Schreibmaschinentasten are a girl’s best friend

Im Schaufenster liegen sich Hase und Igel gegenüber – als runde Anhänger an langen Gliederketten. Die beiden Tiere sind auf Keramik gemalt und waren ursprünglich ein Teller. Ausgeschnitten und in eine Fassung aus Silber eingearbeitet, erhält die Keramik so eine ganz neue Bestimmung. In der Vitrine darunter ziehen Ringe mit verschiedensten Buchstaben die Blicke auf sich. Es sind Schreibmaschinentasten, die in verschiedensten Farben und Formen den Schmuck zieren. Zwischen diesen außergewöhnlichen Schätzen schimmern Perlenohrringe, Ketten mit Anhängern aus Edelsteinen und andere Schmuckstücke, die allesamt einzigartig und kreativ gestaltet sind.
Viola Kranz ist die Gründerin und Besitzern der „Goldschmiede“ im Bielefelder Westen. Die junge Frau ist Goldschmiedemeisterin und betreibt den Laden seit mehr als drei Jahren in der Nähe des Siegfriedplatzes. Sie entwirft individuelle Schmuckstücke von zauberhaft über klassisch bis hin zu außergewöhnlich. Besonders auffällig in den beiden großen Schaufenstern sind Schmuckstücke mit Keramikausschnitten aus alten Tellern und Ringe mit ausgedienten Schreibmaschinentasten. Der kleine Ladenraum dient gleichzeitig als Werkstatt. Hier befinden sich die verschiedensten Motive, die Viola Kranz aus Keramiktellern ausgeschnitten hat. Ihnen haucht sie in kreativer, liebevoller Arbeit neues Leben ein.
Neben diesem außergewöhnlichen Schmuck entwirft die Goldschmiedin besondere Stücke, zu denen sie ihre Umgebung und die Natur inspirieren: „Im Urlaub habe ich am Strand Muster gesehen, die Schnecken in den Sand ‚gemalt‘ hatten. Solche Bilder versuche ich dann, in Schmuckstücke umzusetzen“, so Kranz. Für einen schlichten Anhänger müssen ungefähr drei Stunden Arbeitszeit einkalkuliert werden, die Schmuckstücke sind ab 130 Euro zu haben. Zu jeder Kreation macht sich die Goldschmiedin viele Gedanken. Umarbeitungen gehören ebenso zum Arbeitsalltag wie das Designen von Trauringen.
Den Weg in die Selbstständigkeit hat sich Viola Kranz mit Hilfe ihrer Eltern ermöglicht, die ihr das Geld für den Start geliehen haben. „Ich habe außerdem vor allen Dingen bei der Einrichtung viel improvisiert und selbst gebaut. Dadurch konnte ich viel einsparen“, berichtet die 31-Jährige. Ihr Meistertitel befugt sie dazu, auszubilden. Gerne würde sie das tun, doch zunächst braucht sie jemanden, der sie entlasten kann. Kranz: „Momentan ist so viel zu tun, dass es für mich alleine nicht mehr zu schaffen ist.“ Mit dem Standort im Westen Bielefelds ist sie rundum zufrieden. „Die Mieten in der Altstadt sind nicht zu bezahlen. Außerdem gefällt mir das Viertel, ich wohne auch um die Ecke. Und das Publikum hier ist einfach nett und aufgeschlossen.“
Ein Artikel in der Zeitschrift Landlust hat Viola Kranz und ihre Goldschmiede auch überregional bekannt gemacht. „Es war eine Kundin, die mich der Landlust empfohlen hat. Erst zwei Jahre später hat sich die Kundin bei mir gemeldet. Da konnte ich mich dann endlich persönlich bei ihr bedanken“, erklärt Kranz, die durch den Artikel viele neue Kundinnen und Kunden dazugewonnen hat.
Goldschm!ede
Viola Kranz Arndtstraße 34 33615 Bielefeld www.meisterstueckchen.de
Karoline Bauch
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BusinessWenige Berliner Unternehmen verbinden die jüngere deutsche Geschichte so unmittelbar mit einem hochspezialisierten, international gefragten Geschäftsfeld wie die ZEG Berlin GmbH Zentrum für Epidemiologie und Gesundheitsforschung. Aus einem Forschungsinstitut der DDR-Akademie der Wissenschaften ist binnen drei Jahrzehnten ein Beratungs- und Forschungsunternehmen geworden, das Pharma- und Medizintechnikunternehmen in ganz Europa bei sicherheitsrelevanten Studien begleitet. Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, findet auf der Unternehmensseite zeg-berlin.de Einblicke in Expertise, Leistungsspektrum und aktuelle Publikationen. Für Unternehmerinnen und Unternehmer aus anderen Branchen lohnt der Blick auf ZEG Berlin auch deshalb, weil das Beispiel zeigt, wie sich aus einer historischen Umbruchsituation heraus ein tragfähiges, hochspezialisiertes B2B-Geschäftsmodell entwickeln lässt. Wurzeln im geteilten Berlin: von der Akademie der Wissenschaften zur eigenständigen GmbH Die Geschichte von ZEG Berlin beginnt nicht 1990, sondern schon in den 1960er-Jahren am epidemiologischen Studienzentrum der Humboldt-Universität Berlin an der Charité. Dort arbeiteten die Epidemiologen Professor Siegfried Boethig und Professor Lothar A. J. Heinemann an bevölkerungsbezogenen Querschnittsstudien, zunächst mit Schwerpunkt Herz-Kreislauf-Gesundheit. Boethig leitete zudem zeitweise die Cardiovascular Disease Unit der Weltgesundheitsorganisation in Genf. In dieser Zeit wirkten die Berliner Epidemiologen an internationalen Projekten wie der WHO-MONICA-Studie zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, dem WHO-OC-Projekt zu oralen Kontrazeptiva und dem globalen INTERSALT-Projekt zum Zusammenhang zwischen Kochsalzaufnahme und Blutdruck mit. Ergänzend liefen an dem Institut die Präventionsprogramme CANON und CINDI, die auf die Vorbeugung nicht übertragbarer Erkrankungen zielten.
BusinessWer ein Einzelunternehmen gründen möchte, braucht weder Mindestkapital noch einen Gesellschaftsvertrag. Als natürliche Person können Sie direkt starten. Die Anmeldung beim Gewerbeamt und die steuerliche Erfassung über das Finanzamt genügen, die Gründungskosten bleiben meist unter 100 Euro. Dieser Praxisguide führt Sie Schritt für Schritt durch den Gründungsprozess 2026, liefert konkrete Steuervergleiche, zeigt Haftungsrisiken samt Gegenmaßnahmen und erklärt aktuelle Anforderungen wie die E-Rechnung-Pflicht. Das Wichtigste im Überblick Ein Einzelunternehmen lässt sich 2026 ohne Mindestkapital und Gesellschaftsvertrag gründen. Gewerbeanmeldung und steuerliche Erfassung kosten zusammen meist unter 100 Euro.
