Trotz COVID19 erwarten 66% der deutschen Unternehmen steigende Umsätze in Indien

Die Mittelfristperspektive ist sogar noch optimistischer: Für die kommenden fünf Jahre prognostizieren 89% der Befragten höhere Umsätze, 71% steigende Gewinne.
Das sind zentrale Ergebnisse des heute präsentierten „German Indian Business Outlook 2021“. Diese Umfrage der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und der Deutsch-Indischen Handelskammer (AHK Indien) fand zwischen dem 25. Februar und dem 19. April 2021 statt. Im Mittelpunkt standen die Geschäftserwartungen deutscher Unternehmen in Indien.
COVID-19 Pandemie lässt Nachfrage bei vielen zurückgehen
Deutschland ist Indiens wichtigster Handelspartner innerhalb der EU und sechstwichtigster Handelspartner weltweit. Umgekehrt lag Indien für Deutschland im vergangenen Jahr auf Platz 23. Im Pandemiejahr 2020 blieb auch der Handel zwischen beiden Ländern nicht verschont. Das bilaterale Handelsvolumen sank auf 19,5 Milliarden Euro, ein Rückgang von 8,5% gegenüber 2019.
Obwohl viele deutsche Unternehmen in Indien seit dem Ausbruch von COVID19 ihre Krisenanfälligkeit verringert haben, verzeichnet dennoch mehr als jedes zweite von ihnen (55%) einen Nachfragerückgang. Sorgen bereitet auch die Finanzlage: Rund jedes vierte Unternehmen (26%) kämpft mit Liquiditätsengpässen. 22% verzeichnen Forderungsausfälle. Immerhin einer von sechs Befragten freut sich über eine erhöhte Nachfrage.
Wachsende Mittelschicht kurbelt Konsum an
Trotz aller Herausforderungen bietet Indien, das 2025 die zahlenmäßig größte Mittelschicht der Welt aufweisen wird, für deutsche Unternehmen zahlreiche Chancen. Das Gros der befragten Unternehmen setzt auf den wachsenden Inlandskonsum (84%) sowie das hohe Umsatzpotenzial (81%), bedingt durch den demografischen Wandel und steigende Einkommen. Zwei Drittel der Befragten (65%) benennen die Verfügbarkeit von gut ausgebildeten Arbeitskräften, unter anderem aufgrund der großen Anzahl von Hochschulabsolventen, als Vorteil.
„Auch wenn das Ausmaß der zweiten COVID19-Welle und das damit verbundene menschliche Leid erschüttern: Indien entwickelt sich für deutsche Unternehmen zunehmend zu einem weiteren relevanten Markt, wenngleich das Handelsvolumen mit Indien bislang nur ca. 10% des Handelsvolumens mit China beträgt. Bislang sind die Potentiale in Indien erst rudimentär ausgeschöpft. Auch deshalb ist der generelle Optimismus deutscher Unternehmen in Indien nachvollziehbar“, betont Andreas Glunz, Bereichsvorstand International Business bei der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. „Trotz der momentan herrschenden wirtschaftlichen Unsicherheiten planen drei Viertel der befragten Unternehmen (76%), ihren Personalbestand bis 2025 zu steigern, 18% sogar um mehr als ein Fünftel.“
Fortschritte bei zentralen Standortfaktoren gepaart mit positiven Zukunftserwartungen
81% der Befragten sehen eine positive Entwicklung bei der Weiterentwicklung der Infrastruktur in Indien, einem der wichtigsten Entwicklungsfelder Indiens. Vergangenes Jahr wurde ein 1,3 Billionen Euro schweres Investitionspaket verabschiedet. Dieses soll die Modernisierung von Verkehrsnetzen, Energie- und Wasserversorgung sowie die Telekommunikationsinfrastruktur unterstützen.
Große positive Effekte erwarten drei Viertel der Befragten (74%) auch aus der fortgesetzten Digitalisierung der Industrie. „Die Digitalisierung hat in Indien und Deutschland durch die Corona Pandemie einen enormen Schub erhalten. So erreichen uns fast täglich Anfragen von deutschen Unternehmen aus dem Bereich IT, die eine Niederlassung in Indien gründen wollen oder Partner für die Zusammenarbeit suchen.“ skizziert Stefan Halusa, Hauptgeschäftsführer AHK Indien. „Gerade der deutsche Mittelstand sollte sich dem indischen Markt künftig noch intensiver öffnen.“
Als größten Fortschritt bezeichnen die von KPMG und AHK Indien Befragten die Verlässlichkeit ihrer Geschäftspartner: Drei von vier Unternehmen (76%) sehen hier Fortschritte; 49% sehen sogar große Fortschritte.
67% der Unternehmen erachten die Weiterentwicklung der indischen Demokratie und des politischen Umfelds in Indien als positiv. Nur jedes Zehnte bemängelt hier Rückschritte.
Bürokratie, Währungsrisiken und Korruption verbleiben die drei größten Herausforderungen
Deutsche Unternehmen sind in Indien aber auch mit einer Reihe schwerwiegender operativer Herausforderungen konfrontiert. 59% fühlen sich durch die indische Bürokratie respektive administrative Hürden beeinträchtigt. Diese bestehen insbesondere außerhalb der wirtschaftlichen Zentren weiter. 43% der Befragten benennt Währungsrisiken als eine wesentliche Herausforderung. Fast ebenso viele bewerten Korruption als eines der drei größten Probleme für ihr Unternehmen (38%).
Die Komplexität des indischen Steuersystems, die Rechtsunsicherheit sowie der unklare regulatorische Rahmen – oft im Zusammenhang mit fehlender oder langwieriger Rechtsdurchsetzung – nehmen jeweils ca. ein Drittel der deutschen Unternehmen als wesentliche operative Schwierigkeit wahr.
Fast ebenso viele (30%) sehen Zahlungsverzug und Forderungsausfälle der Geschäftspartner als Herausforderung. Jeweils ca. jedes fünfte Unternehmen bezeichnet Protektionismus – also die Bevorzugung lokaler Unternehmen -, den Fachkräftemangel sowie steigende Personalkosten als „schwierig.
„Trotz der unverkennbaren Verbesserungen des Wirtschaftsumfelds für deutsche Investoren in Indien in den letzten Jahren darf nicht verkannt werden: Es muss noch viel geschehen hinsichtlich Governance, Rechtsrahmen und Bürokratieabbau, bis Indien an die Attraktivität Chinas heranreicht“, so Andreas Glunz (KPMG).
Nachhaltigkeit nimmt an Bedeutung zu, aber Reduktion von CO2-Emissionen noch nicht im Fokus
Deutsche Unternehmen in Indien haben zunehmend Nachhaltigkeitsprojekte umgesetzt oder planen dies in den kommenden zwei Jahren zu tun. So berichten ca. dreiviertel der Befragten von Projekten zur Einsparung von Energie und Wasser. Anders sieht das aus bei der Reduktion von CO²-Emissionen: Hier hat erst lediglich knapp jedes dritte Unternehmen (32%) entsprechende Projekte abgeschlossen, und auch nur jedes Fünfte (20%) plant dies in den kommenden zwei Jahren.
Über den German Indian Business Outlook 2021
Die Deutsch-Indische Handelskammer (AHK Indien) und die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Deutschland haben für den „German Indian Business Outlook 2021“ eine Umfrage unter den indischen Tochtergesellschaften deutscher Konzerne sowie Unternehmen mit Indien-Aktivitäten in Deutschland durchgeführt. Insgesamt 120 Unternehmen nahmen daran teil. Der Durchführungszeitraum lag zwischen dem 25. Februar und dem 19. April 2021.
Die Fragen konzentrieren sich auf den wirtschaftlichen Ausblick der deutschen Unternehmen in Indien sowie auf deren Herausforderungen und Geschäftschancen.
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BusinessNutzfahrzeuge sind für viele Unternehmen unverzichtbar. Ob im Handwerk, in der Logistik, im Baugewerbe oder im Dienstleistungssektor sie müssen täglich zuverlässig einsatzbereit sein, damit Abläufe reibungslos funktionieren. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Ungeplante Ausfälle führen nicht nur zu Reparaturkosten, sondern oft auch zu Terminverschiebungen, Produktionsunterbrechungen oder Lieferverzögerungen. Eine präventive Instandhaltung hilft dabei, Verschleiß frühzeitig zu erkennen, Wartungen planbar durchzuführen und die Einsatzbereitschaft des Fuhrparks dauerhaft zu sichern. So lassen sich Kosten reduzieren und die Lebensdauer der Fahrzeuge nachhaltig verlängern. Präventive Wartung statt teurer Reparaturen Viele Unternehmen reagieren erst dann auf Probleme, wenn ein Fahrzeug bereits ausgefallen ist. Diese reaktive Vorgehensweise verursacht häufig hohe Reparaturkosten und ungeplante Standzeiten. Eine präventive Instandhaltung verfolgt einen anderen Ansatz: Regelmäßige Inspektionen und Wartungen helfen dabei, Verschleiß frühzeitig zu erkennen und Bauteile rechtzeitig auszutauschen, bevor größere Schäden entstehen.
VerbraucherEine Fenstermodernisierung kann in Wohn- und Gewerbeobjekten spürbar zur Senkung der Heizkosten beitragen, das Raumklima verbessern und langfristig den Immobilienwert sichern vorausgesetzt, Verglasung, Rahmen und Montage passen zur tatsächlichen Nutzung. Steigende Energiepreise, neue Anforderungen an die Gebäudeeffizienz und ein angespannter Handwerkermarkt setzen Eigentümer, Bauherren und Architekten zusätzlich unter Druck. Wer ein Wohnhaus, ein Bürogebäude, ein Ladengeschäft oder eine vermietete Immobilie betreut, kommt um die Frage nach dem Zustand der Fenster kaum herum. Eine durchdachte Modernisierung ist deshalb keine reine Optikfrage, sondern eine wirtschaftliche Entscheidung und sie sollte mit einem erfahrenen Partner geplant werden, etwa mit den Experten für Fensterbau in Augsburg, die seit 1985 Privatkunden, Bauherren und Architekten in der Region betreuen. Warum Fenster eine unterschätzte Stellschraube sind In vielen Bestandsgebäuden stammen Fenster noch aus älteren Bauphasen, etwa aus den 1980er- oder 1990er-Jahren. Ihre Wärmedämmwerte liegen in der Regel über dem, was moderne Verglasungen leisten. Das kann sich in der Heiz- und Betriebskostenabrechnung niederschlagen: Wärmeverluste über veraltete Rahmen und ältere Verglasungen gehören zu den Posten, die sich durch eine Sanierung gezielt reduzieren lassen. Hinzu kommen Themen wie Schallschutz an verkehrsreichen Standorten, Einbruchsicherheit für Erdgeschossräume und sommerlicher Wärmeschutz in stark verglasten Flächen.
