News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
12. November 2015

Dr. Clemens Fischer – Ein Mann geht seinen Weg nach oben

business-on: Herr Dr. Fischer, Sie haben gerade Ihren siebten Deal in Folge gemacht. Ihre Firma Naturwohl Pharma ging für einen dreistelligen Millionenbetrag an den Pharmariesen Perrigo. Was kommt als nächstes?

Dr. Clemens Fischer: Hauptsächlich konzentriere ich mich weiter um das Wachstum meiner Pharmafirmen. Zusätzlich suche ich für meinen Inkubator Talente, die für neue Ideen brennen und bereit sind schnell Verantwortung zu übernehmen.

business-on: Ihr Unternehmen FGP Pharma zählt zu den erfolgreichsten OTC-Pharmaunternehmen auf dem europäischen Markt. Wie schaffen Sie es den Nerv der Verbraucher zu treffen?

Dr. Clemens Fischer: Eigentlich orientiere ich mich nur an den Bedürfnissen der Verbraucher. Mein wesentliches Augenmerk liegt auf zwei Punkten: Wie groß ist der Markt und wie stark können bereits am Markt befindliche Produkte das Bedürfnis der Verbraucher befriedigen.

business-on: Das klingt sehr theoretisch, können Sie uns ein Beispiel geben?

Dr. Clemens Fischer: Gerne. Ich glaube jedem ist heute bewusst, dass Laktoseintoleranz ein großes Thema ist. Wir haben uns daraufhin den Markt ausführlich angeschaut und erkannt, dass viele Verbraucher unzufrieden waren. Zum einem waren die bereits am Markt befindlichen Kapseln sehr groß. Zum anderen war die Dosierempfehlung schwer umsetzbar. Wir haben daraufhin Minitabletten mit dem Wirkstoff Lactase entwickelt. Der Wirkstoff Lactase spaltet den Milchzucker in zwei harmlose Substanzen, nämlich Glucose und Galactose. Im Gegensatz zu Lactose (Milchzucker), führen diese Abbauprodukte nicht zu den bei Lactoseintoleranz typischen Symptomen. Die Minitabletten haben wir dann in einen Spender verpackt, der dem von Süßstofftabletten ähnelt. Somit kann der Verbraucher seine Tabletten einfach überall hin mitnehmen. Zudem dosierten wir den Wirkstoffgehalt so, dass bereits zwei Minitabletten ausreichen, um die „schädliche“ Laktose in den meisten Fällen komplett zu neutralisieren. Somit können Lactoseintolerante wieder unbeschwert lactosehaltige Produkte genießen, ohne anschließend mit Verdauungsproblemen kämpfen zu müssen.

business-on: Wie erfolgreich waren Sie mit diesem Produkt?

Dr. Clemens Fischer: Sehr. Wir haben mit dem Produkt (erhältlich unter dem Namen Lactostop) den Markt für Lactoseintoleranz in der Apotheke innerhalb von vier Monat verdoppelt und avancierten zum Marktführer. Letztes Jahr kaufte die Dermapharm Gruppe, ein internationales Pharmaunternehmen, Lactostop.

business-on: Mit Ihren 40 Jahren haben Sie schon sehr viel erreicht. Wohin soll Ihr Weg noch führen?

Dr. Clemens Fischer: Ich liebe Start-ups und bin ständig auf der Suche nach jungen Unternehmern und Unternehmerinnen, denen ich auf die Beine helfen kann. Aber auch für meine eigenen Unternehmen suche ich ständig nach qualifizierten, talentierten Mitarbeitern, die einen gewissen Weitblick haben, kreativ sind und sich einbringen können. Ich mag es, wenn die Menschen nach vorne gehen und nicht stehen bleiben.

business-on: Was würden Sie jungen Menschen raten, die auf der Karriereleiter nach ganz oben klettern wollen?

Dr. Clemens Fischer: Hart arbeiten, nicht aufgeben, mutig sein und anpacken. Auch Fehler machen, gehört zu dem Weg nach oben. Wichtig dabei ist nur, dass man aus ihnen lernt und die richtigen Schlüsse daraus zieht.

Herr Dr. Fischer, ich danke Ihnen für das Interview.

Teilen:
Weitere Artikel
Warum ein guter Passwort-Manager für Unternehmen unverzichtbar ist
Business
Warum ein guter Passwort-Manager für Unternehmen unverzichtbar ist

Passwörter als unterschätztes Sicherheitsrisiko Digitale Konten und Anwendungen sind aus dem Unternehmensalltag nicht mehr wegzudenken. E-Mail-Postfächer, Cloud-Dienste, Onlineshops, Banking-Systeme und interne Plattformen erfordern meist eigene Zugangsdaten. Mit der wachsenden Zahl an Accounts steigt jedoch auch die Gefahr, dass Passwörter mehrfach verwendet, zu einfach gewählt oder unsicher abgelegt werden. Gerade für Unternehmen kann daraus ein erhebliches Sicherheitsrisiko entstehen. Wird ein Zugang kompromittiert, können nicht nur einzelne Konten betroffen sein. Unter Umständen erhalten Angreifer Zugriff auf sensible Unternehmensdaten, Kundendaten oder interne Systeme. Ein durchdachtes Passwort-Management sollte deshalb ein fester Bestandteil der IT-Sicherheitsstrategie sein.

3 Min. LesezeitLesen
Vertragsmanagement digitalisieren: Warum Unternehmen ihre Verträge neu denken sollten
Business
Vertragsmanagement digitalisieren: Warum Unternehmen ihre Verträge neu denken sollten

Verträge gehören zum Fundament jedes Unternehmens. Sie regeln Geschäftsbeziehungen mit Kunden und Lieferanten, definieren Zahlungsbedingungen, Laufzeiten und Verantwortlichkeiten und können im Streitfall entscheidend sein. Trotzdem werden Verträge in vielen Unternehmen noch immer über verschiedene Ordner, E-Mail-Postfächer, Netzlaufwerke oder Tabellen verwaltet. Mit zunehmender Vertragsmenge wird dieses Vorgehen unübersichtlich und kann unnötige Risiken verursachen. Vom Dokumentenarchiv zum aktiven Vertragsmanagement Nach der Unterzeichnung beginnt für Unternehmen die laufende Vertragsverwaltung. Dazu gehören die Überwachung von Fristen, die Kontrolle vereinbarter Leistungen und die rechtzeitige Prüfung von Verlängerungen. Gerade automatische Vertragsverlängerungen können zum Problem werden, wenn Kündigungsfristen nicht rechtzeitig beachtet werden.

4 Min. LesezeitLesen
Interview mit REFINUM: Worauf es bei Stein-, Terrassen- und Parkettpflege ankommt
Expertentalk
Interview mit REFINUM: Worauf es bei Stein-, Terrassen- und Parkettpflege ankommt

Ob Terrasse, Eingangsbereich oder Parkett im Büro: Oberflächen prägen den ersten Eindruck eines Hauses oder Unternehmens und werden im Alltag stärker beansprucht, als viele Eigentümer annehmen. Verschmutzungen, Bewuchs oder Kratzer lassen sich dabei nicht mit ein und derselben Methode behandeln was im schlechtesten Fall mehr schadet als nützt. Im Interview ordnet REFINUM, ein Betrieb für Oberflächenaufbereitung aus der Region München, ein, welche Fragen vor einer professionellen Aufbereitung geklärt werden sollten, worin sich Innen- und Außenflächen unterscheiden und wo die Grenzen pauschaler Reinigungsversprechen liegen. Material und Verschmutzung zusammen denken business-on.de: Warum lassen sich Naturstein, Terrazzo, fugenlose Flächen und Holz nicht mit derselben Methode reinigen?

6 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite