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business-on.de Redaktion
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18. Februar 2020

Factoring bei Restrukturierung: Wie Unternehmen in der Insolvenz davon profitieren können

Vor allem für Firmen in finanziellen Schwierigkeiten stellt der Verkauf offener Forderungen eine Möglichkeit dar, schnell an Geld zu kommen und den Geschäftsbetrieb aufrecht zu halten. Die neue Liquidität kann auch bei einer vorläufigen oder eröffneten Insolvenz genutzt werden. Unternehmen mit einer schlechten Bonität, die keinen Bankkredit mehr erhalten, können Factoring als Finanzierungsbaustein einsetzen, um die Restrukturierung der Firma erfolgreich durchzuführen.

Finanzielle geschäftliche Probleme entstehen durch interne und externe Einflüsse. Wenn ein Unternehmer dauerhaft mehr Geld für Miete, Personal oder Wareneinkauf ausgibt, als er durch Verkäufe einnimmt, sollte er seine Buchhaltungskenntnisse auffrischen. Häufig sind aber nicht die Hersteller und Verkäufer schuld an der mangelnden Liquidität, sondern die eigenen Kunden. Verspätete Zahlungen und Zahlungsausfälle sorgen für einen Liquiditätsengpass und können eine Firma in ernsthafte Schwierigkeiten bringen. Die fehlenden Zahlungen können zum Bankrott des Unternehmens führen oder lassen sich nur durch eine Restrukturierung beheben.

Was ist eine Restrukturierung?

Auch große und erfolgreiche Unternehmen erleben Phasen im Geschäftsleben, in denen es zu Zahlungsschwierigkeiten kommt. Bei einer Restrukturierung als Hilfsmaßnahme überprüfen Experten die allgemeinen Marktbedingungen, die interne Organisation und die Buchhaltung der betroffenen Firma. Ziel der Umstrukturierung ist die Sanierung des Unternehmens und die Fortführung der Geschäftstätigkeit. Wenn die Unternehmer gefragt werden, warum die finanziellen Schwierigkeiten aufgetreten sind, werden häufig externe Ursachen genannt. Neben einem veränderten Marktumfeld gehören säumige Zahler und Forderungsausfälle zu den häufigsten Gründen für eine Insolvenz. Außerdem sind viele Einzelunternehmer und kleine Betriebe mit der laufenden Buchhaltung überfordert und übersehen fehlende Zahlungseingänge oder verpasste Zahlungsziele. Um gar nicht erst in diese Situation zu kommen kann ein professionelles Vertragsmanagement Abhilfe schaffen. Aufgabe des Vertragsmanagements ist unter anderem die Überwachung von Terminen und Fristen. Zudem können automatisierte Erinnerungen verschickt werden. Wenn sich die Zahlungsausfälle jedoch häufen, kann eine Restrukturierung die einzige Möglichkeit sein, das Geschäft fortzuführen.

Wie läuft eine Restrukturierung ab?

Eine Restrukturierung erfolgt in mehreren Schritten. Einzelunternehmer oder kleine Betriebe können sich professionelle Hilfe für den Turnaround holen, wie die Restrukturierung auch genannt wird. Der externe Berater erstellt eine Analyse der Arbeitsprozesse und der Rahmenbedingungen. Vor allem das veränderte Zahlungsverhalten der Kunden und die Zahlungsbedingungen von Lieferanten sind dabei von großem Interesse. Nach der ausführlichen Analyse treffen Geschäftsinhaber und Berater gemeinsame Entscheidungen über die wichtigsten Veränderungen und setzen die Maßnahmen um. Außerdem entwickeln sie Warnhinweise, die dem Unternehmer die nächste Krise rechtzeitig anzeigen.

Damit die Restrukturierung erfolgreich verläuft, muss vor allem die Finanzierung der Veränderungen sichergestellt werden. Hier bietet sich Full Service Factoring an, das sowohl für frisches Geld als auch für einen Schutz vor Forderungsausfällen sorgt.

Schnelle Liquidität mit Factoring

Unternehmen in der Insolvenz erhalten in der Regel keinen Bankkredit mehr. Es bestehen bereits Schulden bei Kreditinstituten, Lieferanten und anderen Gläubigern. Um den Geschäftsbetrieb trotzdem aufrecht zu halten und die Schulden abzubauen, muss schnell neues Geld eingehen. Hier bietet sich der Verkauf offener Forderungen an ein Factoringunternehmen an. Die Anbieter schließen auch bei schlechter Bonität Verträge mit den Kreditoren ab. Die Vertragsverhandlungen sind schnell erledigt und der Forderungsverkauf kann schon nach kurzer Zeit beginnen.

Da die Abwicklung des Forderungsankaufs online erfolgt, ist das Geld aus den offenen Rechnungen schnell auf dem Geschäftskonto des Verkäufers. Außerdem übernimmt das Factoringunternehmen die komplette Debitorenbuchhaltung und trägt das Ausfallrisiko. Die verschiedenen Dienstleistungen entlasten den Kreditor, der sich ganz auf den Verkauf und die Restrukturierung seines Unternehmens konzentrieren kann. Aus diesem Grund wird diese Finanzierungsform auch als Turnaround-Factoring bezeichnet.

Wie ist der Ablauf bei Factoring?

Factoring läuft in wenigen Schritten ab:

  • Verkauf der Produkte
  • Ausstellung einer Rechnung mit Zahlungsziel
  • Einreichung der Rechnung beim Factor
  • umgehende Prüfung der Rechnung
  • Überweisung der Rechnungssumme abzüglich Einbehalt innerhalb von 24 – 48 Stunden
  • Überweisung des Restbetrages bei Erreichen des Zahlungsziels

Der schnelle und einfache Ablauf des Forderungsverkaufs sorgt dafür, dass das Geld innerhalb kurzer Zeit auf dem Konto des Kreditors eingeht. Der Unternehmer kann wie gewohnt seiner Geschäftstätigkeit nachgehen und seine Waren oder Dienstleistungen an seine Kunden verkaufen. Er kann den Käufern großzügige Zahlungsziele von bis zu 90 Tagen einräumen. Dieses Argument bringt viele Kunden dazu, eine größere Bestellung aufzugeben oder ein teureres Produkt zu kaufen. Das sorgt für mehr Umsatz und die Liquidität steigt.

Die Rechnung mit Zahlungsziel reicht der Verkäufer online beim Factor ein. Die Rechnung wird geprüft, ob sie den Bedingungen des Factoringvertrages entspricht und ob sich der Käufer in der Liste der vereinbarten Debitoren befindet. Der Factor überprüft regelmäßig die Bonität der Debitoren und warnt den Verkäufer, falls sich die finanzielle Lage eines Kunden stark verschlechtert. So kann sich der Kreditor sicher sein, nur Geschäfte mit zahlungskräftigen Kunden zu machen. Sollte es trotzdem zu einem Zahlungsausfall kommen, übernimmt der Factor den Schaden in voller Höhe. Auch Mahnungen und Inkassomaßnahmen führt das Factoringunternehmen aus. So kann sich der Unternehmer ohne Ablenkung auf die Rettung seines Betriebes konzentrieren.

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