Ein Rohstoffanbieter aus dem Siegerland: Ton, Kaolin und Basalt aus eigenem Bergbau

Die Fliese im Bad, der Blumentopf auf dem Balkon, der Reifen am Auto: Viele Produkte des Alltags beginnen mit einem Rohstoff, der auf den ersten Blick unspektakulär wirkt Ton. Ob Keramikhersteller, Kunststoffverarbeiter oder Tiefbauunternehmen: Sie alle hängen von Materialien ab, deren Qualität direkt ins Endprodukt durchschlägt. Für Industrie und Bauwirtschaft ist die verlässliche Versorgung mit solchen mineralischen Rohstoffen deshalb eine strategische Frage.
In Burbach im Siegerland sitzt ein Unternehmen, das tonartige Rohstoffe seit mehr als einem Jahrhundert aus eigenen Lagerstätten fördert und für industrielle Anwendungen aufbereitet.
Ein Familienunternehmen mit Wurzeln im Jahr 1902
Die Theodor Stephan KG GmbH & Co. KG wurde 1902 in Essen gegründet und wird heute bereits in vierter Generation als Familienunternehmen geführt. Ihren Sitz hat die Gesellschaft in Burbach in Nordrhein-Westfalen, unweit der eigenen Lagerstätten. Aus über 120 Jahren Unternehmensgeschichte speist sich ein Erfahrungsschatz im Umgang mit natürlichen, tonartigen Rohstoffen von der Gewinnung im eigenen Tonbergbau über die schonende Aufbereitung bis zur Veredelung zu definierten Industrieprodukten. Auch die regionale Wirtschaftspresse bescheinigt dem Unternehmen höchste Kompetenz in Ton und Basalt.
Für Abnehmer aus Keramikindustrie, mineralverarbeitenden Branchen und Bauwirtschaft zahlt sich diese Kontinuität aus: Sie arbeiten mit einem Partner, dessen Lieferfähigkeit auf eigener Förderung beruht statt auf dem Zukauf fremder Rohstoffe ein gewichtiges Argument in Zeiten volatiler Rohstoffmärkte.
Vom Abbau bis zum veredelten Rohstoff
Das Rückgrat des Unternehmens ist der eigene Tonbergbau. Zu den Lagerstätten gehören „Auf dem Kreuz“ und „Augusta-Ölkaut“ in Burbach; weitere Standorte liegen in Selters und Brechen in Hessen. Die tonartigen Rohstoffe dieser Vorkommen unterscheiden sich in Zusammensetzung und technologischen Eigenschaften deutlich eine Vielfalt, die gezielt für unterschiedliche Anwendungsfelder genutzt wird.
Im eigenen Mahlwerk werden die Rohstoffe getrocknet, vermahlen und zu definierten Pulvern aufbereitet. Die Produktpalette reicht von Spezialtönen, Schiefertönen, Engobetönen und Glasurtönen über Bentonite und Kaoline bis zu Tonerden und Lehmen. Je nach Kundenanforderung verlassen die Materialien das Werk roh, erdfeucht oder getrocknet-pulverartig. In die Trocknungstechnik wurde zuletzt investiert: Ein neuer Vortrockner senkt Energieverbrauch und Abwärmeaufkommen in der Aufbereitung.
Diese geschlossene Kette von der Lagerstätte bis zum versandfertigen Produkt ermöglicht eine gleichbleibende Qualität für industrielle Abnehmer ein entscheidender Faktor, denn Rezepturen und Fertigungsprozesse lassen sich nur mit konstanten Rohstoffparametern stabil fahren.
Basaltsplitt für Tief- und Hochbau
Neben den tonartigen Rohstoffen bildet Basalt das zweite Standbein des Unternehmens. Bauunternehmen, Kommunen und Betriebe, die Basalt-Schotter für den Landschaftsbau einsetzen, finden im Siegerland Material in zahlreichen Körnungen und Qualitäten.
Das Spektrum reicht von Schotter für Tragschichten und Fundamente über Frostschutzmaterial, Grobschlag und Vorabsiebungen bis zu Drainagesplitt in der Körnung 8 bis 32 Millimeter. Für den Wege- und Pflasterbau steht Pflastersplitt in den Körnungen 2/5, 5/8, 8/11 und 11/16 bereit, ergänzt durch Brechsand und Abdecksand. Auch als Zuschlagstoff für die Beton- und Asphaltproduktion kommt Basalt zum Einsatz. Die Bandbreite reicht dabei von feinstem Basaltmehl mit 63 Mikrometern bis zur Körnung 16/22 Millimeter vom Füllstoff bis zum groben Gesteinskorn deckt das Programm nahezu jeden Bedarf im Tief- und Hochbau ab.
Dass Basalt in diesen Bereichen so gefragt ist, liegt an seinen Eigenschaften: Das vulkanische Gestein ist druckfest, abriebfest und frostbeständig für Tragschichten unter Straßen und Wegen ebenso wie für drainierende Aufbauten eine entscheidende Voraussetzung. Auch für den Garten- und Landschaftsbau hält das Programm passende Fraktionen bereit, etwa für Wegebefestigungen, Einfahrten oder die Unterkonstruktion von Terrassen und Pflasterflächen. Wer eine tragfähige Frostschutzschicht für einen Neubau, einen drainierenden Unterbau für Wegeflächen oder Pflastersplitt für Hofflächen benötigt, kann die unterschiedlichen Fraktionen aus einer Hand beziehen.
Vielfältige Einsatzgebiete für Industrie und Bau
Die Anwendungsbreite der Burbacher Rohstoffe ist beträchtlich. In der Keramikindustrie entstehen aus den Tonen und Kaolinen Fliesen, Klinker und Dachziegel; Gärtnereien und Pflanzenbetriebe verarbeiten spezielle Tone für Übertöpfe. Weniger sichtbar, aber ebenso verbreitet ist der Einsatz als Füll- und Funktionsstoff: Die Gummi- und Kunststoffindustrie nutzt die mineralischen Pulver ebenso wie Hersteller von Klebstoffen, und auch in der Kosmetik kommen fein aufbereitete Tone zum Einsatz.
Kaoline und Tone wirken in Gummi und Kunststoffen als aktive Füllstoffe: Sie beeinflussen Steifigkeit, Oberfläche und Verarbeitbarkeit. In Klebstoffen steuern sie Viskosität und Haftung. Für Hersteller zählt dabei vor allem die Konstanz von Kornverteilung und chemischem Aufbau Schwankungen im Rohstoff schlagen direkt auf das Endprodukt durch.
Darüber hinaus spielen die Materialien im Umwelt- und Infrastrukturbereich eine Rolle. Bentonite etwa werden wegen ihrer Quellfähigkeit bei der Abdichtung von Deponien eingesetzt; im Wasserbau tragen sie zur Sicherung von Dämmen und Uferbereichen bei, wo sie unter ständiger Beanspruchung durch Strömung und Feuchtigkeit stehen. Für Bauunternehmen und Planer zählt dabei weniger der einzelne Rohstoff als die Verlässlichkeit der Lieferkette. Themen wie zukunftssichere Sanierung und Werterhalt zeigen, wie stark die Bauwirtschaft auf dauerhaft verfügbare, gleichbleibend gute Materialien angewiesen ist.
Lohnvermahlung und Lohnverpackung als Zusatzleistung
Nicht jedes Unternehmen verfügt über eigene Anlagen zur Aufbereitung mineralischer Rohstoffe. An dieser Stelle setzt ein weiteres Arbeitsfeld der Theodor Stephan KG an: In der Lohnvermahlung übernimmt das Burbacher Werk die Zerkleinerung und Aufbereitung von Materialien im Kundenauftrag, in der Lohnverpackung die anschließende Konfektionierung. Kunden aus Industrie und Handel greifen dabei auf etablierte Anlagentechnik und langjähriges Verfahrensknow-how zurück, ohne selbst in Mahlwerke oder Verpackungslinien investieren zu müssen.
Für Betriebe, die Rohstoffe nur projektbezogen oder in kleineren Chargen benötigen, ist das eine wirtschaftlich sinnvolle Alternative zu eigenen Anlagen und für größere Abnehmer eine Möglichkeit, Spitzen im Bedarf flexibel abzufedern. Das Angebot richtet sich damit an Unternehmen, die ihre Wertschöpfung auf das Endprodukt konzentrieren und die energieintensive Aufbereitung an einen spezialisierten Betrieb auslagern wollen, ohne Fixkosten für selten genutzte Anlagen zu tragen.
Ein verlässlicher Partner für Industrie und Bauwirtschaft
Die Theodor Stephan KG verbindet zwei Geschäftsfelder, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben: tonartige Rohstoffe für Keramik und Industrie auf der einen, Basaltprodukte für den Bau auf der anderen Seite. Beiden liegt dasselbe Prinzip zugrunde Rohstoffe aus eigener Gewinnung, aufbereitet im eigenen Werk, geliefert in definierter Qualität. Dass dieses Modell seit 1902 über vier Generationen trägt, spricht für einen umsichtigen Umgang mit Ressourcen und Standort.
In einer Zeit, in der Lieferketten unter Druck stehen und Industriebetriebe ihre Beschaffung neu bewerten, gewinnen Anbieter mit eigener Rohstoffbasis an Bedeutung. Unternehmen, die Bedarf an Ton, Kaolin, Bentonit oder Basaltprodukten haben, finden in dem Siegerländer Familienbetrieb einen Partner, der die gesamte Kette vom Abbau bis zur Veredelung abdeckt. Das Unternehmen ist telefonisch unter +49 2736 / 509749-0 sowie per E-Mail an info@stephan-tonbergbau.de erreichbar.
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