business-on.de: Der Fachkräftemangel ist Dauerthema in den Medien. Wie macht er sich in Ihrer Branche im Allgemeinen und in Ihrem Unternehmen im Speziellen bemerkbar?
Dr. Bernhard Hayn, IAV: Einen richtigen Mangel sehen wir derzeit weder in unserer Branche, der Automobilentwicklung, noch in unserem Unternehmen. Alle Positionen konnten/können besetzt werden – auch wenn es in einigen Fällen etwas länger dauert.
Natürlich gibt es Spezialistenpositionen, die schwieriger rekrutiert werden können. Aber grundsätzlich sehen wir durch die gestiegenen Anzahl an Ingenieursstudenten insbesondere bei den Absolventenpositionen keine größeren Probleme.
business-on.de: Unternehmen stehen mit anderen Firmen im Wettbewerb um die besten Arbeitskräfte. Was tun Sie allgemein, um Ihr Unternehmen als Arbeitgebermarke zu stärken?
Dr. Bernhard Hayn, IAV: Durch ein attraktives Arbeitsumfeld, viele Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten sowie einem umfassenden Angebot zur Work-Life-Balance stärken wir unsere Marke nach Innen wie Außen.
Durch ein ausgeprägtes Netzwerk und vielfältige Kooperationen mit Hochschulen stehen wir im engen Kontakt zu unserer Zielgruppe und können IAV als attraktiven Arbeitgeber platzieren.
„Printanzeigen sind der am wenigsten geeignete Recruitingkanal“
business-on.de: Wo platzieren Sie Ihre Stellenanzeigen und in welchen Medien haben Sie die besten Erfahrungen gemacht?
Dr. Bernhard Hayn, IAV: Wir veröffentlichen Stellenanzeigen haupsächlich online. Außerdem versuchen wir frühzeitig direkten Kontakt mit potentiellen Bewerbern über Netzwerke an Hochschulen, über bestehende Mitarbeiter und Messeauftritte aufzubauen.
Printmedien werden von uns kaum genutzt und sind aus unserer Sicht der am wenigsten geeignete Recruitingkanal.
business-on.de: Welche Online-Maßnahmen setzen Sie ein, um potentielle Bewerber zu gewinnen? (Karriereportal, Online-Stellenanzeigen, Social Media etc.)
Dr. Bernhard Hayn, IAV: Wir nutzen Onlinebörsen sowie soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, Xing und LinkedIn.
Eine wichtige Anlaufstelle ist natürlich auch unser IAV-Karriereportal mit Bewerbungstipps, Stellenmarkt und vielen Informationen rund um die Karrieremöglichkeiten bei uns.
Per Video bei IAV bewerben
business-on.de: Immer mehr Unternehmen setzen sogenannte Mitarbeiter- oder Recruiting-Videos ein, um weiche Faktoren (z.B. Arbeitsklima) zu visualisieren. Beispiele für Recruitingfilme sehen Sie bei unserem Partner DREILANDMEDIEN (externer Link). Setzen Sie solche Videos ein oder planen Sie so ein Instrument für die Zukunft?
Dr. Bernhard Hayn, IAV: Ja, auch wir haben ein Imagevideo und kurze Mitarbeiterporträts und finden das Instrument spannend, um authentische Inneneinblicke in das Unternehmen zu geben.
Umgekehrt bieten wir Bewerbern die Möglichkeit, sich per Video bei uns zu bewerben.
business-on.de: Lässt man das Gehalt mal außen vor: Welche Faktoren sind aus Ihrer Erfahrung ausschlaggebend, dass ein Bewerber sich für Ihr Unternehmen entscheidet. Umgekehrt: Welche Faktoren sind für das Unternehmen entscheidend?
Dr. Bernhard Hayn, IAV: Eine zum eigenen Charakter passende Unternehmenskultur, ein attraktives Arbeitsumfeld und herausfordernde Tätigkeiten sind meiner Ansicht nach die wichtigsten Entscheidungskriterien für einen Bewerber.
Als Arbeitgeber achten wir vor allem auf die soziale Kompetenz, Motivation und das Entwicklungspotential der Bewerber.
business-on.de: Wird sich der Fachkräftemangel in den nächsten fünf Jahren eher verschärfen oder wird er wieder abflauen?
Dr. Bernhard Hayn, IAV: Hier sollte zunächst der Begriff „Fachkraft“ konkretisiert und definiert werden. In einigen Berufen gibt es bereits jetzt einen akuten Mangel, zum Beispiel beim Pflegepersonal. In anderen Branchen sieht es wesentlich besser aus, etwa bei den BWLern und Juristen.
Der demographische Wandel wird das Angebot verknappen, allerdings kann die Nachfrage durch Wirtschaftskrisen in den nächsten Jahren zurückgehen.
Auch eine erhöhter Zustrom von Fachkräften aus dem Ausland, zum Beispiel aus Spanien, Italien und Griechenland, kann die Wucht des Mangels abfedern.
Weitere Interviews mit Personalchefs in unserer Interviewserie
HandelIn vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.
BusinessEin Gewerbe abmelden zu müssen, wirkt auf den ersten Blick wie ein rein formaler Behördengang. In der Praxis entsteht der größte Fehler aber meist schon davor: Nicht jede Veränderung im Betrieb führt automatisch zu einer Gewerbeabmeldung. Entscheidend ist, ob der Gewerbebetrieb endgültig aufgegeben wird, ob sich die Rechtsform ändert oder nur Daten des Unternehmens angepasst werden müssen. Seit dem 1. November 2025 gilt außerdem bei der Verlegung in einen anderen Meldebezirk ein vereinfachtes Rückmeldeverfahren, das die Abläufe an einem wichtigen Punkt verändert hat. Gerade für kleinere Unternehmen, Einzelunternehmen und wachsende Betriebe mit mehreren Standorten ist diese Unterscheidung wichtig. Wer die falsche Anzeige wählt, riskiert Rückfragen der Behörde, unnötige Doppelwege oder im schlechtesten Fall eine verspätete Meldung. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Fälle, in denen eine Abmeldung tatsächlich erforderlich ist, und auf die Konstellationen, in denen stattdessen eine Gewerbeummeldung oder eine neue Gewerbeanmeldung vorzunehmen ist. Wann muss ein Gewerbe tatsächlich abgemeldet werden?
IT & SoftwareObject Storage rückt im Mittelstand aus einer Nische in das Zentrum der IT-Planung. Der Grund liegt nicht in einem kurzfristigen Trend, sondern in einer strukturellen Veränderung: Unternehmen speichern heute deutlich mehr unstrukturierte Daten, sichern mehr Systeme gleichzeitig und wollen Daten später auch für Analysen, Automatisierung und KI nutzen. Klassische Speicherkonzepte geraten dabei oft an Grenzen, weil sie auf Dateipfade, feste Hierarchien oder teure Primärspeicher angewiesen bleiben. Object Storage setzt an genau dieser Stelle an und schafft eine skalierbare Grundlage für moderne IT-Architekturen. Was Object Storage grundsätzlich anders macht Object Storage speichert Daten nicht als klassische Dateien in Ordnern und Unterordnern, sondern als eigenständige Objekte. Jedes Objekt enthält die eigentlichen Daten, Metadaten und eine eindeutige Kennung. Dadurch entsteht im Kern keine starre Verzeichnisstruktur, sondern ein flacher, sehr gut skalierbarer Datenraum, in dem Anwendungen Objekte über Schnittstellen wie HTTP, HTTPS und REST finden und abrufen können. Einige Plattformen ergänzen dieses Prinzip heute zwar um filesystem-nahe Funktionen wie hierarchische Namespaces oder NFS-Zugriff, die Grundlogik von Object Storage bleibt aber objektbasiert. Genau dieser technische Unterschied macht das Modell für den Mittelstand interessant, weil es mit wachsenden Datenmengen besser umgeht als viele traditionelle Ansätze. Bilder, Videos, Backups, Logdaten, E-Mails, Sensordaten oder Archivbestände lassen sich in großen Mengen verwalten, ohne dass bei jeder Erweiterung das gesamte Speicherkonzept neu gedacht werden muss. In der Praxis steht hinter Object Storage deshalb nicht nur ein weiterer Speicherort, sondern ein anderer Ansatz für den Umgang mit unstrukturierten Daten. Wer moderne Anwendungen, verteilte Standorte oder hybride Infrastrukturen betreibt, profitiert besonders davon, dass Metadaten sehr gezielt ausgewertet und Richtlinien automatisiert auf große Datenbestände angewendet werden können.

