Investoren finanzieren Startup authentic.network mit 2,6 Millionen Euro

Mit 2,6 Millionen Euro finanzieren die Investoren Peppermint Holding GmbH und Jentzsch Investment GmbH das schnelle weltweite Wachstum des Chemnitzer Start-ups authentic.network. Die Anzahl der Mitarbeiter soll von 10 auf 50 wachsen. Gründer und Co-CEO Frank Theeg: „Mit frischem Kapital wollen wir den globalen Rollout unserer App vorantreiben und eine Broker-Plattform für Authentizität zwischen physischer und digitaler Welt aufbauen.“
Authentic.network hat einen neuartigen Fälschungsschutz von Produkten und Dokumenten entwickelt. Damit kann beispielsweise kann die Echtheit von Medikamenten-Verpackungen, Eintrittskarten, Ausweisen und Dokumenten geschützt werden. Begehrte Luxus- und Konsumgüter werden genauso abgesichert wie Angebote auf Verkaufsplattformen. Produktpiraterie verursacht allein in der EU einen Schaden in Höhe von bis zu 60 Milliarden Euro pro Jahr. Gleichzeitig gehen durch gefälschte Güter fast 470.000 Arbeitsplätze verloren.
„Mit seinem einzigartigen Fälschungsschutz hat authentic.network einen digitalen Schlüssel gegen Produktpiraterie in der Hand“ sagt Marcus Baumbach, Geschäftsführer und Gesellschafter von Peppermint, Leadinvestor der aktuellen Finanzierungsrunde. Nicht nur Markenartikel und Luxusgüter fallen der Produktpiraterie zum Opfer, auch Dokumente und lebenswichtige Medikamente werden weltweit millionenfach gefälscht. „Ein völlig neues digitales Siegel schützt die Menschen in Westafrika vor gefälschten Medikamenten, die tödlich sein können, etwa bei der Behandlung von Malaria“, so Baumbach weiter. „Das hat uns überzeugt! Mit unserer Beteiligung an authentic.network setzen wir auf ein junges Unternehmen, das mit einer technologischen Innovation gegen Produktpiraterie den Markt international revolutionieren wird und in Afrika Hunderttausende Menschenleben retten kann.“
Im Februar 2021 gab CEO Frank Theeg bei einem offiziellen Besuch in Afrika gemeinsam mit dem Gesundheitsminister von Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste) und dem deutschen Botschafter vor Ort den Startschuss für ein weltweit einmaliges Pilotprojekt im Kampf gegen gefälschte Malaria-Medikamente, das vom deutschen Bundesentwicklungsministerium gefördert wird. Noch in diesem Jahr soll die erste internationale Niederlassung im westafrikanischen Abidjan (Elfenbeinküste) eröffnet werden, das Rollout auf weitere afrikanische Länder ist geplant.
„Unsere Technologie funktioniert ohne großartigen Installationsaufwand oder technische Voraussetzungen, deshalb sind die möglichen Anwendungsfelder enorm“, so Gründer Theeg. In einem etwa drei Zentimeter großen Haken verbirgt sich ein unsichtbarer Code, der mittels Blockchain mit seinem digitalen Zwilling verbunden ist. Der grüne Haken kann mit jedem herkömmlichen Drucker aufgedruckt werden, ein patentiertes kryptografisches Druckverfahren macht daraus einen Sicherheitsdrucker. Mit einer Smartphone-App wird der grüne Haken wie ein QR-Code gescannt. Erscheint die Anzeige „verified“, ist das Produkt garantiert echt – unfälschbar und im Gegensatz zu den zurzeit als Fälschungsschutz verwendeten Strich- und QR-Codes nicht kopierbar.
Als einer der ersten Industrieanwender hat der Schweizer Solarmodulhersteller Meyer Burger seine Module mit digitalen Services aufgerüstet. Per Knopfdruck kann der Nutzer innerhalb weniger Sekunden zum Beispiel Reparaturen oder einen Austauschservice beauftragen. Die neuen One-Touch-Services sind nicht nur nutzerfreundlich für die Kunden, sondern auch interessant für die Hersteller, wie Frank Theeg erklärt: „Die Hersteller wandeln sich durch unsere Services von Industrieproduzenten zu Technologiepartnern. Das generiert neue Umsatzströme und bringt deutlich höhere Bewertungen bei der Kapitalbeschaffung.“
(ots)
KarriereVersicherungsmakler arbeiten an einer sensiblen Schnittstelle zwischen Beratung, Risikoanalyse und wirtschaftlicher Verantwortung. Wer in diesen Beruf einsteigen will, braucht deshalb nicht nur Interesse an Versicherungen und Finanzen, sondern auch Fachwissen, rechtliche Sicherheit und ein belastbares Gespür für die Anliegen verschiedener Kunden. Der Weg in die Maklerschaft ist geregelt, zugleich aber vielseitig. Es gibt den klassischen Einstieg über eine Ausbildung, den Wechsel aus einem Versicherungsunternehmen und ebenso Chancen für Quereinsteiger mit der passenden Vorbereitung. Entscheidend ist dabei eine nüchterne Einordnung. Die Tätigkeit als Versicherungsmakler beginnt nicht mit einer einfachen Gewerbeanmeldung und auch nicht mit Vertriebsinteresse allein. Erforderlich sind fachliche Voraussetzungen, eine Erlaubniserteilung, eine Registrierung und ein tragfähiges Konzept für den späteren Berufsalltag. Wer diesen Weg sauber vorbereitet, kann sich in einer anspruchsvollen Versicherungsbranche eine langfristige Position aufbauen. Was macht ein Versicherungsmakler eigentlich?
BusinessDie Künstlersozialkasse ist für viele Selbstständige in Musik, Kunst, Medien und Publizistik ein zentraler Baustein der sozialen Absicherung. Ihr besonderer Stellenwert liegt darin, dass sie selbstständige Künstler und Publizisten in die gesetzliche Sozialversicherung einbindet, ohne dass diese den gesamten Beitrag allein tragen müssen. Gerade für Berufsgruppen mit schwankenden Honoraren, projektbezogener Arbeit und unregelmäßigem Arbeitseinkommen macht das einen erheblichen Unterschied. Zugleich ist das Thema rechtlich anspruchsvoll. Wer in den Kreis der Versicherten fällt, entscheidet sich nicht nach Bauchgefühl oder Berufsbezeichnung, sondern nach der tatsächlichen Tätigkeit, der wirtschaftlichen Ausrichtung und den Voraussetzungen des Künstlersozialversicherungsgesetzes. Deshalb lohnt ein genauer Blick auf Aufbau, Leistungen und Systematik der Künstlersozialversicherung. Was die Künstlersozialkasse eigentlich macht
KarriereWer Sozialpädagoge werden will, braucht in Deutschland in der Regel ein Studium. Der klassische Weg führt heute meist über Soziale Arbeit, Sozialpädagogik oder einen eng verwandten Studiengang an einer Hochschule. Dazu kommen Praxisphasen, häufig ein Anerkennungsjahr oder eine staatliche Anerkennung, je nachdem, wie die Hochschule den Studiengang aufgebaut hat und in welchem Bundesland der Berufseinstieg erfolgt. Eine einheitliche, bundesweit geregelte Sozialpädagogik-Ausbildung als klassischer Ausbildungsberuf ist dagegen nicht der typische Zugang. Damit beginnt die eigentliche Entscheidung aber erst. Denn die Frage, wie man Sozialpädagoge wird, lässt sich nicht allein mit dem Wort Studium beantworten. Wichtig ist auch, in welchem Bereich später gearbeitet werden soll, etwa mit Kindern und Jugendlichen, in der Familienhilfe, an Schulen, in der Jugendhilfe, in der Beratungsarbeit oder im Feld von Menschen mit Behinderung. Wer diese Unterschiede früh versteht, trifft die bessere Studienwahl und vermeidet Umwege. Wie wird man Sozialpädagoge in Deutschland?
