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business-on.de Redaktion
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16. März 2026

Identität als Wachstumsmotor: wie die Elavance GmbH Markenrelevanz in einer digitalen Welt neu definiert

Elavance

Der Markt von heute verzeiht keine Beliebigkeit mehr. In einer Zeit, in der Angebote nur einen Klick voneinander entfernt sind und Vergleichsportale über Erfolg oder Misserfolg entscheiden, reicht ein solides Produkt allein oft nicht mehr aus. Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, dass ihre äußere Wahrnehmung nicht mehr mit der inneren Qualität und dem eigentlichen Wachstum Schritt hält.

Hier setzt die Elavance GmbH an. Das Unternehmen versteht sich nicht als klassische Werbeagentur, sondern als strategischer Partner an der Schnittstelle zwischen echtem Unternehmertum und moderner Markenführung. Es geht darum, Identitäten zu schaffen, die nicht nur auf dem Papier existieren, sondern als echter Wachstumsmotor fungieren.

Im Gespräch mit unserer Redaktion gibt Jessica Strassner, als Geschäftsführerin von Elavance, tiefe Einblicke in die Mechanismen hinter erfolgreichen Marken. Dabei wird deutlich: Wer heute Relevanz beansprucht, muss weit über das Visuelle hinausdenken und die eigene Marke als das wertvollste Gut der Geschäftsführung begreifen.

Strategie und Unternehmertum

business-on.de:

Das Verständnis von modernem Unternehmertum hat sich in den letzten Jahren massiv gewandelt. Welchen Stellenwert nimmt die „Marke“ heute in der strategischen Geschäftsführung ein, den sie vor zehn Jahren vielleicht noch nicht hatte, und warum ist sie heute weit mehr als nur ein hübsches Logo oder ein reiner Werbeeffekt?

Jessica Strassner von Elavance GmbH:

Marke ist für mich zuerst eine Frage der Verantwortung, nicht der Außenwirkung. Als ich 2021 gegründet habe, war mir eines sofort klar: Ich wollte nicht hinter einer anonymen Struktur stehen. Ich wollte mit meinem Namen dafür einstehen. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Viele Marken funktionieren heute ohne dass irgendjemand wirklich dahintersteht: keine erreichbare Person, keine prüfbare Verantwortung. Genau da sehe ich den Wandel der letzten Jahre: Konsumenten und Geschäftspartner merken zunehmend den Unterschied zwischen Inszenierung und Substanz. Eine Marke die auf echter Verantwortung basiert, muss das nicht behaupten, sie zeigt es. Gerade in Dienstleistungsbereichen, in denen Vertrauen, Diskretion und persönliche Verantwortung geschäftskritisch sind, ist das für mich nicht verhandelbar.

business-on.de:

Elavance versteht sich explizit nicht als klassische Agentur, sondern als unternehmerischer Partner für seine Kunden. Wo liegt für Sie der entscheidende Unterschied zwischen einer reinen kreativen Dienstleistung auf Abruf und einer echten, tiefgreifenden unternehmerischen Begleitung, die auch unbequeme Fragen stellt und Prozesse nachhaltig verändert?

Jessica Strassner von Elavance GmbH:

Der entscheidende Unterschied liegt für mich darin, wer am Ende die Konsequenz trägt. Eine kreative Dienstleistung endet mit der Übergabe, danach ist der Auftrag meistens erledigt. Unternehmerische Begleitung funktioniert aber anders: Man stellt Fragen die über das Projekt hinausgehen, spricht Dinge aus die unbequem sind und bleibt auch dann noch dabei wenn es schwierig wird. Ich habe Elavance von Anfang an so aufgestellt: nicht als Anbieter von Leistungen auf Abruf, sondern als Struktur in der Entscheidung und Verantwortung an derselben Stelle liegen: nämlich bei mir. Das gilt insbesondere für Projekte in Märkten mit besonderem Vertrauens- und Diskretionsanspruch, in denen Fehlentscheidungen nicht nur finanziell, sondern auch reputativ enorme Folgen haben können. Das ist anspruchsvoller. Aber es ist das einzige Modell, das ich für langfristig tragfähig halte.

Markenkern und Digitalisierung

business-on.de:

Viele Unternehmen begehen den Fehler und verwechseln ein neues Design bereits mit einer fertigen Marke. Wie gehen Sie vor, um den tieferliegenden, authentischen Markenkern eines Unternehmens zu identifizieren, bevor überhaupt der erste visuelle Entwurf entsteht, und warum ist diese Vorarbeit für den späteren Markterfolg so geschäftskritisch?

Jessica Strassner von Elavance GmbH:

Ich fange nie mit der Frage an „Wie soll das wirken?" – sondern mit „Was ist hier tatsächlich wahr?" Das klingt einfach, verändert aber alles. Ein Markenkern muss aus der Realität des Unternehmens kommen: aus dem was wirklich stimmt, was prüfbar ist, was jemand von außen nachvollziehen kann. Design kann Substanz nicht ersetzen: es kann sie nur sichtbar machen. Wenn die Substanz fehlt, wird das irgendwann sichtbar. Nicht sofort, aber mit der Zeit. Deshalb ist diese Vorarbeit für mich keine kreative Phase sondern eine analytische. Und ja, sie ist unbequem. Aber sie entscheidet darüber ob eine Marke in drei Jahren noch dieselbe Geschichte erzählt.

business-on.de:

In unserer digitalen Welt ist Aufmerksamkeit zur härtesten Währung geworden, während Algorithmen oft den Takt vorgeben. Welche Rolle spielt die rein emotionale Bindung eines Kunden zu einer Marke im direkten Vergleich zu rein datengetriebenem Marketing, und wie schafft man diesen Spagat in der täglichen Praxis?

Jessica Strassner von Elavance GmbH:

Ich glaube diese Trennung ist künstlich. Emotion entsteht aus Konsistenz und Konsistenz ist messbar. Wenn jemand auf fünf verschiedenen Berührungspunkten dieselbe Geschichte findet, dieselbe Haltung, dieselbe Verantwortlichkeit, dann entsteht Vertrauen. Das ist gleichzeitig emotional und strukturell. Was ich ablehne ist die Vorstellung dass man Vertrauen durch Reichweite kaufen kann. Menschen die wirklich eine Entscheidung treffen wollen, schauen genauer hin. Die fragen sich: Wer steht dahinter? Stimmt das was ich lese mit dem überein was ich sehe? Für diese Menschen ist Authentizität keine Botschaft, sie ist eine Grundvoraussetzung.

Transformation und Zukunft

business-on.de:

Gerade im deutschen Mittelstand treffen oft Jahrzehnte der Tradition auf den harten Druck zur digitalen Transformation. Wie gelingt es, eine historisch gewachsene Marke neu zu positionieren, ohne dabei die Bestandskunden zu verschrecken oder die eigenen Wurzeln zu verlieren, während man gleichzeitig für neue Zielgruppen attraktiv wird?

Jessica Strassner von Elavance GmbH:

Indem man weiß was nicht verhandelbar ist. Bei uns sind das drei Dinge: die Verantwortung liegt bei mir persönlich, der Sitz ist München, und die Darstellung ist authentisch, besonders, weil wir mit Kunden arbeiten, für die Glaubwürdigkeit oberste Priorität hat. Das sind Konstanten, seit dem ersten Tag. Alles andere entwickelt sich: Tonalität, visuelle Sprache, wie wir kommunizieren. Wir haben seit der Gründung 2021 vieles angepasst, aber nie an diesen Grundpfeilern. Ich glaube Marken scheitern meistens nicht daran dass sie sich verändern, sondern daran dass sie bei der Veränderung nicht mehr wissen wofür sie eigentlich stehen. Deshalb fange ich jede Entscheidung mit derselben Frage an: Passt das noch zu dem was wir sind?

business-on.de:

Unternehmer denken in Zahlen. An welchen konkreten Kennzahlen oder weichen Faktoren lässt sich der Erfolg einer nachhaltigen Markenführung für Sie am besten messen, wenn man bewusst über den kurzfristigen Return on Investment (ROI) hinausblickt und die langfristige Überlebensfähigkeit sowie die Anziehungskraft auf dem Arbeitsmarkt betrachtet?

Jessica Strassner von Elavance GmbH:

Meine ehrlichste Antwort ist keine klassische Kennzahl. Ich stelle mir regelmäßig eine sehr einfache Frage: Würde jemand der Elavance nicht kennt, uns anhand der öffentlich verfügbaren Informationen richtig einordnen? Stimmt was er liest mit dem überein was wir wirklich sind? Das lässt sich nicht in einem Dashboard abbilden, aber es ist die genaueste Messung die ich kenne. Daneben schaue ich auf die Qualität der Menschen die auf uns zukommen: Verstehen sie was wir machen? Wissen sie warum sie uns kontaktieren? Wenn ja, hat Markenführung funktioniert. Nicht weil viele kommen, sondern weil die Richtigen kommen.

business-on.de:

Künstliche Intelligenz und Automatisierung verändern die Kommunikationsbranche rasant und machen Inhalte beliebig austauschbar. Wie bewahrt man bei all dieser Technologisierung die so wichtige menschliche Note und die echte Authentizität einer Marke, damit sie in einer zunehmend künstlichen Welt für den Kunden weiterhin greifbar und vertrauenswürdig bleibt?

Jessica Strassner von Elavance GmbH:

KI lässt sich nicht vermeiden, in keinem Bereich. Das hat echte Vorteile. Aber was sich nicht erzeugen lässt ist Handschrift. Nicht im wörtlichen Sinn, sondern als Haltung: eine konsequente Entscheidung darüber was gezeigt wird und was nicht, wofür man steht und wofür bewusst nicht. Diese Entscheidungen sind menschlich, sie entstehen aus Erfahrung, aus Überzeugung, aus dem Willen Verantwortung zu übernehmen. Genau das ist es was eine Marke in einer zunehmend automatisierten Welt erkennbar macht. Nicht die Perfektion der Darstellung, sondern die Konsequenz dahinter. Echte Entscheidungen, echte Menschen, echte Haltung. Das wird immer erkannt.

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