Laut seinem Ansatz reicht es, nur vier Stunden pro Woche zu arbeiten. Der Rest der Zeit kann genutzt werden, um seine eigenen Träume zu verwirklichen und an seiner Persönlichkeit zu arbeiten. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte von „Die 4-Stunden-Woche“ gibt es auf gruenderlexikon.de. Doch wie nah ist dieses Buch an der Realität? Oder ist es vielmehr Utopie?
Der Grundgedanke des Autors
In seinem Buch „Die 4-Stunden-Woche“ skizziert der Autor eine Lebensweise, bei der Arbeit und Erholung sich ständig abwechseln, wodurch die individuelle Persönlichkeit in den Vordergrund rücken soll. Ferriss verfolgt dabei die Idee, die eigenen Wünsche und Ziele vorrangig zu behandeln und sich zu entlasten. Statt weiterhin dem Gedanken nachzueifern, man müsse bis zum Rentenalter arbeiten, ist Timothy Ferriss der Meinung, die Rente solle auf das komplette Leben aufgeteilt werden. Der Urlaub dient dabei nicht mehr nur als kurzfristige Erholung, sondern soll einen längeren Zeitraum einnehmen, um die eigene Person neu definieren zu können, neue Erfahrungen zu sammeln und neue Fähigkeiten zu erwerben. In seinem Buch stellt Timothy Ferriss eine grobe Anleitung zur Verfügung, die Selbstständigen und Angestellten helfen soll, sich eine solche alternative Lebensweise aufzubauen. Zunächst soll seiner Auffassung nach ein System der Entlastung aufgebaut werden. Mithilfe von Outsourcing, Delegation und Regelung des Informationsflusses soll es möglich sein, Zeiträume zu schaffen, in denen der alternative Lebensplan erstellt werden kann.
Die 4-Stunden-Woche – Mehr Schein als Sein?
Nach einigen Kapiteln fragen sich allerdings viele Leser, die aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz kommen, ob sich die Ansätze des Autors tatsächlich in die Realität übernehmen lassen. Die Verwendung niedriger Löhne und die Nutzung von Zeitunterschieden im Outsourcing können kaum auf Deutschland übertragen werden. Der Grund: Es gibt nur wenige Länder, die die entsprechenden Dienstleistungen in deutscher Sprache anbieten. Auch die starren organisatorischen und arbeitsrechtlichen Regelungen hierzulande bieten kaum Raum für virtuelle Unternehmen und Heimarbeit. Sogar in Unternehmen mit lockeren Arbeitsbedingungen steht man Gleitzeiten und dem phasenweisen Home-Office sehr skeptisch gegenüber.
Zwar bietet das Internet viele Möglichkeiten, um Geld durch ein passives Einkommen zu erzielen und gleichzeitig mehr Zeit zum Leben zu besitzen. Beispiele dafür sind legale Schneeballsysteme und das Multilevel Marketing (MLM), das auf www.network-marketing-online-business.de genauer beschrieben wird. Fest steht jedoch auch: Für die Mehrheit der Deutschen ist keine vier Stunden Woche denkbar, denn in jedem Fall kostet es viel Zeit und Arbeit, sich sein eigenes (Online-)Business aufzubauen.
Dazu kommt noch, dass einige Aussagen aus dem Buch von Ferriss gerade im Internet sehr umstritten sind. Er behauptet zwar, an TV-Produktionen in Asien beteiligt gewesen zu sein oder einen Wettkampf im Kampfsport gewonnen zu haben, Nachweise gibt es hierfür aber bisher nicht. Zudem umreist er nur kurz, wie er sein eigenes Versandhandel-Unternehmen aufgebaut hat und lässt diesen Abschnitt seines Buchs sehr übertrieben und werblich klingen. Aus diesen Gründen sind kritische Leser skeptisch, ob Ferriss wirklich so, wie er im Buch beschrieben hat, seinen aktuellen Erfolg erzielen konnte oder ob er nur eine aus der Luft gegriffene Geschichte erzählt. Fakt ist: In seinem Blog kann man mitverfolgen, dass Ferriss heute genau das Leben führt, das er in seinem Buch darstellt.
Fazit
Ob deutsche Arbeitnehmer und Selbstständige mit einer Arbeitszeit von lediglich vier Stunden in der Woche erfolgreich sein können, ist zweifelhaft. Allerdings bietet das Buch „Die 4-Stunden-Woche“ viele Ansätze, um sein Leben so umzugestalten, dass es besser zu den eigenen Vorstellungen passt. Dementsprechend kann das Buch Menschen, die ihre Lebens- und Arbeitsgewohnheiten ändern möchten und sich mehr Freizeit wünschen, auf jeden Fall als Inspirationsquelle weiterempfohlen werden.
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