Tschischwitz gibt CEO-Posten ab
CEO von Lichtblick ist ab sofort Wilfried Gillrath. Der Wechsel bietet Tschischwitz die Möglichkeit, sich gemeinsam mit Varena Junge, Andreas Rieckhoff und seinem 50-köpfigen Team um sein neues Projekt Enyway zu kümmern. Dabei handelt es sich um eine Plattform, die es Privatpersonen ermöglicht, ihren Strom direkt untereinander zu handeln. Da dadurch kein Mittelsmann mehr notwendig ist, kann praktisch jeder zum Energieversorger werden.
Wie der 49-jährige Gründer erklärt, handelt es sich dabei um ein absolutes Novum auf dem Energiemarkt. Möglich wurde dies durch einen Abschnitt des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. So war es bisher so, dass Besitzer von PV-Anlagen und Windrädern dazu angehalten waren, ihren Strom direkt ins öffentliche Netz einzuspeisen. Ab diesem Jahr ist es aber auch erlaubt, dass Anlagenbesitzer ihren Strom direkt an Nachbarn, Freunde oder andere Privatleute verkaufen. Einzige Voraussetzung hierfür ist, dass sie selbst als Versorger auftreten.
Enyway soll großen Schritt machen
Für Tschischwitz ist dieser Schritt alles andere als trivial. Er erfordere nämlich einen hohen Verwaltungsaufwand. So nutzen die Stromverkäufer z. B. ja immer noch die Infrastruktur der Netzbetreiber. Aus diesem Grund müssen sie auch eine Nutzungsgebühr vereinbaren. Auch muss die Abrechnung mit dem Netzbetreiber geregelt werden und es muss sichergestellt sein, woher der Strom kommt, wenn der Himmel bewölkt ist. Diese Arbeiten übernimmt Enyway für die Stromverkäufer. Den Preis pro Kilowattstunde kann er dabei selbst kalkulieren.
Dabei wies man darauf hin, dass nicht nur die Verkäufer profitieren. Auch die Hausbesitzer und Mieter haben den Vorteil, dass sie bei der Auswahl des Anbieters künftig größere Auswahl haben. Für die Nutzer soll das auch mit günstigen Preisen einhergehen. Man gehe davon aus, dass ein Vertrag über die Enyway-Plattform nicht teurer sein wird als ein herkömmlicher Tarif.
Auch die Sicherheit der Daten ist nach Tschischwitz voll und ganz gewährleistet. Vor Hackerangriffen und Ausfällen schützen eigens dafür eingestellte IT-Experten. Außerdem sind alle Daten in der Cloud von Amazon gespeichert.
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