Wirtschaft·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
25. Februar 2015

WORTMANN mit gutem ersten Halbjahr

Die Wortmann Schuh-Holding KG Internationale Schuhproduktionen, Detmold, bekannt u.a. durch ihre Marke Tamaris, hat den Gruppenumsatz in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres (Herbst-Winter-Saison vom 01.06. bis 30.11.2014) um 1,1% auf 504,1 Mio. Euro (Vorjahr 498,6 Mio. Euro) steigern können. Für das gesamte Geschäftsjahr 2014/15 (31.05.) geht man derzeit auf Basis der aktuell vorliegenden Aufträge für die Frühjahr-Sommer-Saison 2015 von einem leichten Umsatzplus auf ca. 1,018 Milliarden Euro (Vorjahr 1,013 Mrd. Euro) aus. Die Exportquote wird sich hierbei in Höhe von ca. 53% auf Vorjahresniveau bewegen.

Für die Schuhbranche war das vergangene Jahr zum einen geprägt durch ein erfreuliches Frühjahr-Sommer-Geschäft, während die zweite Jahreshälfte allerdings – wie in den Vorjahren – vor allem witterungsbedingt enttäuschend verlief. Der Umsatz des Schuheinzelhandels in Deutschland legte im Gesamtjahr 2014 dennoch um 1% zu. Der Inlandsumsatz bei Wortmann stieg im ersten Geschäftshalbjahr ebenfalls leicht an. Von den Auslandsmärkten zeigten sich vor allem Frankreich, die Niederlande und Polen stark positiv. Spürbare Rückgänge verzeichneten die Märkte in Russland – stärkster Exportmarkt von Wortmann – und in der Ukraine. Auch in der zweiten Geschäftsjahreshälfte machen sich, in erster Linie durch den schwachen Rubel und die Auseinandersetzungen in der Ukraine verursachte, negative Einflüsse bemerkbar. Das Private-Label-Geschäft der Wortmann-Tochter Novi Footwear Singapur/Hong Kong in Asien mit Kunden aus Übersee wächst wieder moderat. Die Kollektionen der Wortmann-Gruppe werden weltweit in über 70 Ländern und in mehr als 15.000 Schuhgeschäften angeboten.

Die Tamaris-Systempartnerschaft mit Einzelhandelspartnern wächst mit einem Plus von gut 9% weiterhin kontinuierlich. Per Ende Januar waren 970 Flächen (Vorjahr 888 Flächen) in 33 Ländern unter Vertrag. Hierzu gehören 313 Tamaris Mono-Label-Stores (Vorjahr 274) und 657 Shop-in-Shops (Vorjahr 614). Der Anteil der ausländischen Flächen liegt derzeit bei 45%. Ende November vergangenen Jahres eröffnete Wortmann seinen neuen Fabrikverkauf am Stammsitz in Detmold. Auf fast 800 qm werden hier Überproduktionen, Einzelpaare, Muster usw. angeboten.

Die in 2014 gegründete Tamaris USA Inc. startete im Dezember erfolgreich auf der FFaNY in New York, eine der wichtigsten Messen der USA. Die Tamaris-Kollektion für den kommenden Herbst-Winter wurde vom amerikanischen Fachpublikum durchweg positiv aufgenommen. Derzeit präsentiert Tamaris auf weiteren Messen in allen großen Städten der USA.

Anfang Januar 2015 bezog die Novi Footwear an ihrem größten Standort in China, Dongguan, neue Geschäftsräume für über 200 Mitarbeiter. Die räumliche Neuorganisation auf ca. 3.000 qm ist verbunden mit einer Anpassung und Verschlankung der Geschäftsprozesse in Fernost und stärkt damit die Basis für weiteres Wachstum in Asien.

Die Wortmann-Gruppe gehört mit einem Paarzahlvolumen im laufenden Geschäftsjahr im Segment Fashion von ca. 31,8 Millionen Paar sowie im Bereich Standard von ca. 20 Millionen Paar zu den größten Schuhproduktions- und -vertriebsunternehmen in Europa. Bei modischen Damenschuhen gilt man als Marktführer. Zum europäischen Teil der Unternehmensgruppe zählen neben der Topmarke Tamaris die Marken Marco Tozzi, Caprice, Jana und s.Oliver shoes. Dazu kommt die Novi Footwear Fareast Ltd . in Asien. Wortmann ist mit eigenen Gesellschaften an acht Standorten in Europa, weiteren elf in Asien und einem in den USA vertreten. International zählt die Gruppe derzeit insgesamt 1.151 Mitarbeiter (Vorjahr 1.092) davon 722 in Europa. Weltweit produzieren ca. 30.000 Arbeitskräfte für die Detmolder Unternehmensgruppe.

Auch im aktuellen Geschäftsjahr geht man in Detmold von einer zufriedenstellenden Ertragslage aus. Da Gewinne traditionell im Unternehmen verbleiben, kann man sich auf Basis einer Eigenkapitalquote von über 75% vollständig selbst finanzieren. Bankkredite werden nicht in Anspruch genommen.

Das kommende Geschäftsjahr 2015/16 ist aufgrund diverser aktueller, mit hoher Unsicherheit verbundenen Einflussfaktoren wie die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in der Ukraine, in Russland und Griechenland sowie die Stärke des US-Dollars nur sehr schwer einzuschätzen. Erste Verkaufszahlen für die kommende Herbst-Winter-Saison lassen noch keine verlässlichen Prognosen zu.

Teilen:
Weitere Artikel
Berufliche Neuorientierung: So gelingt der Neustart auf dem Arbeitsmarkt
Karriere
Berufliche Neuorientierung: So gelingt der Neustart auf dem Arbeitsmarkt

Der Wunsch nach einem beruflichen Neuanfang trifft längst nicht mehr nur Berufseinsteiger. Fachkräfte in der Lebensmitte, Rückkehrer nach einer Familienphase und Menschen nach einer Kündigung stellen sich dieselbe Frage. Passt der eingeschlagene Weg noch zu dem, was sie können und wollen? Eine berufliche Neuorientierung wirkt im ersten Moment oft einschüchternd. Wer sie planvoll angeht, gewinnt jedoch schnell an Sicherheit. Der Arbeitsmarkt bietet mehr Einstiegswege als viele vermuten und mit der richtigen Vorbereitung wird aus der Unsicherheit ein tragfähiger Plan. Das Wichtigste in Kürze

4 Min. LesezeitLesen
Die optimierte Ölheizung: Präzise Strategien zur nachhaltigen Kostensenkung
Verbraucher
Die optimierte Ölheizung: Präzise Strategien zur nachhaltigen Kostensenkung

Die schwankenden Rohstoffpreise und neue energiepolitische Vorgaben rücken die Heizkosten vermehrt in den Fokus. Trotz des Wandels auf dem Energiemarkt spielt die bewährte Ölheizung in vielen Bestandsgebäuden und Gewerbeimmobilien weiterhin eine zentrale Rolle. Ein kompletter Austausch der Heizanlage ist dabei nicht zwingend die einzige Lösung, um wirtschaftlicher zu heizen. Oft lassen sich bereits durch gezielte Optimierungen an der bestehenden Technik greifbare Einsparungen erzielen. Wer das System klug anpasst, reduziert den Ölverbrauch nachhaltig und schont das Budget auf lange Sicht.

3 Min. LesezeitLesen
Betriebsmedizin und Verkehrsmedizin: Was Unternehmen zu Vorsorge- und Eignungsuntersuchungen wissen sollten
Guide's
Betriebsmedizin und Verkehrsmedizin: Was Unternehmen zu Vorsorge- und Eignungsuntersuchungen wissen sollten

Wenn der LKW-Führerschein eines Mitarbeiters zur Verlängerung ansteht oder eine neue Mitarbeiterin im Schichtbetrieb beginnt, wird es für viele Unternehmen konkret: Arbeitsmedizinische Vorsorge- und Eignungsuntersuchungen gehören zum betrieblichen Alltag, werden aber oft erst organisiert, wenn Fristen drücken. Dabei sind sie mehr als eine Pflichtaufgabe. Gerade kleine und mittlere Betriebe ohne eigene Personalabteilung stehen vor der Frage, welche Untersuchungen wirklich nötig sind und wer sie durchführen darf. Dieser Beitrag erklärt, welche Untersuchungen für Betriebe mit Fahrpersonal, Außendienst oder Schichtarbeit relevant sind, wie sich die Organisation vereinfachen lässt und worauf Unternehmen bei der Wahl eines betriebsärztlichen Ansprechpartners achten sollten. Warum Betriebsmedizin für Unternehmen kein Nebenthema ist Arbeitgeber sind grundsätzlich verpflichtet, Gefährdungen am Arbeitsplatz zu beurteilen und für bestimmte Tätigkeiten arbeitsmedizinische Vorsorge sicherzustellen. Je nach Arbeitsplatz kann es sich dabei um Pflichtvorsorge handeln etwa bei besonderen gesundheitlichen Belastungen oder um Vorsorge, die der Arbeitgeber anbieten muss und die Beschäftigte freiwillig wahrnehmen können. Wer diese Unterscheidung nicht kennt, verschenkt entweder Gestaltungsspielraum oder gerät in Erklärungsnot, wenn Behörden oder die Berufsgenossenschaft nachfragen.

6 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite