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„Das Elektroauto wird das iPhone der Automobilindustrie“

Vom 19. – 21. Oktober 2010 finden auf dem Gelände der Neuen Messe München die beiden Messen eCarTec – 2. Internationale Leitmesse für Elektromobilität – und die MATERIALICA – 13. Internationale Fachmesse für Werkstoffanwendungen, Oberflächen und Product Engineering statt. Im Interview gibt Veranstalter Robert Metzger einen Ausblick, was Besucher erwarten dürfen.

Vom 19. – 21. Oktober 2010 finden auf dem Gelände der Neuen Messe München die beiden Messen eCarTec – 2. Internationale Leitmesse für Elektromobilität – und die MATERIALICA – 13. Internationale Fachmesse für Werkstoffanwendungen, Oberflächen und Product Engineering statt. Im Interview gibt Veranstalter Robert Metzger einen Ausblick, was Besucher erwarten dürfen.

Vom 19. – 21. Oktober 2010 finden auf dem Gelände der Neuen Messe München die beiden Messen eCarTec – 2. Internationale Leitmesse für Elektromobilität – und die MATERIALICA – 13. Internationale Fachmesse für Werkstoffanwendungen, Oberflächen und Product Engineering statt. Im Interview gibt Veranstalter Robert Metzger einen Ausblick, was Besucher erwarten dürfen.

Warum finden die beiden Messen eCarTec und MATERIALICA wieder parallel zueinander statt?

Die MATERIALICA hat sich aus Ihren Anfängen als Forschermesse zu einer modernen Industrie- und Zuliefermesse hin entwickelt und ist heute Europas Top-Event für materialgetriebene und zulieferorientierte Produktinnovation. In den vergangenen zwölf Jahren hat die MATERIALICA maßgeblich dazu beigetragen, dass innovative Technologielösungen für die Kernbranchen Automotive, Aerospace, Maschinenbau, Medizintechnik sowie der Sport- und Konsumgüterindustrie Wirklichkeit wurden. Die eCarTec zeigt Elektrofahrzeuge, Speichertechnologien, Antriebs- und Motorentechnik und beschäftigt sich zusätzlich mit den Themen Energie, Infrastruktur und Finanzierung. Durch den hohen prozentualen Anteil von Vertretern aus der Automobilbranche sowohl auf der eCarTec als auch auf der MATERIALICA entsteht ein so gewollter Synergie-Effekt zwischen den beiden Messen.

Wie hoch ist der Einfluss der MATERIALICA auf die eCarTec?

Die Fokussierung der MATERIALICA liegt auf den wichtigen Engineering- und Materialbereichen Composites, Metallleichtbau, Hochleistung- und Funktionskeramik sowie bei der Oberflächen- und Nanotechnologie. Vor allem vom MATERIALICA-Schwerpunktthema Leichtbau kann die Elektromobilität sehr profitieren. Batterien, die in einem Elektroauto verbaut sind, machen das Fahrzeug schwerer – hier muss dann an anderer Stelle Gewicht eingespart werden. Und da ist die Verwendung von Verbundwerkstoffen und der Metalleichtbau natürlich elementar. Die MATERIALICA versteht sich zudem als Bindeglied für Engineering und Zulieferung. Auch die Verknüpfung von Material, Technologie und Design wird zudem immer wichtiger. Deshalb findet auch in diesem Jahr, bereits zum achten Mal, der MATERIALICA Design + Technology Award statt. Wir wollen damit die Relevanz von Werkstoffen für industriedesignorientierte Anwendungen aufzeigen und Designer, Materialhersteller, Entwickler, Ingenieure und Produzenten miteinander ins Gespräch bringen. Designer wissen längst, dass der Erfolg eines Produkts und seiner Gestaltung auch abhängig ist von der richtigen Materialwahl.

Wie hat sich die eCarTec innerhalb des letzten Jahres entwickelt? Wo liegen die Schwerpunkte?

Das enorme internationale Interesse an der eCarTec unterstreicht die weltweite Bedeutung der Messe und dem Thema Elektromobilität. Viele Unternehmen haben erst in diesem Jahr erkannt, dass Elektroautos sowie deren Technikkomponenten und die dazugehörige Infrastruktur ein riesiger Markt mit großem Umsatzpotenzial ist. Zur Premiere der eCarTec 2009 waren 195 Aussteller vertreten – diese Zahl konnten wir nun auf rund 400 Aussteller verdoppeln. Was uns in diesem Jahr besonders freut: Mit BMW, Mitsubishi, Renault und Peugeot präsentieren sich in diesem Jahr die ersten großen Fahrzeughersteller mit einem eigenen Auftritt und kaufbaren Elektro-Serienmodellen. Aber auch viele Global Player wie Siemens, Infineon, Panasonic, Philips, Robert Bosch, EBM-Papst, Johnson Control, Bitrode oder AVL List sind mit von der Partie. Bereits zum zweiten Mal gastiert die RWE-Autostrom-Roadshow auf der eCarTec – zusammen mit E.ON, EWE, Vattenfall und EnBW sind nun alle fünf großen deutschen Energieversorger als Aussteller auf der eCarTec vertreten. Umfangreiche Gemeinschaftsstände aus den Niederlanden, Ungarn, Slowenien und Österreich zeigen gebündeltes Technologie-Know-How aus den jeweiligen Ländern.

Wann rechnen Sie mit dem Elektroauto als Massenprodukt?

Zum Elektroauto gibt es keine Alternative – die Elektrifizierung der Autos ist zwingend, alternativlos und unumkehrbar. Laut einer aktuellen Studie von Bain & Company wird bis zum Jahr 2020 weltweit die Hälfte aller neu zugelassenen Pkws einen Elektroantrieb besitzen – sei es als Zusatzaggregat in Form eines so genannten Range Extenders, als Voll- oder Plug-in-Hybrid. Ich bin überzeugt, dass das Elektroauto das iPhone der Automobilindustrie wird. Ein Quantesprung und Systemwechsel ! Deshalb müssen Unternehmen jetzt reagieren, um sich im umsatzstarken Markt von morgen zu positionieren. Im ersten Schritt werden sicherlich Elektromotorräder, Kurzstrecken- und Nutzfahrzeuge, aber auch Elektro-Sportwagen im Fokus des Interesses stehen.

Gibt es einen MATERIALICA Ausstellerbereich der besonders starke Zuwächse verzeichnet?

Entsprechend der Bedeutung für die Elektromobilität und besonders auch die Luft- und Raumfahrt, die im Großraum München zu Hause ist, haben sich die Leichtbaubereiche COMPOSITES und METAL LIGHT gut entwickelt. Auch das Innovationsthema NANO zeigt einen klaren Aufwärtstrend. Im Bereich COMPOSITES freuen wir uns mit Ticona, einen wichtigen Global Player begrüßen zu dürfen. Berlac, Deutsche Edelstahl, Diab, Evonik, Parabeam, Sasol, Saint Gobain, Schott, Secar, Teijin und Zoz sind nur ein kleiner Ausstellerauszug.

Welche Besucher-Zielgruppen wollen Sie mit der MATERIALICA ansprechen?

Wir wollen damit die „bewegten“ Industrien ansprechen, also im wesentlichen die Hochtechnologiebranchen in denen es um Bewegung geht, deshalb auch unser MATERIALICA-Slogan „Product Engineering in Motion“. Im Speziellen kommt die Besucherzielgruppe der MATERIALICA aus Automotive, Aerospace, Automation und Maschinenbau, sowie technischen Sport- und Konsumgütern. Wir sprechen konkret die strategischen Entscheider der genannten Branchen, wie Entwicklungsingenieure, Konstrukteure und Designer an.

Findet in diesem Jahr parallel auch wieder der eCarTec Kongress statt?

Ja. Wir veranstalten den 2-tägigen Kongress wieder mit unseren starken Partnern von Bayern Innovativ und deren Clustern. Die Kongressteilnehmer können sich auf ein aktuelles und facettenreiches Programm freuen. Vertreter u.a. von E.ON, Infineon, BMW, AUDI oder Siemens informieren Interessierte über Energiethemen, Markt und Kunde, technologische Herausforderungen, Zulieferstrategien, Forschungshighlights und Erfahrungsberichte aus Pilotprojekten und Modellregionen.

In den letzten Jahren wurde das Rahmenprogramm der MATERIALICA systematisch erweitert. Was bieten Sie in diesem Jahr an?

Das Konzept heißt: Zu jedem Thema ein Kongress. Wir wollen Kompetenzen bündeln und einen Mehrwert für Besucher und Aussteller schaffen. Die MATERIALICA soll nicht nur eine Messe, sondern der Informations- und Wissenstreffpunkt der bereits genannten Industriezweige sein. Deshalb bieten wir in diesem Jahr Kongresse zu den Themen Composites, Metall-Leichtbau, Keramikanwendungen, Surface und Design. Durch diese Vielfalt an Kongresse und Konferenzen können sich die Experten aller MATERIALICA-Themen und –Zielbranchen noch umfassender und vertieft informieren. Ein zusätzlicher Publikumsmagnet für die ohnehin schon starke Fachmesse.

Der eCarTec Award für Elektromobilität ist offizieller Bayerischer Staatspreis geworden und wird in sieben Kategorien verliehen. Jede Kategorie ist mit € 7.500 dotiert.

Auch daran sieht man deutlich, dass Elektromobilität ein wichtiges politisches Thema ist – da wurden die Vorgaben vom eCarTec Schirmherrn Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer klar formuliert: Deutschland soll weltweiter Leitmarkt für Elektromobilität werden. Deshalb investiert der Bund in den nächsten Jahren über 2 Milliarden Euro in Infrastruktur, Forschung und Technologie. In Bayern werden Zukunftsthemen wie immer am schnellsten umgesetzt und so hat der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil den Bayerischen Staatspreis für Elektromobilität geschaffen. Beim eCarTec Award suchen wir die innovativsten und zukunftsträchtigsten Projekte, Technologien und Fahrzeuge aus dem Bereich der Elektromobilität. Mit der Teilnahme am Wettbewerb können Unternehmen ihre Innovationskompetenz unterstreichen und gewinnen zudem ein wertvolles Marketinginstrument, um ihr Produkt noch erfolgreicher am Markt zu positionieren. Die Dotierung von € 7.500 pro Kategorie ist ein zusätzlicher Anreiz.

In diesem Jahr bieten Sie auf der eCarTec eine große Teststrecke für Elektrofahrzeuge an …

Begeisterung entsteht durch eigene Erfahrung. Wir wollen dem Endverbraucher diese neue Technologie erlebbar machen, Fahrspaß vermitteln und weg vom Ökomobil-Image. Wer einmal hinter dem Steuer eines Elektroautos gesessen hat, wird von der ungeheuren Beschleunigung begeistert sein. Bei einem Elektroauto steht – im Gegensatz zu einem Verbrenner – von der ersten Sekunde an die volle Leistung zur Verfügung. Auf der Teststrecke werden rund 100 fahrbare Elektrofahrzeugen vor Ort sein: Autos, Motorräder, Scooter– alle Facetten werden vertreten sein.

Wie viele Besucher erwarten Sie?

Unser Konzept lautet: Ein Eintrittspreis – zwei Messen. Wer die eCarTec besucht, hat auch Zutritt zur MATERIALICA und umgekehrt. Gerade wegen den bereits angesprochenen Synergieeffekten. Insgesamt erwarten wir 20.000 internationale Besucher.

Vielen Dank für das Interview.

eCarTec 2010
2. Internationale Messe für Elektromobilität
19. – 21. Oktober 2010
Neue Messe München
www.ecartec.de

 

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