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business-on.de Redaktion
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6. Oktober 2020

Vertrauen in die Wissenschaft wächst im Pandemie-Jahr

Der seit Jahren spürbare Trend, der Wissenschaft zunehmend skeptisch gegenüberzustehen, hat sich in diesem Jahr umgekehrt: Nachdem die Wissenschaftsskepsis vor der Pandemie weltweit auf 35% gestiegen war, ist diese mit aktuell 28% erstmals wieder deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig hat das generelle Vertrauen in die Wissenschaft mit 89% zugenommen – der höchste Wert seit Beginn der Studie. Mehr als die Hälfte betont, dass Wissenschaft für ihr tägliches Leben sehr wichtig ist – mit 10 Prozentpunkten ein deutlicher Anstieg gegenüber der Pre-Pandemie Befragung. Da die Menschen mit der herausfordernsten Gesundheitskrise ihres Lebens konfrontiert sind, ist die Wissenschaft für die Menschen auf der ganzen Welt relevanter, vertrauenswürdiger und wichtiger geworden“, sagt Mike Roman, Vorstandsvorsitzender und Chief Executive Officer von 3M. „Der State of Science Index zeigt, dass die Menschen erwarten, dass die Wissenschaft das Leben besser macht.“

Weltweit bleiben nachhaltige Lösungen entscheidend

Die Mehrheit der Menschen erhofft sich nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit. Die Bekämpfung des Klimawandels zählt weltweit immer noch zu den Prioritäten. Jedoch steht aktuell die Suche nach einem Heilmittel für auftretende Viren wie das neuartige Coronavirus an erster Stelle (80%). Weiterhin häufig genannt wird die Suche nach Heilmitteln für andere schwere Krankheiten (62%). Die Menschen erwarten zudem ein stärkeres Engagement der Regierungen, um gesellschaftliche Probleme zu lösen. Angesichts der Pandemie sind 77% der Befragten eher der Meinung, dass die Wissenschaft mehr finanzielle Unterstützung von staatlicher Seite benötigt. Die Zusammenarbeit zwischen Regierung und Privatwirtschaft wird als eine wesentliche Möglichkeit gesehen, um Veränderungen voranzutreiben.

Klimaschutz ist den Deutschen besonders wichtig

Auch die Bundesbürger bewerten Wissenschaft vor dem Hintergrund der Pandemie deutlich positiver: Eine hohe Bedeutung für die Gesellschaft im allgemeinen attestieren 70% der Befragten, eine Zunahme um 13 Prozentpunkte gegenüber der Pre-Pandemie-Umfrage. Dabei haben ökologische Aspekte in Deutschland einen höheren Stellenwert als weltweit. Die Suche nach Heilmitteln für Viren wie das neuartige Coronavirus nimmt mit 72% ebenfalls den Spitzenplatz ein, direkt darauf folgen Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels mit 64% (gegenüber 51% global).

Geringes Interesse an MINT-Berufen in Deutschland

Laut Ergebnissen vor der Pandemie planen hierzulande lediglich 8% der 18- bis 39-Jährigen eine Karriere in MINT-Berufen – gegenüber 21% weltweit. Damit zeichnet sich ein drohender Mangel an Fachkräften und Wissenschaftlern ab, dem frühzeitig, bereits im mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterricht in den Schulen, entgegengewirkt werden sollte. Mit den Defiziten im Bildungsbereich korrespondiert eine weitere Zahl aus der Pre-Pandemie Befragung: Knapp die Hälfte (47%) findet, dass Deutschland bei wissenschaftlichen Fortschritten im internationalen Vergleich zurückfällt. Das bedeutet eine Zunahme um 11 Prozentpunkte gegenüber der Befragung 2018.

Mit Wissenschaft die Herausforderungen von morgen meistern

Für das Technologieunternehmen 3M sind Wissenschaft und Forschung zentrale Instrumente, um das Leben der Menschen zu verbessern und Herausforderungen von morgen zu meistern. Wie ist das Bild der Wissenschaft in der Öffentlichkeit? Genießt sie Vertrauen oder wird sie unterbewertet? Welche Einstellungen haben Menschen weltweit dazu? Um Antworten auf diese und weitere Fragen zu erhalten, führt 3M seit 2018 jährlich die globale Studie „State of Science Index“ durch.

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