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21. Juli 2026

Kamin und Ofen als Wertfaktor: Ein Gespräch über Planung, Sanierung und moderne Heiztechnik

Steigende Energiepreise und der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen rücken ein Thema in den Fokus, das viele Hausbesitzer und Bauherren lange als reine Geschmacksfrage abgetan haben: den Kamin oder Ofen im eigenen Zuhause. Wenn Sie heute planen, sanieren oder modernisieren, denken Sie dabei zunehmend wirtschaftlich als Beitrag zur Energiekostensenkung und zum Werterhalt Ihrer Immobilie.

Ein Blick auf einen Betrieb aus der Praxis zeigt, worauf es bei dieser Investitionsentscheidung ankommt. Als erfahrener Kaminbau in Postbauer-Heng ist die Eichl Kamin GmbH seit 1972 in der Region Neumarkt i.d.Opf. tätig und begleitet Bauherren und Sanierer von der ersten Idee bis zur fertigen Feuerstätte. Im Gespräch erläutert ein Fachberater aus dem hauseigenen Ofenstudio, welche Faktoren aus seiner Sicht über den langfristigen Erfolg eines Kamin- oder Ofenprojekts entscheiden.

Frage: Warum ist die Planung eines Kamins heute eine wirtschaftliche und nicht nur eine gestalterische Entscheidung?

„Ein Kamin oder Ofen ist eine Anlage, die viele Jahrzehnte genutzt wird“, erklärt der Fachberater. „Wer bei der Planung auf passende Dimensionierung, geeignete Schornsteinsysteme und die richtige Feuerstätte für das jeweilige Gebäude achtet, sichert sich damit langfristig niedrigere Heizkosten und vermeidet teure Nachrüstungen.“ Gerade bei Neubauten oder umfassenden Sanierungen lohnt sich deshalb eine frühe Abstimmung zwischen Bauherr, Planer und Fachbetrieb, statt den Kamin erst am Ende der Bauphase als Randthema zu behandeln.

Frage: Welche Rolle spielt die Sanierung bestehender Kamine und Schornsteine?

Ein erheblicher Teil der Anfragen betrifft laut dem Fachberater nicht Neubauten, sondern Bestandsimmobilien. „Viele Kamine und Schornsteine sind Jahrzehnte alt. Undichte Fugen, veraltete Züge oder ein sanierungsbedürftiger Kaminkopf beeinträchtigen sowohl die Sicherheit als auch die Effizienz der Anlage.“ Eine fachgerechte Kaminsanierung, gegebenenfalls verbunden mit Arbeiten am Schornstein oder gemauerten Kaminkopf, stellt aus seiner Sicht sicher, dass die Feuerstätte wieder den aktuellen technischen Anforderungen entspricht. Das ist besonders bei einem Eigentumswechsel relevant, da ein technisch einwandfreier Kamin bei Besichtigungen und Wertgutachten positiv auffällt.

Typische Anlassfälle für eine Sanierung sind:

  • sichtbare Risse oder Verwitterung am gemauerten Kaminkopf
  • ein Wechsel der Heizart, etwa von Öl auf einen Pelletofen
  • der Einbau einer neuen Kaminkassette oder Heizkassette
  • Vorgaben der Schornsteinfegerin oder des Schornsteinfegers zur Betriebssicherheit

„In all diesen Fällen ist es sinnvoll, die gesamte Anlage einmal fachlich prüfen zu lassen, statt nur das offensichtliche Problem zu beheben“, rät der Fachberater.

Frage: Was hat sich beim Ofenbau verändert, Stichwort Pellet- und Gaskaminöfen?

Beim klassischen Ofenbau hat sich das Angebot in den vergangenen Jahren deutlich erweitert. Neben dem traditionellen Kachelofen und klassischen Kaminöfen zählen inzwischen Pelletöfen und Gaskaminöfen zu den gefragten Optionen. „Pelletöfen ermöglichen ein weitgehend automatisiertes Heizen mit einem nachwachsenden Rohstoff, Gaskaminöfen bieten eine besonders komfortable Bedienung ohne Brennstofflagerung“, so der Fachberater. Er betont, dass die Wahl der passenden Technik immer vom Gebäude, dem vorhandenen Schornsteinsystem und den individuellen Nutzungsgewohnheiten abhänge. Auch Herde und Herdanlagen, die Kochen und Heizen verbinden, seien in modernisierten Küchen wieder gefragt.

Ein weiteres Thema sind Edelstahlkamine, insbesondere im Außenbereich. „Edelstahlsysteme lassen sich oft schneller montieren als gemauerte Lösungen und sind gerade bei nachträglichem Einbau eine praktikable Alternative“, erläutert der Fachberater. Sie kommen sowohl bei Sanierungen als auch bei neuen Feuerstätten zum Einsatz, wenn ein gemauerter Kaminkopf nicht in Frage kommt.

Frage: Welche Kosten- und Investitionsaspekte sollten Bauherren und Sanierer von Anfang an mitdenken?

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht rät der Fachberater, ein Kamin- oder Ofenprojekt nicht isoliert, sondern als Teil der gesamten Bau- oder Sanierungsplanung zu betrachten. „Die tatsächlichen Kosten hängen stark von der gewählten Feuerstätte, dem benötigten Schornsteinsystem und den baulichen Gegebenheiten vor Ort ab. Deshalb lässt sich seriös keine pauschale Zahl nennen, sondern nur eine individuelle Einschätzung nach einer Vor-Ort-Besichtigung.“ Wichtiger als ein einzelner Anschaffungspreis sei ohnehin die Gesamtbetrachtung: Wer frühzeitig mit einem Fachbetrieb spricht, vermeidet nach seiner Erfahrung teure Nachbesserungen, etwa wenn ein Schornstein nachträglich verändert werden muss. Auch laufende Kosten für Brennstoff, Wartung und regelmäßige Überprüfung durch die Schornsteinfegerin oder den Schornsteinfeger gehören für ihn zu einer realistischen Kalkulation. „Eine gut geplante, technisch einwandfreie Feuerstätte zahlt sich über die Nutzungsdauer aus – durch niedrigere Heizkosten, weniger Reparaturen und einen positiven Eindruck bei einer späteren Immobilienbewertung“, fasst er zusammen.

Welche Feuerstätte im Einzelfall passt, hängt von Gebäude, Nutzung und persönlichen Vorlieben ab. Ein grober Überblick über gängige Optionen kann die erste Orientierung erleichtern:

In der Beratung zeigt sich laut Fachberater immer wieder, dass Bauherren erst durch den direkten Vergleich verstehen, welche Feuerstätte tatsächlich zu ihrem Alltag passt.

Frage: Wie wichtig ist umweltschonendes Heizen aktuell?

„Das Thema Emissionen ist für Betreiber von Feuerstätten inzwischen ebenso relevant wie für die Nachbarschaft“, sagt der Fachberater. Technische Lösungen wie Rußfilter beziehungsweise Feinstaubfilter können den Feinstaubausstoß direkt reduzieren. Rauchsauger verbessern dagegen vor allem den Schornsteinzug und damit bei Zugproblemen die Verbrennungsqualität. „Gerade bei älteren Öfen ist es sinnvoll, je nach technischer Ausgangslage zu prüfen, welche Nachrüstoption geeignet ist, bevor man über einen kompletten Gerätetausch nachdenkt.“ Für Sie als Hausbesitzer bedeutet das: Umweltschonendes Heizen lässt sich sowohl bei Neuanlagen von Anfang an mitdenken als auch in bestehenden Systemen gezielt verbessern.

Frage: Welche Rolle spielt die persönliche Beratung im Ofenstudio?

Angesichts der Vielzahl an Techniken, Materialien und Herstellern rät der Fachberater dazu, sich vor einer Entscheidung persönlich beraten zu lassen. Im Ofenstudio der Eichl Kamin GmbH können Sie Kamine, Kachelöfen, Kaminöfen und Heizkassetten verschiedener Hersteller im direkten Vergleich betrachten. Die Beratung findet dienstags bis freitags von 10.00 bis 18.00 Uhr statt, von September bis März zusätzlich samstags von 10.00 bis 14.00 Uhr. „Ein Termin lohnt sich, weil man Materialien, Größenverhältnisse und Bedienkonzepte direkt vor Ort erleben kann, statt sie nur aus Katalogen zu kennen“, so der Fachberater abschließend.

Häufige Fragen zu Kaminbau, Sanierung und Ofenwahl

Zum Abschluss beantwortet der Fachberater einige Fragen, die in der Beratungspraxis besonders oft gestellt werden.

Wie lange dauert eine typische Kaminsanierung?

Das lässt sich laut Fachberater nicht pauschal beantworten, da der Aufwand vom Zustand der Bestandsanlage abhängt. Nach einer Vor-Ort-Besichtigung lässt sich der Ablauf jedoch verlässlich planen, sodass Bauherren frühzeitig wissen, mit welchem Zeitrahmen sie rechnen können.

Kann ein alter Kachelofen auf moderne Technik umgerüstet werden?

In vielen Fällen ja. Ein Austausch des Kachelofeneinsatzes ist eine gängige Lösung, um die äußere Optik zu erhalten und gleichzeitig von moderner, effizienterer Technik zu profitieren.

Ist für jede Feuerstätte eine Abnahme durch die Schornsteinfegerin oder den Schornsteinfeger nötig?

Ja, Feuerstätten unterliegen in Deutschland grundsätzlich der Prüfpflicht. Der Fachberater empfiehlt, die zuständige Schornsteinfegerin oder den zuständigen Schornsteinfeger bereits in der Planungsphase einzubeziehen, um spätere Nachbesserungen zu vermeiden.

Fazit: Feuerstätten als langfristige Investition betrachten

Für Hausbesitzer und Bauherren zeigt das Gespräch: Ein Kamin oder Ofen ist mehr als ein gestalterisches Element. Fachgerechte Planung, regelmäßige Sanierung, die passende Technik und eine fundierte Beratung tragen dazu bei, Energiekosten zu senken, die Betriebssicherheit zu erhöhen und den Wert der Immobilie langfristig zu erhalten. Damit rückt die Feuerstätte von einer reinen Geschmacksfrage in die Nähe klassischer Investitionsentscheidungen mit spürbarer Wirkung auf Kosten, Sicherheit und Immobilienwert über die gesamte Nutzungsdauer.


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