News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
28. Dezember 2020

DGUV Prüfung 3 | Kompromisslose Sicherheit bei elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln

Der Gesetzgeber schreibt die regelmäßige Prüfung elektrischer Betriebsmittel, elektrischer Anlagen und ortsveränderlicher, sowie ortsgebundener Elektrogeräte und Maschinen in Unternehmen vor. Der E-Check darf aufgrund seiner Wichtigkeit im Bezug auf die Funktionssicherheit und Unfallverhütung nur von einer qualifizierten Fachkraft vorgenommen werden.

Die Einhaltung der DGUV Vorschrift 33 Prüfung ist verpflichtend

Jeder Unternehmer muss anhand des gesetzlich verankerten Prüfkonzepts je nach Gerät und Anlage einmal pro Jahr, beziehungsweise alle zwei Jahre einen E-Check nach DGUV Vorschrift 3 durchführen lassen. Welche Betriebsmittel und Geräte geprüft, sowie wie geprüft wird, können Unternehmer und Verantwortliche zum Beispiel hier DGUV V33 nachlesen. Notwendig ist eine befähigte Person, die aufgrund ihrer Ausbildung und Zertifizierung dazu berechtigt ist, die Elektroprüfung für alle Betriebsmittel, sowie ortsveränderliche und ortsgebundene Maschinen durchzuführen. Eine Ausnahme zur Verpflichtung der DGUV V3 Prüfungen gibt es nicht. Der Aufwand für vollumfängliche Prüfungen variiert anhand der Geräte und Betriebsmittel, die der Prüfpflicht unterliegen. Ein personalisiertes Angebot kann daher nur erstellt werden, wenn alle elektrischen Betriebsmittel gemeldet und zum E-Check angemeldet werden.

Wer E-Checks rechtssicher und regelkonform durchführen darf

Bei der DGUV A3 Prüfung handelt es sich um eine verantwortungsvolle, nur durch Spezialisten durchführbare Aufgabe. Der E-Check endet mit einem lückenlosen Prüfbericht und einer Plakette, die dem Unternehmer Sicherheit im arbeitsrechtlichen und unfallverhütenden Bereich verschafft. Der Nachweis zu durchgeführten DGUV Prüfungen ist beim Abschluss von gewerblichen Versicherungen notwendig. Auch bei Kostenübernahmen durch den Versicherer wird der Prüfbericht gefordert, da dieser Auskunft darüber erteilt, dass das Unternehmen seiner Verpflichtung nachgekommen ist und den E-Check durch einen Experten vornehmen ließ. Im Bezug auf die Instandhaltung nimmt die DGUV 3 ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Bedeutung ein. Kleinste Mängel und Verschleiß werden früh erkannt und vor Erteilung der Plakette behoben. Das wiederum führt dazu, dass größere Defekte oder Produktionsstillstände vermieden werden. In den meisten Unternehmen wird ein externer Prüfer beauftragt, der über die notwendige Qualifikation für den E-Check verfügt und Prüfungen nach DGUV 3 durchführen darf. Nur in den wenigsten Firmen wird ein interner Mitarbeiter mit entsprechendem Zertifikat für die Elektroprüfung von Betriebsmitteln, Anlagen und Geräten abgestellt.

Strenge Prüfvorschriften und Dokumentationspflicht

Jeder Arbeitsschritt des E-Checks muss schriftlich festgehalten werden. Die Dokumentationspflicht erhält die gleiche Bedeutung wie die Prüfplakette, die auf dem elektrischen Betriebsmittel mit dem Datum und dem Prüfergebnis vermerkt wird. Nur völlig intakte, fehlerfrei funktionierende und betriebssichere Elektrogeräte und Maschinen erhalten das Prädikat „bestanden“. Ergeben sich im Rahmen des E-Checks laut Prüfvorschriften Mängel, müssen diese vor Erteilung der Plakette von einem Fachmann behoben werden. Im Anschluss erfolgt eine Nachprüfung, in der das elektrische Betriebsmittel im Bezug auf den behobenen Defekt kontrolliert wird. Empfohlen wird zusätzlich eine Leitungsprüfung, da die meisten Mängel nicht in einem Gerät selbst, sondern in den zuführenden und verbindenden Leitungen auftreten. Für die Leitungsprüfung gilt die gesetzliche Verpflichtung allerdings nicht, wenn es um außerhalb der Geräte befindliche Stromleitungen geht.

Bildquellen:
Teilen:
Weitere Artikel
Business-Mail für KMU: So wächst die digitale Kommunikation mit
Business
Business-Mail für KMU: So wächst die digitale Kommunikation mit

Wenn aus einem Einzelunternehmen ein Team wird, steigen die Anforderungen an die digitale Kommunikation. Gemeinsame Postfächer, klare Zuständigkeiten und sichere Zugänge helfen dabei, Kundenanfragen zu koordinieren und Informationen zuverlässig verfügbar zu halten. Eine passende E-Mail-Infrastruktur unterstützt kleine und mittlere Unternehmen dabei, ihre Abläufe an neue Mitarbeiter und wachsende Aufgaben anzupassen. Am Anfang genügt häufig ein einzelnes E-Mail-Konto für Angebote, Rechnungen und Kundenkontakte. Mit jedem neuen Teammitglied wächst jedoch der Abstimmungsbedarf. Wer beantwortet eingehende Anfragen? Wie bleibt die Korrespondenz für Vertretungen zugänglich? Und wer verwaltet die Zugänge, wenn Beschäftigte das Unternehmen verlassen? Eine Business-E-Mail mit eigener Domain schafft eine einheitliche Grundlage. Damit sie im Alltag funktioniert, müssen Unternehmen auch die organisatorischen und technischen Rahmenbedingungen festlegen. Von der Einzelperson zur koordinierten Teamkommunikation

4 Min. LesezeitLesen
Gründungsrekord 2026: KI treibt Deutschlands Start-up-Boom an
Aktuell
Gründungsrekord 2026: KI treibt Deutschlands Start-up-Boom an

Für einen neuen Gründungsrekord brauchte Deutschland 2026 gerade einmal sechs Monate. Zwischen Januar und Juni entstanden 3.053 Start-ups – mehr als im gesamten Jahr 2024. Damit erreicht die Gründungsaktivität ausgerechnet in einer Phase einen historischen Höchststand, in der zahlreiche etablierte Industrieunternehmen unter wirtschaftlichem Druck stehen. Hinter der Entwicklung steckt vor allem der technologische Wandel: Künstliche Intelligenz erleichtert den Aufbau neuer Geschäftsmodelle und verkürzt Entwicklungsprozesse. Zugleich zieht die deutsche Verteidigungsindustrie erhebliche Summen an Wagniskapital an. Die wachsende Zahl junger Unternehmen gilt als ermutigendes Signal für den Wirtschaftsstandort. Allerdings entscheidet sich ihr langfristiger Beitrag zur Wirtschaft erst dann, wenn aus den Gründungen tragfähige Unternehmen mit dauerhaftem Wachstum entstehen.

Lesen
Renditefaktor Schönheit: Erfolgsstrategien im Businessmodell Hautpflege und Ästhetik
Business
Renditefaktor Schönheit: Erfolgsstrategien im Businessmodell Hautpflege und Ästhetik

Schöne Haut galt lange Zeit vor allem als kleiner Luxus oder als gelegentliche Auszeit vom Alltag. Ein entspannender Besuch im Kosmetikstudio, eine Gesichtsmaske und ein wenig Erholung so sah das klassische Bild der Branche aus. In den vergangenen Jahren hat sich dieser Markt jedoch spürbar gewandelt. Die Pflege des eigenen Erscheinungsbildes ist für viele Menschen zu einem festen Bestandteil der persönlichen Gesundheitsvorsorge geworden. Wer heute Geld für Behandlungen ausgibt, wünscht sich fundiertes Fachwissen, messbare Resultate und eine Betreuung, die weit über das traditionelle Wohlfühlprogramm hinausgeht. Aus wirtschaftlicher Sicht macht diese Entwicklung das Segment greifbar und attraktiv. Wo früher einfache Dienstleistungen dominierten, entstehen heute klar strukturierte Unternehmen mit verlässlichen Einnahmen. Die Nachfrage nach professioneller Ästhetik erweist sich als bemerkenswert krisenfest, da persönliche Pflege und das eigene Wohlbefinden auch in wirtschaftlich unruhigen Zeiten einen hohen Stellenwert behalten.

5 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite