News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
8. Oktober 2012

Motorradclub eröffnet Clubhaus – Polizei mit Hundertschaft vor Ort

Laut Polizei nahmen an der Clubhauseröffnung an der Hafenstrasse etwa 220 „Rocker“ teil. Laut einem Bericht der neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) sind u.a. aus dem benachbarten Nordrhein-Westfalen angereiste Rocker des Gremium MC wenige Wochen zuvor in einer Gruppe von mehreren Dutzend Personen geschlossen durch die Osnabrücker Altstadt spaziert.

Nachdem sich die großen Rockerclubs Hells Angels MC und Bandidos MC vor Jahren in Hannover öffentlichkeitswirksam verbrüdert hatten, zeichnet sich inzwischen ab, dass der Rocker-Frieden brüchig ist. Die Strukturen der Rocker-Clubs amerikanischen Ursprungs geraten aber zunehmend auch durch Vereinsverbote und Polizeieinsätze unter Druck und sind aktuell geschwächt.

Gleichzeitig erstarken die übrigen Motorradclubs oder auch andere Gruppen. Der Gremium MC gilt neben den im Bundesgebiet etablierten internationalen Clubs Hells Angels, Bandidos und Outlaws als der mitgliederstärkste Motorradclub deutschen Ursprungs.

Um die 100 Stützpunkte im In- und Ausland

Der Gremium MC gilt nicht als kriminelle Vereinigung und verfügt nach eigenen Angaben über rund 100 Stützpunkte, sog. Chapter in Deutschland, Italien, Polen, den kanarischen Inseln, Slowenien, Bosnien-Herzegowina, Österreich, Spanien, Venezuela, Thailand, Serbien und der Türkei. Wie auch bei anderen sog. „1-Percenter-Motorradclubs“ geraten die Anhänger dieser Strömung bei Gelegenheit immer mal wieder mit der Justiz in Konflikt. Mitglieder des Gremium MC Vechta sind beispielsweise im Jahr 2011 vor dem Landgericht Oldenburg zu Haftstrafen verurteilt worden. Ihnen wurden Erpressungen und Körperverletzungen vorgeworfen.

Der neue Gremium MC-Ableger in Osnabrück bleibt bis zur Aufwertung zu einem vollwertigen Sützpunkt (Chapter) vorerst ein Anwärterclub (Prospect Chapter). Laut Polizei verlief die Clubhauseröffnung am Wochenende friedlich und ohne besondere Vorkommnisse. Dennoch behält die Polizei die Szene nun zwangsläufig noch stärker im Auge. In einem Bericht der NOZ heißt es, dass die Expansionsstrategie des Gremium MC in Osnabrück äußerst ungewöhnlich sei. Grund hierfür dürften die bewährten Betätigungsfelder mancher Rocker sein, bei denen Türsteherdienste und Prostitution eine Rolle spielen. Ist die Szene erst einmal durch Mitglieder eines Rockerclubs belegt, drohen dort im ungünstigsten Fall Verteilungskämpfe zwischen rivalisierenden Gruppen.

Redaktion

Teilen:
Weitere Artikel
Wertschutz im Unternehmen: Strategien für die sichere Verwahrung von Wertgegenständen, Dokumenten und Daten
Business
Wertschutz im Unternehmen: Strategien für die sichere Verwahrung von Wertgegenständen, Dokumenten und Daten

Einbruchdiebstähle verursachen jedes Jahr hohe Verluste in Unternehmen – insbesondere durch den Verlust von Bargeld, Technik und sensiblen Unterlagen. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft entstehen dabei regelmäßig Schäden in Millionenhöhe, was die wirtschaftliche Relevanz unzureichender Sicherungsmaßnahmen deutlich macht. Genau hier setzt die sichere Aufbewahrung im Tresor an: Sie schützt zentrale Unternehmenswerte zuverlässig vor Diebstahl, unbefugtem Zugriff und anderen Risiken. Die Sicherheitslücken im modernen Büroalltag Trotz fortschreitender Digitalisierung bleiben physische Assets wie notarielle Verträge, Prototypen oder Offline-Backups unverzichtbar. Eine Lagerung in herkömmlichen Büromöbeln ist nicht nur grob fahrlässig, sondern gefährdet auch den Versicherungsschutz.

Lesen
Wie werde ich Sozialpädagoge? Wege in einen anspruchsvollen sozialen Beruf
Karriere
Wie werde ich Sozialpädagoge? Wege in einen anspruchsvollen sozialen Beruf

Wer Sozialpädagoge werden will, braucht in Deutschland in der Regel ein Studium. Der klassische Weg führt heute meist über Soziale Arbeit, Sozialpädagogik oder einen eng verwandten Studiengang an einer Hochschule. Dazu kommen Praxisphasen, häufig ein Anerkennungsjahr oder eine staatliche Anerkennung, je nachdem, wie die Hochschule den Studiengang aufgebaut hat und in welchem Bundesland der Berufseinstieg erfolgt. Eine einheitliche, bundesweit geregelte Sozialpädagogik-Ausbildung als klassischer Ausbildungsberuf ist dagegen nicht der typische Zugang. Damit beginnt die eigentliche Entscheidung aber erst. Denn die Frage, wie man Sozialpädagoge wird, lässt sich nicht allein mit dem Wort Studium beantworten. Wichtig ist auch, in welchem Bereich später gearbeitet werden soll, etwa mit Kindern und Jugendlichen, in der Familienhilfe, an Schulen, in der Jugendhilfe, in der Beratungsarbeit oder im Feld von Menschen mit Behinderung. Wer diese Unterschiede früh versteht, trifft die bessere Studienwahl und vermeidet Umwege. Wie wird man Sozialpädagoge in Deutschland?

Lesen
Wie werde ich Berufsschullehrer? Studium, Voraussetzungen und Wege in den Schuldienst
Karriere
Wie werde ich Berufsschullehrer? Studium, Voraussetzungen und Wege in den Schuldienst

Wer Berufsschullehrer werden möchte, wählt einen Berufsweg mit besonderer Nähe zur Praxis. Anders als an vielen allgemeinbildenden Schulen geht es hier nicht nur um Fachwissen und Unterricht, sondern auch um den Bezug zur Arbeitswelt, zu Betrieben und zu ganz unterschiedlichen Bildungswegen. Der klassische Weg führt in der Regel über ein Studium für das Lehramt an beruflichen Schulen, anschließend in den Vorbereitungsdienst und danach in den Schuldienst. Je nach Bundesland, Fachrichtung und Vorbildung gibt es daneben weitere Möglichkeiten, etwa über den Seiteneinstieg. Wer sich für das Berufsschullehramt interessiert, sollte deshalb früh unterscheiden: Welche Schularten kommen infrage? Welche Fachrichtung passt? Und führt der eigene Weg über ein reguläres Lehramtsstudium oder über einen späteren Einstieg mit beruflicher oder akademischer Vorqualifikation? Genau diese Fragen entscheiden darüber, wie die Ausbildung aufgebaut ist und wie lang der Weg bis in das Klassenzimmer dauert. Was macht ein Berufsschullehrer im Alltag?

Lesen
Zur Startseite