„Unsere Azubis lernen mehr als nur Burger braten“

business-on.de hat Lutz Hartmann, Department Head Berufsausbildung National, McDonald’s Deutschland, 10 Fragen zum Ausbildungsbeginn gestellt.
business-on.de: Im August und September beginnt in vielen Unternehmen das neue Ausbildungsjahr. Stellen Sie neue Auszubildende ein?
Lutz Hartmann: Ja, auch McDonald’s und seine Franchise-Nehmer stellen – wie jedes Jahr – Auszubildende zum Fachmann/-frau für Systemgastronomie als auch zur Fachkraft im Gastgewerbe ein.
business-on.de: Sind für dieses Jahr schon alle Stellen vergeben?
Lutz Hartmann: Wir stellen weiter Ausbildungsplätze für interessierte Jugendliche zur Verfügung. Bewerbungen sind immer herzlich willkommen.
business-on.de: Wie viele Auszubildende stellen Sie an den Münchner Standorten ein?
Lutz Hartmann: Im Großraum München bieten wir in unseren Restaurants rund 50 Ausbildungsplätze zum Fachmann/-frau für Systemgastronomie und zur Fachkraft im Gastgewerbe an. Hinzu kommen Ausbildungsplätze die in der Verwaltung, z.B. zum Kaufmann /-frau für Bürokommunikation.
business-on.de: Was bedeutet eine Ausbildung bei McDonald’s?
Lutz Hartmann: Als erfolgreich wachsendes Unternehmen bieten wir unseren Mitarbeitern umfassende Ausbildungsprogramme, sichere Arbeitsplätze, gute Karrierechancen und maßgeschneiderte Fördermaßnahmen. In der Ausbildung selbst lernen unsere Azubis mehr als nur Burger braten: Gastronomisches Basiswissen, Gästeservice, Warenwirtschaft, Personaleinsatzplanung und vieles mehr verbinden sich zu einer echten Allroundausbildung. Für uns sind die Azubis von heute die Manager von morgen. Dementsprechend hoch ist auch unsere Übernahmequote von etwa 70 Prozent.
business-on.de: Wie war die Bewerbersituation 2011?
Lutz Hartmann: McDonald’s sieht sich noch stärker gefordert, die Vorzüge seiner Ausbildungswege zu kommunizieren und die Attraktivität als Arbeitgeber weiter zu verbessern. Tarifliche Vergütung, Urlaubsgeld oder Vermögenswirksame Leistungen sind dabei eine Seite. Wichtig auf der anderen Seite ist auch, dass McDonald’s seinen Auszubildenden eine gute Perspektive bietet – unabhängig von Schulabschluss oder Herkunft. Eine Aussage, die wir in den letzten Jahren in unserer Mitarbeiterkampagne intensiv kommuniziert haben. Dennoch unterstreichen aktuelle Zahlen die wachsenden Herausforderungen im Gastgewerbe, Jugendliche für eine Ausbildung zu gewinnen.
business-on.de: Welche Vorteile sehen Sie für Ihr Unternehmen darin, junge Menschen auszubilden?
Lutz Hartmann: Lernen am Arbeitsplatz wird immer wichtiger, nicht nur für Auszubildende. Die Chance, gut ausgebildete Fachkräfte zu finden, die genau auf die Bedingungen bei McDonald’s vorbereitet sind, wird immer geringer. Eine Ausbildung erlaubt dagegen die gezielte Vorbereitung der Auszubildenden auf den eigenen Bedarf. Die Auszubildenden können zudem bereits während ihrer Ausbildungszeit ihre Talente zeigen und so einen wichtigen Schritt in eine selbstbestimmte berufliche Zukunft mit hervorragenden Karrierechancen machen.
business-on.de: Worauf kommt es Ihnen bei Bewerbern besonders an?
Lutz Hartmann: Bei der Auswahl unserer Azubis legen wir Wert darauf, dass sie Freude am Umgang mit Menschen, Spaß am Service und eine Portion Engagement mitbringen. Speziell der Fachmann und die Fachfrau für Systemgastronomie sollten zusätzlich noch über Durchsetzungsvermögen, Kommunikationsfähigkeit, Organisationstalent und Kreativität verfügen.
business-on.de: In Deutschland sollen 2011 deutlich mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen als in den Jahren davor. Worin sehen Sie die Gründe dafür?
Lutz Hartmann: Auch wir haben uns zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren unsere Ausbildungsquote von aktuell etwas mehr als vier Prozent auf über acht Prozent zu verdoppeln. Die Bundesregierung, Wirtschaftsunternehmen und die Industrie- und Handelskammern haben sich im Pakt der Ausbildung verpflichtet, derzeit noch nicht genutzte Potenziale für die Fachkräftesicherung auszuschöpfen. Die Fortschreibung der bisherigen Verpflichtung im Pakt, jährlich 60.000 neue Ausbildungsplätze und 30.000 neue Ausbildungsbetriebe einzuwerben sowie eine starke, weiter wachsende Wirtschaft in Deutschland, tun ein Übriges für die steigende Anzahl freier Ausbildungsplätze.
business-on.de: Muss man bald um gute Bewerber kämpfen?
Lutz Hartmann: Im Jahr 2011 ist die Lage für Bewerber so gut wie lange nicht mehr. Dies wird sich vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der sinkenden Schülerzahlen in absehbarer Zukunft auch nicht ändern. Insofern sieht sich McDonald’s – wie viele andere Unternehmen in Deutschland auch – vor der Herausforderung, in Zukunft geeignete Bewerber in ausreichender Zahl zu gewinnen. Hierbei wird immer wichtiger, dass sich die Auszubildenden wirklich wohl fühlen: McDonald’s schafft hierfür ideale Bedingungen. Die Unternehmenskultur frei von Vorurteilen und Ausgrenzung ist fest bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verankert, gerade schulisch schwächere Jugendliche oder Jugendliche mit Migrationshintergrund werden durch Unternehmen wie McDonald’s gezielt gefördert und gestärkt. Dafür sorgen wir mit unserem im Jahr 2007 eingeführten Ausbildungsweg speziell für Hauptschüler: „Fachkraft im Gastgewerbe in der Systemgastronomie“. Perspektiven bieten wird ebenfalls immer entscheidender. Bei uns finden Auszubildende gute Aufstiegschancen und beste Voraussetzungen für eine langfristige Weiterentwicklung im Unternehmen. Wir übernehmen ca. 70 Prozent der Auszubildenden. Ein Vielfaches des Branchendurchschnitts in der Gastronomie.
business-on.de: Wann beginnen Sie die Suche nach den besten Bewerbern für 2012?
Lutz Hartmann: Bereits im Herbst 2011 geht die Suche nach Auszubildenden für 2012 los. McDonald’s ist hier gut aufgestellt: Gerade erst haben wir eine neue Jobbörse live geschaltet. Neben einer bewerberfreundlichen Jobsuche via Google-Maps erlebt der Bewerber eine modern gestaltete Karriereseite mit vielen Informationen – die Suche nach einem Ausbildungsplatz wird damit so einfach und komfortabel wie nie.
Kathrin Hollmer
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