Interview mit Pavlos Tsulfaidis zum Thema E-Commerce


Pavlos Tsulfaidis ist CEO und Gründer der SmartStore AG. Seit 1999 managt er komplexe eCommerce- und Digitalisierungsprojekte über ihren gesamten Lebenszyklus.
In einem Interview mit IT-Zoom am 09.09.2021 geben Sie an, dass einige Ihrer Shopbetreiber Umsätze während Corona teilweise verdoppeln konnten, es sich dabei allerdings nicht um einen langfristige Zuwachs handelt. Sollten Unternehmen mit diesen Geschäftsmodellen solche Summen eher als Rücklage absichern oder direkt investieren?
Das kommt immer auf den Einzelfall an, was Unternehmer mit solchen unplanbaren „Windfall-Profits“ anfangen. Wenn sich der Markt für Heimsport-Fitnessversender wegen Corona-Lockdowns so extrem dreht, wie unsere Shopbetreiber das in 2020 und auch noch 2021 gesehen haben, liegt es doch auf der Hand, dass diese zusätzliche Nachfrage nicht einfach 1:1 auf 2022 oder 2023 fortgeschrieben werden kann. Ein gefährliches Rezept, sein Unternehmen in den Ruin zu treiben.
Diese Händler sind nach meiner Meinung gut beraten, wenn sie diesen Zufallsgewinn 1:1 in ihr Unternehmen stecken. Wie, ist sehr individuell und diskussionswürdig. Hohe Rücklagen sind bei Inflationszahlen jenseits der 5 Prozent eine finanztechnische Selbstbestrafung. Das Geld verbrennt sich selbst in kürzester Zeit. Vielleicht möchten sie lieber in Warenbestand investieren? Lieferfähigkeit und kaputte Lieferketten sind ein enorm pressendes Thema, wenn selbst Apple, der König des Supply Chain Managements, jetzt seine iPhone-13-Produktion drosseln muss – und Warenbestände unterliegen nicht der Inflation.
Vielleicht ist es aber sinnvoller, noch nicht genutztes Potential im Sales und IT-Infrastruktur mit Investitionen anzusprechen. So werden Shops immer vernetzter, integrieren immer mehr Services, Datenbanken und künstliche Intelligenz.
Was war denn das größte Learning für den E-Commerce, das durch die Pandemie zustande gekommen ist?
Nichts bleibt so wie es ist. Man muss als Händler sehr gut aufgestellt sein. Nichts darf zu weit weg von aktuellen Digital-Themen und Trends liegen. Der Erfolg ist nicht garantiert, Kunden sind ständig auf dem Sprung. Wer darauf nicht mit verstärkter IT-Energie reagiert, erlebt folgendes: unbekannte Wettbewerber kommen über einen neuartigen Seitenkanal und schnappen Marktanteile weg.
Welche Vorteile kann der E-Commerce gegenüber dem stationären Handel haben und welche Fallstricke lauern bei der Erweiterung des analogen Angebots durch digitale Lösungen?
Beides lässt sich optimal verbinden. Unsere jüngste Idee dazu: ein Shop ausgerüstet mit künstlicher Intelligenz von unserem Partner mapAds, ein junges Startup aus Siegen. mapAds entwickelt automatisiertes standortbezogenes Produkt-Marketing über YouTube, Google, Facebook, Instagram. So können Händler automatisch die richtigen Kunden erreichen, in einer Ausarbeitung und über ihr gesamtes Artikelsortiment. Das wäre manuell mit klassischer Werbung und traditionellen Arbeitstechniken niemals möglich.
Mit welchem Herausforderungen sehen sich Unternehmen bei der Implementierung einer digitalen Präsenz konfrontiert und was ist bei solchen Integrationen besonders zu beachten?
Wir sehen es so oft: eine exzellente Beratung macht den Unterschied. Viele Implementierungen scheitern daran. Die Beratung ist oberflächlich, lückenhaft und bringt die Unternehmen nicht nach vorne. Wir sehen das, wenn solche Implementierungen ein zweites Mal aufgesetzt werden: mit uns.
Wissenschaftler gehen von einer vollständigen Stabilisierung der Covid-19-Lage gegen 2022 aus. Was bedeutet das Ihrer Meinung nach für digitale Händler und worauf
müssen Unternehmen zukünftig achten, um weiter wettbewerbsfähig zu bleiben?
Ich glaube das nicht. Die 2020-er Jahre werden das Covid-19-Jahrzehnt. Diese Pandemie und ihre Folgen werden uns sicherlich noch mehrere Jahre beschäftigen und begleiten.
BusinessEin Bad, das jeden Morgen Freude macht. Ein Kachelofen, der an kalten Abenden Wärme und Geborgenheit schenkt. Für viele Hausbesitzer und Bauherren im Grenzgebiet zwischen Bayern und Tirol gehören diese beiden Wünsche eng zusammen und in Oberaudorf liegen sie tatsächlich in einer Hand. Der Fliesenleger- und Ofenbaubetrieb von Martin Maier verbindet zwei Gewerke, für die Bauherren sonst getrennte Firmen, Absprachen und Zeitpläne organisieren müssen. Ein Porträt über einen Familienbetrieb, der zeigt, wie Generationenwissen und moderne Planungstechnik zusammenpassen. Ein Familienbetrieb mit zwei Handwerksfeldern Wer ein Bad saniert oder einen neuen Ofen einbauen lässt, kennt das Problem: Je mehr Gewerke an einem Projekt beteiligt sind, desto größer wird der Abstimmungsaufwand. Termine kollidieren, Zuständigkeiten verschwimmen, und am Ende wartet der Bauherr. In Oberaudorf, zwischen den Alpen und dem Inntal gelegen, hat sich ein Handwerksbetrieb bewusst anders aufgestellt. Das Unternehmen von Martin Maier deckt zwei Kernbereiche des Wohnens ab: die Gestaltung von Bädern und Böden mit Fliesen und Naturstein sowie den Ofenbau von Rosenheim bis Kufstein.
Expertentalkbusiness-on.de: Sprachkompetenz ist im Mittelstand längst ein Produktivitätsfaktor. Wir haben mit der Geschäftsführung der Eifert. Sprachen. Seminare. Coaching. Verwaltungs GmbH, Wolfgang Eifert und Jan Ach, darüber gesprochen, wie sich Firmentrainings verändern, wo KI wirklich hilft und woran gute Kurse erkennbar sind. Herr Eifert, Sprachtraining klingt nach einem klassischen Weiterbildungsthema. Warum bekommen Sie derzeit mehr Anfragen aus Unternehmen? Wolfgang Eifert: Weil Sprache im Arbeitsalltag konkreter wird. Ein Vertriebsteam, das mit Kunden in Italien verhandelt, ein Pflegedienst, der internationale Fachkräfte einstellt, oder eine Kanzlei, die englischsprachige Mandate übernimmt: In all diesen Fällen entscheidet das Sprachniveau darüber, wie schnell jemand produktiv wird. Unsere Ansprechpartner in HR und Fachabteilungen wollen keine reinen Vokabeltrainings mehr buchen, sondern nachvollziehbare Fortschritte für definierte Aufgaben.
ExpertentalkOb im privaten Wohnbereich, im Büro oder in Ausstellungsflächen: Der Bodenbelag prägt einen Raum, lange bevor Möbel, Licht oder Farben ihre volle Wirkung entfalten. Die Wahl des Bodenbelags gehört zu den weitreichendsten Entscheidungen bei Bau, Umbau und Renovierung und ist eine Entscheidung mit langer Bindungswirkung. Anders als Wandfarbe oder Möblierung lässt sich ein Boden nicht ohne größeren Aufwand austauschen er bildet die Grundlage, auf der alle weiteren Gestaltungsentscheidungen aufbauen. Wer Material, Nutzungsprofil und Raumwirkung von Anfang an zusammendenkt, vermeidet Fehlkäufe und doppelte Investitionen. Das gilt für Wohnräume ebenso wie für gewerbliche Flächen, wo der Boden täglicher Belastung standhalten muss und gleichzeitig das Erscheinungsbild des Unternehmens trägt. Doch worauf kommt es bei Holzart, Oberfläche und Format tatsächlich an? Um diese Fragen zu klären, spricht unsere Redaktion heute mit Markus Bach, der Geschäftsführung der B&B Fliesen- und Naturstein GmbH. In der Ausstellung in der Zollhalle in Freiburg berät er Bauherren, Planer und Unternehmen rund um den Holzboden. Wer auf der Suche nach einem Parkettboden mit Qualität in Freiburg ist, findet hier nicht nur kompetente Beratung, sondern kann sich auch ein realistisches Bild von der Wirkung im Raum machen. business-on.de: Herr Bach, welche Rolle spielt die Holzart bei der Wahl des richtigen Parketts?
