Haftpflichtversicherung mit bis zu 50 Prozent Verlust

Im vergangenen Geschäftsjahr konnten allgemeine Haftpflichtversicherung in Deutschland im Mittel 15 Cent pro Euro Mitgliedsbeitrag verdienen. Einige Branchengrößen hatten aber auch stark negative Schaden-Kosten-Quoten.
Laut dem kürzlich veröffentlichten „Statistischen Taschenbuch der Versicherungswirtschaft 2020“ des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) konnten mit allgemeinen Haftpflichtversicherung auf dem deutschen Markt im Geschäftsjahr 2019 erneut hohe versicherungstechnische Gewinne erzielt werden. Im Mittel verdienten die Unternehmen mit jedem Beitragseuro einer Haftpflichtversicherung mehr als 15 Cent.
Im Verhältnis zu den Bruttobeiträgen lag die kombinierte Schaden-Kosten-Quote nach Abwicklung im inländischen Direktgeschäft bei 84,9 Prozent. Dies ist eine Verbesserung von 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Verluste bei sechs großen Gesellschaften
Trotz der deutlich besseren Schaden-Kosten-Quote konnte nicht alle der 50 größten Versicherungsgesellschaften, die gemeinsam einen Marktanteil von 91 Prozent in Deutschland besitzen, im vergangenen Jahr mit ihren privaten Haftpflichtversicherungen Gewinne erzielen. Sechs Gesellschaften hatten eine negative Schaden-Kosten-Quote, 2018 waren es acht, 2017 sogar zehn.
Der von der V.E.R.S. Leipzig GmbH und der Sirius Campus GmbH publizierte „Branchenmonitor 2014–2019: Haftpflichtversicherung“ zeigt aber auch, dass neun der 50 größten Marktteilnehmer einen versicherungstechnischen Gewinn von mehr als 30 Cent pro Beitragseuro erzielen konnten.
152,2 Prozent Schaden-Kosten-Quote beim Volkswohl Bund
Die schlechteste Schaden-Kosten-Quote hatte im vergangenen Jahr mit 152,2 Prozent die Volkswohl Bund Sachversicherung AG. Außerdem haben die R+V Allgemeine Versicherung AG (110,4 %), die Inter Allgemeine Versicherung AG (109,2 %) und die Mecklenburgische Versicherung a.G. (109,2 %) ebenfalls eine schlechte Schaden-Kosten-Quote ausgewiesen.
Leichte versicherungstechnische Verluste gab es überdies im Jahr 2019 bei der Janitos Versicherung AG (1,2 %) und der VHV Allgemeine Versicherung AG (0,7 %).
Schaden-Kosten-Quote der VHV deutlich verbessert
Obwohl die VHV im vergangenen Jahr noch immer eine leicht negative Schaden-Kosten-Quote verzeichnete, konnte die Versicherungsgesellschaft ihre Quote im Vergleich zum Jahr 2018 deutlich verbessern (26 %). Im gleichen Zeitraum stieg auch das Beitragsaufkommen (6 %) auf insgesamt 366 Millionen Euro. Im Geschäftsbericht heißt es dazu, dass „steigende Umsatz-, Lohn- und Honorarsummen sowie gezielte Bestandsmaßnahmen, insbesondere in der Berufshaftpflicht-Versicherung“ für die Verbesserungen der Geschäftszahlen verantwortlich sind.
Schadenquote beim Volkswohl Bund nahezu verdoppelt
Ein schlechtes Geschäftsjahr hatte hingegen der Volkswohl Bund, bei dem sich die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle auf fast 14 Millionen Euro nahezu verdoppelt haben. Verantwortlich dafür sind laut dem Geschäftsbericht „gestiegene Großschadenbelastung und eine höhere durchschnittliche Schadenhöhe.“
Außerdem hat der Volkswohl Bund seine Bruttorückstellungen im vergangenen Jahr um mehr als ein Drittel auf insgesamt 27,3 Millionen Euro aufgestockt. Die Rückstellungsquote der Versicherung liegt damit bei 203,5 Prozent, ist aber noch immer geringer als der Branchendurchschnitt von 258 Prozent.
Insgesamt lag die Schadenquote beim Volkswohl Bund bei fast 106 Prozent (Vorjahr 57 %). Dies ist mit Abstand ein Rekordwert unter den analysierten Markteilnehmern.
Großschaden belastet die Mecklenburgische
Laut dem Geschäftsbericht der Mecklenburgischen haben „neben Beitragsanpassungen auch tarifliche Änderungen in der gewerblichen und privaten Haftpflichtversicherung“ zu einem deutlich Anstieg (5 %) des Prämienvolumens auf 40,1 Millionen Euro geführt.
Im vergangenen Geschäftsjahr stiegen aber auch die Bruttoaufwendungen für Schadenfälle (87 %) auf 26,9 Millionen Euro deutlich. Verantwortlich dafür waren „außerordentliche Belastungen durch Großschadenereignisse sowohl im Privat- als auch im Gewerbebereich.“ Die Schadensquote des Unternehmens liegt deshalb nun mit 67,2 Prozent deutlich über dem Branchendurchschnitt von 47,6 Prozent.
Hohe Schadenquote bei der Inter Allgemeine Versicherung
Mit einem hohen Anstieg der Schadenquote (22 %) auf nun 66,9 Prozent liegt die Inter Allgemeine Versicherung auf dem 45. Platz des Rankings. Verantwortlich für diesen deutlichen Anstieg sind laut dem Geschäftsbericht die stark gestiegenen (33 %) Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle, die im vergangenen Jahr bei insgesamt 13,6 Millionen Euro lagen. Hinzukommen „die gesunkenen Abwicklungsergebnisse für Vorjahres-Versicherungsfälle.“
Betriebskostenquoten oft zu hoch
Die Studie zeigt überdies, dass Versicherungen mit einer überdurchschnittlich hohen Schadenquote in den meisten Fällen auch eine zu Betriebskostenquote haben. Lediglich die VHV und die R+V liegen mit jeweils 30 Prozent unter der Betriebskostenquote des Branchendurchschnitts von 36,1 Prozent.
Im Vergleich zu den Vorjahren gab es bei den Betriebskostenquoten der meisten Versicherungsgesellschaften nahezu keine Änderungen. Lediglich die Inter konnte ihre Kosten um drei Prozent reduzieren, liegt mit 42,4 Prozent Betriebskostenquote aber noch immer deutlich über dem Branchenmittel.
- Titelbild: Bild von Marcel Langthim auf Pixabay
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VerbraucherEine Fenstermodernisierung kann in Wohn- und Gewerbeobjekten spürbar zur Senkung der Heizkosten beitragen, das Raumklima verbessern und langfristig den Immobilienwert sichern vorausgesetzt, Verglasung, Rahmen und Montage passen zur tatsächlichen Nutzung. Steigende Energiepreise, neue Anforderungen an die Gebäudeeffizienz und ein angespannter Handwerkermarkt setzen Eigentümer, Bauherren und Architekten zusätzlich unter Druck. Wer ein Wohnhaus, ein Bürogebäude, ein Ladengeschäft oder eine vermietete Immobilie betreut, kommt um die Frage nach dem Zustand der Fenster kaum herum. Eine durchdachte Modernisierung ist deshalb keine reine Optikfrage, sondern eine wirtschaftliche Entscheidung und sie sollte mit einem erfahrenen Partner geplant werden, etwa mit den Experten für Fensterbau in Augsburg, die seit 1985 Privatkunden, Bauherren und Architekten in der Region betreuen. Warum Fenster eine unterschätzte Stellschraube sind In vielen Bestandsgebäuden stammen Fenster noch aus älteren Bauphasen, etwa aus den 1980er- oder 1990er-Jahren. Ihre Wärmedämmwerte liegen in der Regel über dem, was moderne Verglasungen leisten. Das kann sich in der Heiz- und Betriebskostenabrechnung niederschlagen: Wärmeverluste über veraltete Rahmen und ältere Verglasungen gehören zu den Posten, die sich durch eine Sanierung gezielt reduzieren lassen. Hinzu kommen Themen wie Schallschutz an verkehrsreichen Standorten, Einbruchsicherheit für Erdgeschossräume und sommerlicher Wärmeschutz in stark verglasten Flächen.
