News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
26. Februar 2011

Die 10 Saarland-Geheimtipps für den Wochenendausflug (Teil 4)

Im Jahr 2007 wurde im Zentrum der Stadt Lebach, zwischen dem Flüsschen Theel und der Hochtrasse der Umgehungsstraße, der »Asiatische Garten« fertiggestellt. Er entstand nach dem Vorbild traditioneller chinesischer Gartenanlagen und ist der einzige seiner Art im gesamten Saarland.

Das 2.400 Quadratmeter große Gelände wurde im Rahmen einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahme von Asylbewerbern angelegt.

Ziel der Anlage war es, »die Harmonie von Erde, Himmel, Steinen, Wasser, Gebäuden, Wegen und Pflanzen, also den sogenannten sieben Dingen zu erreichen«.

Zentraler Ruhepunkt des Gartens ist die Pagode. Ihre acht Seiten stehen für die acht Elemente sowie die acht Himmels- und Zwischenrichtungen. Hier sollen Gäste aus allen Himmelsrichtungen zusammenkommen.

Links neben der Pagode führt eine Brücke über ein künstliches Gewässer. Ihre Zickzackform entstand aus dem Glauben, dass böse Geister sich nur geradeaus bewegen können. Die halbkreisförmige Rundbogenbrücke rechts neben der Pagode spiegelt sich im Wasser zum vollen Kreis, dem chinesischen Himmelssymbol.

Der Asiatische Garten in Lebach ist ein ungewöhnliches Projekt an einem ungewöhnlichen Ort. Ob die Besucher allerdings im Angesicht der betongrauen Hochtrasse zur vollkommenen Harmonie finden werden, darf bezweifelt werden.

Auch die Fußgängerzone, die auf der anderen Seite der Hochtrasse liegt, bildet einen starken Kontrast zu dem harmonischen Garten. Das künstlich geschaffene, von Betonbauten dominierte Zentrum ist ein Musterbeispiel für moderne Stadtplanung in den 1970er Jahren. Passend zum Asiatischen Garten gibt es dort, gegenüber von Rathaus und Polizei, ein gigantisches China-Restaurant mit 400 Sitzplätzen.

Niemand weiß, ob es sich dabei um ein Abschreibungsprojekt handelt oder ob die Besitzer einer Fehlinformation über die touristische Bedeutung Lebachs aufgesessen sind. Wie auch immer – die Reise zum Asiatischen Garten lohnt sich in jedem Fall. Denn wie sagte schon der weise Konfuzius: Der Weg ist das Ziel.

Adresse Im Theelgrund, Lebach | ÖPNV DB Haltestelle Bhf. Lebach, über die Fußgän- gerbrücke (Poststraße) | Pkw A8, Abfahrt Heusweiler, oder A1, Abfahrt Tholey. in Lebach den Schildern folgen. Parkplätze Im Theelgrund | Öffnungszeiten Ganzjährig | Tipp In der Fußgängerzone befindet sich das frisch renovierte Hallenbad. Mit seiner transparenten Architektur hebt es sich von den Gebäuden ringsum wohltuend ab.

Emons Verlag

Teilen:
Weitere Artikel
Künstlersozialkasse verstehen: Wer versichert ist und was die KSK leistet
Business
Künstlersozialkasse verstehen: Wer versichert ist und was die KSK leistet

Die Künstlersozialkasse ist für viele Selbstständige in Musik, Kunst, Medien und Publizistik ein zentraler Baustein der sozialen Absicherung. Ihr besonderer Stellenwert liegt darin, dass sie selbstständige Künstler und Publizisten in die gesetzliche Sozialversicherung einbindet, ohne dass diese den gesamten Beitrag allein tragen müssen. Gerade für Berufsgruppen mit schwankenden Honoraren, projektbezogener Arbeit und unregelmäßigem Arbeitseinkommen macht das einen erheblichen Unterschied. Zugleich ist das Thema rechtlich anspruchsvoll. Wer in den Kreis der Versicherten fällt, entscheidet sich nicht nach Bauchgefühl oder Berufsbezeichnung, sondern nach der tatsächlichen Tätigkeit, der wirtschaftlichen Ausrichtung und den Voraussetzungen des Künstlersozialversicherungsgesetzes. Deshalb lohnt ein genauer Blick auf Aufbau, Leistungen und Systematik der Künstlersozialversicherung. Was die Künstlersozialkasse eigentlich macht

Lesen
„Mieten schont Liquidität, Kaufen sichert Verfügbarkeit" – Warum Bauunternehmen 2026 flexibler ausrüsten
Finanzen
„Mieten schont Liquidität, Kaufen sichert Verfügbarkeit" – Warum Bauunternehmen 2026 flexibler ausrüsten

Kaufen oder mieten? Immer mehr Bauunternehmen setzen 2026 auf einen Mix aus beidem, um Liquidität zu schonen und trotzdem einsatzbereit zu bleiben. Steigende Baukosten, schwankende Auftragslagen und ein angespannter Kapitalmarkt bringen viele Betriebe dazu, ihre Investitionsstrategien zu überdenken. Wir haben mit Sebastian Riedl, Geschäftsführer der Sebastian Riedl GmbH aus Ramerberg, gesprochen. Sein Unternehmen betreibt unter der Marke Bauma Riedl seit über 40 Jahren einen Handels- und Vermietstandort für Baumaschinen, Baugeräte und Baustelleneinrichtung und beobachtet den Wandel aus erster Hand.

4 Min. LesezeitLesen
Paletten aus Bayern: Wie regionale Holzhandelspartner die Lieferketten im Mittelstand stabilisieren
Business
Paletten aus Bayern: Wie regionale Holzhandelspartner die Lieferketten im Mittelstand stabilisieren

Regionale Palettenlieferanten können Lieferketten im Mittelstand stabilisieren, weil sie Standardmaße, Sonderanfertigungen und exportfähige Behandlungen aus einer Hand bereitstellen mit kurzen Wegen und planbarer Verfügbarkeit. Gerade im Mittelstand entscheidet die Verfügbarkeit einfacher Ladungsträger oft darüber, ob eine Bestellung pünktlich rausgeht oder eine Produktionswoche ins Rutschen kommt. Wer heute Waren national oder international verschickt, braucht deshalb nicht nur ein Palettenlager, sondern einen Partner, der zuverlässig liefert. Regionale Anbieter wie die Paletten-Experten in Regensburg zeigen, wie eine schlanke Lieferkette im Verpackungsbereich funktionieren kann – mit langjähriger Erfahrung im Holzhandel und kurzen Wegen zu produzierenden Betrieben in Bayern. Warum Paletten zum stillen Engpass im Mittelstand werden Paletten wirken auf den ersten Blick austauschbar. In der Praxis sind sie ein sensibles Glied der Lieferkette: Sie müssen die richtige Größe haben, die Traglast tragen, zu automatisierten Lagern passen und sobald sie über EU-Grenzen gehen den internationalen Vorgaben für Holzverpackungen entsprechen. Der internationale Standard ISPM 15, herausgegeben im Rahmen des Internationalen Pflanzenschutzübereinkommens (IPPC), regelt Anforderungen an Verpackungsholz im internationalen Warenverkehr und sieht eine anerkannte Behandlung sowie eine entsprechende Kennzeichnung vor. Wer diese Behandlung nicht nachweisen kann, riskiert, dass Sendungen im Bestimmungsland beanstandet oder zurückgewiesen werden.

4 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite