News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
20. November 2014

Abfall ist Rohstoff

Die Erkenntnis, dass Abfälle als Rohstoffe und Energieträger nützlich sind, ist nicht neu; bereits früher wurden Metalle, Glas und Textilien gesammelt und einer neuen Nutzung zugeführt. Die in Deutschland in den letzten 20 Jahren verfolgte Politik der Kreislaufwirtschaft und der Zuordnung von Entsorgungsverantwortung an die Hersteller und Vertreiber von Produkten hat dazu beigetragen, dass die Bürgerinnen und Bürger für die Abfalltrennung zusätzlich sensibilisiert, neue Entsorgungstechnologien eingeführt und Recyclingkapazitäten ausgebaut wurden. Angesichts weltweit fortschreitenden Rohstoffbedarfs, zunehmender Rohstoffknappheiten und steigender Rohstoffpreise gilt es, diese Politik der Kreislaufwirtschaft weiter zu stärken. Abfall ist Rohstoff. So werden inzwischen 14 % der Rohstoffe, die die deutsche Wirtschaft einsetzt, aus Abfällen gewonnen; entsprechend werden der Abbau von Rohstoffen und die damit verbundenen Umweltbelastungen reduziert.

Die Kreislaufwirtschaft ist aber nicht nur für den Umweltschutz ein Erfolgsmodell. Sie zahlt sich auch ökonomisch aus; die Kreislaufwirtschaft hat sich in Deutschland zu einem großen und leistungsstarken Wirtschaftssektor entwickelt: fast 200 000 Beschäftigte in etwa 3 000 Unternehmen sorgen für einen Umsatz von rund 40 Mrd. Euro jährlich. 15 000 Anlagen leisten ihren Beitrag zum Ressourcenschutz durch Recycling und andere Verwertungsverfahren. Hohe Recyclingraten für Siedlungsabfälle von über 60 %, für Gewerbeabfälle von rund 60 % und für Bau- und Abbruchabfälle von fast 90 % sprechen für sich.

611 kg Abfall pro Kopf: Deutschland deutlich über EU-Durchschnitt

2012 fielen in Deutschland im Durchschnitt 611 kg Siedlungsabfall je Einwohner an. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Grundlage von vorläufigen Eurostat-Daten mitteilt, lag die Abfallmenge damit deutlich über dem EU-Durchschnitt von rund 492 kg je Einwohner. Noch höhere Werte gab es nur in Luxemburg (662 kg), Zypern (663 kg) und Dänemark (668 kg). Hingegen war das Abfallaufkommen vor allem in den östlichen EU-Staaten deutlich geringer. Die niedrigsten Mengen je Einwohner verzeichneten Estland (279 kg) und Lettland (301 kg). Zu den Siedlungsabfällen (kommunalen Abfällen) zählen Haushaltsabfälle, vergleichbare Abfälle aus Gewerbe und Industrie sowie Verpackungsabfälle.Quelle:Statistisches Bundesamt

Recycling- und Effizienztechnik erfolgreich exportieren

Ressourceneffizienz, Klima- und Umweltschutz spielen eine immer bedeutendere Rolle. Die Abfallund Recyclingwirtschaft leistet hierzu einen unverzichtbaren Beitrag. Die weltweite Nachfrage nach entsprechenden Technologien ist erheblich und steigt stetig. Deutschland und seine Abfall- und Recyclingwirtschaft gelten hierbei weltweit als Vorbild. Es besteht ein großes Interesse an deutscher Technologie und an entsprechender Wissensvermittlung. Diese Entwicklung bietet deutschen Unternehmen, insbesondere dem Mittelstand, sowie wissenschaftlichen Institutionen und Einrichtungen eine gute Möglichkeit, ihr Geschäftsfeld zu erweitern. Unterstützung bei solchen Planungen finden Unternehmen bei der German RETech Partnership e.V. (…), eine ursprünglich vom Bundesministerium für Umwelt ins Leben gerufene Initiative, die sich unter anderem die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstandes und die Förderung der Vermarktung nachhaltiger und innovativer Recycling- und Effizienztechnologie auf die Fahne geschrieben hat. Mehr Infos unter www.retech-germany.net.

Interessante Einblicke

Wie viele Schadstoffe stößt der Industriebetrieb in meiner Nachbarschaft aus? Welche Stoffe sind immer noch in den Abwässern enthalten, die die Kläranlagen verlassen? Antworten auf diese und zahlreiche weitere Fragen erhalten Interessierte bei thru.de. thru.de ist ein vom Umweltbundesamt betreutes Internet-Portal, das viele Daten zur Qualität der Umwelt in Deutschland bietet – genau genommen darüber, wie viele Schadstoffe Industriebetriebe in die Umwelt entlassen und wie viele Abfälle sie außerhalb ihres Betriebes entsorgen. Quelle: thru.de

Industrie steigerte 2011 Investitionen in den Umweltschutz um 18 %

WIESBADEN – Unternehmen des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) investierten im Jahr 2011 mehr als 7 Mrd. Euro in Sachanlagen für den Umweltschutz. Im Vergleich zu 2010 steigerten sie damit ihre Umweltschutzinvestitionen um 18 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, entfielen – gemessen an den insgesamt getätigten Investitionen der Unternehmen in Höhe von 73,5 Mrd. Euro – knapp 10 % auf den Umweltschutz. Als Umweltschutzinvestitionen gelten alle Investitionen in Sachanlagen, die dem Schutz der Umwelt dienen und zum Beispiel Emissionen in Boden, Wasser oder Luft verhindern oder verringern. Über 40 % der Umweltschutzinvestitionen tätigten Firmen zum Schutz der Oberflächengewässer und des Grundwassers, zum Beispiel mit Investitionen in Neutralisations- und Kläranlagen (2,9 Mrd. Euro). Betrachtet nach Wirtschaftszweigen waren die Bereiche Abwasserentsorgung (1,9 Mrd. Euro), die Energieversorgung (circa 1,8 Mrd. Euro) sowie die Abfallbehandlungs- und -beseitigungsunternehmen (773 Mio. Euro) mit zusammen mehr als 60 % der gesamten Umweltschutzinvestitionen die wichtigsten Branchen. Quelle: Statistisches Bundesamt

Restabfallbehandlung

Zur Restabfallbehandlung wurden 2011 in Deutschland 69 Müllverbrennungsanlagen mit einer Kapazität von rund 20 Mio. Tonnen betrieben. Darüber hinaus stehen in 30 Ersatzbrennstoffkraftwerken Verbrennungskapazitäten von rund 4,6 Mio. Tonnen zur Verfügung. Zur mechanisch-biologischen Abfallbehandlung wurden 2011 48 Anlagen mit einer Kapazität von rund 6 Mio. Tonnen betrieben, die rund 5 Mio. Tonnen Abfälle behandelten.

Redaktion MediaService Osnabrück

Teilen:
Weitere Artikel
Fliesen Nobik Meisterbetrieb GmbH: Regionale Handwerkskunst im Bergischen Land
Business
Fliesen Nobik Meisterbetrieb GmbH: Regionale Handwerkskunst im Bergischen Land

Wenn es um die Gestaltung von Wohnräumen, Bädern oder Außenanlagen geht, suchen Bauherren im Bergischen Land nach verlässlichen Partnern. Die Wahl der passenden Materialien und die fachgerechte Umsetzung erfordern Erfahrung und Präzision. Genau an diesem Punkt setzt die Fliesen Nobik Meisterbetrieb GmbH an. Das Unternehmen aus Wuppertal vereint den Fachhandel mit einem eigenen Verlegebetrieb. Diese Kombination erspart Auftraggebern lange Abstimmungswege zwischen unterschiedlichen Gewerken. Lokale Expertise und maßgeschneiderte Raumkonzepte

4 Min. LesezeitLesen
Präzision und Nachhaltigkeit in der Elektronikfertigung: Die MEBATRON Elektronik GmbH
IT & Software
Präzision und Nachhaltigkeit in der Elektronikfertigung: Die MEBATRON Elektronik GmbH

Was zeichnet einen leistungsfähigen Partner in der Elektronikfertigung aus? Moderne Fertigungsanlagen, über 30 Jahre Erfahrung und ein Gespür für ökologische Verantwortung prägen das Profil der MEBATRON Elektronik GmbH. Seit 1991 liefert das mittelständische Unternehmen aus Brieselang bei Berlin passgenaue Lösungen für anspruchsvolle Branchen wie Medizintechnik, Automatisierung und Telekommunikation. Regionale Verwurzelung trifft auf globale Standards

3 Min. LesezeitLesen
Gruß Sicherheitssysteme GmbH: Tradition und aktuelle Technik in Chemnitz
IT & Software
Gruß Sicherheitssysteme GmbH: Tradition und aktuelle Technik in Chemnitz

Die amtliche Kriminalitätsstatistik zeigt regelmäßig, dass Einbruchschutz ein drängendes Thema für Hausbesitzer und Firmen bleibt. Physische Barrieren und elektronische Überwachungstechnik greifen heute ineinander, um Gebäude professionell abzusichern. Ein kompetenter Partner bei der Umsetzung solcher Vorhaben ist ein etablierter Handwerksbetrieb, der Planung und Ausführung bündelt. Dieser Text beleuchtet die Arbeitsweise und das handwerkliche Spektrum der Gruß Sicherheitssysteme GmbH aus Sachsen. Der Fokus liegt dabei auf der bewährten Verbindung von klassischem Schlosserhandwerk und fortschrittlichen Alarmierungssystemen. Lokale Expertise für den Objektschutz in Sachsen

4 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite