Iserlohn. Jeder Hausbesitzende kennt das Problem: Im Laufe der Jahre werden die Rohrleitungen defekt – mal früher, mal später und eine Sanierung ist fällig. Diese ist aufwändig und verursacht Dreck und Kosten da zumeist der Austausch der gesamten Rohrleitung erforderlich ist. Die Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn und die Fa. Warnecke & Böhm GmbH in Schliersee entwickeln im Rahmen eines Forschungsvorhabens ein neues Verfahren für eine sichere und langlebige Rohrinnensanierung mit einem neuartigen Beschichtungssystem.
Für Besitzerinnen und Besitzer von Immobilien ist es ein Ärgernis, für die Gebäudeversicherer ein Kostenfaktor. Durch Korrosion zerstörte Rohrleitungen verursachen pro Jahr milliardenschwere Schadenssummen. Eine nachhaltige Sanierung dieser Leitungen spart Kosten und schont die Umwelt.
In einem neuen kooperativen Forschungsprojekt zwischen dem Labor für Korrosionsschutztechnik an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn und der Fa. Warnecke & Böhm GmbH wird ein neues Verfahren zur Sanierung erforscht, das in Zukunft den kompletten Austausch der Rohrleitungen vermeiden soll. „Ansätze für eine derartige Rohrinnensanierung gibt es bereits“, berichtet Prof. Dr. Ralf Feser, „die bisherigen Methoden sind aber häufig nicht erfolgreich, da sie die für die Leitungsschäden ursächlichen Korrosionsprodukte nicht vollständig entfernen und sich später an den neu beschichteten Rohren wieder Korrosion ausbreitet. Darüber hinaus sorgen die verwendeten Expoxid-Beschichtungen oft für Geschmacks- und Geruchsbeeinträchtigen des Trinkwassers“.
Das neue „Iserlohner“ Verfahren baut stattdessen auf eine Kombination von beschichtungsgerechter Reinigung der Innenoberfläche der Rohre, vorbereitender trinkwasser- und korrosionskonformer Oberflächenbehandlung und anschließender neuartiger Beschichtung. „Dieser „Dreiklang“ zur Rohrinnensanierung ist absolut neu und gleicht die Nachteile der bisherigen Verfahren aus. Korrosionsschutz beginnt an der Grenzfläche zwischen Metall und Beschichtung. Eine saubere Metalloberfläche ist daher das A und O. Die Aufbringung einer anschließenden korrosionshemmenden Beschichtung bildet dann einen dichten, beständigen Schutzfilm, der die Lebensdauer der Rohrinnenbeschichtung erheblich verlängert“, ist sich Feser sicher.
Das neuartige Rohr im Rohr System macht einen kompletten Rohraustausch überflüssig und das hat auch Auswirkungen auf die Umwelt, wie Feser weiß: “Bis zu 80% der Rohrinstallationen in Deutschland bestehen noch aus Kupfer. Jedes Rohr, das nicht ersetzt wird, schont den Rohstoff Kupfer und minimiert den Eintrag von Metallen ins Trinkwasser“.
Das Gemeinschaftsprojekt mit einer Laufzeit von drei Jahren sieht nach einer Laborphase auch einen Praxisversuch vor.
Seit 40 Jahren ist die Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn eine der maßgeblichen Forschungsinstitutionen für Korrosionsschutz in Deutschland. Neben dem Korrosionsschutz durch Beschichtungen ist ein weiterer Schwerpunkt die Korrosion von Werkstoffen im Trinkwasser.
RatgeberWenn ein geliebter Mensch stirbt, gerät die gewohnte Welt aus den Fugen. Für die Angehörigen steht die Zeit für einen Moment still, während Schmerz, Leere und Ratlosigkeit den Alltag überlagern. Gleichzeitig verlangt genau dieser sensible Augenblick viele sachliche Entscheidungen. Formulare müssen ausgefüllt, Fristen beachtet und erste Schritte in die Wege geleitet werden. In diesem Spannungsfeld zwischen persönlicher Trauer und praktischen Notwendigkeiten übernimmt das Bestattungswesen eine zentrale Aufgabe. Mit Ruhe, Einfühlungsvermögen und einer verlässlichen Ordnung schaffen Bestatter in den ersten Stunden den nötigen Halt. Sie nehmen den Angehörigen die Last der Organisation von den Schultern, damit Raum bleibt für das, was jetzt wirklich zählt: ein würdevolles und persönliches Abschiednehmen.
ArbeitslebenDer Tod eines nahen Menschen reißt Betroffenen den Boden unter den Füßen weg. Erleidet ein Mitarbeiter einen solchen Schicksalsschlag, bleibt diese Erschütterung nicht an der Bürotür stehen. Tiefe persönliche Trauer und die Anforderungen des Berufslebens treffen unvermittelt aufeinander. In diesem Moment geraten gewohnte Abläufe ins Wanken. Für Vorgesetzte entsteht eine Situation, auf die herkömmliche Management-Leitfäden selten vorbereiten. Es geht darum, Raum für Schmerz und Rückzug zu schaffen, während der Betrieb geordnet weiterlaufen muss. Gelebte Unternehmenskultur zeigt sich nicht in Erfolgsphasen, sondern im Umgang mit menschlichen Krisen. Echtes Verständnis, Verlässlichkeit und der Verzicht auf leere Floskeln geben Halt und beweisen, dass die Menschen hinter den Arbeitsergebnissen an erster Stelle stehen.
BusinessKaum ein größeres Bauvorhaben erreicht die Abnahme genau so, wie es zu Beginn auf dem Papier skizziert wurde. Unvorhersehbare Bodenverhältnisse, geänderte behördliche Auflagen oder nachträgliche Anpassungswünsche der Auftraggeber verändern das Geschehen auf der Baustelle regelmäßig. Was in der Theorie oft als lästige Verzögerung wahrgenommen wird, gehört in der Praxis zum unternehmerischen Alltag. Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg eines Projekts ist daher nicht das krampfhafte Festhalten am ursprünglichen Entwurf, sondern ein geordneter Umgang mit Veränderungen. Ein verlässliches Nachtragsmanagement sorgt dafür, dass zusätzliche Leistungen transparent vergütet werden und Zeitpläne realistisch bleiben. So wird die Vertragsanpassung nicht zum Streitfall, sondern zu einem geregelten Werkzeug solider Projektarbeit.

