Siegen/Olpe. „Es geht darum, das Autobahnnetz in der Region voranzubringen, die Kapazitäten zu steigern, Innovationen zu ermöglichen und die Straßen und Brücken zukunftsfähig zu machen. Das geht nur gemeinsam!“ Der Austausch mit Unternehmen, Behörden und Bürgern ist Elfriede Sauerwein-Braksiek hierzu besonders wichtig. Daran ließ die Direktorin der Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH des Bundes gegenüber heimischen Unternehmern im Industrie- und Verkehrsausschusses der IHK Siegen keinen Zweifel.
Die gelernte Bauingenieurin und ehemalige Direktorin des Landesbetriebs Straßenbau NRW hatte beeindruckende Zahlen im Gepäck: Ab 1. Januar wird die neue Gesellschaft demnach mit ihren deutschlandweit 280 Standorten und zehn Niederlassungen für die Planung, den Bau, den Betrieb und die Erhaltung der Bundesautobahnen verantwortlich sein. Die Niederlassung Westfalen wird dann rd. 1.400 km Autobahn betreuen und für 2.330 Brücken und 11 Tunnel zuständig sein. „Unser Wirkungskreis erstreckt sich über Teile Niedersachsens, Nordrhein-Westfalens und Hessens. Das stellt uns vor Herausforderungen: Wir müssen die Strukturen von drei Straßenbauverwaltungen berücksichtigen und haben es nicht nur mit einer zunehmend veralteten Bausubstanz, sondern auch mit einer sehr unterschiedlich strukturierten Region zu tun“, hob Elfriede Sauerwein-Braksiek hervor.
In den vergangenen Monaten habe das 35 Köpfe starke Team erfolgreich Aufbauarbeit geleistet. Mit Beginn des neuen Jahres erhöhe sich die Belegschaft auf ca. 1.200 Mitarbeiter. Am Ende soll die Niederlassung mehr als 1.400 Stellen zählen. Auf den augenzwinkernden Hinweis von Teresa Mason-Hermann (Krah Elektronische Bauelemente GmbH), dass damit ein Mitarbeiter pro Autobahnkilometer zur Verfügung stünde, erläuterte die Straßenbaumanagerin, dass der Großteil des Personals auf die Autobahnmeisterein entfalle. Eine der größten Hürden im Aufbau der Niederlassung sei die Gewinnung von Fachpersonal gewesen, um das in Zeiten des Fachkräftemangels auch die Landesbehörden werben würden. „Hier stehen wir bei aller guten Zusammenarbeit naturgemäß in einem Konkurrenzverhältnis“, so Sauerwein-Braksiek.
Zu den anspruchsvollsten Aufgaben gehöre die Erneuerung von 60 Talbrücken im Zuge der A45, darunter der Lennetalbrücke, der Talbrücke Rinsdorf und der Siegtalbrücke. In diesem Zusammenhang wünsche sie sich eine Fortführung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit den IHKs entlang der Sauerlandlinie, die sich im sogenannten ‚Masterplan A45‘ für den Ausbau der Autobahn einsetzen. In der anschließenden Diskussion, in die sich auch Markus Schwope (Leopold Schäfer GmbH) und Michael Kröhl (Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG) einbrachten, erläuterte Elfriede Sauerwein-Braksiek unter anderem die Einsatzmöglichkeiten digitaler Technologien, etwa in der Koordination von Baustellen, im Straßenbau oder durch die Anforderungen für autonomes Fahren. „Gemeinsam mit allen Planungs- und Umsetzungsbeteiligten besprechen wir derzeit, wie Innovationen und Beschleunigungsfaktoren besser berücksichtigt werden können.“ Auch hier zahle sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aus, zeigte sich die Autobahn-Chefin überzeugt.
„Die heimische Wirtschaft ist in Zukunft zwingend auf leistungsfähige Autobahnen angewiesen. Wir sind das industrielle Herz Nordrhein-Westfalens. Für uns ist es ein wichtiges Signal, dass der Autobahn GmbH an der Kontinuität im Informationsaustausch liegt. Wir sehen, dass sich hier eine Menge tut und sind augenscheinlich auf einem guten Weg“, fasste Walter Viegener (Viega Holding GmbH & Co. KG) zusammen. Der Ausschussvorsitzende bedankte sich ausdrücklich bei seinem Gast und warb eindringlich dafür, miteinander im Gespräch zu bleiben.
Weiteres Thema der Ausschusssitzung waren die Perspektiven für den Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G im heimischen Wirtschaftsraum, die Stefan Glusa, Geschäftsführer der TelekommunikationsGesellschaft Südwestfalen mbH, beleuchtete. Frank Rottstock von der Bodenbörse Süd-Sauerland GmbH (BBS) berichtete über die erheblichen Kapazitätsengpässe bei der Deponierung von Erdaushub in der Region. Die aktuellen Entwicklungen bei den Großraum- und Schwertransporten erläuterte Hans-Peter Langer (IHK Siegen).
BusinessSchöne Haut galt lange Zeit vor allem als kleiner Luxus oder als gelegentliche Auszeit vom Alltag. Ein entspannender Besuch im Kosmetikstudio, eine Gesichtsmaske und ein wenig Erholung so sah das klassische Bild der Branche aus. In den vergangenen Jahren hat sich dieser Markt jedoch spürbar gewandelt. Die Pflege des eigenen Erscheinungsbildes ist für viele Menschen zu einem festen Bestandteil der persönlichen Gesundheitsvorsorge geworden. Wer heute Geld für Behandlungen ausgibt, wünscht sich fundiertes Fachwissen, messbare Resultate und eine Betreuung, die weit über das traditionelle Wohlfühlprogramm hinausgeht. Aus wirtschaftlicher Sicht macht diese Entwicklung das Segment greifbar und attraktiv. Wo früher einfache Dienstleistungen dominierten, entstehen heute klar strukturierte Unternehmen mit verlässlichen Einnahmen. Die Nachfrage nach professioneller Ästhetik erweist sich als bemerkenswert krisenfest, da persönliche Pflege und das eigene Wohlbefinden auch in wirtschaftlich unruhigen Zeiten einen hohen Stellenwert behalten.
WirtschaftDer Tod gehört unausweichlich zum Leben dazu, doch über viele Generationen hinweg war das Thema von Berührungsängsten geprägt. Vorgegebene Rituale und starre Konventionen bestimmten den Ablauf, sodass oft wenig Raum für persönliche Wünsche oder individuelle Akzente blieb. In den vergangenen Jahren hat sich diese Haltung spürbar gelockert. Das Bedürfnis wächst, das unausweichliche Lebensende nicht mehr zu verdrängen, sondern aktiv mitzugestalten. Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, den eigenen letzten Weg frühzeitig und nach eigenen Vorstellungen zu regeln, um den Angehörigen spätere Zweifel und Lasten abzunehmen. Moderne Bestattungskonzepte verbinden daher einen empathischen, persönlichen Abschied mit durchdachter Vorsorge und verlässlicher Transparenz. Wo früher Zurückhaltung vorherrschte, etablieren sich heute sachliche, offene Gespräche über ein Thema, das letztlich jede Familie betrifft.
InnovationIrgendwann kommt in fast jedem Betrieb der Moment, an dem die gewohnten Räume an ihre Grenzen stoßen. Die Werkstatt wird zu eng, die Büros wirken dunkel oder die Heizkostenabrechnung im Winter fällt deutlich zu hoch aus. Ein Bau- oder Modernisierungsprojekt ist dann der logische nächste Schritt. Hinter einem solchen Vorhaben steckt jedoch weit mehr als nur ein frischer Anstrich oder neue Bodenbeläge. Es geht darum, das Unternehmen fit für die kommenden Jahre zu machen und Arbeitsplätze zu schaffen, an denen Menschen gerne und konzentriert arbeiten. Gut geplante Veränderungen bringen frischen Wind in den Betriebsalltag: Sie vereinfachen tägliche Arbeitswege, senken den Energieverbrauch spürbar und schaffen Platz für moderne Technik. Der Weg dorthin erfordert zwar eine solide Planung und etwas Geduld, eröffnet dem Unternehmen dafür aber verlässliche Perspektiven für die Zukunft.

