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19. März 2026

Wie werde ich Berufsschullehrer? Studium, Voraussetzungen und Wege in den Schuldienst

Wie werde ich Berufsschullehrer?

Wer Berufsschullehrer werden möchte, wählt einen Berufsweg mit besonderer Nähe zur Praxis. Anders als an vielen allgemeinbildenden Schulen geht es hier nicht nur um Fachwissen und Unterricht, sondern auch um den Bezug zur Arbeitswelt, zu Betrieben und zu ganz unterschiedlichen Bildungswegen. Der klassische Weg führt in der Regel über ein Studium für das Lehramt an beruflichen Schulen, anschließend in den Vorbereitungsdienst und danach in den Schuldienst. Je nach Bundesland, Fachrichtung und Vorbildung gibt es daneben weitere Möglichkeiten, etwa über den Seiteneinstieg.

Wer sich für das Berufsschullehramt interessiert, sollte deshalb früh unterscheiden: Welche Schularten kommen infrage? Welche Fachrichtung passt? Und führt der eigene Weg über ein reguläres Lehramtsstudium oder über einen späteren Einstieg mit beruflicher oder akademischer Vorqualifikation? Genau diese Fragen entscheiden darüber, wie die Ausbildung aufgebaut ist und wie lang der Weg bis in das Klassenzimmer dauert.

Was macht ein Berufsschullehrer im Alltag?

Ein Berufsschullehrer unterrichtet nicht in einem einheitlichen Schulmodell, sondern in einem Bereich, der viele Schulformen umfasst. Dazu gehören je nach Bundesland unter anderem die Berufsschule, die Berufsfachschule, die Fachschule oder auch Berufskollegs. Der Unterricht ist oft enger mit dem späteren Beruf verbunden als an anderen Schularten. Es geht also nicht nur um Wissensvermittlung, sondern auch um berufliche Handlungskompetenz, um Vorbereitung auf Prüfungen und um die Verbindung von Theorie und Praxis.

Das verändert auch den Arbeitsalltag. Berufsschullehrer arbeiten mit jungen Menschen in dualen Ausbildungen, mit Vollzeitschülern in berufsbildenden Bildungsgängen oder mit Erwachsenen in fachbezogenen Weiterbildungen. Die Lerngruppen sind häufig sehr unterschiedlich zusammengesetzt. Manche Schüler stehen direkt am Anfang ihrer Berufsausbildung, andere bringen bereits Praxiserfahrung oder einen konkreten beruflichen Schwerpunkt mit.

Typisch für den Berufsalltag sind mehrere Aufgaben, die ineinandergreifen:

  • fachbezogener Unterricht in einer beruflichen Fachrichtung oder in einem zweiten Fach
  • Begleitung von Lernprozessen mit engem Bezug zur Arbeitswelt
  • Vorbereitung auf Prüfungen, Abschlüsse und berufliche Anforderungen
  • Zusammenarbeit mit Betrieben, Kollegen und teilweise externen Partnern
  • pädagogische Arbeit mit heterogenen Lerngruppen

Gerade dieser Mix macht den Beruf für viele attraktiv. Wer Unterricht nicht losgelöst von der Lebenswirklichkeit junger Menschen denkt, sondern als Teil von Ausbildung, Berufsorientierung und Berufsleben, findet hier ein anspruchsvolles und vielseitiges Tätigkeitsfeld.

Welcher Weg führt regulär ins Berufsschullehramt?

Der reguläre Weg ins Berufsschullehramt beginnt meist mit einem passenden Studium. Gesucht ist dabei nicht irgendein pädagogischer Studiengang, sondern ein Studienweg, der gezielt auf das Lehramt an beruflichen Schulen vorbereitet. In vielen Bundesländern läuft dieser Weg heute über Bachelor und Master. In anderen Strukturen spielen traditionelle Abschlüsse oder staatliche Prüfungsmodelle weiterhin eine Rolle. Im Kern bleibt der Aufbau aber ähnlich: Zuerst kommt das Hochschulstudium, danach der Vorbereitungsdienst.

Wer sich fragt, wie er Berufsschullehrer wird, sollte den Ablauf deshalb von Anfang an als mehrstufigen Prozess verstehen:

  1. Zunächst steht die Entscheidung für das Lehramt an beruflichen Schulen oder einen dazu passenden Studiengang an.
  2. Danach folgt das Studium mit Bildungswissenschaften, Fachrichtung, Fächern und schulpraktischen Anteilen.
  3. Im Anschluss beginnt der Vorbereitungsdienst als zweite Phase der Lehrerausbildung.
  4. Danach erfolgt der Einstieg in den Schuldienst, oft über reguläre Bewerbungsverfahren der Länder.

Wichtig ist dabei, dass der Begriff Ausbildung in diesem Zusammenhang oft missverstanden wird. Gemeint ist hier nicht nur ein Studium im engeren Sinn, sondern der gesamte Weg bis zur vollen Befähigung für den Unterricht an beruflichen Schulen. Das umfasst fachliche, didaktische und praktische Abschnitte.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Die formalen Voraussetzungen hängen zunächst vom Zugang zur Hochschule ab. Meist ist eine Hochschulzugangsberechtigung erforderlich. Hinzu kommen Vorgaben der jeweiligen Hochschule und des Bundeslandes. Wer sich für bestimmte Studiengänge bewirbt, muss außerdem prüfen, welche Fächerkombinationen angeboten werden und welche Fachrichtung überhaupt studiert werden kann.

Daneben gibt es Voraussetzungen, die nicht auf dem Papier stehen, im späteren Beruf aber entscheidend sind. Wer als Lehrkraft an einer Berufsschule arbeitet, braucht nicht nur Fachwissen. Er muss Inhalte verständlich vermitteln können, mit unterschiedlichen Lerngruppen umgehen und Unterricht so aufbauen, dass er fachlich fundiert und zugleich nachvollziehbar bleibt. Gerade im beruflichen Schulwesen kommt hinzu, dass viele Themen sehr eng an praktische Abläufe und spätere Berufsrealität gebunden sind.

Geeignet ist dieser Beruf vor allem für Menschen, die strukturiert arbeiten, gern Wissen weitergeben und mit jungen Erwachsenen oder Jugendlichen pädagogisch arbeiten möchten. Fachliche Stärke allein reicht nicht aus. Wer sein Fach beherrscht, aber keine Freude am Unterrichten hat, wird im Schulalltag schnell an Grenzen stoßen.

Wie ist das Studium aufgebaut?

Das Studium für das Berufsschullehramt verbindet mehrere Bereiche miteinander. Es geht nicht nur um ein Unterrichtsfach, sondern um eine berufliche Fachrichtung, häufig ergänzt durch ein weiteres Fach oder einen ergänzenden Schwerpunkt. Dazu kommen Bildungswissenschaften, Fachdidaktik und schulpraktische Studien. Wer später unterrichten will, muss also sowohl fachlich als auch pädagogisch ausgebildet werden.

Typisch ist ein Aufbau aus diesen Bausteinen:

StudienbestandteilInhaltBedeutung für den späteren Beruf
BildungswissenschaftenPädagogik, Psychologie, Schul- und UnterrichtsthemenGrundlage für Unterricht, Klassenführung und Lernbegleitung
Berufliche FachrichtungFachlicher Schwerpunkt wie Wirtschaft, Technik oder GesundheitKern des späteren fachbezogenen Unterrichts
Zweites FachErgänzendes Unterrichtsfach je nach Studienmodellerweitert den Einsatz im Schuldienst
FachdidaktikVermittlung fachlicher Inhalte im Unterrichtverbindet Fachwissen mit Unterrichtspraxis
Praxisphasenschulpraktische Studien, Hospitationen, Unterrichtserprobungfrühe Einblicke in den Schulalltag

Gerade dieser Aufbau zeigt, warum das Lehramtsstudium an beruflichen Schulen anspruchsvoll ist. Es reicht nicht, nur ein Fach zu studieren. Entscheidend ist die Verbindung von Fachrichtung, Unterricht, Praxis und schulischem Handeln. Deshalb unterscheidet sich das Berufsschullehramt auch deutlich von einem reinen Fachstudium ohne pädagogische Ausrichtung.

Welche Fachrichtungen und Fächer kommen infrage?

Ein wichtiger Punkt bei der Entscheidung für den Beruf ist die Wahl der Fachrichtung. Viele spätere Wege hängen genau davon ab. Wer in den Bereich Wirtschaft gehen will, landet häufig bei wirtschaftspädagogisch geprägten Studiengängen oder bei Kombinationen mit Wirtschaftspädagogik. Andere Wege führen über technische, soziale oder gesundheitliche Schwerpunkte. Je nach Hochschule und Bundesland unterscheidet sich das Angebot deutlich.

Typische Fachrichtungen im Lehramt an beruflichen Schulen sind zum Beispiel Wirtschaft und Verwaltung, Metalltechnik, Elektrotechnik, Gesundheit, Sozialpädagogik oder informationstechnische Bereiche. Dazu kommt oft ein zweites Fach. Genau diese Kombination entscheidet später darüber, an welchen beruflichen Schulen eine Lehrkraft eingesetzt werden kann und in welchen Bildungsgängen der Unterricht stattfindet.

Wie lange dauert der Weg bis ins Klassenzimmer?

Wer Berufsschullehrer werden will, sollte nicht mit einem kurzen Ausbildungsweg rechnen. Der Einstieg in den Schuldienst braucht Zeit, weil mehrere Phasen aufeinander aufbauen. Zuerst kommt das Studium, danach der Vorbereitungsdienst. Je nach Bundesland, Hochschule und beruflicher Vorbildung kann sich die Dauer etwas verschieben, die Grundstruktur bleibt aber ähnlich.

In vielen Fällen beginnt der Weg mit einem Bachelor, auf den ein Masterstudium folgt. Gerade beim Berufsschullehramt ist dieser Aufbau verbreitet, weil die Ausbildung sowohl fachwissenschaftliche als auch pädagogische Inhalte abdecken muss. Hinzu kommen Praxisphasen während des Studiums. Wer bereits eine Berufsausbildung oder relevante Praxiserfahrung mitbringt, startet nicht automatisch schneller in den Schuldienst, hat aber oft Vorteile bei der fachlichen Orientierung und bei der späteren Arbeit mit berufsbezogenen Themen.

Nach dem Studium folgt der Vorbereitungsdienst. Erst dort zeigt sich besonders deutlich, wie aus akademischem Wissen berufliche Handlungssicherheit im Unterricht wird. Wer also wissen will, wie lange die Ausbildung insgesamt dauert, muss Studium und Vorbereitungsdienst zusammen betrachten. Der Weg ist nicht kurz, aber bewusst so angelegt, dass angehende Lehrkräfte fachlich und pädagogisch tragfähig in den Beruf starten.

Welche Rolle spielen Vorbereitungsdienst und Staatsprüfung?

Der Vorbereitungsdienst ist die Phase, in der aus dem Studienabschluss eine echte Berufsbefähigung für den Unterricht wird. Während das Studium die fachliche und didaktische Grundlage legt, führt der Vorbereitungsdienst in den konkreten Schulalltag. Dort lernen angehende Lehrkräfte, Unterricht eigenständig zu planen, durchzuführen und zu reflektieren. Gleichzeitig arbeiten sie eng mit Ausbildern, Seminaren und Schulen zusammen.

Im Alltag bedeutet das: Unterricht wird nicht nur beobachtet, sondern zunehmend selbst verantwortet. Dazu kommen Unterrichtsbesuche, Beratung, Ausbildungsseminare und Prüfungsleistungen. Diese Phase ist anspruchsvoll, weil sie Theorie und Praxis unmittelbar zusammenführt. Wer im Studium gute Leistungen gezeigt hat, erlebt im Vorbereitungsdienst dennoch oft eine neue Form von Belastung. Plötzlich geht es nicht mehr nur um Inhalte, sondern um Klassenführung, Zeitmanagement, Bewertung und pädagogische Sicherheit.

Typische Bestandteile dieser Phase sind:

  • angeleiteter und später eigenverantwortlicher Unterricht
  • Hospitationen und Reflexion des eigenen Lehrverhaltens
  • Seminare zur Didaktik, Pädagogik und Schulorganisation
  • Leistungsnachweise und Prüfungen
  • Abschluss über eine Staatsprüfung oder ein landesspezifisch geregeltes Prüfungsverfahren

Gerade die Staatsprüfung ist ein wichtiger Punkt. Sie markiert nicht bloß das Ende einer Ausbildungsphase, sondern den Übergang in den professionellen Schuldienst. Wer diesen Abschnitt erfolgreich abschließt, bringt damit nicht nur einen akademischen Abschluss mit, sondern auch die praktische Befähigung für Unterricht an beruflichen Schulen.

Kann man auch ohne klassisches Lehramtsstudium Berufsschullehrer werden?

Ja, diese Möglichkeit gibt es. Sie ist aber kein einheitlicher Weg, der überall gleich funktioniert. Genau hier entstehen viele Missverständnisse. Wer nicht regulär über ein Lehramtsstudium kommt, kann unter bestimmten Bedingungen als Seiteneinsteiger in den Schuldienst gelangen. Ob das möglich ist, hängt vom Bundesland, von der Fachrichtung, vom vorhandenen Abschluss und vom aktuellen Bedarf an Lehrkräften ab.

Vor allem in beruflichen Schulen spielt der Seiteneinstieg eine größere Rolle als viele zunächst annehmen. Das liegt daran, dass bestimmte berufliche Fachrichtungen eng mit Branchen verbunden sind, in denen fachlich qualifizierter Nachwuchs nicht immer in ausreichender Zahl über das klassische Lehramt ausgebildet wird. Wer beispielsweise einen einschlägigen Hochschulabschluss und relevante Praxiserfahrung mitbringt, kann deshalb für den Schuldienst interessant sein.

Trotzdem ist dieser Weg nicht einfacher, sondern nur anders aufgebaut. Auch Seiteneinsteiger müssen sich pädagogisch qualifizieren und in vielen Fällen berufsbegleitend oder im Rahmen besonderer Programme auf den Unterricht vorbereiten. Es reicht also nicht, nur fachlich geeignet zu sein.

Der folgende Vergleich zeigt die Unterschiede:

WegAusgangspunktTypischer Ablauf
Regulärer WegLehramtsstudium für berufliche SchulenStudium, Praxisphasen, Vorbereitungsdienst, Schuldienst
Seiteneinstiegfachlich passender Hochschulabschluss und oft BerufspraxisBewerbung bei Bedarf, Anerkennung, pädagogische Qualifizierung, Einstieg in den Unterricht
weitere Sonderwegelandesspezifische Modelleje nach Schulform, Fachrichtung und Lehrkräftemangel unterschiedlich geregelt

Gerade für Seiteneinsteiger gilt: Ohne genaue Informationen des jeweiligen Bundeslandes sollte keine Entscheidung getroffen werden. Der Weg kann attraktiv sein, verlangt aber eine sehr genaue Prüfung der Voraussetzungen.

Welche Schulformen gehören zum beruflichen Schulwesen?

Wer Berufsschullehrer werden möchte, sollte den späteren Einsatzort nicht zu eng denken. Das berufliche Schulwesen besteht aus mehreren Schulformen, die in der Alltagssprache oft vermischt werden. Nicht jede Lehrkraft arbeitet automatisch nur an einer klassischen Berufsschule. Je nach Fachrichtung, Land und Schulorganisation kommen verschiedene Einrichtungen infrage.

Zur Berufsschule im engeren Sinn gehört vor allem der Unterricht im Rahmen der dualen Berufsausbildung. Daneben gibt es die Berufsfachschule, an der vollzeitschulische Bildungsgänge angeboten werden. Auch die Fachschule gehört in diesen Bereich, oft mit stärkerem Weiterbildungscharakter. In einigen Ländern spielen Berufskollegs als Bezeichnung für bestimmte berufliche Schulformen eine wichtige Rolle. Dazu kommen weitere landesspezifische Schularten und Organisationsformen.

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil sie den Berufsalltag prägt. Wer etwa an einer Berufsschule im dualen System arbeitet, hat meist engere Bezüge zu Betrieben und Ausbildungsordnungen. An einer Berufsfachschule oder Fachschule können andere didaktische Schwerpunkte im Vordergrund stehen. Das Berufsschullehramt bereitet deshalb nicht auf eine einzige Unterrichtswelt vor, sondern auf ein komplexes Feld beruflicher Bildung.

Welche Perspektiven haben Berufsschullehrer im Berufsleben?

Die beruflichen Perspektiven sind grundsätzlich gut, auch wenn sich die Lage je nach Bundesland und Fachrichtung unterscheidet. Besonders gesucht sind Lehrkräfte dort, wo berufliche Schulen Nachwuchs in technischen, wirtschaftlichen, sozialen oder gesundheitlichen Bereichen benötigen. Wer eine gefragte Fachrichtung mitbringt und den Weg in den Schuldienst vollständig absolviert, hat meist solide Chancen auf einen langfristigen Einstieg.

Hinzu kommt, dass der Beruf langfristig Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet. Berufsschullehrer bleiben nicht zwangsläufig in derselben Rolle. Mit wachsender Erfahrung können weitere Aufgaben hinzukommen, etwa in der Fachbereichsleitung, in der Koordination schulischer Abläufe, in der Ausbildung jüngerer Lehrkräfte oder in erweiterten Leitungsfunktionen. Auch Fortbildungen spielen eine große Rolle, weil sich Berufsfelder, Ausbildungsinhalte und schulische Anforderungen laufend verändern.

Der Beruf passt deshalb gut zu Menschen, die nicht nur unterrichten, sondern sich fachlich und pädagogisch weiterentwickeln möchten. Gerade an beruflichen Schulen ist der Austausch mit Praxis, Wirtschaft und Weiterbildung besonders eng. Das macht das Berufsleben abwechslungsreich und anspruchsvoll.

Für wen ist dieser Beruf die richtige Entscheidung?

Das Berufsschullehramt passt zu Menschen, die Fachwissen mit pädagogischer Arbeit verbinden möchten. Wer gern erklärt, strukturiert arbeitet und Freude daran hat, junge Menschen auf dem Weg in Ausbildung und Beruf zu begleiten, bringt gute Voraussetzungen mit. Wichtig ist dabei ein realistischer Blick auf den Alltag. Unterricht bedeutet nicht nur Wissensvermittlung, sondern auch Verantwortung, Vorbereitung, Bewertung, Gesprächsführung und organisatorische Arbeit.

Gut geeignet ist dieser Beruf für Personen, die einen Bezug zu ihrem Fachgebiet haben und zugleich bereit sind, sich intensiv mit Unterricht zu beschäftigen. Besonders im Bereich beruflicher Schulen ist die Nähe zur Praxis wichtig. Wer sich für berufliche Bildung interessiert, findet hier ein Tätigkeitsfeld, das pädagogische Arbeit und gesellschaftliche Relevanz eng miteinander verbindet.

Die Entscheidung für das Berufsschullehramt sollte deshalb weder nur aus Fachinteresse noch nur aus dem Wunsch nach einem sicheren Beruf getroffen werden. Entscheidend ist die Verbindung aus beidem: Interesse an Menschen, Interesse am Unterricht und Interesse an beruflichen Zusammenhängen.

Fazit: Wie wird man Berufsschullehrer am sinnvollsten?

Der sinnvollste Weg führt in der Regel über ein Studium für das Lehramt an beruflichen Schulen, danach über den Vorbereitungsdienst in den Schuldienst. Wer diesen Weg einschlägt, baut Fachwissen, pädagogische Kompetenz und praktische Unterrichtserfahrung systematisch auf. Genau das macht den Einstieg tragfähig.

Daneben gibt es Möglichkeiten für Seiteneinsteiger. Sie können vor allem dann relevant werden, wenn eine passende Fachrichtung, ein geeigneter Abschluss und schulischer Bedarf zusammenkommen. Dieser Weg sollte aber nie pauschal betrachtet werden, weil die Anforderungen von Land zu Land unterschiedlich geregelt sind.

Wer sich früh mit Fachrichtung, Studienmodell, Schulformen und späterem Einsatzbereich beschäftigt, trifft die bessere Entscheidung. Denn die Frage, wie werde ich Berufsschullehrer, lässt sich nur dann wirklich sinnvoll beantworten, wenn der gesamte Weg betrachtet wird: vom Studium über die Lehrerausbildung bis zur Arbeit mit Schülern im beruflichen Schulwesen.

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