Interview mit REFINUM: Worauf es bei Stein-, Terrassen- und Parkettpflege ankommt

Ob Terrasse, Eingangsbereich oder Parkett im Büro: Oberflächen prägen den ersten Eindruck eines Hauses oder Unternehmens und werden im Alltag stärker beansprucht, als viele Eigentümer annehmen. Verschmutzungen, Bewuchs oder Kratzer lassen sich dabei nicht mit ein und derselben Methode behandeln was im schlechtesten Fall mehr schadet als nützt. Im Interview ordnet REFINUM, ein Betrieb für Oberflächenaufbereitung aus der Region München, ein, welche Fragen vor einer professionellen Aufbereitung geklärt werden sollten, worin sich Innen- und Außenflächen unterscheiden und wo die Grenzen pauschaler Reinigungsversprechen liegen.
Material und Verschmutzung zusammen denken
business-on.de: Warum lassen sich Naturstein, Terrazzo, fugenlose Flächen und Holz nicht mit derselben Methode reinigen?
REFINUM: Weil jedes Material anders auf Feuchtigkeit, Druck und Reinigungsmittel reagiert. Einige Natursteine reagieren empfindlich auf säurehaltige Reiniger, andere nehmen Flüssigkeiten schneller auf. Bei Holz und Parkett spielt die Oberflächenbehandlung eine entscheidende Rolle, bei Terrazzo die Zusammensetzung des Bindemittels. Wer diese Unterschiede ignoriert, riskiert Schäden etwa Verätzungen, Farbveränderungen oder aufgeraute Oberflächen. Deshalb beginnt unsere Arbeit mit einer Prüfung von Material und Verschmutzung, bevor ein Verfahren ausgewählt wird. Als Partner für Steinreinigung in München bearbeiten wir Natursteine wie Marmor, Granit, Sandstein, Schiefer oder Kalkstein ebenso wie Kunststein, Betonwerkstein, Terrazzo oder Feinsteinzeug und wählen das Verfahren passend zum Untergrund. Auch der FRT-Leitfaden zu mineralischen Bodenbelägen verdeutlicht, wie stark sich mineralische Beläge in ihren Eigenschaften unterscheiden. Diese materialgerechte Herangehensweise soll unnötige Belastungen der Oberfläche vermeiden und die spätere Pflege erleichtern.
Typische Schadensbilder im Außenbereich
business-on.de: Welche Verschmutzungen treten bei Terrassen, Wegen und Einfahrten am häufigsten auf?
REFINUM: Im Außenbereich dominiert organischer Bewuchs: Algen, Flechten und Moos siedeln sich besonders auf schattigen, feuchten Flächen an und beeinträchtigen das Erscheinungsbild von Terrassenplatten deutlich. Hinzu kommt ein mögliches Sicherheitsrisiko: Auf bewachsenen Flächen kann die Rutschgefahr im Nasszustand zunehmen, weshalb eine zeitnahe Beseitigung des Bewuchses sinnvoll ist. Weitere typische Schadensbilder sind Zementschleier, die nach Bau- oder Verlegearbeiten zurückbleiben, sowie hartnäckige Flecken durch Öl oder Rost. Auch Graffiti zählt zu den auftretenden Verschmutzungen. Wichtig ist: Der sichtbare Fleck sagt noch nichts darüber aus, welche Behandlung die richtige ist. Ein Ölfleck auf Feinsteinzeug erfordert ein anderes Vorgehen als derselbe Fleck auf einem saugfähigen Naturstein. Die Methode sollte daher nie allein nach dem Aussehen der Verschmutzung gewählt werden, sondern im Zusammenspiel aus Belag, Fleckenart und bisheriger Nutzung der Fläche.
Was professionelle Aufbereitung leisten kann
business-on.de: Was passiert bei einer professionellen Reinigung und Pflege konkret?
REFINUM: Nach der Zustandsaufnahme wird das Verfahren auf Material und Verschmutzungsgrad abgestimmt. Je nach Situation kommen schonende Hochdruck- oder Niederdruckverfahren zum Einsatz, ergänzt durch Reinigungsmittel, die auf die jeweilige Oberfläche abgestimmt sind. Auf Wunsch kann vorab eine Probefläche angelegt werden, damit Auftraggeber das zu erwartende Ergebnis auf einem kleinen Bereich beurteilen können. Nach der Reinigung kann je nach Material eine Imprägnierung sinnvoll sein: Sie hat das Ziel, das Eindringen von Feuchtigkeit und Schmutz zu verringern, und kann die spätere Pflege erleichtern. Auch der IHO-Praxisleitfaden zu chemischer Grundreinigung und Einpflege betont, dass Verfahren und Produkte stets auf den jeweiligen Belag abgestimmt sein müssen. Ob und in welchem Maß diese Wirkung eintritt, hängt vom Material, vom verwendeten Produkt und von den Einsatzbedingungen ab; pauschale Versprechen gibt es hier nicht. Eine seriöse Einschätzung verspricht nicht für jede Verschmutzung ein garantiertes Ergebnis: Wie gut sich ein Fleck entfernen lässt, hängt davon ab, wie lange er eingewirkt hat und wie tief er in das Material eingedrungen ist.
Entscheidungskriterien für Eigentümer und Betriebe
business-on.de: Worauf sollten Eigentümer, Gastronomie- oder Bürobetriebe bei der Beauftragung achten?
REFINUM: Entscheidend ist, dass vor der Beauftragung drei Dinge geklärt werden: der tatsächliche Zustand der Fläche, das gewünschte Erscheinungsbild und die spätere Nutzung. Eine Terrasse in der Gastronomie stellt andere Anforderungen als ein privat genutzter Gartenweg; in Hotels oder Büros kommen Aspekte wie Rutschsicherheit und ein repräsentatives Erscheinungsbild hinzu. Wir arbeiten laut unserer Leistungsübersicht für Gastronomie, Hotels, Büros und Privathaushalte. Eine klare Definition von Nutzung und Zielbild kann die Auswahl der passenden Behandlung erleichtern. Dazu gehört auch die Frage der Nachpflege eine gereinigte Fläche lässt sich mit regelmäßiger, materialschonender Pflege deutlich einfacher instand halten. Frühes Handeln kann zudem den Umfang der erforderlichen Aufbereitung beeinflussen; eine pauschale Einschätzung ist jedoch nicht möglich.
Innen- und Außenflächen im Vergleich
business-on.de: Wie unterscheidet sich die Pflege von Parkett im Innenbereich von Naturstein oder Terrasse draußen?
REFINUM: Die Belastungen sind grundlegend verschieden. Außenflächen sind Witterung, Feuchtigkeit und Bewuchs ausgesetzt, deshalb stehen hier Reinigung und je nach Material ein anschließender Schutz im Vordergrund. Parkett und Holzböden im Innenbereich verschleißen dagegen vor allem mechanisch: Kratzer, matte Stellen und Laufstraßen entstehen durch tägliche Nutzung, Möbel und Straßenschuhe. Bei versiegelten Parkettböden kann das Abschleifen der abgenutzten Versiegelungsschicht und das anschließende Aufbringen einer neuen Versiegelung die Oberfläche erneuern wobei Auftraggeber zwischen glänzenden und matten Oberflächen wählen können. Ob dieses Vorgehen im Einzelfall infrage kommt, hängt unter anderem von der verbleibenden Stärke der Nutzschicht und von der bisherigen Behandlung des Bodens ab. Gemeinsam ist beiden Bereichen, dass die Optik eng mit dem Werterhalt der Immobilie zusammenhängt.
Informationen für eine erste Anfrage
business-on.de: Welche Angaben helfen, eine Anfrage von Anfang an konkret zu machen?
REFINUM: Je genauer die Ausgangslage beschrieben ist, desto schneller lässt sich eine belastbare Einschätzung geben. Hilfreich sind vor allem diese Punkte:
- Flächenart: Handelt es sich um eine Terrasse, einen Weg, eine Einfahrt, einen Innenboden oder eine Treppe?
- Material: Welcher Belag liegt vor etwa Naturstein, Pflaster, Terrazzo, Feinsteinzeug oder Parkett?
- Sichtbare Verschmutzung: Gibt es Algen, Moos, Öl- oder Rostflecken sowie Zementschleier, und seit wann ungefähr?
- Nutzung und Zielbild: Wie wird die Fläche genutzt, und welches Ergebnis wird gewünscht?
Fotos der betroffenen Bereiche erleichtern die Ersteinschätzung zusätzlich, weil sich darauf oft schon Material, Verschmutzungsart und ungefähre Flächengröße erkennen lassen. Auf dieser Basis lässt sich klären, ob eine Probefläche sinnvoll ist und welche Schritte von der Reinigung bis zur möglichen Nachbehandlung in Frage kommen.
Oberflächen sind ein stiller, aber entscheidender Faktor für den Gesamteindruck einer Immobilie im privaten wie im gewerblichen Bereich. Das Gespräch zeigt: Gute Ergebnisse entstehen nicht durch Universalmethoden, sondern durch die Verbindung aus Materialkenntnis, passendem Verfahren und realistischen Erwartungen. Für Eigentümer und Betriebe beginnt der Weg dorthin mit einer fundierten Einschätzung der Fläche vor Ort und mit der Bereitschaft, Pflege als fortlaufende Aufgabe statt als einmalige Aktion zu verstehen. Wer diesen Ansatz ernst nimmt, investiert nicht nur in ein gepflegtes Erscheinungsbild, sondern auch in den langfristigen Erhalt der Bausubstanz und damit in den wirtschaftlichen Wert der Immobilie insgesamt.
- Titelbild: Pexels
ArbeitslebenDer klassische Bürojob bietet Sicherheit doch nicht jeder findet darin auf Dauer Erfüllung. Zwei Ingenieure aus Passau haben genau diese Erfahrung gemacht und Konsequenzen gezogen: Statt monotoner Abläufe am Schreibtisch wollten sie etwas mit eigenen Händen gestalten und ein eigenes Unternehmen aufbauen. Herausgekommen ist die PA Grundstein GmbH, ein Hausmeisterdienst aus Passau, der Wohnanlagen, Mehrfamilienhäuser und Gewerbeobjekte betreut. Im Gespräch erzählen die Geschäftsführer Anton Ponigl und Julian Tuma, warum sie ihre ursprüngliche Immobilienidee verwarfen, wie sie innerhalb von nur zwei Monaten gründeten und welche Rolle das technische Studium heute im Betrieb spielt. Wer selbst über eine Gründung nachdenkt, findet darin viele vertraute Fragen wieder von der Finanzierung bis zur Frage, ab wann ein Gewerbe angemeldet werden muss. business-on.de: Sie beide haben studiert und standen mitten im Berufsleben. Wie sah Ihre Ausgangslage aus – und was hat Sie schließlich in die Selbstständigkeit getrieben? Anton Ponigl und Julian Tuma: Uns verbindet eine langjährige Freundschaft und schon früh der gemeinsame Wunsch, ein eigenes Projekt zu realisieren. In unseren bisherigen Tätigkeiten waren wir allerdings zunehmend unzufrieden: Der Anteil kreativer, gestaltender Aufgaben war gering, die Arbeitsprozesse überwiegend monoton und wiederkehrend. Möglichkeiten, sich persönlich und fachlich wirklich zu verwirklichen, fehlten. Gleichzeitig hatten wir beide schon lange eine starke Affinität zu eigenen handwerklichen Projekten, etwa in der Schreinerei. Der Wunsch nach unternehmerischer Selbstständigkeit war also schon eine Weile da. Natürlich verlässt man eine feste Anstellung nicht nebenbei wir haben Chancen und Risiken lange abgewogen. Aber irgendwann war klar, dass wir den Schritt wagen wollen.
BusinessEine gebuchte Messefläche ist noch kein fertiges Konzept. Bevor Besucher einen Stand betreten, müssen Unternehmen entscheiden, wen sie erreichen wollen, welche Gespräche dort stattfinden sollen und was dafür räumlich und technisch nötig ist. Wer diese Fragen zuerst beantwortet, kann Gestaltung, Budget und Ablauf aufeinander abstimmen. Das erleichtert auch die Wahl zwischen einem Systemstand, einer individuellen Fertigung und einer Kombination aus beidem. Erst das Ziel klären, dann den Stand gestalten
EventsBei Veranstaltungen entscheidet sich vieles lange vor dem ersten Programmpunkt. Ist die Bühne passend dimensioniert? Versteht das Publikum den Redner auch in der letzten Reihe? Funktionieren Licht, Ton und Bild im Zusammenspiel? Und was passiert, wenn wenige Tage vor Beginn plötzlich Technik oder Personal fehlen? Genau an dieser Schnittstelle zwischen Planung und praktischer Umsetzung arbeitet die SN Veranstaltungsagentur. Das Unternehmen betreut Veranstaltungen im Großraum München und in weiteren Teilen Oberbayerns und hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 2.440 Events technisch umgesetzt. Hinter der Agentur steht Jürgen Schermukschnis. Die Erfahrung des Teams reicht laut Unternehmensangaben inzwischen über drei Jahrzehnte zurück. Der Schwerpunkt liegt deutlich auf der technischen Seite von Veranstaltungen: Bühne, Beschallung, Beleuchtung, Konferenztechnik und großformatige LED-Lösungen gehören ebenso zum Angebot wie ergänzende Ausstattung und die Vermittlung weiterer Leistungen. Der Anspruch ist dabei pragmatisch. Technik soll zur Veranstaltung passen und im entscheidenden Moment funktionieren. Eventtechnik als Zusammenspiel verschiedener Gewerke
