Personal·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
11. Oktober 2023

KMU: Deshalb lohnt sich auch für sie eine digitale Arbeitszeiterfassung

Das Gesetz zur Arbeitszeiterfassung

Im September des Jahres 2022 ist durch das Bundesarbeitsgericht ein Grundsatzurteil ergangen. Durch dieses besteht für deutsche Arbeitgeber eine Pflicht dazu, die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter zu erfassen.

Auch der Europäische Gerichtshof urteilte bereits im Mai 2019, dass eine allgemeine Pflicht für die Arbeitszeiterfassung in Deutschland einzuführen ist. Noch steht die Umsetzung dieser Pflicht aus, allerdings ist es für Arbeitgeber zu empfehlen, sich dem Thema bereits jetzt anzunehmen und die Installation eines Systems für die digitale Zeiterfassung vorzunehmen. Dadurch lässt sich ein reibungsloser Übergang sicherstellen, sobald die Pflicht in Kraft tritt.

Ab wann sind Zeiterfassungssysteme für Kleinbetriebe Pflicht?

Aktuell hat noch keine Anpassung des deutschen Arbeitszeitgesetzes an das EuGH-Urteil stattgefunden. Das bedeutet, dass im Moment weder große Unternehmen noch KMU dazu verpflichtet sind, die Zeiterfassungssysteme zu nutzen. Allerdings wird sich dieser Umstand voraussichtlich noch in diesem Jahr ändern. Der entsprechende Beschluss betrifft dann alle deutschen Unternehmen, unabhängig von ihrem Umsatz und ihrer Größe.

Es ist dabei im Übrigen unerheblich, ob die Mitarbeiter im Home Office oder vor Ort im Büro arbeiten. Eine transparente Dokumentation ihrer Arbeitszeiten ist immer nötig. Die digitale Zeiterfassung bietet in diesem Zusammenhang den Vorteil, dass sie völlig orts- und zeitunabhängig genutzt werden kann.

So profitieren KMU von der digitalen Zeiterfassung

Doch vor allem KMU sehen sich mit der Frage konfrontiert, ob es für sie wirklich lohnend ist, in ein digitales Zeiterfassungssystem zu investieren. Dass zu jeder Zeit ein präziser Überblick über die Arbeitszeiten der Angestellten besteht, zeigt sich in der Praxis für Unternehmen mit wenigen Beschäftigen allerdings ebenfalls als sehr sinnvoll.

Kommt es in einem kleinen Team zu einem Krankheitsfall, ist es schließlich von besonders großer Bedeutung, den Dienstplan umgehend anzupassen. Ansonsten besteht schnell die Gefahr, dass die Arbeitsabläufe gestört werden. Digitale Anwendungen zur Zeiterfassung erlauben es beispielsweise, über sämtliche An- und Abwesenheiten entsprechende Echtzeit-Daten einzusehen – und dies fehlerfrei und immer aktuell.

Darüber hinaus sind personelle und anderweitige Ressourcen in kleinen Betrieben oft stark begrenzt. So stellen die aufwendige manuelle Administration der Arbeitszeiten und die verbundenen Auswertungen wesentliche Zeitfresser dar. Wird dagegen ein transparentes, elektronisches System genutzt, erledigt dieses viele Aufgaben vollkommen automatisch. Dadurch entsteht eine merkliche Entlastung der Mitarbeiter, die ihre Ressourcen in die Kernaufgaben des Unternehmens investieren können.

Moderne Zeiterfassungsprogramme bringen zudem zahlreiche weitere praktische Funktionen und Services mit sich. Die innovativen Anwendungen stellen ebenfalls sicher, dass sämtliche relevanten Vorgaben des Arbeits- und Datenschutzes sowie des Arbeitszeitgesetzes eingehalten werden.

So ergeben sich durch die Nutzung eines digitalen Systems für die Erfassung der Arbeitszeiten überzeugende Vorteile, die zu einer Optimierung der Arbeitsabläufe führen und gleichzeitig den Zeitaufwand in den Personalabteilungen maßgeblich reduzieren.

Im Grunde lässt sich die digitale Zeiterfassung für KMU somit nicht nur als empfehlenswert, sondern vielmehr als absolut notwendig bezeichnen.

Bildquellen:
Teilen:
Weitere Artikel
Selfcare als Geschäftsmodell: Das wirtschaftliche Potenzial der Wellness-Branche
Business
Selfcare als Geschäftsmodell: Das wirtschaftliche Potenzial der Wellness-Branche

Selfcare hat sich längst von einem kurzfristigen Lifestyle-Trend zu einem festen Bestandteil eines gesundheitsbewussten Lebensstils entwickelt. Immer mehr Menschen investieren gezielt in ihr körperliches und mentales Wohlbefinden sei es durch Entspannungsangebote, natürliche Pflegeprodukte oder individuelle Gesundheitskonzepte. Zugleich wächst das Bewusstsein für Prävention und eine ausgewogene Work-Life-Balance. Diese Entwicklung eröffnet der Wellness-Branche attraktive wirtschaftliche Perspektiven. Für Unternehmen, Gründer und Dienstleister entstehen neue Möglichkeiten, innovative Angebote zu entwickeln und auf die steigende Nachfrage nach ganzheitlichen Lösungen für mehr Wohlbefinden zu reagieren.

4 Min. LesezeitLesen
Instandhaltung von Nutzfahrzeugen: Warum präventive Wartung Unternehmen Kosten spart
Business
Instandhaltung von Nutzfahrzeugen: Warum präventive Wartung Unternehmen Kosten spart

Nutzfahrzeuge sind für viele Unternehmen unverzichtbar. Ob im Handwerk, in der Logistik, im Baugewerbe oder im Dienstleistungssektor sie müssen täglich zuverlässig einsatzbereit sein, damit Abläufe reibungslos funktionieren. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Ungeplante Ausfälle führen nicht nur zu Reparaturkosten, sondern oft auch zu Terminverschiebungen, Produktionsunterbrechungen oder Lieferverzögerungen. Eine präventive Instandhaltung hilft dabei, Verschleiß frühzeitig zu erkennen, Wartungen planbar durchzuführen und die Einsatzbereitschaft des Fuhrparks dauerhaft zu sichern. So lassen sich Kosten reduzieren und die Lebensdauer der Fahrzeuge nachhaltig verlängern. Präventive Wartung statt teurer Reparaturen Viele Unternehmen reagieren erst dann auf Probleme, wenn ein Fahrzeug bereits ausgefallen ist. Diese reaktive Vorgehensweise verursacht häufig hohe Reparaturkosten und ungeplante Standzeiten. Eine präventive Instandhaltung verfolgt einen anderen Ansatz: Regelmäßige Inspektionen und Wartungen helfen dabei, Verschleiß frühzeitig zu erkennen und Bauteile rechtzeitig auszutauschen, bevor größere Schäden entstehen.

3 Min. LesezeitLesen
Fenster modernisieren im Gewerbe- und Wohnbau: Wie Eigentümer Energiekosten senken und den Gebäudewert sichern
Verbraucher
Fenster modernisieren im Gewerbe- und Wohnbau: Wie Eigentümer Energiekosten senken und den Gebäudewert sichern

Eine Fenstermodernisierung kann in Wohn- und Gewerbeobjekten spürbar zur Senkung der Heizkosten beitragen, das Raumklima verbessern und langfristig den Immobilienwert sichern vorausgesetzt, Verglasung, Rahmen und Montage passen zur tatsächlichen Nutzung. Steigende Energiepreise, neue Anforderungen an die Gebäudeeffizienz und ein angespannter Handwerkermarkt setzen Eigentümer, Bauherren und Architekten zusätzlich unter Druck. Wer ein Wohnhaus, ein Bürogebäude, ein Ladengeschäft oder eine vermietete Immobilie betreut, kommt um die Frage nach dem Zustand der Fenster kaum herum. Eine durchdachte Modernisierung ist deshalb keine reine Optikfrage, sondern eine wirtschaftliche Entscheidung und sie sollte mit einem erfahrenen Partner geplant werden, etwa mit den Experten für Fensterbau in Augsburg, die seit 1985 Privatkunden, Bauherren und Architekten in der Region betreuen. Warum Fenster eine unterschätzte Stellschraube sind In vielen Bestandsgebäuden stammen Fenster noch aus älteren Bauphasen, etwa aus den 1980er- oder 1990er-Jahren. Ihre Wärmedämmwerte liegen in der Regel über dem, was moderne Verglasungen leisten. Das kann sich in der Heiz- und Betriebskostenabrechnung niederschlagen: Wärmeverluste über veraltete Rahmen und ältere Verglasungen gehören zu den Posten, die sich durch eine Sanierung gezielt reduzieren lassen. Hinzu kommen Themen wie Schallschutz an verkehrsreichen Standorten, Einbruchsicherheit für Erdgeschossräume und sommerlicher Wärmeschutz in stark verglasten Flächen.

4 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite