Jung, innovativ und leidenschaftlich – ein Blick auf Tschechiens Kleinbrauereien

Stylisch und innovativ – Řemeslný Pivovar Clock in Ostböhmen
In Potštejn, einer kleinen Gemeinde am Fuße des Adlergebirges in Ostböhmen, braut sich allerhand Wort- und vor allem Geschmackstarkes zusammen: Obergäriges Clock 12° APA, Schwarzbier Exorcist 14° Foreign Extra Stout, Goldie 11° Weizenbier, helles Bier vom Fass Hector 10° oder das untergärige halbdunkle Maid 12°. Dahinter steckt der Handwerksbetrieb Clock, gegründet von Jakub Sychra. Der 34-Jährige schätzt vor allem erstklassige Zutaten und immer wieder neue Wege in der Produktion, beispielsweise mit dem neuen Fenetra – ein wildes Bier, gereift im Eichenfass. Zur Inspiration unternahm er schon früh Reisen in alle Welt nur der Biere wegen. Mit viel Wissen und Erfahrung im Gepäck begann er in der eigenen Garage mit den ersten Versuchen, um heute, neun Jahre später, 8.000 Hektoliter Bier über das ganze Jahr hinweg zu produzieren. Am Beruf des Braumeisters schätzt er die vielen Facetten: „Vom Erfinden neuer Rezepturen, über den Einkauf der Zutaten, Organisieren der Arbeit bis zur gestalterischen Arbeit, Bierlieferung oder Kundenbetreuung. Jeder Tag ist anders, ich langweile mich nie.“ Vor allem die graphische Gestaltung macht ihm neben der Produktion Spaß: Die kunstvoll gestalteten Etiketten wären es allein schon Wert, die Zuhausegebliebenen mit ein paar Flaschen zu beglücken. Jakub möchte sich auf keinen Favoriten festlegen und entscheidet immer neu: „Mal bevorzuge ich ein leichtes 10-Grad-Bier zum Durstlöschen, ein anderes Mal ein kompliziertes Bourbon Barrel Aged Imperial Stout. www.pivovarclock.cz
Umweltfreundlich und ehrlich – Lyer aus Modrava
Jaroslav Kouba, in der Bierhochburg Budweis geboren, wusste schon früh, was er werden wollte. Mit 14 Jahren nahm ihn ein Kumpel mit ins Sudhaus der Budweiser Brauerei – da war ihm sein Traumberuf klar. Nach der Lehre zum Braumeister machte er noch eine Ausbildung zum Gärtechniker, um heute in der Lyer Brauerei in Modrava im Böhmerwald sein Wissen mit allerhand Herzblut einzubringen. Seine Expertise in Verbindung mit sehr gutem Wasser und hochwertigen Zutaten lassen ihn jährlich 1000 Hektoliter erstklassiges tschechisches Lagerbier brauen – was nicht zuletzt zahlreiche Auszeichnungen bei renommierten Wettbewerben belegen. Die Brauerei wurde gerade vergrössert und man rechnet mit 2.500Hektolitern im nächsten Jahr. Der heute 37-Jährige liebt an seinem Beruf den Bezug zu allerhand weiteren Fachgebieten, die Verbindung von Tradition und Innovation und die enge Verbundenheit der Zunft. Unter den Braumeistern herrsche ein unheimlich freundlicher Umgang, schwärmt Jaroslav. Eine Besonderheit des Maschinenparks der Minibrauerei, die 2014 gegründet wurde, ist der innovative Einsatz einer Wärmepumpe zur Kühlung von Würze sowie Gär- und Lagertanks bei der gleichzeitigen Warmwasserbereitung. Dadurch reduziert sich der Energieverbrauch des Betriebs erheblich. Im Herzen des Böhmerwaldes gelegen, verkauft sich Lyer Bier in vielen verschiedenen Regionen Tschechiens. Jaroslavs persönlicher Favorit ist das 12° helles Lagerbier mit einem extrem ausgewogenen Verhältnis zwischen Vollmundigkeit und Alkoholgehalt, dadurch kann man es fast zu jeder Zeit trinken. Im zugehörigen Restaurant lohnt sich zum kühlen Hellen ein schmackhaftes Rindergericht – das Fleisch stammt direkt vom eigenen Biobauernhof. www.pivovarmodrava.cz
Matuška – Craftbier aus dem Familienbetrieb
Am Ostermontag 2009 nahm alles seinen Anfang: Inmitten der wunderschönen Natur von Krivoklatsko gelegen, 30 Minuten westlich von Prag, startete der Familienbetrieb Matuška in der eigenen Garage mit dunklem Lagerbier. Schon bald zog man in ein neues Gebäude um und konnte damit die Produktion erheblich steigern. Heute beschäftigt die Brauerei mehr als zehn Mitarbeiter und braut etwa 30 Biersorten, hauptsächlich Lagerbiere und Ale, mit einer Jahresproduktion von 5.000 Hektolitern. Ein Meilenstein in der Geschichte der Brauerei war die Kreation des ersten India Pale Ales (IPA) im ganzen Land – ein helles, obergäriges, stark hopfenbetontes Bier, das ursprünglich der US-amerikanischen Craft-Bier-Bewegung entstammt. Bis heute wird es sehr erfolgreich als Raptor verkauft. Darauf folgten Biere wie California, Apollo Galaxy oder Tropical Rocket. Verantwortlich heute für den Betrieb ist Executive Director Matěj Šůcha, der nach seinem Abschluss an der Lebensmittelfachmittelschule in Fermentationstechnologie mit Homebrewing anfing. Davon war er so begeistert, dass er sich beim Forschungsinstitut für Bierbrauen und Mälzerei bewarb. Dass er das Produkt seiner Arbeit direkt in den Händen halten, es kosten und die Reaktionen der Menschen, die das Bier trinken, direkt beobachten kann, schätzt er an seinem Beruf am meisten. Im Unterschied zu vielen anderen braut man bei Matuška obergärige Biere im Gegensatz zur gängigen Infusionsmethode nach der Dekoktionsmethode. Damit werden die Biere vollmundiger, trinkgenüsslicher und haben einen unverwechselbaren Charakter. www.pivovarmatuska.cz/en
WirtschaftIn vielen Unternehmen läuft die Beleuchtung täglich über mehrere Stunden – in Produktionshallen, Lagern, Werkstätten oder Büros häufig sogar während der gesamten Arbeitszeit. Entsprechend groß kann der Anteil der Beleuchtung am Stromverbrauch sein. Eine Umrüstung auf effiziente LED-Technik kann deshalb nicht nur den Energiebedarf reduzieren, sondern auch Wartungsaufwand und Betriebskosten senken. Besonders interessant wird die Modernisierung, wenn energieeffiziente Leuchten mit einer intelligenten Lichtsteuerung kombiniert werden. LED-Technik reduziert Stromverbrauch und Wartungsaufwand Ein wesentlicher Vorteil moderner LED-Beleuchtung liegt in ihrer Energieeffizienz. Wird beispielsweise eine ältere Leuchte mit 100 Watt durch eine LED-Leuchte mit 40 Watt ersetzt, sinkt die Anschlussleistung um 60 Prozent. Bei 100 Leuchten und einer täglichen Betriebszeit von acht Stunden an 250 Arbeitstagen ergibt sich folgende Beispielrechnung:
BusinessDie DAFA-Bau GmbH aus Falkensee bietet Bau-, Sanierungs- und Ausbauarbeiten aus einer Hand von der Fliesenverlegung über den Innenausbau bis zur Dachdeckung, bei Bedarf abgestimmt mit kooperierenden Fachbetrieben. Dahinter steht ein Modell, das auf ein verbreitetes Problem reagiert: Wer ein Haus saniert, umbaut oder ausbaut, kommt selten mit einem einzigen Gewerk aus. Maurer, Fliesenleger und Dachdecker sind oft ebenso gefragt wie Fachbetriebe für Sanitär, Heizung und Elektro und jedes zusätzliche Unternehmen bedeutet Abstimmung, Übergaben und mögliche Verzögerungen. Gerade in gewachsenen Wohnregionen wie dem Havelland vor den Toren Berlins, wo viele Einfamilienhäuser in die Jahre gekommen sind, gewinnen Betriebe, die mehrere Gewerke bündeln, deshalb an Bedeutung für private Hauseigentümer ebenso wie für Unternehmer mit Immobilienbesitz.
BusinessWenn ein Mensch stirbt, stehen Angehörige vor zwei Aufgaben, die kaum unterschiedlicher sein könnten: Da ist die Organisation Behördengänge, Dokumente, Termine und Entscheidungen, die oft unter Zeitdruck fallen. Und da ist die Trauer, die Raum braucht und sich nicht planen lässt. Das Kommunale Bestattungswesen Reichenbach verbindet beides: Als Eigenbetrieb der Stadt Reichenbach im Vogtland übernimmt es die vollständige Organisation eines Trauerfalls und begleitet Familien zugleich persönlich durch die Zeit des Abschieds. Wie ein kommunaler Betrieb diese Doppelaufgabe meistert, zeigt ein Blick auf das Unternehmen, seine Arbeitsweise und sein Leistungsspektrum. Ein kommunaler Betrieb mit langer Geschichte im Vogtland
