Vom Hype zum echten Wettbewerbsvorteil: Wie KI den Mittelstand transformiert – ein Gespräch mit der Geschäftsführung von neura7

Die deutsche Wirtschaft befindet sich an einem Wendepunkt. Während Themen wie Fachkräftemangel und steigender Kostendruck den Alltag in vielen Betrieben bestimmen, rückt eine Technologie immer stärker in den Fokus: die Künstliche Intelligenz. Was vor kurzem noch nach ferner Zukunftsmusik klang, ist heute längst in der Realität der Unternehmen angekommen.
Doch der Weg vom bloßen Ausprobieren hin zu einer Lösung, die echten wirtschaftlichen Mehrwert bietet, ist oft steinig. Viele Firmen stehen vor der Herausforderung, aus der Flut an Möglichkeiten genau die Anwendungen herauszufiltern, die ihre Prozesse spürbar entlasten und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern.
Hier setzt die Arbeit von neura7 einer Marke der CodeArchitekten GmbH an. Das Team unterstützt Unternehmen dabei, die Brücke zwischen komplexer Technik und praktischem Nutzen zu schlagen. Dabei geht es nicht um abstrakte Algorithmen, sondern um Werkzeuge, die Mitarbeitern den Rücken freihalten und Routineaufgaben automatisieren.
Im Gespräch mit der Geschäftsführung von neura7 wird deutlich, dass KI kein Privileg für Großkonzerne mehr ist. Auch für kleine und mittlere Betriebe bieten sich enorme Chancen, sofern sie bereit sind, den ersten Schritt in Richtung digitaler Transformation zu gehen. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, wie moderne Technologie den Arbeitsalltag verändern kann.
Der Status Quo in den Unternehmen
business-on.de:
Künstliche Intelligenz dominiert derzeit die Wirtschaftsdebatten. Wenn man die aktuelle Lage im Mittelstand betrachtet: Wo stehen die Unternehmen heute wirklich bei der praktischen Umsetzung im Betrieb? Welche Potenziale bleiben in der täglichen Routine noch viel zu oft ungenutzt, obwohl die Technologie bereits einsatzbereit zur Verfügung steht?
Stefan Hilpp, Geschäftsführung:
Ehrlich gesagt: Die meisten Unternehmen stehen noch am Anfang. Und das ist kein Vorwurf das ist eine Bestandsaufnahme. Was wir in unseren Workshops sehen, ist fast immer dasselbe Bild: Einzelne Mitarbeiter nutzen ChatGPT privat, um sich Texte zusammenfassen zu lassen oder E-Mails vorzuformulieren. Aber auf Unternehmensebene passiert wenig Strukturiertes. Es fehlt nicht an Interesse, es fehlt an Orientierung. Die Frage ist selten „Wollen wir KI nutzen?", sondern „Wo fangen wir an, ohne uns zu verzetteln?"
Die größten ungenutzten Potenziale liegen dabei nicht in spektakulären Anwendungen, sondern im Alltäglichen: in der E-Mail-Bearbeitung, in der Angebotserstellung, in der Dokumentation, im Wissenstransfer zwischen Abteilungen. Das sind Aufgaben, die in Summe Stunden pro Woche verschlingen - und die sich heute schon mit verfügbarer Technologie massiv beschleunigen lassen. Nicht in zwei Jahren. Jetzt.
Konkrete Anwendungsfälle und ROI
business-on.de:
Für viele Unternehmer muss sich jede Investition schnell und vor allem messbar rechnen. In welchen konkreten Unternehmensbereichen sehen Sie aktuell den größten Hebel für den Einsatz von KI-Lösungen? Wie realistisch ist es für einen mittelständischen Betrieb, hier bereits kurzfristig einen positiven Return on Investment zu erzielen?
Stefan Hilpp, Geschäftsführung:
Der größte Hebel liegt dort, wo viel Zeit in wiederkehrende, strukturierte Aufgaben fließt. Drei Bereiche stechen heraus: Erstens die Kundenkommunikation also das Kategorisieren, Priorisieren und teilweise Beantworten von Anfragen. Zweitens die interne Dokumentation und das Wissensmanagement. Und drittens die Angebots- und Auftragsbearbeitung, wo KI Informationen aus verschiedenen Quellen zusammenführt und Mitarbeitern die Vorarbeit abnimmt.
Was den ROI angeht: Ja, der ist kurzfristig erreichbar - wenn man pragmatisch vorgeht. Wir haben bei einem Kunden mit rund 100 Mitarbeitern ein realistisches Einsparpotenzial von über 30.000 Euro pro Jahr identifiziert. Das sind keine theoretischen Hochrechnungen, sondern konkrete Zeitersparnisse in konkreten Prozessen. Der Schlüssel ist, nicht mit dem größten Projekt zu starten, sondern mit dem, das am schnellsten Wirkung zeigt.
Gleichzeitig gibt es natürlich auch tiefgreifendere Projekte, die über den Quick-Win hinausgehen. Wenn es zum Beispiel darum geht, Maschinendaten aus der Produktion systematisch über KI zu analysieren etwa für vorausschauende Wartung oder Qualitätssicherung - dann braucht es echtes technisches Know-how. Da kommen unsere KI-Entwickler ins Spiel, die solche Lösungen von der Datenanbindung bis zum fertigen Modell umsetzen. Der Mittelstand hat hier enormes Potenzial, gerade weil produzierende Unternehmen auf einem Datenschatz sitzen, den sie heute kaum nutzen.
Abbau von Berührungsängsten
business-on.de:
Oftmals fürchten Betriebe langwierige IT-Projekte oder unkalkulierbare Kosten bei der Einführung neuer Systeme. Wie nehmen Sie als erfahrene KI-Agentur in Stuttgart Ihren Kunden diese anfänglichen Berührungsängste? Wie sieht in der Praxis ein pragmatischer erster Schritt aus, um ein solches Technologieprojekt erfolgreich und sicher zu starten?
Stefan Hilpp, Geschäftsführung:
Die Angst vor dem „IT-Großprojekt" ist verständlich und in den meisten Fällen unbegründet. Denn KI-Einführung muss kein Mammutprojekt sein. Das Problem ist eher, dass viele Unternehmen mit der falschen Erwartungshaltung starten: Sie denken an ERP-Einführungen, die 18 Monate gedauert haben, und projizieren das auf KI. Die Realität sieht anders aus.
Unser Ansatz beginnt mit einem Strategie-Workshop. Kein PowerPoint-Theater, sondern echte Arbeit an echten Prozessen. Wir schauen uns gemeinsam mit dem Team an, wo die größten Zeitfresser liegen, testen live, was heute schon möglich ist, und entwickeln eine konkrete Roadmap mit drei Zeithorizonten. Am Ende steht kein 80-seitiges Konzeptpapier, sondern ein klarer Fahrplan mit priorisierten Maßnahmen und benannten Verantwortlichen im Unternehmen.
Und ganz wichtig: Wir verstehen uns als Befähiger, nicht als Abhängigkeitserzeuger. Das Ziel ist, dass unsere Kunden nach der Zusammenarbeit selbst in der Lage sind, KI-Themen weiterzuentwickeln. Wenn dann komplexere Anforderungen entstehen - etwa die Anbindung von Produktionsdaten oder die Entwicklung individueller KI-Modelle - stehen wir mit unserem Entwicklerteam bereit
Der Faktor Mensch im Fokus
business-on.de:
Die Einführung von Algorithmen und Automatisierung sorgt bei Mitarbeitern gelegentlich für Unsicherheit bezüglich des eigenen Arbeitsplatzes. Wie wichtig ist ein begleitendes Change Management bei der Implementierung dieser Tools? Wie gelingt es, aus anfänglicher Skepsis im Team eine echte Akzeptanz und Begeisterung für die digitale Unterstützung zu machen?
Stefan Hilpp, Geschäftsführung:
Change Management ist nicht ein Baustein neben der Technik, es ist der entscheidende Erfolgsfaktor. Wir haben noch kein Projekt erlebt, das an der Technologie gescheitert ist. Aber einige, die an fehlendem Buy-in der Mitarbeiter erkrankt sind.
Unsere Erfahrung zeigt: Skepsis löst sich am schnellsten auf, wenn Menschen selbst erleben, was möglich ist. Deshalb sind unsere Workshops so aufgebaut, dass Mitarbeiter aus allen Abteilungen aktiv mitmachen, nicht nur die IT-Abteilung oder die Geschäftsführung. Wenn eine Sachbearbeiterin live sieht, wie eine KI ihr in 30 Sekunden eine Aufgabe abnimmt, für die sie sonst 20 Minuten braucht, dann braucht es kein Change-Management-Seminar mehr. Dann entsteht Begeisterung von allein.
Was wir zusätzlich etablieren, ist das KI-Champion-Modell: Wir identifizieren im Workshop Mitarbeiter, die Lust auf das Thema haben und technisch affin sind. Die werden zu internen Multiplikatoren. Das funktioniert im Mittelstand deutlich besser als jede Top-down-Anordnung.
Blick in die wirtschaftliche Zukunft
business-on.de:
Die technologische Entwicklung schreitet in einem rasanten Tempo voran. Welche speziellen Entwicklungen im Bereich der intelligenten Prozessautomatisierung werden in den kommenden drei bis fünf Jahren für den deutschen Mittelstand zur absoluten Pflichtaufgabe? Worauf sollten sich Entscheider schon heute vorbereiten, um den Anschluss an den Wettbewerb nicht zu verlieren?
Stefan Hilpp, Geschäftsführung:
Drei Entwicklungen werden den Mittelstand in den nächsten Jahren massiv betreffen: Erstens werden KI-Agenten also Systeme, die nicht nur antworten, sondern eigenständig Aufgaben über mehrere Schritte hinweg ausführen - zum Standard in der Prozessautomatisierung. Das verändert, wie wir über Workflows denken. Zweitens wird (oder ist in großen Teilen schon) die Integration von KI in bestehende Unternehmenssoftware so selbstverständlich wie heute die Cloud. Wer seine Systeme nicht darauf vorbereitet, wird Schwierigkeiten haben, neue Mitarbeiter zu gewinnen und bestehende zu halten. Drittens wird das Thema Datenqualität zum strategischen Asset. Unternehmen, die ihre Daten heute sauber strukturieren und zugänglich machen - gerade auch Maschinendaten aus der Produktion - werden in drei Jahren einen enormen Vorsprung haben.
Mein Rat an Entscheider: Nicht auf die perfekte Lösung warten. Der größte Fehler, den wir sehen, ist Abwarten. Die Technologie wird nicht einfacher, wenn man sie ignoriert, aber der Rückstand wird größer. Der beste Zeitpunkt, sich ernsthaft mit KI zu beschäftigen, war vor einem Jahr. Der zweitbeste ist heute.
BusinessPasswörter als unterschätztes Sicherheitsrisiko Digitale Konten und Anwendungen sind aus dem Unternehmensalltag nicht mehr wegzudenken. E-Mail-Postfächer, Cloud-Dienste, Onlineshops, Banking-Systeme und interne Plattformen erfordern meist eigene Zugangsdaten. Mit der wachsenden Zahl an Accounts steigt jedoch auch die Gefahr, dass Passwörter mehrfach verwendet, zu einfach gewählt oder unsicher abgelegt werden. Gerade für Unternehmen kann daraus ein erhebliches Sicherheitsrisiko entstehen. Wird ein Zugang kompromittiert, können nicht nur einzelne Konten betroffen sein. Unter Umständen erhalten Angreifer Zugriff auf sensible Unternehmensdaten, Kundendaten oder interne Systeme. Ein durchdachtes Passwort-Management sollte deshalb ein fester Bestandteil der IT-Sicherheitsstrategie sein.
BusinessVerträge gehören zum Fundament jedes Unternehmens. Sie regeln Geschäftsbeziehungen mit Kunden und Lieferanten, definieren Zahlungsbedingungen, Laufzeiten und Verantwortlichkeiten und können im Streitfall entscheidend sein. Trotzdem werden Verträge in vielen Unternehmen noch immer über verschiedene Ordner, E-Mail-Postfächer, Netzlaufwerke oder Tabellen verwaltet. Mit zunehmender Vertragsmenge wird dieses Vorgehen unübersichtlich und kann unnötige Risiken verursachen. Vom Dokumentenarchiv zum aktiven Vertragsmanagement Nach der Unterzeichnung beginnt für Unternehmen die laufende Vertragsverwaltung. Dazu gehören die Überwachung von Fristen, die Kontrolle vereinbarter Leistungen und die rechtzeitige Prüfung von Verlängerungen. Gerade automatische Vertragsverlängerungen können zum Problem werden, wenn Kündigungsfristen nicht rechtzeitig beachtet werden.
ExpertentalkOb Terrasse, Eingangsbereich oder Parkett im Büro: Oberflächen prägen den ersten Eindruck eines Hauses oder Unternehmens und werden im Alltag stärker beansprucht, als viele Eigentümer annehmen. Verschmutzungen, Bewuchs oder Kratzer lassen sich dabei nicht mit ein und derselben Methode behandeln was im schlechtesten Fall mehr schadet als nützt. Im Interview ordnet REFINUM, ein Betrieb für Oberflächenaufbereitung aus der Region München, ein, welche Fragen vor einer professionellen Aufbereitung geklärt werden sollten, worin sich Innen- und Außenflächen unterscheiden und wo die Grenzen pauschaler Reinigungsversprechen liegen. Material und Verschmutzung zusammen denken business-on.de: Warum lassen sich Naturstein, Terrazzo, fugenlose Flächen und Holz nicht mit derselben Methode reinigen?
