Interview mit Jacques Colman von Lilienthal Berlin

business-on.de: Könnt Ihr etwas mit dem Datum 23. Mai 1848 verbinden?
Jacques Colman: Na klar! An dem Tag erblickte Otto Lilienthal das Licht der Welt.
business-on.de: Wir nehmen mal an, dass der an diesem Tag geborene Flugpionier Otto Lilienthal der Namengeber für Euer Unternehmen, Lilienthal Berlin, ist? Wie kam es dazu?
Jacques Colman: Die Idee für Lilienthal Berlin entstand nach einer langen Nacht in den Clubs. Im Licht der aufgehenden Sonne sind wir über das Tempelhofer Feld gelaufen und waren dort fast überwältigt von dem Gefühl der Freiheit, des Pioniergeistes und der Möglichkeit, all das tun zu können, was wir wollten. Und weil die Idee eben auf dem Flughafen entstand, lag es nur nahe, uns eben nach Herrn Lilienthal zu benennen, der ja hier in Berlin seine ersten Flugversuche unternommen hat – und der bewiesen hat, dass viele Grenzen ganz einfach überwunden werden können!
business-on.de: Ihr seid 2016 angetreten, mit dem ersten Uhrenmodell L1, mit der Ihr auch die Marke Berlin nach außen tragt. Es scheint Ihr liebt Berlin – was ist für Euch das Besondere an der deutschen Metropole?
Jacques Colman: Die Stadt hat ein ganz eigenes Lebensgefühl. Alles ist im ständigen Wandel. Wir können jederzeit in den Club oder ins Museum, interkulturelle Volksfeste im Park feiern und uns von legendär schlecht gelaunten Busfahrern anmeckern lassen. Jeden Tag kann man etwas Neues erleben – und trotz all der Großstadthektik ist Berlin immer noch wunderbar gelassen.
Subtiler, aber unverkennbarer Berlinbezug
business-on.de: Erklärt doch einmal, wie sich Berlin in der L1 widerspiegelt?
Jacques Colman: Die Stadt zeigt sich in vielen Details. Die Typografie auf dem Zifferblatt ist etwa die der Berliner Straßenschilder oder die Krone ist geformt wie die Weltzeituhr. Außerdem sind es die typischen Berliner Farbstimmungen, die den urbanen Charakter der Uhren unterstreichen – jedes unserer Wechselarmbänder ist in einer Farbe gehalten, die es genauso auch an unseren Lieblingsorten in Berlin zu entdecken gibt. Der Berlinbezug ist also subtil, aber unverkennbar!
business-on.de: Designed in Berlin, made in Germany – Ihr stellt hohe Ansprüche an Eure Produkte. Kann der Kunde sich darauf verlassen, dass alle Bauteile Euren Anforderungen entsprechen?
Jacques Colman: Ja, klar. Kompromisse kommen für uns nicht in Frage. Weder beim Design, noch bei der Qualität.
business-on.de: Die L1 ist 2017 vom iF Industrie Forum Design in Hannover in der Kategorie Produkt-Design/Uhren ausgezeichnet worden. Außerdem ward Ihr beim Green Product Award 2017 auf einem 1. Platz und Ihr tragt den German Design Award. Was macht Eure Uhr zum sauberen Zeitmesser?
Jacques Colman: Wo immer wir können, arbeiten wir mit umweltfreundlichen Materialien. Ein gutes Beispiel dafür ist das vegetabil gegerbte Leder unserer Armbänder – Dieses spezielle Leder erfordert eine aufwändigere Bearbeitung als herkömmlich gegerbtes Leder – darum ist es im Lifestyle-Uhrenbereich noch eine echte Ausnahme. Aber weil es besser für die Haut und die Umwelt ist, finden wir einfach, dass es sich immer lohnt, den schwereren Weg zu gehen, wenn das Ergebnis stimmt.
Der Nachhaltigkeitsgedanke ist ein wichtiger Aspekt
Auch die Produktion in Deutschland entspricht unserer Philosophie der Nachhaltigkeit – klar könnten wir Geld sparen, wenn wir in Asien produzieren lassen würden, aber wir wollen eben, dass jede Uhr mit einem rundum guten Gefühl getragen werden kann.
So ist eben auch der Nachhaltigkeitsgedanke ein wichtiger Aspekt von Lilienthal Berlin. Und die bisherigen Auszeichnungen sind eine tolle Bestätigung, dass wir damit offenbar auf dem richtigen Weg sind.
business-on.de: Viele Menschen haben sicherlich zu Hause mehrere Uhren rumliegen, nicht weil sie sammeln, sondern sie sich angesammelt haben. Die Uhr zur Kommunion, eine oder zwei Swatch, vielleicht noch eine besondere Uhr, die man sich mal gegönnt hat. War es da nicht ein Risiko, ein weiteres Label auf den Markt zu bringen?
Jacques Colman: Ein bisschen Risikobereitschaft gehört zweifellos dazu, wenn man etwas Neues machen will. Und ja, viele Leute mögen Uhren zuhause rumliegen haben – wir wollen aber Uhren bauen, die eben nicht rumliegen, sondern die getragen werden. Darum setzen wir auf ein modernes, eigenständiges Design, auf spürbare Qualität und darauf, einen bestimmten Lifestyle zu transportieren. So haben wir unsere Marktnische gefunden und fühlen uns ganz wohl darin…
Pioniergeist für Lilienthal auch im stationären Handel
business-on.de: Bisher lief der Abverkauf vor allem über Onlinekanäle, jetzt kommt auch der stationäre Handel auf den Geschmack. Kommt das quasi von selbst, oder wie erreicht Ihr die Uhrenhändler?
Jacques Colman: Wir haben schon früh die ersten Anfragen von Händlern bekommen, ob sie nicht auch unsere Uhren verkaufen könnten. Da wir aber ja noch ganz frisch waren und Lilienthal Berlin erst richtig am Markt etablieren wollten, hatten wir schlichtweg nicht die Kapazitäten, uns mit der nötigen Zeit um den Aufbau eines Handelsnetzwerkes zu kümmern. Mittlerweile haben wir aber einen Kundenservice aufgebaut und sorgen nun dafür, dass unsere Uhren bei immer mehr Händlern in den Vitrinen liegen!
business-on.de: Neben der L1 gibt es die Urbania, und von der L1 die „Götterfunken“ in limitierter Auflage von 999 Stück. Die Armbänder sind schnell wechselbar, die Farbauswahl steigt. Ihr schreibt auf Eurer Webseite „Unsere Geschichte fängt gerade erst an.“ Was dürfen wir von Lilienthal zukünftig erwarten?
Jacques Colman: Unsere nächste Limited Edition steht schon in den Startlöchern – und auch für die übernächste haben wir schon die ersten Pläne. Ein großes Projekt ist sicher auch die Arbeit mit neuen Materialien für die Armbänder. Hier arbeiten wir etwa unter Hochdruck einer ganz neuen veganen Alternative. Und dann haben wir noch ganz große Pläne, von denen wir aber lieber noch nichts verraten… Aber seid euch sicher, dass uns die Ideen so schnell nicht ausgehen werden!
Gewinnen Sie eine Urbania von Lilienthal
business-on.de verlost die Lilienthal Uhr Urbania im Wert von 169,00 €. Um an der Verlosung teilzunehmen, schicken Sie uns einfach eine Nachricht über das Kontaktformular.
Der Gewinner wird im Anschluss per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Kommunikationsdaten der Gewinnspielteilnehmer werden nicht für andere Zwecke genutzt. Teilnahmeschluss ist der 28.02.2018.
– Das Gewinnspiel ist beendet | Der Gewinner wurde informiert –
Guide'sBei einer Standortentscheidung stehen häufig Gewerbeflächen, Kosten und Verkehrsanbindung zuerst auf dem Prüfstand. Für Unternehmen ist das nachvollziehbar: Ohne geeignete Räume und funktionierende Wege lassen sich betriebliche Abläufe schwer planen. Beschäftigte erleben einen Standort jedoch auch nach Feierabend. Wer Hockenheim wirtschaftlich einordnen möchte, sollte deshalb ebenso auf Wohnen, Freizeit, Familienalltag und die Einbindung in die Region schauen. Standortentscheidungen enden nicht am Werkstor
InnovationReifen gelten im Alltag oft als reines Verschleißteil. Doch im modernen Straßenverkehr spielen sie eine strategische Rolle. Für Flottenbetreiber und Fahrzeughalter sind sie ein wesentlicher Faktor, wenn es um die Sicherheit, den Kraftstoffverbrauch und die gesamten Betriebskosten eines Fahrzeugs geht. Ein klassischer Werkstattbesuch für den reinen Radwechsel deckt die heutigen Anforderungen oft nicht mehr ab. Der Reifenservice hat sich im Laufe der Zeit von einer handwerklichen Aufgabe zu einer umfassenden Dienstleistung entwickelt. Moderne Konzepte und gut abgestimmte Prozesse helfen inzwischen maßgeblich dabei, die Mobilität auf der Straße effizienter, sicherer und vor allem planbarer zu gestalten.
ExpertentalkEin Immobilienverkauf beginnt nicht mit dem Inserat. Für Eigentümer stellt sich zuerst die Frage, welcher Preis unter den konkreten Bedingungen plausibel ist, welche Unterlagen fehlen und wie viel Abstimmung der Prozess erfordert. Wer hier zu schnell startet, riskiert falsche Erwartungen und unnötige Verzögerungen. Im Interview erklärt Franz Knon, der nach eigenen Angaben seit 1999 gemeinsam mit Manuela Karl-Knon in Niederbayern tätig ist, welche Schritte beim Immobilienverkauf für Eigentümer aus seiner Sicht für eine belastbare Vorbereitung entscheidend sind. business-on.de: Warum sollte der Verkauf nicht mit dem Inserat beginnen? Franz Knon: Weil ein Inserat nur funktioniert, wenn vorher die grundlegenden Fragen geklärt sind. Häufig haben Eigentümer bereits eine konkrete Preisvorstellung und einen Wunschtermin im Kopf, bevor überhaupt klar ist, in welchem Zustand das Objekt ist oder welche Unterlagen fehlen. Dann entsteht Druck, der im weiteren Verlauf teuer werden kann. Am Anfang sollte eine ehrliche Bestandsaufnahme stehen: Was ist der Anlass des Verkaufs, welches Ziel verfolgt der Eigentümer, und wie sieht der realistische Zeitrahmen aus? Gerade bei familiären Anlässen wie einer Erbschaft oder einer Trennung spielen oft mehrere Personen und unterschiedliche Erwartungen hinein, die frühzeitig auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden müssen. Erst wenn diese Punkte benannt sind, lohnt es sich, über Vermarktung und Veröffentlichung nachzudenken. Diese Reihenfolge kostet am Anfang etwas Zeit, spart aber später deutlich mehr Zeit und Nerven. Ein überstürzter Start führt dagegen häufig dazu, dass Fragen erst dann auftauchen, wenn Interessenten bereits vor der Tür stehen.
