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19. Juni 2026

Bestatter wählen: Worauf Angehörige und Vorsorgende in Nordhausen wirklich achten sollten – Interview mit dem Bestattungsinstitut Engelhardt

Ein professioneller Bestatter aus Nordhausen nimmt Angehörigen im Trauerfall organisatorische, rechtliche und finanzielle Last ab und sorgt für Klarheit in einer Ausnahmesituation. Wer den Tod eines nahen Menschen verkraften muss, steht innerhalb weniger Stunden vor Entscheidungen, für die im Alltag nie Raum war. Im folgenden Interview beantwortet das Team des Bestattungsinstituts Engelhardt aus Ellrich die wichtigsten Fragen rund um die Wahl des richtigen Bestatters und zeigt Ihnen, welche Rechte Sie als Hinterbliebene oft nicht kennen.

Frage: Müssen Angehörige den vom Krankenhaus oder Pflegeheim empfohlenen Bestatter beauftragen?

Nein, ausdrücklich nicht. Tritt ein Sterbefall in einem Krankenhaus, einem Pflegeheim oder im Zuge polizeilicher Maßnahmen ein, werden Ihnen als Angehörigen häufig konkrete Bestatter nahegelegt. Was viele nicht wissen: Es besteht keine Verpflichtung, einen vom Krankenhaus, von der Polizei oder vom Friedhof empfohlenen Anbieter zu beauftragen. Das Wahlrecht liegt bei Ihnen als Hinterbliebenen. Gerade in emotional belastenden Momenten ist es deshalb wichtig, sich diese Entscheidung bewusst zu nehmen und sie nicht aus reiner Zeitnot abzugeben.

Frage: Woran erkennen Sie einen seriösen Bestatter?

Bestattungsdienstleistungen sind Vertrauenssache. Im Gespräch mit Angehörigen lassen sich seriöse Anbieter an mehreren Merkmalen erkennen, auf die Sie achten sollten:

  • Transparente Preisstruktur: Ein professionelles Institut weist Leistungen und Kosten nachvollziehbar aus und stellt Ihnen Kostenbeispiele oder schriftliche Angebote zur Verfügung.
  • Festangestellte Mitarbeitende: Ein fester Personalstamm sichert gleichbleibende Qualität und unterstützt die Einhaltung von Verschwiegenheits- und Datenschutzpflichten.
  • Verbandszugehörigkeit: Die Mitgliedschaft im Bundesverband Deutscher Bestatter e.V. gilt als anerkanntes Qualitätsmerkmal und bindet die Mitgliedsbetriebe an seine Satzung und Qualitätsvorgaben.
  • Erreichbarkeit auch außerhalb der Bürozeiten: Sterbefälle halten sich nicht an Geschäftszeiten. Ein Bereitschaftsdienst sollte vor Auftragserteilung explizit geprüft werden.
  • Einfühlsame Beratung: Wer Sie unter Druck setzt oder Entscheidungen erzwingt, ist kein guter Partner. Seriöse Bestatter nehmen sich Zeit für ein ausführliches Beratungsgespräch.

Frage: Welche Rolle spielt die Bestattungsvorsorge?

Laut Bundesverband Deutscher Bestatter hat sich die Zahl der Vorsorgeverträge in den letzten zehn Jahren verdoppelt und das aus gutem Grund. Wer zu Lebzeiten Wünsche schriftlich festhält und die finanzielle Seite klärt, entlastet die Familie spürbar. Vorsorgeverträge regeln die Art der Bestattung, organisatorische Details der Trauerfeier und gegebenenfalls auch die Kostenübernahme. Auch für Alleinstehende ist diese Form der Selbstbestimmung ein wichtiges Instrument, um sicherzustellen, dass der eigene Wille umgesetzt wird.

Frage: Welche Bestattungsarten stehen heute zur Auswahl?

Das deutsche Bestattungswesen bietet längst mehr als die klassische Erd- oder Feuerbestattung. Zur Auswahl stehen unter anderem Baum- und Waldbestattungen, Seebestattungen sowie alternative Formen wie die Diamantbestattung, die aufgrund des deutschen Friedhofzwangs nur über die Überführung der Asche ins Ausland (z.B. Schweiz, Niederlande) realisierbar ist.. Welche Variante zulässig und sinnvoll ist, hängt vom Bundesland, der Friedhofssatzung und Ihren individuellen Wünschen ab. Eine sachliche Beratung hilft, die für Familie und Verstorbenen passende Lösung zu finden.

Frage: Wie wichtig ist die regionale Verankerung eines Bestatters?

Im Raum Ellrich und Nordhausen begleitet das Bestattungsinstitut Engelhardt Angehörige in allen Phasen eines Sterbefalls. Das Team setzt auf moderate Preise, persönliche Ansprechpartner und einen festen Mitarbeiterstamm. Der Service wird mit lokalem Schwerpunkt erbracht, ist organisatorisch jedoch deutschlandweit verfügbar ein Aspekt, der gerade bei überregionalen Familien zunehmend wichtig wird.

Frage: Welche Schritte sollten Sie im akuten Sterbefall gehen?

Im akuten Sterbefall hilft Ihnen eine klare Schrittfolge:

  1. Arzt verständigen und Totenschein ausstellen lassen.
  2. Wichtige Dokumente sammeln: Personalausweis, Geburts- und gegebenenfalls Heiratsurkunde, Versicherungsunterlagen.
  3. Bestatter Ihrer Wahl kontaktieren nicht zwingend den vor Ort vorgeschlagenen.
  4. Beratungsgespräch führen, Kostenrahmen und Wünsche klären.
  5. Sterbefall beim Standesamt melden (übernimmt in der Regel der Bestatter).
  6. Arbeitgeber, Versicherungen und Behörden informieren.

Fazit: Sorgfältige Auswahl zahlt sich aus

Die Wahl des Bestatters ist eine der ersten und folgenreichsten Entscheidungen nach einem Todesfall. Wer auf Transparenz, Verbandszugehörigkeit, festangestellte Mitarbeitende und eine empathische Beratung achtet, schafft die Grundlage für einen würdevollen Abschied und vermeidet wirtschaftliche wie organisatorische Fallstricke. Ob im akuten Trauerfall oder im Rahmen einer vorausschauenden Vorsorge: Eine fundierte Auseinandersetzung mit dem Thema entlastet alle Beteiligten und schenkt Raum für das, was wirklich zählt das Erinnern und Abschiednehmen.


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