News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
6. August 2014

Ehrendoktorwürden an weltweit renommierten Universitäten

Im Jahr 1478 erhielt Lionel Woodville (Dekan der Exeter-Universität, Bischof von Salisbury und Schwager von Edward dem IV) den ersten überhaupt jemals von einer Universität (Universität von Oxford) verliehenen Ehrendoktortitel (Oxford University).

Mit der Verleihung eines Ehrendoktortitels konnte der Titelträger zumeist alle Vorrechte an der Universität sowie alle akademischen Würden in Anspruch nehmen. In der Zwischenzeit verleihen Universitäten auch Absolventen mit großartigen Karriereerfolgen sowie Personen, die der Gesellschaft oder Menschheit einen wesentlichen Beitrag geleistet haben, die Ehrendoktorwürde.

Zu den häufigsten Ehrendoktortiteln zählen der Doktor der Künste (Doctor of Arts, D.A.), der Doktor der Literaturwissenschaften (Doctor of Letters, Litt. D.), der Doktor der Naturwissenschaften (Doctor of Science, Sc. D.), der Doktor der Technik (Doctor of Technology, D. Tech.), der Doktor des Rechts (Doctor of Laws, L.L.D.), der Doktor der bildenden Künste (Doctor of Fine Arts, D.F.A) und der Doktor der Musik(Doctor of Music, Mus. D.).

Die Anzahl an verliehenen Ehrendoktortiteln schwankt stark von Universität zu Universität. Nachfolgend einige Beispiele renommierter Institute, darunter auch einige der weltweit bekanntesten Einrichtungen:

  • Universität Yale: 2.784 Ehrendoktortitel (im Jahr 2013)
  • Universität von Ottawa: 801 Ehrendoktortitel (1888 – 2014)
  • King’s College London: 337 Ehrendoktortitel (im Jahr 2013)
  • Cambridge-Universität: 323 Ehrendoktortitel (1977 – 2013)

Neben diesen staatlichen Universitäten und wirtschaftlichen Hochschulen verleihen auch private Universitäten Ehrendoktortitel, besonders, wenn sie ein bestimmtes Maß an internationaler Anerkennung und Zulassung erreicht haben. Diese privaten Universitäten vergeben aber sehr viel weniger Titel, wie die nachfolgende formale Zahlenauflistung für zwei führende Institutionen zeigt:

  • Webster-Universität: 97 Ehrendoktortitel (im Jahr 2014)
  • Europäische Universität: 24 Ehrendoktortitel (im Jahr 2013)

Damit hat die Webster-Universität viermal so viele Ehrendoktortitel verliehen wie die Europäische Universität und die Universität Yale hat sogar einhundertzehnmal so viele Titel verliehen! Dies ist auf einen verstärkt selektiven Prozess zurückzuführen. Häufig wird von Experten auch auf die Nutzung von Ehrentiteln als Werbung hingewiesen: Während die Europäische Universität oder die Webster-Universität in ihren Prozessen selektiv und maßvoll vorgehen und Ehrendoktortitel vor allem auf Grundlage von besonderen Verdiensten verleihen, nutzen andere diese eventuell nur als reine Werbemaßnahme.

In der Tat haben Ehrendoktortitel häufig Kritik hervorgerufen, wenn es um die Frage ging, warum Universitäten manchmal Personen diese Titel zukommen lassen, die keinerlei Bezug zu der betreffenden Institution haben. Es ist behauptet worden, dass viele Ehrentitel in Reaktion auf größere Spenden verliehen wurden oder um die Aufmerksamkeit der Medien für die betreffende Universität zu erhöhen. Auch wurde das Problem der überhöhten Zahl an verliehenen Ehrentiteln angesprochen. Und tatsächlich ist es so, dass der einzelne Titel umso weniger Bedeutung hat, je mehr in der Gesamtzahl vergeben werden.

Einige Universitäten scheinen Ehrendoktortitel sogar zu verkaufen und machen diese Titel damit nicht nur wertlos, sondern in gewisser Hinsicht lächerlich. Solche Vorgehensweisen ziehen Verwirrung und Missverständnisse nach sich.

Einige Universitäten scheinen diese Praxis durch die Vergabe viel zu vieler Titel in ihrem Bemühen um schnellen Ruhm oder schnelle Anerkennung zu missbrauchen. Aber es scheint auch klar, dass diese Auszeichnungen immer noch viel bewirken können. Sie sind vielfach hilfreich und stellen den Wert, den eine Institution für eine Person hat, unter Beweis.

Teilen:
Weitere Artikel
Fachkräftemangel in Versicherungen: Wie die Branche gegensteuert
Arbeitsleben
Fachkräftemangel in Versicherungen: Wie die Branche gegensteuert

Gegen den Fachkräftemangel setzt die Versicherungsbranche auf ein Bündel von Maßnahmen von der Ausbildungsoffensive über Employer Branding und Weiterbildung bis zur gezielten Direktansprache durch spezialisierte Personalberater. Denn erfahrene Fachkräfte gehen in Rente, während Digitalisierung und Regulatorik neue Spezialkompetenzen verlangen. Wie gravierend die Lage insgesamt ist, zeigt ein Forschungsbericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB): 40,2 Prozent aller Betriebe in Deutschland meldeten im ersten Halbjahr 2022 einen Fachkräftebedarf ein Höchststand. 61,3 Prozent erwarteten Personalprobleme in den folgenden zwei Jahren, und rund 45 Prozent aller angebotenen Fachkräftestellen konnten 2022 deutschlandweit nicht besetzt werden. Für die Assekuranz ist das mehr als eine Randnotiz. Wer heute einen Aktuar, einen erfahrenen Underwriter oder einen IT-Architekten sucht, konkurriert in einem Markt, in dem qualifizierte Kandidaten kaum aktiv auf Jobsuche sind. Genau hier setzt spezialisiertes Recruiting an: Eine Headhunter Versicherung erreicht Schlüsselkräfte, die über klassische Stellenanzeigen praktisch nicht mehr ansprechbar sind.

3 Min. LesezeitLesen
Leoba Liftsysteme: Wie ein Fachbetrieb von der Schwäbischen Alb das Wohnen im Alter neu denkt
Lifestyle
Leoba Liftsysteme: Wie ein Fachbetrieb von der Schwäbischen Alb das Wohnen im Alter neu denkt

Die Leoba Liftsysteme GmbH aus Mössingen ist ein regionaler Spezialist für Treppenlifte, Plattformlifte und Hebebühnen und damit für Lösungen, die Menschen ein selbstständiges Leben im eigenen Zuhause ermöglichen können. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels in der Pflege und steigender Immobilienpreise gewinnt das Thema „Wohnen im Alter" zunehmend an Bedeutung auch wirtschaftlich. Wer im vertrauten Umfeld bleiben möchte, braucht praktikable Lösungen, die Sicherheit und Selbstständigkeit erhalten. Ein Portrait über Leoba Liftsysteme, einen Fachbetrieb, der nah am Lebensalltag seiner Kundinnen und Kunden agiert. Leoba Liftsysteme: Ein Fachbetrieb mit Wurzeln auf der Schwäbischen Alb Der Sitz der Leoba Liftsysteme GmbH liegt in Mössingen, eingebettet in die Landschaft der Schwäbischen Alb. Von dort aus betreut das Unternehmen Privatkundinnen und Privatkunden in Tübingen, Reutlingen, Stuttgart und der weiteren Region ebenso werden auch hochwertige Treppenlifte in Balingen geplant und installiert. Wer das Portfolio betrachtet, erkennt schnell: Leoba Liftsysteme versteht sich nicht als reiner Produktverkäufer, sondern als Anbieter individueller Mobilitätslösungen für das Zuhause. Sitzlifte, Plattformlifte, Rollstuhllifte, Senkrechtlifte und Hebebühnen bilden ein breites Sortiment, das auf unterschiedliche Wohnsituationen, Treppenformen und körperliche Voraussetzungen zugeschnitten wird.

4 Min. LesezeitLesen
Bestattungen im Landkreis Göppingen: Worauf Angehörige bei der Wahl eines seriösen Bestatters achten sollten
Verbraucher
Bestattungen im Landkreis Göppingen: Worauf Angehörige bei der Wahl eines seriösen Bestatters achten sollten

Ein erfahrener Experte für Bestattungen in Göppingen entlastet Angehörige in den ersten Stunden nach einem Todesfall, koordiniert Behördengänge und gestaltet eine würdevolle Trauerfeier. In kurzer Zeit müssen wichtige Entscheidungen getroffen und ein Abschied organisiert werden, oft in einer Phase, in der die emotionale Belastung kaum Raum für sachliche Anforderungen lässt. Wenn Sie in einer solchen Situation auf einen verlässlichen Ansprechpartner zurückgreifen können, gewinnen Sie nicht nur organisatorische Entlastung, sondern auch Raum für Ihre Trauer. Im Landkreis Göppingen übernimmt das Bestattungsinstitut Zimmermann diese Aufgabe und ist für viele Angehörige der vertraute Experte für Bestattungen in Göppingen und Umgebung. Die ersten Stunden: Was im Todesfall wirklich zu tun ist

4 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite