Immer mehr junge Menschen bekommen keinen unbefristeten Job mehr – was halten Sie von dem Trend zum Kurzzeit-Arbeitsverhältnis?

Otto Rockel, Personalleiter Zentrale Personalbetreuung, BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, verrät business-on.de, was er vom Trend zu befristeten Arbeitsverträgen hält.
»Der Bewerbermarkt für nahezu alle Positionen bei der BSH unterliegt einem zunehmenden Wettbewerb. Dieser so genannte »war for talent« macht sich insbesondere bei der Besetzung von Spezialistenfunktionen bemerkbar. Daher lässt es die Wettbewerbssituation im derzeitigen Arbeitsmarkt nicht zu, dass wir verstärkt mit befristeten Arbeitsverhältnissen arbeiten. So haben wir beispielsweise bei der Einstellung von Trainees oder Kundendiensttechnikern weitestgehend auf unbefristete Verträge umgestellt. Spezialistenfunktionen (Bsp. Juristen, IT-Spezialisten oder strategisch international ausgerichtete Einkäufer) sind unserer Meinung nach am Markt ausschließlich mit attraktiven Beschäftigungsmodellen zu rekrutieren. Eine Befristung der Arbeitsverträge wäre für uns kontraproduktiv und entspricht auch nicht unserer Firmenphilosophie. Wir bei der BSH legen sehr viel Wert auf die Auswahl und langfristige Beschäftigung von kompetenten Mitarbeitern«, sagt Otto Rockel, Personalleiter Zentrale Personalbetreuung, BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH.
Kathrin Hollmer
BusinessWenige Berliner Unternehmen verbinden die jüngere deutsche Geschichte so unmittelbar mit einem hochspezialisierten, international gefragten Geschäftsfeld wie die ZEG Berlin GmbH Zentrum für Epidemiologie und Gesundheitsforschung. Aus einem Forschungsinstitut der DDR-Akademie der Wissenschaften ist binnen drei Jahrzehnten ein Beratungs- und Forschungsunternehmen geworden, das Pharma- und Medizintechnikunternehmen in ganz Europa bei sicherheitsrelevanten Studien begleitet. Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, findet auf der Unternehmensseite zeg-berlin.de Einblicke in Expertise, Leistungsspektrum und aktuelle Publikationen. Für Unternehmerinnen und Unternehmer aus anderen Branchen lohnt der Blick auf ZEG Berlin auch deshalb, weil das Beispiel zeigt, wie sich aus einer historischen Umbruchsituation heraus ein tragfähiges, hochspezialisiertes B2B-Geschäftsmodell entwickeln lässt. Wurzeln im geteilten Berlin: von der Akademie der Wissenschaften zur eigenständigen GmbH Die Geschichte von ZEG Berlin beginnt nicht 1990, sondern schon in den 1960er-Jahren am epidemiologischen Studienzentrum der Humboldt-Universität Berlin an der Charité. Dort arbeiteten die Epidemiologen Professor Siegfried Boethig und Professor Lothar A. J. Heinemann an bevölkerungsbezogenen Querschnittsstudien, zunächst mit Schwerpunkt Herz-Kreislauf-Gesundheit. Boethig leitete zudem zeitweise die Cardiovascular Disease Unit der Weltgesundheitsorganisation in Genf. In dieser Zeit wirkten die Berliner Epidemiologen an internationalen Projekten wie der WHO-MONICA-Studie zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, dem WHO-OC-Projekt zu oralen Kontrazeptiva und dem globalen INTERSALT-Projekt zum Zusammenhang zwischen Kochsalzaufnahme und Blutdruck mit. Ergänzend liefen an dem Institut die Präventionsprogramme CANON und CINDI, die auf die Vorbeugung nicht übertragbarer Erkrankungen zielten.
BusinessWer ein Einzelunternehmen gründen möchte, braucht weder Mindestkapital noch einen Gesellschaftsvertrag. Als natürliche Person können Sie direkt starten. Die Anmeldung beim Gewerbeamt und die steuerliche Erfassung über das Finanzamt genügen, die Gründungskosten bleiben meist unter 100 Euro. Dieser Praxisguide führt Sie Schritt für Schritt durch den Gründungsprozess 2026, liefert konkrete Steuervergleiche, zeigt Haftungsrisiken samt Gegenmaßnahmen und erklärt aktuelle Anforderungen wie die E-Rechnung-Pflicht. Das Wichtigste im Überblick Ein Einzelunternehmen lässt sich 2026 ohne Mindestkapital und Gesellschaftsvertrag gründen. Gewerbeanmeldung und steuerliche Erfassung kosten zusammen meist unter 100 Euro.
BusinessDer Gründungszuschuss 2026 richtet sich an Empfängerinnen und Empfänger von Arbeitslosengeld I, die sich hauptberuflich selbstständig machen wollen. Die Agentur für Arbeit zahlt bis zu 15 Monate lang finanzielle Unterstützung, in der Summe bis zu rund 20.000 Euro. Der Haken: Es handelt sich um eine Ermessensleistung nach § 93 SGB III. Wer die Voraussetzungen kennt und den Antragsprozess strategisch angeht, erhöht die Chancen auf eine Bewilligung aber spürbar. Key Facts Ermessensleistung nach § 93 SGB III, kein Rechtsanspruch. Mit der richtigen Vorbereitung lassen sich die Bewilligungschancen aber deutlich steigern.
