Formen von Infrastruktur
Es gibt insgesamt drei verschiedene Formen von Infrastruktur, nämlich die materielle Infrastruktur, die immaterielle oder auch personelle Infrastruktur sowie die institutionelle Infrastruktur. Zur immateriellen Infrastruktur zählt auch der Aufbau des sogenannten „Humankapitals“ durch Bildungseinrichtungen, Forschungsinstitutionen, ebenso auch die Einrichtungen aus dem Gesundheits- und dem sozialen Bereich.
Merkmale von Infrastruktur
Vor allem in ökonomischer Hinsicht weisen so gut wie alle infrastrukturellen Elemente einer Volkswirtschaft ähnliche Merkmale auf:
- Der Investitionscharakter, der zumindest per materieller und immaterieller Infrastruktur deutlich zu erkennen ist.
- Lange Nutzungsdauer und Kapitalbindung
- Große Investitionen mit hohem Kapitalbedarf
- Begrenzte Teilbarkeit der Projekte, eine Mindestgröße oder –leistung ist erforderlich
- Externe Effekte, wie die Verbesserung der Attraktivität einer Region durch ausgebaute Verkehrswege
Teilweise können infrastrukturelle Einrichtungen, wie zum Beispiel Straßen oder öffentliche Schulen, unentgeltlich genutzt werden, in der Regel geht der Staat oder die Kommune in Vorleistung und beschafft die Mittel für den Ausbau der Infrastruktur, im Sinne der Finanzwirtschaft zählen infrastrukturelle Einrichtungen zum Kollektivgut, in der Praxis sind privatwirtschaftliche Leistungserstellungen bislang noch die Ausnahme.
In unserem Wirtschaftslexikon finden Sie weitere Definitionen:
- Definition: Amortisation – Investitionsdeckelung und Schuldtilgung
- Definition Cashmanagement – Finanzverwaltung und Steuerung der Liquidität => Weiterlesen
- Controlling – Unternehmensbereiche planen, steuern und kontrollieren => Zur Erklärung
- Definition: Effizienz => Hier klicken
- Definition Inflation – die Geldwertverschlechterung => Hier Weiterlesen
Begriffsentwicklung
Erstmals wurde der Begriff von der NATO verwendet. In der Anfangszeit fasste man darunter alle unterirdisch verlegten Pipelines, Kabel und Rohrleitungen zusammen. Ein Großteil der infrastrukturellen Entwicklung wird heute wie damals vom Staat und den öffentlich-rechtlichen Einrichtungen getragen, die mit ihm in Verbindung stehen. Die Finanzierung erfolgt üblicherweise über Steuergelder.
In den letzten Jahrzehnten gingen jedoch viele öffentlich-rechtliche Einrichtungen in privaten Besitz über. Damit obliegt auch die Pflege und Instandhaltung den privaten Unternehmen. Die Hoheit über Regulierung und Planung verblieb aber beim Staat.
In jüngster Zeit hat sich das Bedeutungsspektrum des Infrastrukturbegriffs ausgeweitet. Man verwendet ihn nicht mehr nur zur Kennzeichnung von technischen Unternehmenseinrichtungen, sondern auch bei Verwaltungsaufgaben und in der Informatik (zur IT Infrastruktur Definition).
Beispiele für technische Infrastrukturen:
- Kommunikation (Internet, Mobilfunk, Festnetz-Telefonie) [Kommunikation Definition]
- Versorgung (Kraftwerke, Energie, Elektrizität, Fernwärme, Tankstellen)
- Entsorgung (Müll, Abwasser)
- Währung
- Verkehr (Flugverkehr, Bahnverkehr, Straßen)
Beispiele für soziale und institutionelle Infrastrukturen:
- Bildung (Schulen, Universitäten, Forschungsstellen, Bibliotheken)
- Gesundheit (Krankenhäuser, Notdienste)
- Kultur (Museen, Ausstellungen)
- Sicherheit (Polizei, Armee)
Arten von Infrastrukturen
- Materielle Infrastruktur: Verkehr, Versorgung
- Immaterielle Infrastruktur: Bildung, Gesundheitswesen
- Institutionelle Infrastruktur: Rechtsordnung, Sozialordnung, Wirtschaftsordnung
Private Investitionen in die Infrastrukturen
Infrastrukturen bieten vielfältige Möglichkeiten zur Kapitalanlage . Dabei kommen spezielle Infrastrukturfonds zum Einsatz. Man unterscheidet Investitionen in ökonomische und soziale Zweige der Infrastruktur. Bei den wirtschaftsnahen Bereichen sind die Nutzer bereit, für Dienstleistungen zu bezahlen. Dabei erwerben private Aktionäre Teile von Pipeline-Netzen, Mautstraßen, Versorgern und anderen infrastrukturellen Einrichtungen. Die Allgemeinheit erhält Zugang zu der Leistung, sie muss aber dafür bezahlen.
Daneben wird auch in soziale Infrastruktur investiert. Häufig handelt es sich dabei um Investitionen zwischen dem öffentlichen und dem privaten Bereich (Public Privat Partnership, Private Finance Initiative). Dabei ist der Staat weiter für die Bereitstellung der Dienstleistung verantwortlich, während sich die Werte selbst in privater Hand befinden. Verschiedene Modelle unterscheiden sich hier dahingehend, in welchem Maße der private Investor Einfluss auf die Bereitstellung nehmen kann.
Rechtliche Aspekte der Infrastrukturen
Unter das Infrastrukturrecht fallen alle gesetzlichen Grundlagen, die sich mit der staatlichen Infrastruktur und der Bereitstellung von Angeboten zur Daseinssicherung befassen (Wasser, Energie, Verkehr). Dem Wesen nach handelt es sich dabei um ein Querschnittsrecht. D.h. es gibt kein Gesetz, dass das gesamte Infrastrukturrecht zentral regelt. Aus diesem Grund finden sich relevante Bestimmungen in den unterschiedlichsten Gesetzestexten. Dazu gehören:
- EU-Verordnungen
- EG-Beihilferecht
- Kartellrecht
- Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs
- Vergaberecht
- Wettbewerbsrecht
Das Infrastrukturrecht ist aufgrund der hohen Bedeutung staatlicher und kommunaler Infrastrukturen sehr breit gefächert. Themen, die innerhalb der Verordnungen von hoher Relevanz sind, betreffen:
- die Ausschreibungspflicht
- Mautgebühren
- Erschließungsbeträge
- die kollektive Nutzung von infrastrukturellen Einrichtungen
- die Höhe von Gebühren
- Monopolbildung
- den freien Zugang zur infrastrukturellen Einrichtungen
- die Finanzierung öffentlicher Infrastrukturen durch Privatleute
- doppelte Belastungen für Nutzer
Florian Weis
- Titelbild: Foto von anna-m. w.
PersonalDer Arbeitsalltag vieler Fachkräfte ist heute dicht durchgetaktet. Ein Meeting folgt auf das nächste, Fristen müssen eingehalten und Projekte rechtzeitig abgeschlossen werden. Für unvorhergesehene gesundheitliche Probleme bleibt in diesem Rhythmus wenig Platz. Besonders Zahnschmerzen treten oft ohne Vorwarnung auf und passen in keinen Terminkalender. Das körperliche Unwohlsein stört den gewohnten Arbeitsfluss spürbar. Die Konzentration am Schreibtisch lässt durch den Schmerz nach. Wichtige berufliche Entscheidungen fallen plötzlich schwerer, und die gewohnte Leistung sinkt.
ArbeitslebenLanges Sitzen und der ständige Blick auf den Bildschirm gehören heute zum normalen Arbeitsalltag. Diese einseitige Körperhaltung bleibt allerdings selten ohne spürbare Folgen. Oft meldet sich der Körper nach einiger Zeit mit Verspannungen im Nacken oder mit Schmerzen im unteren Rücken. Das beeinträchtigt nicht nur das allgemeine Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Auch die Konzentration und die tägliche Leistungsfähigkeit lassen nach, wenn alltägliche Bewegungen plötzlich schwerfallen. Dabei reicht es oftmals schon aus, den eigenen Schreibtisch und die Gewohnheiten etwas rückenfreundlicher zu gestalten. Schon kleine, bewusste Anpassungen helfen dabei, Beschwerden vorzubeugen und den Arbeitstag wieder unbeschwerter zu meistern.
PersonalIn der modernen Arbeitswelt ist es oft gar nicht so leicht, den Beruf und das Privatleben strikt voneinander zu trennen. Das zeigt sich besonders dann, wenn längere Geschäftsreisen oder Weiterbildungen anstehen. Immer mehr Menschen suchen deshalb nach Wegen, ihre beruflichen Termine mit wertvoller Zeit für die Familie und ein wenig Erholung zu verbinden. Dieser Ansatz wird oft als „Bleisure Travel“ bezeichnet eine einfache Mischung aus den englischen Begriffen für Arbeit und Freizeit. Kluge Hotelbetreiber haben diesen Wunsch erkannt und passgenaue Lösungen entwickelt. Sie bieten mittlerweile Konzepte an, die professionelle Räume für Tagungen, wohltuende Wellness-Angebote und eine kinderfreundliche Umgebung unter einem Dach vereinen.

