Deutsche Unternehmen sind durchaus divers aber nicht immer inklusiv

Die Mehrheit der deutschen Unternehmen beschäftigt Mitarbeiter:innen mit einer mittleren bis hohen Vielfalt an Bildungshintergründen. Das geben 68% der Personalverantwortlichen in der neuesten Randstad-ifo-Personalleiterbefragung (Q2 2021) an. Fast ebenso viele Befragte bescheinigen ihren Teams eine mittlere bis hohe nationale und kulturelle Vielfalt (66%).
„Auf dem Papier sind deutsche Unternehmen durchaus divers aufgestellt“, betont Hans Christian Bauer, Director Social Affairs bei Randstad Deutschland. „Wer von dem Innovationspotenzial, das in Mitarbeitern mit unterschiedlichen Talenten und Perspektiven steckt, profitieren will, sollte jedoch auch dafür sorgen, dass sie sich als Teil des Teams fühlen und als solches berücksichtigt werden.“
Inklusion: Baustelle Barrierefreiheit
Im deutschlandweiten Durchschnitt beschäftigen 3,5% der Befragten schwerbehinderte Mitarbeiter:innen. „Bei der Inklusionsquote herrscht noch viel Luft nach oben“ resümiert Hans Christian Bauer. Immerhin 64% der Unternehmen bieten diesen Kolleg:innen eine barrierefreie Arbeitsumgebung. Besonders große Rücksicht auf Mitarbeiter:innen mit körperlicher oder geistiger Behinderung wird in Großunternehmen (>500 Mitarbeiter) genommen (88%). Über einen barrierefreien Online-Auftritt verfügen insgesamt 44% der Unternehmen. „Arbeitnehmer:innen erwarten von Unternehmen ein glaubwürdiges und verbindliches Engagement für Inklusion. Ein barrierefreies Umfeld schafft die Voraussetzung für langfristige Gleichstellung“, so Hans Christian Bauer.
(ots)
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AktuellDie Bundesregierung will das Arbeitszeitgesetz reformieren. Künftig soll nicht mehr die tägliche Höchstarbeitszeit im Mittelpunkt stehen, sondern eine wöchentliche Grenze. Unternehmen könnten ihre Beschäftigten damit an einzelnen Tagen länger einsetzen, ohne dass die regelmäßige Wochenarbeitszeit automatisch steigt. Vor allem Union und Arbeitgeberverbände erhoffen sich mehr Spielraum bei der Personalplanung. Gewerkschaften warnen dagegen vor Überlastung. Innerhalb der Koalition ist die Umsetzung weiterhin umstritten. Was würde sich tatsächlich ändern und welche Folgen hätte das für Unternehmen und Beschäftigte? Was soll sich bei der Arbeitszeit ändern?
