Personal·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
7. Dezember 2016

Was bedeutet eigentlich Konfliktfähigkeit?

Durchschnittlich zehn Prozent der Arbeitszeit gehen laut einer Online-Befragung wegen nicht gelöster Konflikte verloren. Arbeit ließe sich effizienter erledigen, wenn Konflikte konstruktiv gelöst würden. Viele Unternehmen fordern deshalb von ihren Führungskräften einen hohen Grad an Konfliktfähigkeit. Aber was bedeutet das eigentlich?

Konflikte gehören zum Berufsalltag dazu. Wenn es gelingt, Konflikte auf eine konstruktive Art zu bearbeiten, können Sie die Zusammenarbeit positiv verändern. Häufig zeigt sich aber, dass Konflikte über eine alltägliche Meinungsverschiedenheit hinausgehen. Bei den Betroffenen lässt sich dann eine starke emotionale Betroffenheit feststellen, die oft mit der aktuellen Meinungsverschiedenheit nichts zu tun hat. Die Ursachen liegen manchmal weit in der Vergangenheit und sind den Parteien oft gar nicht mehr in Erinnerung. Diese Emotionen führen dazu, dass unangemessene, oft extreme Verhaltensweisen an den Tag gelegt werden, die zu einer weiteren Eskalation führen.

Hier lassen sich zwei grundsätzliche Muster unterscheiden: starke Aggressivität oder deutlich ausgeprägtes Rückzugsverhalten. Konflikte lassen sich allerdings nur bearbeiten, wenn die Konfliktparteien ein Interesse an einer Einigung haben und vom Grundsatz her kompromissbereit sind. Eine konfliktfähige Führungskraft übernimmt in solchen festgefahrenen Konfliktsituationen die Rolle des neutralen Moderators. Auch wenn sie innerlich einer der Parteien zugeneigt ist, muss sie alles vermeiden, was als Parteinahme interpretiert werden kann.

Fähigkeiten, die eine konfliktfähige Führungskraft mitbringt

Flexibilität

Die konfliktfähige Führungskraft kann sich auf unterschiedliche Menschen und Situationen einstellen, ohne die eigenen Ziele aus den Augen zu verlieren. In diesem Fall bedeutet das, den Konflikt zu lösen und damit die hemmenden Kräfte eines Konfliktes in positive Kräfte zu überführen.

Selbstwertgefühl

Die konfliktfähige Person kennt die eigenen Stärken und kann sie gewinnbringend einsetzen, damit Mitarbeiter und Kollegen daraus Nutzen ziehen können.

Belastbarkeit

Damit ist die Fähigkeit der Führungskraft gemeint, unklare oder widersprüchliche Situationen des Arbeitsalltags auszuhalten.

Zielorientierung

Trotz aller Unwägbarkeiten ist die Führungskraft in der Lage, eine Entscheidung anzustreben, zu treffen und konsequent umzusetzen.

Selbstbestimmung

Konfliktfähige Führungskräfte bilden sich eine unabhängige Meinung und stehen für diese ein.

Einsicht

Sie sind außerdem in der Lage, eigene Annahmen in Frage zu stellen und zu verändern. Sie sind grundlegend kompromissbereit.

Zuversicht

Konfliktfähigkeit heißt auch, Vertrauen in sich und andere zu setzen, die Zukunft zu gestalten und mit Enttäuschungen und Misserfolgen umgehen zu können.

Institut für Management-Entwicklung (ime)

Das Institut für Management-Entwicklung (ime) berät, begleitet und unterstützt mittelständische und große Unternehmen in allen Fragen der Personalentwicklung innerhalb der beiden Geschäftsbereiche Offene Seminare und Inhouse-Leistungen. Die Kernkompetenz liegt dabei auf der Durchführung intensiver, praxisnaher und berufsrelevanter sowie methodenorientierter Weiterbildungen. Die Schwerpunkte des ime liegen in den Bereichen Führung, Management, Kommunikation und Methodenkompetenz, Persönlichkeitsentwicklung sowie Vertrieb.

Mehr Informationen unter www.ime-seminare.de.

Teilen:
Weitere Artikel
Business-Mail für KMU: So wächst die digitale Kommunikation mit
Business
Business-Mail für KMU: So wächst die digitale Kommunikation mit

Wenn aus einem Einzelunternehmen ein Team wird, steigen die Anforderungen an die digitale Kommunikation. Gemeinsame Postfächer, klare Zuständigkeiten und sichere Zugänge helfen dabei, Kundenanfragen zu koordinieren und Informationen zuverlässig verfügbar zu halten. Eine passende E-Mail-Infrastruktur unterstützt kleine und mittlere Unternehmen dabei, ihre Abläufe an neue Mitarbeiter und wachsende Aufgaben anzupassen. Am Anfang genügt häufig ein einzelnes E-Mail-Konto für Angebote, Rechnungen und Kundenkontakte. Mit jedem neuen Teammitglied wächst jedoch der Abstimmungsbedarf. Wer beantwortet eingehende Anfragen? Wie bleibt die Korrespondenz für Vertretungen zugänglich? Und wer verwaltet die Zugänge, wenn Beschäftigte das Unternehmen verlassen? Eine Business-E-Mail mit eigener Domain schafft eine einheitliche Grundlage. Damit sie im Alltag funktioniert, müssen Unternehmen auch die organisatorischen und technischen Rahmenbedingungen festlegen. Von der Einzelperson zur koordinierten Teamkommunikation

4 Min. LesezeitLesen
Gründungsrekord 2026: KI treibt Deutschlands Start-up-Boom an
Aktuell
Gründungsrekord 2026: KI treibt Deutschlands Start-up-Boom an

Für einen neuen Gründungsrekord brauchte Deutschland 2026 gerade einmal sechs Monate. Zwischen Januar und Juni entstanden 3.053 Start-ups – mehr als im gesamten Jahr 2024. Damit erreicht die Gründungsaktivität ausgerechnet in einer Phase einen historischen Höchststand, in der zahlreiche etablierte Industrieunternehmen unter wirtschaftlichem Druck stehen. Hinter der Entwicklung steckt vor allem der technologische Wandel: Künstliche Intelligenz erleichtert den Aufbau neuer Geschäftsmodelle und verkürzt Entwicklungsprozesse. Zugleich zieht die deutsche Verteidigungsindustrie erhebliche Summen an Wagniskapital an. Die wachsende Zahl junger Unternehmen gilt als ermutigendes Signal für den Wirtschaftsstandort. Allerdings entscheidet sich ihr langfristiger Beitrag zur Wirtschaft erst dann, wenn aus den Gründungen tragfähige Unternehmen mit dauerhaftem Wachstum entstehen.

Lesen
Renditefaktor Schönheit: Erfolgsstrategien im Businessmodell Hautpflege und Ästhetik
Business
Renditefaktor Schönheit: Erfolgsstrategien im Businessmodell Hautpflege und Ästhetik

Schöne Haut galt lange Zeit vor allem als kleiner Luxus oder als gelegentliche Auszeit vom Alltag. Ein entspannender Besuch im Kosmetikstudio, eine Gesichtsmaske und ein wenig Erholung so sah das klassische Bild der Branche aus. In den vergangenen Jahren hat sich dieser Markt jedoch spürbar gewandelt. Die Pflege des eigenen Erscheinungsbildes ist für viele Menschen zu einem festen Bestandteil der persönlichen Gesundheitsvorsorge geworden. Wer heute Geld für Behandlungen ausgibt, wünscht sich fundiertes Fachwissen, messbare Resultate und eine Betreuung, die weit über das traditionelle Wohlfühlprogramm hinausgeht. Aus wirtschaftlicher Sicht macht diese Entwicklung das Segment greifbar und attraktiv. Wo früher einfache Dienstleistungen dominierten, entstehen heute klar strukturierte Unternehmen mit verlässlichen Einnahmen. Die Nachfrage nach professioneller Ästhetik erweist sich als bemerkenswert krisenfest, da persönliche Pflege und das eigene Wohlbefinden auch in wirtschaftlich unruhigen Zeiten einen hohen Stellenwert behalten.

5 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite