Leuchtende Materialien und elektronische Geräte, die mit Hilfe von UV-Strahlung Oberflächen oder Raumluft desinfizieren, werden durch das angehende Start-up „Uniphors“ an der FH Münster zu marktreifen Produkten. Nachdem das Team um Dr. Christian Junker, Gökhan Öksüz, Ingo Franz und Jan-Philipp Wessels eine Förderung im Programm „Start-up-Transfer.NRW“ gewonnen hatte, gibt es nun erste Prototypen für marktfähige Produkte. Begleitet von den Mentoren Prof. Dr. Thomas Jüstel, FH-Experte für Lichtquellen und Leuchtstoffe, und FH-Vizepräsident Carsten Schröder hat das Quartett losgelegt – und einen handelsüblichen Toilettendeckel aus dem Baumarkt so weiterentwickelt, dass dieser jetzt die Brillenoberfläche nach Benutzung mit ultraviolettem Licht bestrahlt und dadurch Viren sowie Keime aller Art inaktiviert. Möglich wurde das auch durch den MakerSpace auf dem Steinfurter Campus.
Denn dort hat Ingo Franz viel Zeit verbracht, um gemeinsam mit Lab Manager Sascha Wagner und MakerSpace-Mitarbeiter Lukas Rengbers das Vorhaben in die Tat umzusetzen. „Wir haben hier unter anderem einen ersten Prototyp angefertigt, Pilotbohrungen durchgeführt, alle Eigenschaften des Materials untersucht und die Elektronik für die Ansteuerung der Leuchtdioden entwickelt“, erklärt der 33-Jährige. Jetzt, drei Monate später, ist der zweite Prototyp fertig. „Einer der letzten Schritte war das Fräsen von mehreren kleinen Quadraten in den Deckel, um dort Leuchtdioden anzubringen.“ Mit Hilfe eines 3D-Scanners erstellte Franz ein Modell, um bestimmen zu können, wo genau die Fräse tätig werden muss. „Das war echte Feinarbeit, aber alles hat glücklicherweise gut geklappt.“
Jetzt überlegt das Team, ob sie eine eigene Finanzierungskampagne starten oder Unternehmen aus der Branche kontaktieren. „Unser Ziel ist es, unser Produkt bis zur Marktreife zu bringen. Wir sind zuversichtlich, dass das klappt!“ Ein potenzieller Anwendungsbereich sei die Gastronomie, aber auch öffentliche Toiletten, Büros, Raststätten, Züge, Flugzeuge oder Schulen, weil die Toilettenräume dort stark frequentiert werden, so Franz. Dabei sei die „Uniphors“-Lösung nachhaltiger als bislang übliche Methoden. „Reinigungskonzepte gibt es natürlich schon, die regelmäßig angewendet werden. Unsere Methode ist jedoch nachhaltiger, weil keine zusätzlichen Reinigungsmittel verwendet werden.“ Und der Aufwand hält sich in Grenzen: Lediglich der Toilettendeckel muss einmalig eingebaut werden, außerdem braucht man Strom, der aber in modernen Toilettenanlagen meist in der Nähe vorhanden ist, beispielsweise für die Versorgung der berührungslosen Spülung. „Ohne Strom geht es noch nicht, wir arbeiten allerdings auch hier an einer Lösung“, erklärt Franz, der bei „Uniphors“ als Elektroingenieur tätig ist.
Ideen wie diese sind es, die im MakerSpace sehr willkommen sind – aber nicht nur: In der Kreativ- und Protypenwerkstatt können Studierende und Angehörige der FH Münster mit 3D-Druckern und einem 3D-Scanner, einem Lasercutter, einer CNC Fräse, Elektronikwerkzeug und vielem mehr Ideen erproben und erste Entwürfe umsetzen. „Von der Projekt- und Abschlussarbeit bis hin zu Prototypen als Basis für Gründungen ist alles möglich“, sagt Wagner.
BusinessEin Firmenfahrzeug wird schnell über den Kaufpreis, die Leasingrate oder die Fahrzeugklasse diskutiert. Im Arbeitsalltag zählen jedoch andere Fragen: Welche Wege fährt es regelmäßig? Was muss hineinpassen? Wie gut lässt sich ein Werkstatttermin mit den betrieblichen Abläufen vereinbaren? Wer solche Anforderungen vor der Suche festhält, kann Fahrzeuge und Angebote gezielter vergleichen. Das gilt für den einzelnen Wagen eines Selbstständigen ebenso wie für mehrere Fahrzeuge eines kleinen Betriebs. Vom Arbeitsalltag zum Anforderungsprofil Am Anfang steht keine Modellliste, sondern ein Blick auf die tatsächlichen Fahrten. Ein Fahrzeug für Kundentermine muss andere Aufgaben erfüllen als eines, das morgens Werkzeug zur Baustelle bringt oder tagsüber zwischen mehreren Standorten pendelt. Hilfreich ist es, typische Arbeitstage zu beschreiben: Wie viele Personen fahren mit? Welche Gegenstände werden transportiert? Gibt es feste Routen oder wechseln Ziele und Einsatzorte häufig? Auch die Frage, ob das Fahrzeug überwiegend kurz unterwegs ist oder regelmäßig längere Strecken zurücklegt, gehört in dieses Profil.
ArbeitslebenDie Gründung eines eigenen Betriebs bringt viele Aufgaben mit sich. Der Fokus liegt im Alltag verständlicherweise oft auf dem laufenden Geschäft, den Aufträgen und dem wirtschaftlichen Wachstum. Dabei gerät ein wesentlicher Aspekt leicht in den Hintergrund: die eigene finanzielle Absicherung für das Alter. Da für Selbstständige in der Regel keine Pflicht zur gesetzlichen Rentenversicherung besteht, liegt die Verantwortung für den späteren Ruhestand komplett in der eigenen Hand. Es ist daher notwendig, rechtzeitig und aus eigenem Antrieb aktiv zu werden. Der Verzicht auf eine strukturierte Planung birgt ein handfestes finanzielles Risiko für die Zukunft. Der Aufbau einer verlässlichen Altersvorsorge sollte deshalb als fester Bestandteil des Unternehmertums gesehen werden und genauso viel Aufmerksamkeit erhalten wie das tägliche Kerngeschäft.
WirtschaftBauprojekte in dicht besiedelten Innenstädten, verwinkelten Hinterhöfen oder innerhalb von bestehenden Industrieanlagen nehmen zu. Der verfügbare Raum für Maschinen und Baumaterialien ist bei diesen Vorhaben in der Regel eng bemessen. Dieser Platzmangel verlangt nach durchdachten und kompakten Lösungen. Klassische, große Baumaschinen stoßen bei solchen Gegebenheiten oft an ihre räumlichen Grenzen oder lassen sich gar nicht erst aufstellen. Genau hier zeigt der Minikran seine Stärken. Er bietet Bauunternehmen eine präzise und gut steuerbare Alternative, um Lasten auch unter anspruchsvollen Bedingungen sicher und zielgerichtet zu bewegen.

