Erfolgreich auf der Messe: so wirbt ein Unternehmen im persönlichen Gespräch

Möchte ein Unternehmer neue Kunden erreichen, hat er die Qual der Wahl: unzählige Marketing-Strategien versprechen schnellen Umsatz und nachhaltige Kundenbindung. Dabei kann jede Methode äußerst effektiv sein, solange sie treffend angewandt wird und der Zeitpunkt stimmt. Wie wählt man also am besten aus?
In vielen Fällen gilt es zunächst, die eigene Zielgruppe kennenzulernen. Häufig haben Unternehmer nur wenig handfestes Wissen darüber, wen sie eigentlich erreichen wollen und können dementsprechend nur suboptimal werben. Wer seine potenziellen Kunden kennt, liegt aber klar im Vorteil. Deshalb können Messen und Events der perfekte Ort sein, neue Verbindungen zu knüpfen, Kunden zu gewinnen und nebenbei die Zielgruppe besser zu verstehen.
Diese Art der Kaltakquise richtet sich an Menschen, die bereits am Thema interessiert sind. Schließlich besucht man nur dann eine Bootsmesse, wenn man Booten gegenüber aufgeschlossen ist – auch wenn man dadurch nicht direkt zum Käufer wird. Doch wie werden Messestände zum erfolgreichen Marketing-Tool?
Professioneller Auftritt
Ein erfolgreicher Messestand verfügt über ein durchdachtes Konzept. Dazu gehören nicht nur die richtigen Produkte oder Dienstleistungen. Ohne ansprechendes Standpersonal und attraktives Design ist die Wahrscheinlichkeit nämlich gering, dass ein Besucher stehen bleibt und ein Gespräch eingeht. Deshalb gilt es, den Messestand im Voraus gut zu durchdenken und im Zweifelsfall professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Wahl der Werbegeschenke und Broschüren sollte schließlich gut zum allgemeinen Auftreten der Firma passen.
Auch die Ausstattung selbst spielt eine Rolle. Viele erfahrene Aussteller setzen deshalb auf Leinwände im Hintergrund, die mit dem Firmenlogo und ansprechendem Design für Wiedererkennungswert sorgen und einen Stehtisch im Mittelpunkt des Standes, an dem potenzielle Kunden und Besucher der Messe mit dem Standpersonal ins Gespräch kommen können.
Persönliches Kennenlernen
Neben dem Knüpfen von Kontakten, die später zu Geschäftsbeziehungen werden können, dient die Messe auch dem Steigern der Markenbekanntheit. Besonders junge Unternehmer und frisch gebackene Selbstständige profitieren von diesem Aspekt. Besucher, die bereits Kunden des Unternehmens sind, fühlen sich in der Regel zugehörig und erfreuen sich an der persönlichen Verknüpfung, die auf der Messe entsteht. Das stärkt die Kundenbindung und das Vertrauen ineinander und gibt dem Aussteller auch die Chance, neue Produkte vorzustellen. Selbst, wenn sie nicht dort direkt verkauft werden, ist der erste Schritt getan.
Für den Aussteller selbst ist der Auftritt auf der Messe mehr wert als theoretische Recherche. Umfragen und Statistiken können eben nie genau das sagen, was ein Besucher am Messestand zeigt. Vielleicht besteht grundlegendes Interesse, doch die Preise sind zu hoch. Ein Marketing-Experte im Büro sieht lediglich, dass eine Website viele Aufrufe erhält, jedoch niemand einen Kauf abschließt. Wer auf der Messe hautnah mit potenziellen Kunden ins Gespräch kommt, kann genau nachhorchen, was sie vom Kauf abhält. So lernen das Unternehmen und die Zielgruppe einander kennen und optimieren ihre Erfahrung miteinander.
Logistisches Management
Ein Messeauftritt verlangt gute Vorbereitung. Dieser Aufwand sollte nicht unterschätzt werden und bedarf in vielen Fällen wochenlanger Planung. Es gilt nicht nur, die passende Messe auszuwählen und Material zu organisieren. Das gesamte Team sollte gut geschult sein und eventuelle Planänderungen und Probleme mit Ruhe angehen und kreative Lösungen finden.
Eine umfangreiche Checkliste hilft bei der Organisation und kann dafür sorgen, dass alles erfolgreich umgesetzt werden kann.
- Titelbild: Foto von Evangeline Shaw auf Unsplash
ExpertentalkOb Terrasse, Eingangsbereich oder Parkett im Büro: Oberflächen prägen den ersten Eindruck eines Hauses oder Unternehmens und werden im Alltag stärker beansprucht, als viele Eigentümer annehmen. Verschmutzungen, Bewuchs oder Kratzer lassen sich dabei nicht mit ein und derselben Methode behandeln was im schlechtesten Fall mehr schadet als nützt. Im Interview ordnet REFINUM, ein Betrieb für Oberflächenaufbereitung aus der Region München, ein, welche Fragen vor einer professionellen Aufbereitung geklärt werden sollten, worin sich Innen- und Außenflächen unterscheiden und wo die Grenzen pauschaler Reinigungsversprechen liegen. Material und Verschmutzung zusammen denken business-on.de: Warum lassen sich Naturstein, Terrazzo, fugenlose Flächen und Holz nicht mit derselben Methode reinigen?
ArbeitslebenDer klassische Bürojob bietet Sicherheit doch nicht jeder findet darin auf Dauer Erfüllung. Zwei Ingenieure aus Passau haben genau diese Erfahrung gemacht und Konsequenzen gezogen: Statt monotoner Abläufe am Schreibtisch wollten sie etwas mit eigenen Händen gestalten und ein eigenes Unternehmen aufbauen. Herausgekommen ist die PA Grundstein GmbH, ein Hausmeisterdienst aus Passau, der Wohnanlagen, Mehrfamilienhäuser und Gewerbeobjekte betreut. Im Gespräch erzählen die Geschäftsführer Anton Ponigl und Julian Tuma, warum sie ihre ursprüngliche Immobilienidee verwarfen, wie sie innerhalb von nur zwei Monaten gründeten und welche Rolle das technische Studium heute im Betrieb spielt. Wer selbst über eine Gründung nachdenkt, findet darin viele vertraute Fragen wieder von der Finanzierung bis zur Frage, ab wann ein Gewerbe angemeldet werden muss. business-on.de: Sie beide haben studiert und standen mitten im Berufsleben. Wie sah Ihre Ausgangslage aus – und was hat Sie schließlich in die Selbstständigkeit getrieben? Anton Ponigl und Julian Tuma: Uns verbindet eine langjährige Freundschaft und schon früh der gemeinsame Wunsch, ein eigenes Projekt zu realisieren. In unseren bisherigen Tätigkeiten waren wir allerdings zunehmend unzufrieden: Der Anteil kreativer, gestaltender Aufgaben war gering, die Arbeitsprozesse überwiegend monoton und wiederkehrend. Möglichkeiten, sich persönlich und fachlich wirklich zu verwirklichen, fehlten. Gleichzeitig hatten wir beide schon lange eine starke Affinität zu eigenen handwerklichen Projekten, etwa in der Schreinerei. Der Wunsch nach unternehmerischer Selbstständigkeit war also schon eine Weile da. Natürlich verlässt man eine feste Anstellung nicht nebenbei wir haben Chancen und Risiken lange abgewogen. Aber irgendwann war klar, dass wir den Schritt wagen wollen.
BusinessEine gebuchte Messefläche ist noch kein fertiges Konzept. Bevor Besucher einen Stand betreten, müssen Unternehmen entscheiden, wen sie erreichen wollen, welche Gespräche dort stattfinden sollen und was dafür räumlich und technisch nötig ist. Wer diese Fragen zuerst beantwortet, kann Gestaltung, Budget und Ablauf aufeinander abstimmen. Das erleichtert auch die Wahl zwischen einem Systemstand, einer individuellen Fertigung und einer Kombination aus beidem. Erst das Ziel klären, dann den Stand gestalten
