News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
13. Februar 2023

Mike Hülsmeyer: 10 Gründe, warum Unternehmen keine Neukunden gewinnen

Vielen Unternehmen bereitet die Gewinnung neuer Kunden große Mühe: Trotz ausgiebiger Akquisetätigkeit bleiben die erhofften Erfolge aus. Insbesondere zum Start eines neuen Unternehmens ist es nicht immer einfach, den Stein ins Rollen zu bringen. Dennoch sollten Unternehmen die Neukundengewinnung auf keinen Fall außer Acht lassen, um nicht hinter der Konkurrenz zurückzubleiben. Die gute Nachricht lautet: Es existieren zahlreiche Akquisestrategien, die Unternehmen dabei helfen können, Kunden zu finden und für sich zu gewinnen. Genauso gibt es aber auch Fehler, die Unternehmen unbedingt vermeiden sollten. „Die Neukundengewinnung ist oftmals eine delikate Angelegenheit, denn Vertrauen spielt dabei eine essenzielle Rolle“, weiß Mike Hülsmeyer, der gemeinsam mit Fabio Moron die Voicler GmbH ins Leben gerufen hat. „Nur allzu leicht lassen sich potenzielle Kunden verschrecken – zum Beispiel, weil sie das Gefühl haben, nur ein Mittel zum Zweck zu sein.“ Im Folgenden haben die beiden zusammengefasst, warum Unternehmen regelmäßig an der Neukundengewinnung scheitern.

1. Kein automatisierter Vertrieb

Viele Unternehmen verfügen entweder über keinen automatisierten oder aber über keinerlei Vertrieb. Anfragen werden ohne Skript und Prozess bearbeitet, obwohl genau das notwendig wäre. Schließlich reichen zufällige Anfragen und gelegentliche Empfehlungen heute nicht mehr aus.

2. Mangelnde Sichtbarkeit

Sichtbarkeit ist in der heutigen Zeit das A und O, um geschäftlich erfolgreich zu sein. Dennoch investieren viele Unternehmen nicht ausreichend in ihre Präsenz auf den relevanten Plattformen. Teilweise fehlt sogar eine eigene Webseite.

3. Keine eigenen Skripte

Ohne Skripte und Leitfäden ist es unmöglich, den Verkaufsprozess optimal zu gestalten, denn dadurch läuft jedes Kundengespräch anders. Am Ende weiß niemand, warum die erhofften Erfolge ausbleiben, weil es ohne Skripte und Leitfäden schlichtweg unmöglich ist, Fehler und Probleme zielführend und konstruktiv zu analysieren.

4. Fehlende Einwandbehandlung

Nicht jeder Vertriebsmitarbeiter ist automatisch dazu in der Lage, mögliche Einwände vonseiten der Kunden richtig zu behandeln, um zu einem Abschluss zu kommen. Häufig kommt es vor, dass die Schuld beim Kunden gesucht wird, anstatt den Misserfolg als Chance zur Selbstreflexion zu werten. Um sich selbst weiterzuentwickeln, ist es unverzichtbar, in der Einwandbehandlung besser zu werden.

5. Keine laufenden Leads

Auffällig ist, dass vielerorts auf eine konstante Leadgenerierung verzichtet wird. Stattdessen bemühen sich die Verantwortlichen immer nur dann um neue Kunden, wenn die Zahlen gerade im Keller sind. Stattdessen gilt es für einen dauerhaften Strom an qualifizierten Leads zu sorgen.

6. Schlechte Mitarbeiterausbildung

In der Neukundengewinnung ist es nicht damit getan, lediglich den einen oder anderen Vertriebsmitarbeiter einzustellen. Denn selbst der beste Vertriebler wird nie die volle Leistung erbringen, wenn ihm keine Kontrollen, Coachings oder Weiterbildungen angeboten werden. Entsprechend wichtig ist es für Unternehmen, in geeignete Ausbildungsmaßnahmen zu investieren.

7. Keine spezifische Zielgruppe

Um die Probleme der eigenen Zielgruppe verstehen und lösen zu können, ist es zunächst wichtig, sie überhaupt zu definieren. Nur so können Unternehmen anschließend ihren vollen Fokus darauf setzen, potenzielle Kunden erfolgreich und zielgruppengerecht anzusprechen. Die Spezialisierung unterstreicht dabei die eigene Expertise.

8. Überhöhte Selbsteinschätzung

So manches Unternehmen glaubt, das eigene Produkt sei so gut, dass man im Grunde gar keinen eigenen Vertrieb bräuchte. Statt sich proaktiv um potenzielle Neukunden zu bemühen, ruhen sich die Verantwortlichen auf ihrem vermeintlichen Erfolg aus. Ein Fehler, denn früher oder später ist die Suche nach neuen Lösungen für jedes Unternehmen unverzichtbar.

9. Keine gesunden Glaubenssätze

Gerade angesichts der aktuellen Energiekrise reden sich viele Unternehmen ein, der Wirtschaft gehe es so schlecht, dass sie ohnehin nichts mehr verkaufen könnten. Solche Mindset-Fehler vermitteln das Gefühl, die Dinge nicht länger unter Kontrolle zu haben. Dabei sollte die Aufgabe der Unternehmensführung eigentlich darin bestehen, den Mitarbeitern ein gutes Gefühl zu geben. Denn wer sich auch in Krisenzeiten behaupten kann, wird langfristig davon profitieren.

10. Chronische Telefonangst

Das größte No-Go im Vertrieb besteht darin, Interessenten eine E-Mail zu schreiben, statt sie direkt anzurufen. Schließlich können telefonisch nicht nur mögliche Einwände und Sorgen direkt geklärt werden, die Vertriebler erhalten auch wertvolles Feedback, das ihnen wiederum dabei helfen kann, ihre Telefonakquise kontinuierlich zu verbessern.

(ots)

Bildquellen:
    Teilen:
    Weitere Artikel
    RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  
    Handel
    RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  

    In vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.

    5 Min. LesezeitLesen
    Zentimeterarbeit als Renditefaktor: warum präzise Grenzvermessung das Baubudget schützt
    IT & Software
    Zentimeterarbeit als Renditefaktor: warum präzise Grenzvermessung das Baubudget schützt

    Jedes Bauvorhaben beginnt lange vor dem ersten Spatenstich auf einer abstrakten Ebene: in den Katasterkarten und Grundbüchern. Während Architektur und Design oft die gesamte Aufmerksamkeit auf sich ziehen, bildet die präzise Bestimmung der Grundstücksgrenzen das eigentliche wirtschaftliche Fundament eines Immobilienprojekts. In einer Branche, in der die Margen durch steigende Kosten für Material und Personal unter Druck geraten, wird die Grenzvermessung zu einem entscheidenden Hebel für die Kostenkontrolle. Diese oft unsichtbaren Linien definieren den Spielraum zwischen einem planbaren Gewinn und unvorhersehbaren Ausgaben. Eine exakte Erfassung der Gegebenheiten sorgt dafür, dass ein Projekt von Anfang an auf sicherem Boden steht.

    4 Min. LesezeitLesen
    Abkehr vom endlosen Wischen: Wie ein deutsches Chat-Urgestein als digitales Lagerfeuer neu aufblüht
    Startup
    Abkehr vom endlosen Wischen: Wie ein deutsches Chat-Urgestein als digitales Lagerfeuer neu aufblüht

    Dating-Apps florieren auf den Smartphones, doch bei vielen Nutzern macht sich spürbare Ernüchterung breit. Wischen, matchen, schweigen der Ablauf gleicht oft einem standardisierten Prozess und hinterlässt ein Gefühl der Leere. Algorithmen sortieren Gesichter in Sekundenbruchteilen aus, visuelle Reize dominieren das Geschehen. Genau an diesem Punkt der gesellschaftlichen Ermüdung positioniert sich ein Pionier der deutschen Internetkultur neu. Die Chat-Community Knuddels hebt das Mindestalter für Neuregistrierungen auf 18 Jahre an. Was auf den ersten Blick wie eine formale Anpassung wirkt, offenbart bei genauerer Betrachtung einen strategischen Wandel. Der einstige Pausenhof-Treffpunkt der frühen 2000er Jahre vollzieht den logischen Schritt in die Erwachsenenwelt. Das Unternehmen liefert damit einen bewussten Gegenentwurf zur schnelllebigen Social-Media-Landschaft und beantwortet die wachsende Sehnsucht nach echten, unaufgeregten Gesprächen.

    5 Min. LesezeitLesen
    Zur Startseite
    Mike Hülsmeyer: 10 Gründe, warum Unternehmen keine Neukunden gewinnen | business-on.de