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25. August 2026

Vom Schmiedefeuer zum zertifizierten Stahlbaubetrieb: Wie Metallbau Krauß in der Metropolregion Nürnberg wächst

Das Metallbauhandwerk hat sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend gewandelt: Aus der klassischen Schmiede wurde an vielen Orten ein moderner Betrieb mit digitaler Planung, normierten Schweißverfahren und komplexen Stahlbauprojekten. Wie dieser Wandel gelingen kann, ohne die eigenen Wurzeln zu verlieren, zeigt ein Familienunternehmen aus der Metropolregion Nürnberg, dessen Geschichte mehr als zwei Jahrhunderte zurückreicht.

Ein Familienbetrieb mit über 200 Jahren Geschichte

Am Stammwerk der Familie Krauß in Seukendorf wurden die ersten Schmiedearbeiten bereits im Jahr 1810 ausgeführt zu einer Zeit, als die Dorfschmiede noch das Zentrum handwerklicher Versorgung war. Jede Generation hat den Betrieb an die Anforderungen ihrer Zeit angepasst vom klassischen Schmiedehandwerk über den Metallbau bis hin zum heutigen Stahlbau. Heute führt Matthias Krauß die Metallbau Krauß GmbH als Meisterbetrieb mit 24 festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Geblieben ist die Leidenschaft für die Verarbeitung von Metall; verändert haben sich Werkzeuge und Anforderungen. Statt Esse und Amboss prägen heute 3D-CAD-Werkplanung, Laservermessung und zertifizierte Fertigungsprozesse den Alltag. Die Experten für Metallbau in Nürnberg fertigen Balkone, Treppen, Geländer, Tore und komplette Stahlhallen vom Einzelstück für Privathaushalte bis zum gewerblichen Bauvorhaben.

Dass diese Verbindung aus Tradition und Moderne mehr ist als ein Schlagwort, zeigt sich auch in der formalen Qualifikation des Betriebs: Die Fertigung ist nach den einschlägigen Normen zertifiziert, im Team arbeiten ausgebildete Schweißfachleute und Metallbaumeister Voraussetzungen, um auch statisch beanspruchte Bauteile für den öffentlichen Bereich realisieren zu dürfen.

Zwei Standorte, ein Team: Seukendorf und Langenzenn

Das Stammwerk liegt nach wie vor in Seukendorf, Cadolzburger Straße 2, unweit von Nürnberg, Fürth und Erlangen. Weil die Kapazitäten dort zunehmend an ihre Grenzen stießen, hat das Unternehmen jüngst einen zweiten Standort in Langenzenn eröffnet, Kapell-Leite 6. Der Schritt schafft Raum für größere Projekte und entlastet die Produktion am angestammten Ort.

Der nächste Entwicklungsschritt ist bereits angelaufen: In Langenzenn entsteht auf rund 4.000 Quadratmetern eine neue Firmenzentrale mit Produktionshalle, Hallenkran und Bürokomplex. Für einen Handwerksbetrieb dieser Größe ist das ein beachtliches Investitionsvorhaben und ein klares Bekenntnis zur Metropolregion Nürnberg, die der Kernmarkt des Unternehmens bleibt. Beide Standorte arbeiten dabei als ein Team: Planung, Fertigung und Montage werden standortübergreifend abgestimmt. Für Kunden bedeuten die zusätzlichen Flächen vor allem kürzere Wege und mehr Kapazität.

Balkone, Carports, Hallenbau: Das Leistungsspektrum

Das Angebot umfasst die klassische Palette des Metallbaus: Balkone, Terrassen und Terrassenüberdachungen, Carports, Treppen und Wendeltreppen, Geländer, Tore und Zäune sowie Beschattungssysteme und Markisen. Für den gewerblichen Bereich kommen Hallen- und Stahlbau hinzu Projekte, die besondere statische Nachweise und Fertigungskompetenz verlangen.

Über den klassischen Handwerksauftrag hinaus hat der Betrieb zwei eigene Produktmarken aufgebaut. Unter der Marke KiloWhat entstehen Solarports Carports mit Photovoltaik, die Stellflächen zugleich zur Stromerzeugung nutzen. Die zweite Eigenmarke, TerrAlu, steht für wasserdichte Aluminium-Bodenbeläge wie die AVA Diele und wird über einen eigenen Online-Shop (terralu.shop) vertrieben. Zu den Abnehmern zählen Privatkunden ebenso wie Metallbaubetriebe und Großhändler in Deutschland und den Nachbarländern.

Gefertigt wird grundsätzlich nach Maß: Jedes Geländer, jede Treppe und jede Überdachung entsteht als individuelle Sonderanfertigung, abgestimmt auf die bauliche Situation vor Ort. Damit hat sich das Unternehmen vom reinen Auftragsfertiger auch zum Produkthersteller weiterentwickelt ein Schritt, der im Handwerk alles andere als selbstverständlich ist. Die Referenzliste reicht entsprechend weit über die fränkische Heimat hinaus: Projekte entstanden unter anderem in Frankfurt, München, Stuttgart, Bamberg und Würzburg.

Vom Angebot bis zur Montage: Wie ein Projekt bei Metallbau Krauß abläuft

Wer ein Balkon-, Treppen- oder Hallenprojekt plant, durchläuft bei dem fränkischen Betrieb einen klar strukturierten Prozess. Am Anfang steht ein Erstgespräch, in dem Wünsche, Einsatzzweck und Budgetrahmen geklärt werden. Auf dieser Basis erstellt das Unternehmen ein Festpreisangebot für Bauherren eine wichtige Planungssicherheit, gerade bei individuellen Sonderanfertigungen.

Nach der Auftragserteilung folgt das Feinaufmaß direkt am Bauobjekt, erstellt per Laservermessung und Punktwolke. Die so gewonnenen Daten fließen in die 3D-CAD-Werkplanung ein: Kundinnen und Kunden sehen ihr Projekt als realistisches dreidimensionales Modell, bevor ein einziges Bauteil gefertigt wird. Erst nach der Produktionsfreigabe beginnt die Fertigung in der eigenen Werkstatt, danach übernimmt das eigene Montageteam den Aufbau vor Ort. Möglich macht das unter anderem ein eigener Maschinenpark von Kran und Lkw über Bagger und Rüttelplatte bis zu Kernbohrgerät und Steinschneider, der den Betrieb weitgehend unabhängig von Subunternehmern macht.

Auch bei den behördlichen Fragen bleibt der Betrieb zentraler Ansprechpartner: Für Statik und Baugenehmigung arbeitet er mit festen Partnern zusammen, sodass Bauherren nicht zwischen mehreren Gewerken koordinieren müssen. Geschäftsführer Matthias Krauß beschreibt dieses Komplettprinzip als Kern der Firmenphilosophie Kundinnen und Kunden sollen von der ersten Skizze bis zur fertigen Montage einen einzigen verantwortlichen Ansprechpartner haben.

Qualität mit Zertifikat: DIN EN 1090 und Schweißfachbetrieb

Seit dem 1. Juli 2014 müssen tragende Stahl- und Aluminiumbauteile in der Europäischen Union nach der Norm DIN EN 1090 gefertigt und mit der CE-Kennzeichnung versehen werden. Für Bauherren und öffentliche Auftraggeber ist die Norm damit ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl eines Metallbaubetriebs sie stellt sicher, dass Tragfähigkeit und Fertigungsqualität überprüfbar dokumentiert sind. Die Ausführungsklasse EXC 2 deckt dabei die meisten Bauvorhaben des privaten und gewerblichen Alltags ab vom Wohnhaus-Balkon bis zur Gewerbehalle.

Die Metallbau Krauß GmbH ist nach DIN EN 1090 in der Ausführungsklasse EXC 2 zertifiziert und darf statisch beanspruchte Bauteile für den privaten wie den öffentlichen Bereich herstellen. Im Unternehmen arbeiten ausgewiesene Schweißfachleute mit den internationalen Qualifikationen IWS und EWS, hinzu kommt der Status als Meisterbetrieb. Für Auftraggeber bedeutet das: Die Verantwortung für die Sicherheit eines Balkons, einer Treppe oder einer Halle liegt nachweislich in qualifizierten Händen.

Team, Nachhaltigkeit und Verantwortung in der Region

Hinter Maschinen und CAD-Arbeitsplätzen steht ein Team von 24 festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der Betrieb setzt auf moderne Arbeitsbedingungen etwa ein digitales Büro mit Homeoffice-Möglichkeit, im Handwerk noch keine Selbstverständlichkeit. Ausbildung und Karrierewege im Metallbau gehören ebenfalls zum Selbstverständnis des Arbeitgebers.

In puncto Nachhaltigkeit belegt das Unternehmen seine Ansprüche mit konkreten Maßnahmen: Der Strombedarf wird zu 100 Prozent über Ökostrom gedeckt, geheizt wird mit eigenem Holz, und auf WPC- beziehungsweise Kunststoffbeläge wird bei den eigenen Produkten bewusst verzichtet. Über den betrieblichen Tellerrand hinaus engagiert sich die Firma bei der Förderung von Vereinen in der Metropolregion.

Von der Dorfschmiede des Jahres 1810 zum zertifizierten Metall- und Stahlbaubetrieb mit zwei Standorten, eigenen Produktmarken und einer neuen Firmenzentrale im Bau: Die Entwicklung der Metallbau Krauß GmbH zeigt, wie Handwerkstradition und konsequente Modernisierung zusammenwirken können. Mit dem Neubau in Langenzenn stellt der fränkische Meisterbetrieb die Weichen für die nächste Wachstumsetappe die Basis für weitere Aufträge aus dem privaten wie dem öffentlichen Bereich ist damit gelegt.


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