planung, Statik und Ausführung. Der Markt reicht vom Serienmodell bis zur individuell konstruierten Designtreppe und genau in diesem anspruchsvollen Segment hat sich im Raum Freiburg ein Betrieb über mehr als vier Jahrzehnte positioniert. Dieses Porträt zeigt, wie dort klassische Fertigung, digitale Planung und konsequente Nachhaltigkeit zusammenfinden. Handwerkstradition mit Substanz: Über 40 Jahre Treppenbau in Freiburg
BusinessRechtliche Probleme kündigen sich selten an. Ein Streit mit dem Vermieter, ein Bußgeldbescheid nach einem Unfall, eine unklare Erbschaft oder ein Konflikt am Arbeitsplatz Situationen, in denen Privatpersonen wie Unternehmen schnell verlässliche Unterstützung brauchen. Gerade in einer Region, in der sich Lebens- und Arbeitswelten eng verzahnen, wollen solche Fragen mit jemandem geklärt werden, der vor Ort erreichbar ist. In Ostthüringen hat sich die Kanzlei Stünkel über fast zwei Jahrzehnte zu einer festen Größe entwickelt: Sie betreut mit drei Standorten den klassischen Mandantenalltag und hat zugleich Strafverfahren begleitet, die bundesweit für Schlagzeilen sorgten.
WirtschaftIn vielen Unternehmen läuft die Beleuchtung täglich über mehrere Stunden – in Produktionshallen, Lagern, Werkstätten oder Büros häufig sogar während der gesamten Arbeitszeit. Entsprechend groß kann der Anteil der Beleuchtung am Stromverbrauch sein. Eine Umrüstung auf effiziente LED-Technik kann deshalb nicht nur den Energiebedarf reduzieren, sondern auch Wartungsaufwand und Betriebskosten senken. Besonders interessant wird die Modernisierung, wenn energieeffiziente Leuchten mit einer intelligenten Lichtsteuerung kombiniert werden. LED-Technik reduziert Stromverbrauch und Wartungsaufwand Ein wesentlicher Vorteil moderner LED-Beleuchtung liegt in ihrer Energieeffizienz. Wird beispielsweise eine ältere Leuchte mit 100 Watt durch eine LED-Leuchte mit 40 Watt ersetzt, sinkt die Anschlussleistung um 60 Prozent. Bei 100 Leuchten und einer täglichen Betriebszeit von acht Stunden an 250 Arbeitstagen ergibt sich folgende Beispielrechnung:

