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2. April 2013

50 Jahre ZDF-Mainzelmännchen

Von Onur Yamac

Das ZDF widmet seinen sechs kleinen Helden Anton, Berti, Conni, Det, Edi und Fritzchen am Dienstag nach Ostern einen ganzen Programmtag. Magazin- und Nachrichtensendungen des Tages wie „Volle Kanne“ und „hallo deutschland“ befassen sich in Beiträgen und Interviews mit den beliebten Trickfiguren des Senders. Auch werden den gesamten Tag über Spots aus verschiedenen Epochen der Mainzelmännchen ausgestrahlt.

In einer zirka 90-minütigen Best-of-Sendung „50 Jahre Mainzelmännchen – Zeitzeugen vom Zeichenbrett“ um 0:20 Uhr kommen die wahren Fans der Trickfiguren auf ihre Kosten. Das Beste aus 50 Jahren Mainzelmännchen-Historie, eingebettet in die politischen und gesellschaftlichen Themen der Jahrzehnte, mit den schönsten Mainzelmännchen-Spots, historischen Werbespots und den Erinnerungen der Macher und Wegbegleiter. Die Zuschauer erwarten unter anderem Mainzelmännchen-Kapriolen und -Spots aus allen fünf Epochen.

Wolf Gerlach lebte zuletzt in Bad Zwischenahn

Zum Sendestart des ZDF am 1. April 1963 hatte einst der Grafiker und Filmarchitekt Wolf Gerlach die Figuren auf dem Zeichenbrett zum Leben erweckt. Der Name Mainzelmännchen lehnt dabei an die Heinzelmännchen-Sage an. Im internen Jargon des ZDF wurden laut Gerlach die Mitarbeiter des ZDF so genannt, die in den Studios in Berlin recht hektisch arbeiteten.

Wolf Gerlach wurde 1928 im pommerschen Stolp geboren und wuchs auf der Nordseeinsel Langeoog auf. Nach Stationen als Bühnenbildner am Staatstheater in Oldenburg sowie Braunschweig wurde er Anfang der 60er Jahre Filmarchitekt in Wiesbaden und drehte Werbefilme. In der Nacht zum Montag, den 12.11.2012 verstarb Gerlach im ammerländischen Bad Zwischenahn, wo er zuletzt lebte. Dort fand vor wenigen Jahren auch noch eine Ausstellung über Gerlachs kleine ZDF-Helden statt. Mit Anton, Berti, Conni, Det, Edi und Fritzchen bleibt er Millionen Bundesbürgern in Erinnerung.

Schon seit 1963 werden die Mainzelmännchen nicht in Mainz, sondern im nahen Wiesbaden von der Produktionsgesellschaft Neue Filmproduktion produziert. Das Team um Chefzeichner Jürgen Titus König erstellt die Animationen nach wie vor Bild für Bild mit dem Bleistift. Lediglich das Ausmalen der Figuren wird mittlerweile vom Computer übernommen. Auch die Synchronisation, die lange Zeit Wolf Gerlach persönlich übernahm, obliegt heute Sprecher Oliver Schmidt. Der legendäre Satz „Guuutn Naaaaaabnd!“ bleibt Gerlachs Vermächtnis.

Inzwischen wurden etwa 45.000 Spots mit den kleinen Trickfiguren im ZDF-Werbeprogramm ausgestrahlt.

Red. / oy

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