Dr. Clemens Fischer – Ein Mann geht seinen Weg nach oben

business-on: Herr Dr. Fischer, Sie haben gerade Ihren siebten Deal in Folge gemacht. Ihre Firma Naturwohl Pharma ging für einen dreistelligen Millionenbetrag an den Pharmariesen Perrigo. Was kommt als nächstes?
Dr. Clemens Fischer: Hauptsächlich konzentriere ich mich weiter um das Wachstum meiner Pharmafirmen. Zusätzlich suche ich für meinen Inkubator Talente, die für neue Ideen brennen und bereit sind schnell Verantwortung zu übernehmen.
business-on: Ihr Unternehmen FGP Pharma zählt zu den erfolgreichsten OTC-Pharmaunternehmen auf dem europäischen Markt. Wie schaffen Sie es den Nerv der Verbraucher zu treffen?
Dr. Clemens Fischer: Eigentlich orientiere ich mich nur an den Bedürfnissen der Verbraucher. Mein wesentliches Augenmerk liegt auf zwei Punkten: Wie groß ist der Markt und wie stark können bereits am Markt befindliche Produkte das Bedürfnis der Verbraucher befriedigen.
business-on: Das klingt sehr theoretisch, können Sie uns ein Beispiel geben?
Dr. Clemens Fischer: Gerne. Ich glaube jedem ist heute bewusst, dass Laktoseintoleranz ein großes Thema ist. Wir haben uns daraufhin den Markt ausführlich angeschaut und erkannt, dass viele Verbraucher unzufrieden waren. Zum einem waren die bereits am Markt befindlichen Kapseln sehr groß. Zum anderen war die Dosierempfehlung schwer umsetzbar. Wir haben daraufhin Minitabletten mit dem Wirkstoff Lactase entwickelt. Der Wirkstoff Lactase spaltet den Milchzucker in zwei harmlose Substanzen, nämlich Glucose und Galactose. Im Gegensatz zu Lactose (Milchzucker), führen diese Abbauprodukte nicht zu den bei Lactoseintoleranz typischen Symptomen. Die Minitabletten haben wir dann in einen Spender verpackt, der dem von Süßstofftabletten ähnelt. Somit kann der Verbraucher seine Tabletten einfach überall hin mitnehmen. Zudem dosierten wir den Wirkstoffgehalt so, dass bereits zwei Minitabletten ausreichen, um die „schädliche“ Laktose in den meisten Fällen komplett zu neutralisieren. Somit können Lactoseintolerante wieder unbeschwert lactosehaltige Produkte genießen, ohne anschließend mit Verdauungsproblemen kämpfen zu müssen.
business-on: Wie erfolgreich waren Sie mit diesem Produkt?
Dr. Clemens Fischer: Sehr. Wir haben mit dem Produkt (erhältlich unter dem Namen Lactostop) den Markt für Lactoseintoleranz in der Apotheke innerhalb von vier Monat verdoppelt und avancierten zum Marktführer. Letztes Jahr kaufte die Dermapharm Gruppe, ein internationales Pharmaunternehmen, Lactostop.
business-on: Mit Ihren 40 Jahren haben Sie schon sehr viel erreicht. Wohin soll Ihr Weg noch führen?
Dr. Clemens Fischer: Ich liebe Start-ups und bin ständig auf der Suche nach jungen Unternehmern und Unternehmerinnen, denen ich auf die Beine helfen kann. Aber auch für meine eigenen Unternehmen suche ich ständig nach qualifizierten, talentierten Mitarbeitern, die einen gewissen Weitblick haben, kreativ sind und sich einbringen können. Ich mag es, wenn die Menschen nach vorne gehen und nicht stehen bleiben.
business-on: Was würden Sie jungen Menschen raten, die auf der Karriereleiter nach ganz oben klettern wollen?
Dr. Clemens Fischer: Hart arbeiten, nicht aufgeben, mutig sein und anpacken. Auch Fehler machen, gehört zu dem Weg nach oben. Wichtig dabei ist nur, dass man aus ihnen lernt und die richtigen Schlüsse daraus zieht.
Herr Dr. Fischer, ich danke Ihnen für das Interview.
Guide'sIn Büros, Praxen, Verkaufsflächen und Eingangsbereichen prägt die Raumgestaltung maßgeblich, wie ein Standort genutzt wird und wie er auf Kunden, Patienten und Mitarbeitende wirkt. Glas kann dabei eine besondere Rolle spielen: Es trennt Bereiche, ohne Räume optisch zu verkleinern, lässt Tageslicht tief ins Gebäude und wirkt wertig, ohne aufdringlich zu sein. Die kurze Antwort auf die Frage, worauf Unternehmen bei Planung und Umsetzung achten sollten, lautet deshalb: Funktion schlägt Optik. Eine Glaslösung erfüllt ihre Aufgabe im Alltag nur dann zuverlässig, wenn Konstruktion, Ausführung und Einbausituation zur konkreten Nutzung passen und wenn Maße, Anschlüsse und Sicherheitsanforderungen früh mit einem Fachbetrieb geklärt werden. Dieser Beitrag ordnet die wesentlichen Überlegungen ein, bevor Unternehmen ein Glasbauteil neu planen, modernisieren oder reparieren lassen. Warum Glas im Gewerberaum mehr als Gestaltung ist Glas wird in gewerblichen Räumen häufig zuerst als gestalterisches Element wahrgenommen. Tatsächlich ist der Werkstoff vor allem eine funktionale Entscheidung. Eine Glastrennwand grenzt Arbeitsbereiche ab, ohne die Sichtachsen im Raum zu unterbrechen. Große Fensterflächen und verglaste Eingangsbereiche bringen Tageslicht in Zonen, die sonst künstlich beleuchtet werden müssten. Mattierte oder strukturierte Ausführungen schaffen Sichtschutz, wo Vertraulichkeit nötig ist, etwa in Besprechungs- oder Behandlungszimmern. Je nach Aufbau kann eine Verglasung auch die Geräuschübertragung dämpfen oder kaum, wenn die Konstruktion nicht dafür ausgelegt ist. Zudem lassen sich Glasflächen in der Regel unkompliziert reinigen, was in Praxen und stark frequentierten Empfangsbereichen ein praktischer Vorteil ist.
RatgeberWer eine Wohnung, ein Haus oder Geschäftsräume renovieren lässt, denkt meist zuerst an das sichtbare Ergebnis: glatte Wände, neue Oberflächen, eine durchdachte Raumaufteilung. Ob ein Vorhaben tatsächlich gelingt, entscheidet sich jedoch lange vor dem letzten Anstrich. Die Abstimmung der beteiligten Gewerke, ein nachvollziehbarer Ablauf und feste Ansprechpartner bestimmen maßgeblich, ob ein Projekt für Eigentümer planbar bleibt insbesondere dann, wenn Innenausbau, Trockenbau und Verputzarbeiten zusammenkommen. Dieses Porträt zeigt, wie ein regionaler Handwerksbetrieb diesen gebündelten Ansatz umsetzt, und benennt die Punkte, die Auftraggeber vor dem Projektstart klären sollten. Renovieren als Organisationsaufgabe Eine Renovierung ist selten eine einzelne Maßnahme. Wer etwa die Aufteilung einer Altbauwohnung verändern möchte, benötigt zunächst neue Wände im Trockenbau, anschließend Putz und Oberflächen, häufig ergänzt um weitere Arbeiten im Innenausbau. Jedes Gewerk baut auf dem vorherigen auf und jede Unklarheit an einer Schnittstelle wirkt sich auf das Gesamtergebnis aus.
BusinessLange Zeit wurde das Thema Barrierefreiheit in der Wirtschaft vor allem als gesetzliche Pflichtaufgabe betrachtet. Heute zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Ein zugängliches Arbeitsumfeld zu schaffen, ist ein strategischer Vorteil und die Basis für eine zukunftsorientierte Unternehmenskultur. Wer Hürden im Arbeitsalltag abbaut, profitiert auf mehreren Ebenen. Durch den Wegfall von physischen und digitalen Barrieren eröffnet sich der Zugang zu einem wesentlich größeren Kreis an qualifizierten Fachkräften. Gleichzeitig steigt die Attraktivität als moderner Arbeitgeber auf dem Markt. Ein Unternehmen wirklich barrierefrei zu gestalten, gelingt allerdings nicht von heute auf morgen. Es erfordert eine durchdachte Planung und den Blick für praktische Details im Betriebsalltag.
