Nachbericht Bondexpo 2019 in Stuttgart – Die Leitmesse rund ums Kleben und Dichten

Parallel zur Bondexpo wurde auch die Motek, die internationale Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung, abgehalten. So fanden sich vom 7. bis 10. Oktober 2019 insgesamt 976 Aussteller aus 32 Ländern in der baden-württembergischen Hauptstadt ein. Sowohl Aussteller als auch Besucher waren sich nach den vier Messetagen einig: Highlight war in diesem Jahr der integrative Themenpark Arena of Integration (AoI): 36 teilnehmende Unternehmen haben mit 29 vernetzten Usecases konkrete Antworten auf aktuelle Fragen zu intelligenten Produktions- und Prozessketten in Verbindung mit digitalen Applikationen gegeben.
Veränderungen in der Klebtechnologie von extrem hoher Relevanz
Die Fachbesucher jedenfalls konnten zahlreiche Neuheiten in Augenschein nehmen. Vom Labor-Förderband für LED-UV-Anwendungen über neue Linearmotorenkonzepte, Machine-Vision-Systeme, Greiferkonzepte und Schraubtechnologien bis hin zu neuen Cobots. Fachbesucher erhalten weltweit auf keiner anderen Fachmesse einen solch umfassenden Überblick im Bereich der sich rasch verändernden Prozess-Automatisierung. Dass auch die Digitalisierung und folglich Veränderungen in der Klebtechnologie „von extrem hoher Relevanz“ ist, unterstrich Professor Bernd Mayer vom Fraunhofer-Institut IFAM Bremen, das schon seit 13 Jahren zu den Ausstellern gehört und die Motek/Bondexpo als die exakt passende Plattform nutzt.
Die Doppelmesse Motek/Bondexpo zeigt sich in erster Linie als anwenderorientierte „Arbeitsmesse“. Entsprechend positiv fiel das Urteil der mehr als 35.000 Fachbesucher aus, die sich an vier Messetagen und in sechs Hallen ein umfassendes Bild über den aktuellen Stand der Technik machen konnten. Ob Dosierung oder Verarbeitung von Kleb- und Dichtstoffen, Mikrodosiertechniken sowie Prüf- und Messtechnik waren die Themenschwerpunkte der Bondexpo.
Sowohl für die Aussteller als auch für die Fachbesucher gab es optimale Bedingungen für einen regen Austausch von Informationen. Denn die Messeleitung sorgte mit vier Lounges – Arbeitsplatz, Espressobar, Erfrischungszone, Ruhebereich – in den Randbereichen jeder Halle für ansprechend gestaltete Areale, in denen jeder willkommen war: Strom, Internet, Kaffee, Wasser oder einfach mal ein ruhiger Sessel – Aussteller, die auf eine eigene Besprechungskabine verzichteten, wurden so bestens unterstützt.
Die Mobilitätsgestaltung der Zukunft zeigte der Dosiertechnik-Spezialist bdtronic. Schon heute wagt das Unternehmen aus Weikersheim einen Blick in die Zukunft und präsentierte die Maschinen, die für die Produktion von Elektro- und Hybridfahrzeugen von morgen benötigt werden. Zum Portfolio des Unternehmens zählen unter anderem Dosierlösungen zum Verkleben von Magneten und Batteriezellen sowie für den Auftrag von wärmeleitfähigen Pasten. Imprägniertechnologie für die Produktion von Elektro- und Hybridmotoren sowie Heißnieten im Bereich Fügen von Kunststoffen ergänzen das breite Spektrum im High-End-Bereich. „Die Automobilbranche befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. In wenigen Jahren werden Elektro- und Hybridautos das Straßenbild dominieren“, erläutert Patrick Vandenrhijn, Geschäftsführer von bdtronic. „Mit unseren Technologien Dosieren, Imprägnieren, Heißnieten und Plasma haben wir uns in diesem Segment optimal positioniert“, ist Vandenrhijn überzeugt.
BusinessReinheit und Prozessstabilität gehören in vielen Industrie- und Verarbeitungsbetrieben zu den Voraussetzungen für eine zuverlässige Produktion sensibler und hochwertiger Güter. Ob bei der Verpackung frischer Lebensmittel unter Schutzatmosphäre, bei der Tablettierung in der Pharmaindustrie oder bei der Beschichtung von Halbleiterkomponenten: Verunreinigungen, Druckschwankungen oder unerwünschte Einträge können die Produktqualität beeinträchtigen und im Einzelfall ganze Chargen gefährden. Für Geschäftsführer, Betriebsleiter und Produktionsingenieure stellt sich daher nicht allein die Frage, wie an einer einzelnen Arbeitsstation der benötigte Unterdruck erzeugt wird. Entscheidend ist vielmehr, wie die Vakuumversorgung in die Produktionsabläufe eingebunden wird. Neben der erforderlichen Leistung zählen dabei Hygieneanforderungen, Energieeffizienz, Wartung, räumliche Gegebenheiten und spätere Erweiterungsmöglichkeiten. Trockenlaufende Vakuumtechnik für sensible Produktionsbereiche
BusinessWer in Bau, Planung oder Handwerk arbeitet, kennt das Bild: Zollstock, Lasermessgerät und eine handschriftliche Skizze gelten seit Jahrzehnten als Standardwerkzeuge bei der Bestandserfassung. Doch gerade bei komplexen Räumen, verwinkelten Gebäuden oder großen Außenanlagen stößt das klassische Aufmaß immer häufiger an Grenzen. Maße fehlen, Nachmessungen werden nötig, und Unsicherheiten tauchen oft erst auf, wenn die Planung schon fortgeschritten oder die Ausführung angelaufen ist. Immer mehr Betriebe setzen deshalb auf 3D-Scanner, um Bestandsdaten vollständig und digital zu erfassen und genau auf diesen Wandel hat sich Scanflow Solutions spezialisiert. Warum klassisches Aufmaß an seine Grenzen stößt Das manuelle Aufmaß ist in der Theorie einfach: Vor Ort messen, Werte notieren, im Büro übertragen. In der Praxis zeigen sich jedoch wiederkehrende Schwachstellen. Bei unregelmäßigen Grundrissen, schrägen Wänden oder technisch dicht belegten Räumen lassen sich relevante Maße leicht übersehen. Fehlt später ein Wert für die Planung, bedeutet das häufig einen zweiten Vor-Ort-Termin mit entsprechendem Zeit- und Kostenaufwand.
Guide'sIn Büros, Praxen, Verkaufsflächen und Eingangsbereichen prägt die Raumgestaltung maßgeblich, wie ein Standort genutzt wird und wie er auf Kunden, Patienten und Mitarbeitende wirkt. Glas kann dabei eine besondere Rolle spielen: Es trennt Bereiche, ohne Räume optisch zu verkleinern, lässt Tageslicht tief ins Gebäude und wirkt wertig, ohne aufdringlich zu sein. Die kurze Antwort auf die Frage, worauf Unternehmen bei Planung und Umsetzung achten sollten, lautet deshalb: Funktion schlägt Optik. Eine Glaslösung erfüllt ihre Aufgabe im Alltag nur dann zuverlässig, wenn Konstruktion, Ausführung und Einbausituation zur konkreten Nutzung passen und wenn Maße, Anschlüsse und Sicherheitsanforderungen früh mit einem Fachbetrieb geklärt werden. Dieser Beitrag ordnet die wesentlichen Überlegungen ein, bevor Unternehmen ein Glasbauteil neu planen, modernisieren oder reparieren lassen. Warum Glas im Gewerberaum mehr als Gestaltung ist Glas wird in gewerblichen Räumen häufig zuerst als gestalterisches Element wahrgenommen. Tatsächlich ist der Werkstoff vor allem eine funktionale Entscheidung. Eine Glastrennwand grenzt Arbeitsbereiche ab, ohne die Sichtachsen im Raum zu unterbrechen. Große Fensterflächen und verglaste Eingangsbereiche bringen Tageslicht in Zonen, die sonst künstlich beleuchtet werden müssten. Mattierte oder strukturierte Ausführungen schaffen Sichtschutz, wo Vertraulichkeit nötig ist, etwa in Besprechungs- oder Behandlungszimmern. Je nach Aufbau kann eine Verglasung auch die Geräuschübertragung dämpfen oder kaum, wenn die Konstruktion nicht dafür ausgelegt ist. Zudem lassen sich Glasflächen in der Regel unkompliziert reinigen, was in Praxen und stark frequentierten Empfangsbereichen ein praktischer Vorteil ist.
