Welp Group baut Lebensversicherungen auf vier Rädern

Der Automobilzulieferer Welp Group ist auf Expansionskurs: Nach dem Kauf der beiden Unternehmen Dressel + Höfner in Neustadt und Dressel + Höfner in Medias, Rumänien, im vergangenen Jahr, steht nun der Neubau einer 6000 Quadratmeter großen Halle bei Farmingtons Automotive in Georgsmarienhütte an. „Wir investieren, um marktfähig zu bleiben“, so Geschäftsführer Ronald Gerschewski: „Durch den Zukauf haben wir uns in den Bereichen Spritzguss und Lackierung nicht nur verstärkt, sondern auch internationalisiert.“ Im neuen zweigeschossigen Hallenbau entstehe nun außerdem ein Campus, um den High-Tech-Bereich Sonder- und Sonderschutzfahrzeugbau ebenfalls weiter zu entwickeln, ergänzt Andreas Heiker, Leiter Unternehmens- und Geschäftsfeldentwicklung der Welp Holding.
Die aus der 1979 gegründeten pgam entstandene Welp Group bildet die Dachgesellschaft der Unternehmungen Farmingtons, IndiKar, pgam UK sowie unlängst auch Dressel & Höfner. Mit heute rund 730 Beschäftigten an fünf Standorten, 245 Mitarbeiter davon im Osnabrücker Land, zählt die Unternehmensgruppe zu den Premiumzulieferern der Automobilindustrie. „Wir bieten Entwicklungsleistungen, die Herstellung von Prototypen und Modellen, den Werkzeugbau für komplexe Aufgabenstellungen im Bereich Spritzguss bis hin zur Serienfertigung von Kunststoffteilen und deren Zusammenbau zu kompletten Modulen“, skizziert Gerschewski das breite Portfolio des Unternehmens. Dabei gehe es nicht um preiswerte Großserien, sondern um „edlere Komponenten“, so der Manager bei einem Besuch des Geschäftsbereichsleiters Wirtschaft & Arbeit des Landkreises Osnabrück, Siegfried Averhage.
Das zweite Standbein der Unternehmensgruppe ist die Entwicklung und Fertigung von Sonder- und Sonderschutzfahrzeugen an den Standorten Georgsmarienhütte und Wilkau-Hasslau bei Zwickau. Kunden kommen etwa aus dem arabischen Raum, aber auch Sondereinsatzkräfte oder in Krisengebieten tätige Non-Profit-Organisationen setzten auf die Kompetenz der Welp-Group. „Die Kunst beim Sonderschutzfahrzeugbau besteht darin, den Fahrzeuginsassen bestmöglichen Schutz vor Beschuss oder Sprengstoff zu bieten, diesen Schutz aber von außen fast unsichtbar zu machen“, erläutert Heiker. Und auch innen sei dem fertigen Sonderschutzfahrzeug kaum anzusehen, dass es mehr kann, als das Original-Modell etwas eines Land Cruisers oder eines Sprinters.
Dazu werden die gewünschten Fahrzeugmodelle in GMHütte angeliefert und dort komplett demontiert. „Wir bauen dann im Innern die entsprechende Panzerung ein, die für jeden Fahrzeugtyp und je nach Einsatzgebiet natürlich individuell konstruiert wird“, skizziert Heiker. Unter strengsten Auflagen und unter Einsatz hochwertiger ballistischer Materialien entstehen so Lebensversicherungen auf vier Rädern: Fahrzeuge, in denen die Insassen auch heftigen Beschuss oder Sprengstoffanschläge überleben können. Das die eingebaute Technik auch hält, was sie verspricht, müssen Testfahrzeuge der Baureihen immer wieder im Rahmen staatlich zertifizierter Beschüsse und Ansprengungen beweisen: Landkreis-Wirtschaftsförderer Averhage war sichtlich beeindruckt von den äußerlich zerschossenen und ramponierten Fahrzeugen, die jedoch innen – wie gewünscht – keine Schäden aufwiesen. „Bei diesem Anblick bekommt man einen ganz kleinen Eindruck davon, welcher Gefahr etwa humanitäre Helfer in den Krisengebieten jeden Tag ausgesetzt sind. Und davon, dass Hochtechnologie Leben retten kann.“
Guide'sEin Firmengebäude spiegelt die Identität eines Unternehmens nach außen wider. Wenn eine Sanierung, ein Neubau oder der Bezug neuer Räumlichkeiten ansteht, fließen Zeit und Budget meist in offensichtliche Bereiche wie die Raumaufteilung oder eine moderne IT-Ausstattung. Grundlegende bauliche Details rücken bei der Planung oft in den Hintergrund. Doch gerade Fenster und Türen erfüllen eine tragende Funktion für den gesamten Betriebsalltag. Sie sind die direkte Verbindung zwischen der Arbeitswelt im Inneren und der Umgebung draußen. Diese Bauelemente lassen wichtiges Tageslicht in die Räume und schaffen eine angenehme Atmosphäre am Schreibtisch oder in der Produktionshalle. Gleichzeitig bilden sie eine schützende Barriere gegen Wetter, Lärm und unbefugten Zutritt.
Guide'sWenn ein Büro neu aufgeteilt, ein Empfangsbereich überarbeitet oder eine Gewerbefläche renoviert wird, stehen Möbel und Technik häufig früh auf der Agenda. Über Wände, Türen, Decken und Böden wird dagegen mitunter erst entschieden, wenn andere Planungen bereits weit fortgeschritten sind. Dabei hängen diese Flächen eng mit der Nutzung der Räume und dem Ablauf der Arbeiten zusammen. Wer zunächst Anforderungen und Bestand erfasst, kann Farben und Materialien gezielter auswählen. Erst die Nutzung klären, dann die Gestaltung festlegen
BusinessBei einer Renovierung fällt die Wahl der Fliesen oft zuerst nach Farbe und Format. Ob ein Belag zum Raum passt, hängt jedoch auch von der Nutzung, den vorhandenen Maßen und der späteren Ausführung ab. Welche Fragen sollten Bauherren deshalb vor der Materialentscheidung stellen? Im Interview geht es darum, welche Fragen Bauherren früh klären sollten und warum Materialentscheidung und handwerkliche Umsetzung gemeinsam geplant werden müssen. Ein Fliesenprojekt beginnt mit den richtigen Fragen business-on.de: Womit sollten Bauherren beginnen, bevor sie sich Fliesen oder Naturstein ansehen?
