Wenn man Matthias Pöhm heute als Rhetoriktrainer und Keynote Speaker sieht, wird man es nicht glauben – aber bis zum Alter von 35 Jahren litt er unter massiver Redeangst. Keine kleine Hemmung, keine Schüchternheit. Sondern regelrechte Panik beim bloßen Gedanken daran, vor Publikum frei zu sprechen. Zur Zeit seiner peinvollsten Blamage arbeitete er als Ingenieur in Genf. Auf einer Betriebsfeier fiel der Blick seines Chef auf Matthias Pöhm, und er bat Ihn arglos, in seiner Eigenschaft als frischgewählter Personalvertreter ein paar Worte zu sagen. Matthias Pöhm stand auf – und es stammelte aus Ihm heraus! Er quälte sich durch die Worte, die nicht kommen wollten… und er sah, wie die Anwesenden peinlich berührt zu Boden schauten, weil sie sein Scheitern nicht mitansehen konnten. Er starb in diesem Moment tausend Tode. Und schwor sich: Nie wieder!
Der Schritt aus der Komfortzone
Ein Schritt aus der eigenen Komfortzone ist niemals angenehm, weshalb ihn die meisten vermeiden. Ein enormer Fehler, denn so kann man nicht lernen und wachsen. Nur, wenn man sich den eigenen Ängsten stellt, kann man sie besiegen. Matthias Pöhm wollte gehört werden – also musste er reden lernen. Er wollte von dieser Angst in seinem Leben nicht beeinträchtigt werden. Also belegte er einen Rhetorik-Kurs, dann noch einen, und noch einen weiteren. Am Ende besuchte er jeden Abend der Woche ein anderes Seminar. Das war schon mal ein Anfang. Doch Ihm war klar: Hier, im behaglichen Ambiente der Theorie, würde er nicht wirklich lernen. Reden lernt man nur durch Reden! Also suchte er nach Gelegenheiten, seine neu erworbenen Fähigkeiten dem Praxistest zu unterziehen.
Gemüsemarkt und Getränkekisten
Eines Tages kam Matthias Pöhm auf dem Markt an einem der klassischen „Marktschreier“ vorbei, der lautstark Gemüsehobel anpries. Eine ideale Gelegenheit für Ihn. Als der Mann erkannte, dass er ihn unentgeltlich an seinem Stand vertreten wollte, überließ er Ihm seinen Platz. Und er stand da und musste ein recht unspektakuläres Küchengerät völlig fremden Menschen wortwörtlich verkaufen. Ein besseres Training kann man sich gar nicht wünschen! Ein anderes Mal bot er sich als Moderator bei einem Wettkampf an, wo es um das Stapeln von Getränkekisten ging. Wieder ohne Aufwandsentschädigung und nur zu Trainingszwecken. Als er einmal die Augen dafür geöffnet hatte, sah er überall Möglichkeiten, die sich Ihm boten.
Er entdeckte zudem die Toastmasters – ein über die ganze Welt verbreiteter Klub, wo es nur darum geht, unter Gleichgesinnten das freie Sprechen zu üben. Einmal pro Woche übte er dort, vor „Publikum“ zu sprechen. Eine effiziente Angelegenheit: So kann jeder Routine bekommen, ohne teure Seminare zu besuchen. Oder aber hat die Gelegenheit, das dort Gelernte auszuprobieren und so zu verinnerlichen. Im geselligen Miteinander bekommt man bei den Toastmasters Tipps und wertvolles Feedback – und ersetzt schließlich die eigene Nervosität irgendwann durch Routine.
Für Selbstbewusstsein und Karriere
Durch dieses Training verlor er nicht nur seine Redeangst. Dadurch, dass er sich die Regeln der Rhetorik selbst aneignete und auf seine Wirksamkeit hin überprüfte, war Matthias Pöhm irgendwann in der Lage, diese auch anderen zu vermitteln. Der Beginn einer Karriere, auf die er stolz ist. Hätte er damals den Weg der Bequemlichkeit gewählt und wäre künftig einfach Situationen aus dem Weg gegangen, die seine Angst auslösen würden – wer weiß, wie sich sein Leben entwickelt hätte.
Wer gehört werden will, muss Reden lernen. Dies gilt im übertragenen Sinn in den meisten Bereichen des Lebens. Konfrontieren Sie Ihre Ängste. Hinterfragen Sie jede Regel – und nur, wenn sie sich als nützlich erweist, eigenen Sie sie sich an. Und üben Sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit, bis Sie Souveränität und Routine auf dem gewählten Feld bekommen. Und danach immer weiter. Das stärkt Ihr Selbstbewusstsein, was Sie in jedem Lebensbereich und auch in Ihrer Karriere weiterbringt.
Übersicht: alle 84 Clubs Toastmasters Deutschland
http://www.rhetorik-seminar-online.com/Toastmasters-Deutschland
Matthias Pöhm
ist seit 17 Jahren Rhetorik-Trainer und Business-Coach. Er zählt als absoluter Experte auf dem Gebiet der Schlagfertigkeit – und verblüfft regelmäßig Seminarteilnehmer, wenn er ihnen beweist, dass jeder sich diese Fähigkeit aneignen kann. Der Gründer der Schweizer Anti-PowerPoint-Partei veranstaltet regelmäßig das „Rhetorik-Event der Superlative“ und bereitet Spitzenleute aus der Wirtschaft auf öffentliche Reden und knifflige Kommunikationssituationen vor.
http://www.rhetorik-homepage.de
Guide'sWenn Räume im Sommer zu warm werden, Waren definierte Lagerbedingungen brauchen oder Technik zuverlässig laufen muss, rückt eine neue Kühl- oder Klimaanlage auf die Investitionsliste. Vor der Geräteauswahl steht jedoch eine andere Aufgabe: Unternehmen müssen beschreiben, welche Bereiche unter welchen Bedingungen gekühlt werden sollen. Erst daraus lassen sich Anforderungen an Leistung, Regelung und späteren Betrieb ableiten. Erst den betrieblichen Bedarf beschreiben Ein Anforderungsprofil hält fest, welches Ergebnis die Anlage im jeweiligen Bereich erreichen soll. Dazu gehören gewünschte Temperatur- und Feuchtebereiche ebenso wie die Frage, wie stark die Bedingungen schwanken dürfen. In einem Büro kann es vor allem um angenehme Arbeitsbedingungen während der Nutzungszeit gehen. Bei empfindlichem Lagergut oder einem technischen Prozess können engere Vorgaben entscheidend sein. Solche Unterschiede sollten vor der Dimensionierung sichtbar werden, statt später durch nachträgliche Einstellungen ausgeglichen werden zu müssen.
BusinessEin Handelsregisterauszug für eine Auslandsniederlassung, ein Zeugnis für eine neue Fachkraft oder eine Vollmacht für einen Geschäftspartner: Sobald Dokumente Grenzen überschreiten, reicht die sprachliche Verständlichkeit allein nicht immer aus. Die empfangende Stelle kann eine beglaubigte Übersetzung verlangen; bei öffentlichen Urkunden kommen mitunter weitere Formalitäten hinzu. Unternehmen sparen Nacharbeit, wenn sie vor der Übersetzung klären, welche Unterlagen in welcher Form tatsächlich einzureichen sind. Wann eine beglaubigte Übersetzung im Geschäftsalltag relevant wird Für die interne Prüfung eines Vertrags oder die Abstimmung mit einem ausländischen Partner genügt häufig eine fachlich sorgfältige, aber nicht beglaubigte Übersetzung. Anders kann es aussehen, wenn ein Dokument bei einer Behörde, einem Gericht oder einer anderen Institution vorgelegt werden soll. Bei Gründungen und Niederlassungen betrifft das beispielsweise Registerauszüge oder Gesellschaftsunterlagen. Im Personalbereich können Abschlusszeugnisse und Qualifikationsnachweise relevant werden. Auch Vollmachten und Zertifikate können je nach Verfahren besondere Formanforderungen auslösen.
BusinessEin Firmenfahrzeug wird schnell über den Kaufpreis, die Leasingrate oder die Fahrzeugklasse diskutiert. Im Arbeitsalltag zählen jedoch andere Fragen: Welche Wege fährt es regelmäßig? Was muss hineinpassen? Wie gut lässt sich ein Werkstatttermin mit den betrieblichen Abläufen vereinbaren? Wer solche Anforderungen vor der Suche festhält, kann Fahrzeuge und Angebote gezielter vergleichen. Das gilt für den einzelnen Wagen eines Selbstständigen ebenso wie für mehrere Fahrzeuge eines kleinen Betriebs. Vom Arbeitsalltag zum Anforderungsprofil Am Anfang steht keine Modellliste, sondern ein Blick auf die tatsächlichen Fahrten. Ein Fahrzeug für Kundentermine muss andere Aufgaben erfüllen als eines, das morgens Werkzeug zur Baustelle bringt oder tagsüber zwischen mehreren Standorten pendelt. Hilfreich ist es, typische Arbeitstage zu beschreiben: Wie viele Personen fahren mit? Welche Gegenstände werden transportiert? Gibt es feste Routen oder wechseln Ziele und Einsatzorte häufig? Auch die Frage, ob das Fahrzeug überwiegend kurz unterwegs ist oder regelmäßig längere Strecken zurücklegt, gehört in dieses Profil.
