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business-on.de Redaktion
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24. November 2009

Vorsicht Greenwashing: Grünes Logo alleine reicht nicht aus!

Greenwashing bedeutet, dass Unternehmen oder Verbände sich ein ökologisches Image geben, das jedoch nicht oder nur halb der Wahrheit entspricht. Eine tickende Zeitbombe. Denn gerade die LOHAS, die Menschen, die den Lifestyle of Health and Sustainability leben, sind äußerst kritische Konsumenten. Laut einer W&V-Umfrage aus dem November 2007 hält mehr als die Hälfte der deutschen Konsumenten Werbemotive, in denen Unternehmen ihr Engagement für Nachhaltigkeit und Klimaschutz betonen, für „eher“ oder „auf jeden Fall für unglaubwürdig“.

Kritische Verbraucher durchschauen solche Greenwashing-Aktion heute sofort. Auf Kommunikationsplattformen wie Twitter lieferten sich die User bereits Minuten nach dem Bekanntwerden des grünen Mc-Donald-Logos einen ironischen Schlagabtausch: „ McDonalds wird grün: Ich sage: Super! Damit steht die Farbe nun endlich im gesunden Kontrast zum […] Essen.“ Oder: „Ja ist denn schon April ???? – Mc Donalds will Logo-Farbe ändern??? Na ja für diejenigen mit rot-grün Schwäche ändert sich ja nichts!!!“.Und weiter: „McDonalds wird grün-aber ein Cheeseburger hat noch immer 261kcal ;-).“

Wer authentisch und erfolgreich die Weichen auf Grün stellen will, muss mehr bieten als Scheintransparenz, Hochglanzanzeigen mit Bauernidylle (vgl. Foodwatch.de) und ein grünes Logo. Dass es auch anders gehen kann zeigen Unternehmen aus der Heimat des Fast Foods wie die amerikanische Burger -Kette Burgerville.

Dabei ist es wichtig, authentisch eine nachhaltige Firmenphilosophie zu kommunizieren , da Verbraucher mehr denn je an Themen wie Ethik Definition) und Umweltschutz interessiert sind.

Wer nicht in die Greenwashing-Falle tappen möchte, sollte mitunter folgende 5 Punkte berücksichtigen:

  • Umweltfreundlichen Merkmale dürfen nicht hervorgehoben werden, wenn die im Anbetracht der generellen unökologischen Eigenschaften des Produkts völlig irrelevant sind.
  • Umweltfreundlichkeit darf nur dann angepriesen werden, wenn diese der Wahrheit entspricht und auch belegt werden kann.
  • Ganz oder gar nicht: Ökologisch korrekt heißt noch lange nicht ethisch korrekt.
  • Eine umweltfreundliche Produktlinie gleicht nicht die Ökosünden in anderen Unternehmenssparten aus.
  • Transparenz und Ehrlichkeit dem Kunden gegenüber: Keiner ist mit einer grünen Weste geboren. Fehler zugeben und dazu lernen ist kein Zeichen von Schwäche – im Gegenteil.

Unternehmen, die sich in diesen Punkten glaubhaft und authentisch beraten lassen wollen, sind bei den Experten der Denkfabrik für Nachhaltigkeit an der richtigen Stelle. Das Team beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen Trendforschung, Nachhaltigkeit und PR.

Schauen Sie sich hier doch mal WM McDonalds Werbung an.

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