News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
12. Juli 2021

Werben für mehr Eigenverantwortung und Unternehmertum

Die Aschaffenburger Unternehmerin Vanessa Weber ist dem Verband „Die Familienunternehmer“ beigetreten und möchte sich zukünftig auch in dieser Organisation für mehr Weiblichkeit sowie junge Nachfolgerinnen und Unternehmerinnen engagieren. Weber ist bereits in mehreren Verbänden und Gremien aktiv, unter anderem im 25-köpfigen DIHK Board Europe in Brüssel. Mit ihrem Beitritt möchte die Geschäftsführerin der Werkzeug Weber GmbH & Co. KG ein Zeichen setzen pro Mittelstand und pro Familienunternehmen sowie für nachhaltiges Management in der deutschen Wirtschaft. „Unternehmertum bedeutet in erster Linie Verantwortung und nicht Kapitalismus“, betont sie. Das unterscheide kleine, inhabergeführte Unternehmen von großen multinationalen Konzernen.

„Mir war es immer wichtig, Menschen, insbesondere junge Frauen, für ein selbstbestimmtes Leben als Unternehmer zu begeistern“, betont Weber, die im Alter von 18 Jahren in den elterlichen Werkzeughandel eingestiegen ist und seitdem Umsatz, Gewinn, Marktanteile und Produktportfolio massiv gesteigert hat. Sie gilt vielen als „die Stimme des Mittelstandes“, weil sie in mehreren Fachmedien regelmäßig bloggt und veröffentlicht. „Ich möchte ehrlich sein, ungeschminkt Insides teilen und sagen, wie es wirklich ist. Es ist bei weitem nicht alles großartig. Viele Regelungen und Auflagen machen einem das Unternehmerleben schwer. Viele Erfahrungen sind negativ. Aber diese zu meistern und das Beste daraus zu machen und dennoch erfolgreich zu sein, spornt mich an. Das möchte ich teilen – auch im Verband der Familienunternehmer“, so die Unternehmerin. Am Ende lohne sich Unternehmertum.

Weniger Bürokratie und Gängelei, mehr unternehmerische Freiheit und bessere Rahmenbedingungen, ein eigenes Unternehmen zu gründen, fordert Vanessa Weber. „Wir brauchen eine mutige und motivierte Jugend und Menschen, die sich etwas zutrauen, insbesondere unternehmerisch. Familienunternehmen sind hier Vorbilder für gelebte Verantwortung und Motoren der Innovation“, so Weber. Diese Gedanken zeigen sich auch in den vielen Initiativen der „Familienunternehmer“, die eine Veränderung in der Politik bewirken sollen. „Unternehmer brauchen ein besseres Image. Das kann nur von den Familienunternehmen ausgehen.“

Vanessa Weber möchte sich sowohl regional in Aschaffenburg und im Rhein-Main-Gebiet in den Verband einbringen als auch bundesweit in Gremien und Fachkreisen. „Wir brauchen Engagement auf allen Ebenen“, ist Weber überzeugt, die sich auch seit vielen Jahren für den Klimaschutz engagiert. Unlängst hat sie eine eigene Stiftung für Bildung und Nachhaltigkeit gegründet. „Ich habe ein breites Themenspektrum, das ich gerne einbringen möchte in die Politik, in die Gesellschaft und in die Wirtschaft“, so Weber abschließend.

Teilen:
Weitere Artikel
RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  
Handel
RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  

In vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.

5 Min. LesezeitLesen
Wie werde ich Berufsschullehrer? Studium, Voraussetzungen und Wege in den Schuldienst
Karriere
Wie werde ich Berufsschullehrer? Studium, Voraussetzungen und Wege in den Schuldienst

Wer Berufsschullehrer werden möchte, wählt einen Berufsweg mit besonderer Nähe zur Praxis. Anders als an vielen allgemeinbildenden Schulen geht es hier nicht nur um Fachwissen und Unterricht, sondern auch um den Bezug zur Arbeitswelt, zu Betrieben und zu ganz unterschiedlichen Bildungswegen. Der klassische Weg führt in der Regel über ein Studium für das Lehramt an beruflichen Schulen, anschließend in den Vorbereitungsdienst und danach in den Schuldienst. Je nach Bundesland, Fachrichtung und Vorbildung gibt es daneben weitere Möglichkeiten, etwa über den Seiteneinstieg. Wer sich für das Berufsschullehramt interessiert, sollte deshalb früh unterscheiden: Welche Schularten kommen infrage? Welche Fachrichtung passt? Und führt der eigene Weg über ein reguläres Lehramtsstudium oder über einen späteren Einstieg mit beruflicher oder akademischer Vorqualifikation? Genau diese Fragen entscheiden darüber, wie die Ausbildung aufgebaut ist und wie lang der Weg bis in das Klassenzimmer dauert. Was macht ein Berufsschullehrer im Alltag?

Lesen
Wie werde ich Sozialpädagoge? Wege in einen anspruchsvollen sozialen Beruf
Karriere
Wie werde ich Sozialpädagoge? Wege in einen anspruchsvollen sozialen Beruf

Wer Sozialpädagoge werden will, braucht in Deutschland in der Regel ein Studium. Der klassische Weg führt heute meist über Soziale Arbeit, Sozialpädagogik oder einen eng verwandten Studiengang an einer Hochschule. Dazu kommen Praxisphasen, häufig ein Anerkennungsjahr oder eine staatliche Anerkennung, je nachdem, wie die Hochschule den Studiengang aufgebaut hat und in welchem Bundesland der Berufseinstieg erfolgt. Eine einheitliche, bundesweit geregelte Sozialpädagogik-Ausbildung als klassischer Ausbildungsberuf ist dagegen nicht der typische Zugang. Damit beginnt die eigentliche Entscheidung aber erst. Denn die Frage, wie man Sozialpädagoge wird, lässt sich nicht allein mit dem Wort Studium beantworten. Wichtig ist auch, in welchem Bereich später gearbeitet werden soll, etwa mit Kindern und Jugendlichen, in der Familienhilfe, an Schulen, in der Jugendhilfe, in der Beratungsarbeit oder im Feld von Menschen mit Behinderung. Wer diese Unterschiede früh versteht, trifft die bessere Studienwahl und vermeidet Umwege. Wie wird man Sozialpädagoge in Deutschland?

Lesen
Zur Startseite