IHK-Arbeitskreis Verkehrswirtschaft: Neue Gefahrgutregeln und Ladungssicherheit

Siegen/Olpe. Im kommenden Jahr treten neue Regelungen für den Gefahrguttransport in Kraft. Sie betreffen auch die heimischen Hersteller und Speditionen. Auf Einladung der IHK Siegen stellte mit Jörg Holzhäuser vom rheinland-pfälzischen Verkehrsministerium ein ausgewiesener Fachmann die neuen Gefahrgutregelungen für die Straßenbeförderung (ADR) im Arbeitskreis Verkehrswirtschaft vor. Das ADR legt fest, welche Güter als Gefahrgut einzustufen und welche Sicherheitsmaßnahmen beim Transport zu beachten sind. Weitere Regelungen betreffen die Kennzeichnung und Dokumentation sowie die Konstruktion von Behältern, Tanks und Gefahrgutfahrzeugen. In seinem Vortrag ging der Autor und Mitherausgeber einschlägiger Fachschriften detailliert auf die Vielzahl an anstehenden Änderungen ein. „Zum großen Teil handelt es sich bei den auf insgesamt 140 Seiten zusammengefassten Modifikationen um präzisere Formulierungen bislang unspezifischer Textpassagen und um begriffliche Klarstellungen. Kein Grund zur Verzweiflung also“, beruhigte er die 25 zugeschalteten Unternehmensvertreter. Zudem sei eine Übergangsfrist vorgesehen, die am 30. Juni 2021 ende. Spätestens dann allerdings müsse das ADR 2021 von allen angewendet werden. Nicht immer sei jedes Regelungsdetail aus Sicht des Praktikers nachvollziehbar, räumte der Referent ein. Gleichwohl liege ein möglichst sicherer Transport der Gefahrgüter nicht nur im Interesse der Verkehrsteilnehmer, sondern auch des Auftraggebers.
Auch beim zweiten Thema der Sitzung ging es um Sicherheit auf der Straße. Stefan Lang von der DEKRA Akademie GmbH Olpe beleuchtete die rechtlichen Grundlagen der Ladungssicherung. In der Praxis stelle sich im Unglücksfall immer wieder die Frage, wer eigentlich für die Ladungssicherung verantwortlich sei, betonte der Kraftverkehrsmeister: „Die Verpflichtung, die Sicherheit des Transportes von Ladungen auf öffentlichen Wegen herzustellen, obliegt in der Regel nicht einer Person alleine; in der Verantwortung stehen vielmehr Spediteur (bzw. Frachtführer), Fahrer und Verlader.“ Stefan Lang stellte die einzelnen Verantwortlichkeiten der Transportakteure anschaulich dar, erläuterte die relevanten rechtlichen Grundlagen und ging zudem beispielhaft auf relevante Gerichtsurteile ein. „Die Ladungssicherung geht uns Logistiker alle an“, verdeutlichte Ausschuss-Vorsitzender Michael Kröhl, Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG, und verwies auf andernfalls drohende gravierende Folgen für alle Transportbeteiligten. Immerhin trügen die Ladevorschriften bei gewissenhafter Einhaltung dazu bei, dass in vielen Fällen schwerwiegende Unfälle vermieden werden könnten.
Die Sitzung bot zugleich den Rahmen für die Belobigung der diesjährigen ausbildungsbesten Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung. Christian Betchen, Vorsitzender des Fördervereins der Speditions- und Logistikbetriebe in Südwestfalen und Altenkirchen (FSL) e.V., gratulierte den Absolventen zu ihren Leistungen: „Das war ein besonderes Jahr mit besonderen Belastungen für uns alle. Das gilt auch für die Auszubildenden. Sie haben viel Fleiß und Herzblut an den Tag gelegt und können auf ihren Abschluss zu Recht stolz sein.“ Ausgezeichnet wurden Lena Schrage (red \ line Spedition und Logistik GmbH), Steffen Siebel (M.G. International Transports GmbH), Sabrina Weiß (Georgi GmbH & Co. KG – Transporte) und Chiara Wasielewski (Joseph Heuel GmbH – HEUEL LOGISTICS).
PersonalOhne Strom steht der Betrieb still. Ob Server im Büro, Kassen im Verkauf oder Maschinen in der Halle die heutigen Arbeitsabläufe sind stark von elektrischen Geräten abhängig. Eine zuverlässige Stromversorgung ist die absolute Basis für produktives Arbeiten. Doch wo täglich Strom fließt, entstehen oft unsichtbare Gefahren. Ein kleiner Defekt an einem Kabel oder ein unbemerkter Kurzschluss kann weitreichende Folgen haben. Ein plötzlicher Ausfall legt nicht nur die Arbeit lahm, sondern verursacht oftmals auch finanzielle Schäden. Genau hier setzt die betriebliche Elektrosicherheit an. Sie ist keine lästige Pflichtaufgabe, sondern ein wichtiger Teil des unternehmerischen Risikomanagements. Wer mögliche Gefahrenquellen im Blick behält, sorgt für sichere Abläufe und stärkt die langfristige Stabilität des gesamten Betriebs.
VerbraucherDie Energieversorgung von Gebäuden rückt zunehmend in den Fokus wirtschaftlicher Überlegungen. Der Heizungskeller spielt dabei eine entscheidende Rolle für den langfristigen Werterhalt von Immobilien und Betriebsstätten. Steigende Energiekosten und veränderte gesetzliche Vorgaben machen eine vorausschauende Planung notwendig. Eine Heizungsmodernisierung ist heute kein reiner Kostenfaktor mehr. Vielmehr handelt es sich um eine strategische Investition in die wirtschaftliche Zukunft eines Gebäudes. Damit sich dieser Schritt auszahlt, ist eine genaue Kalkulation gefragt. Es gilt, die anfänglichen Ausgaben, den langfristigen Nutzen und die verfügbaren staatlichen Förderungen sorgfältig aufeinander abzustimmen.
BusinessEin neues Büro ist für jedes Unternehmen ein wichtiger Schritt. Oft wächst das Team, es werden modernere Arbeitsflächen benötigt oder die internen Abläufe haben sich gewandelt. Ein solcher räumlicher Wechsel bringt stets frische Impulse für den Arbeitsalltag. Gleichzeitig gibt es dabei eine spürbare Herausforderung: Der normale Geschäftsbetrieb muss reibungslos weiterlaufen. Ein stillstehender Betrieb kostet Geld, verzögert laufende Projekte und beeinträchtigt den gewohnten Service für die Kundschaft. Die Erreichbarkeit muss zu jedem Zeitpunkt gesichert sein. Das Ziel ist es daher, den Umzug so zu gestalten, dass die tägliche Arbeit nicht unterbrochen wird. Das gelingt mit einer durchdachten Vorbereitung und einer klaren Struktur. Wer im Vorfeld die richtigen logistischen und organisatorischen Schritte plant, meistert den Wechsel an den neuen Standort sicher und entspannt, ohne dass das Kerngeschäft darunter leidet.
