Expertentalk·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
6. August 2022

Interview mit Julius Loewenstein

Julius Loewenstein

Weshalb haben Sie überhaupt angefangen, Bücher zu schreiben?

Julius Loewenstein: Für mich war es der größte Traum eines Tages ein Buch zu schreiben – warum dann nicht gleich mit 17 damit anfangen? Außerdem war es eine Gelegenheit, mir damit mein Studium zu finanzieren, wenn es gut laufen würde. Doch in erster Linie war es etwas, das mir Spaß machte und womit ich Menschen helfen konnte.

In Ihren Büchern geht es um Rhetorik, Kommunikation, Schlagfertigkeit und die Kunst der Körpersprache. Werden diese Themen nicht zu hoch bewertet?

Julius Loewenstein: Absolut nicht! Gerade heutzutage ist es in der Berufswelt unerlässlich, selbstbewusst aufteten zu können und die eigenen Interessen hörbar zu machen. Oder die Körpersprache anderer zu lesen und zu verstehen. Das setzt eine gewisse Empathie voraus. Und ohne diese Empathie und das Selbstbewusstsein in der Kommunikation, ist es sehr schwer, sich in dieser Welt zu behaupten.

Was unterscheidet Ihre Bücher von anderen Werken, die sich mit dem Thema beschäftigen?

Julius Loewenstein: Meine Bücher sind praxisnah, kompakt und auf den Erfolg des Lesers ausgelegt. Sie sind kürzer als andere Bücher zu diesen Themen und lassen sich daher besser konsumieren – die Ergebnisse kommen dadurch auch schneller.

Sie schreiben, dass Menschen durch selbstbewusstes Auftreten ihren Erfolg steigern. Wie definieren Sie Erfolg?

Julius Loewenstein: Erfolg in der Liebe, Erfolg im Beruf, Erfolg im Privat- und im Familienleben: Erfolg wird immer unterschiedlich definiert und jeder muss für sich wissen, was Erfolg für sie oder ihn bedeutet. Ich bin nicht derjenige, der sich anmaßt zu entscheiden, was Erfolg ist oder nicht.

Ich denke, jeder, der sein Leben selbstbestimmt und im Einklang mit moralischen Grundwerten lebt und sich für die Menschen einsetzt, die einem wichtig sind, ist, hat Erfolg. Ein (in-sich-)selbst-bewusstes Auftreten hilft dabei.

Sie positionieren sich heute nicht mehr primär als Autor, sondern vor allem als Marketing-Berater für andere Autoren und Verlage. Wie kam der Wechsel zustande?

Julius Loewenstein: Im Jahr 2019 besuchten mein Geschäftspartner und ich in Düsseldorf das Steuer Coaching Seminar von Alex Fischer. Auf dem Seminar sollten wir erfahren, wie wir als Unternehmer unsere Steuerlast reduzieren können und machten dort wertvolle Geschäftskontakte.

Nach dem Event kam Alex auf uns zu – wir waren total überrascht! – und wollte, dass wir uns seines Buches annehmen. Er wusste, dass wir mit unseren Büchern auf Amazon bereits sehr erfolgreich sind. Sonst hätten wir zwei junge Burschen nicht das teuerste Seminarpaket bei ihm gebucht. Und so kam es, dass er uns um Hilfe bat.

Die Zusammenarbeit mit Alex war sehr erfolgreich, wir brachten gemeinsam mehrere Bestseller auf den Markt und zogen sein Buch „Reicher als die Geissens“ in den Amazon-Charts stark nach oben. Als Hörbuch sogar auf Platz 1 in Immobilien.

Der Erfolg sprach sich herum. So kam es, dass immer mehr Speaker aus der Szene auf unsere Arbeit aufmerksam wurden und mich als Berater für ihr Buch einsetzen wollten. Daraus erfolgte meine heutige Haupttätigkeit und es entstand die Firma „Book-Leads“.

Ohne professionelles Marketing bringt ein Buch dem Autor nichts, sagen Sie. Weshalb ist das Marketing eines Buches für einen Experten denn so wichtig?

Julius Loewenstein: Heutzutage reicht es nicht mehr aus, einfach nur ein gutes Buch zu schreiben, um Bekanntheit und Expertenstatus zu erlangen – mittlerweile macht es nämlich (fast) jeder da draußen! Als Experte können Sie sich sicher sein, dass zu Ihrem Thema bereits Hunderte Bücher geschrieben wurden. Und: Ihr größter Konkurrent bringt gerade sein nächstes Werk auf den Markt.

Damit ein Autor aus der Masse heraussticht, braucht es mehr als nur ein Buch. Um universelle Sichtbarkeit zu bekommen und seinen Markt zu dominieren, ist ein Nr. 1 Bestseller die beste Lösung. Einen Bestseller erhält man dabei am besten mit einer soliden und auf langfristigen Erfolg ausgerichteten Marketingstrategie.

Wie schaffen Sie es, dass Ihre Autoren eben diese Sichtbarkeit bekommen, von der Sie sprechen – und mit ihrem Buch zum dauerhaften Amazon Bestseller werden?

Julius Loewenstein: Ganz einfach: Durch Werbung. Wir bewerben die Bücher unserer Autoren mitunter sehr offensiv. Unsere Anzeigen generieren Woche für Woche Millionen an Impressionen – für ein einzelnes Buch. Auf Amazon und darüber hinaus erreichen wir dadurch eine Omnipräsenz.

Kunden, die also auf Amazon nach Büchern stöbern, bekommen so das Buch immer und wieder ausgespielt – so oft, bis sie es anklicken und schließlich kaufen. Dieses Erfolgsrezept funktioniert bei uns aber nur deshalb so gut, weil wir schon Millionen an Werbekosten ausgegeben und jahrelange Erfahrung damit haben.

Sie behaupten, dass Unternehmer mit einem Buch erfolgreicher sind und sich und ihre Dienstleistung besser verkaufen können. Das ist eine gewagte Aussage. Woran machen Sie das fest?

Julius Loewenstein: Schauen Sie sich die erfolgreichsten Unternehmer an. Jemand, der ein Buch schreibt, bekommt automatisch mehr Aufträge, schließt lukrativere Deals ab und steht im Mittelpunkt des Geschehens. Ich sehe das bei den Autoren, mit denen ich arbeite. Und dabei muss das Buch nicht unbedingt gelesen werden! Allein die Präsenz des geschriebenen Wortes und ein auffallendes Cover reichen aus, um die Menschenmassen nachhaltig zu begeistern. Und die Fähigkeit zu begeistern bedeutet nun mal verkaufen.

Bildquellen:
    Teilen:
    Weitere Artikel
    RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  
    Handel
    RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  

    In vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.

    5 Min. LesezeitLesen
    Unfallrisiken im Betrieb – so schützen Unternehmen ihre Mitarbeiter
    Arbeitsleben
    Unfallrisiken im Betrieb – so schützen Unternehmen ihre Mitarbeiter

    Arbeitssicherheit ist ein Erfolgsfaktor. Sie schützt die Gesundheit der Mitarbeiter, stabilisiert Abläufe und senkt Ausfallzeiten sowie Kosten. Wer Unfallrisiken im Betrieb früh erkennt und systematisch bewertet, verbessert den Schutz im Arbeitsalltag. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und wirtschaftlich sinnvoll. Gerade bei hoher Belastung, knapper Personaldecke und wachsendem Dokumentationsaufwand wird ein gut organisierter Mitarbeiterschutz für viele Unternehmen immer wichtiger. Arbeitsschutz entscheidet über Stabilität im Betrieb Arbeitgeber müssen dafür sorgen, dass Mitarbeiter ihre Arbeit sicher und ohne vermeidbare Gesundheitsrisiken ausüben können. Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Unternehmen, Gefahren am Arbeitsplatz zu erkennen, passende Maßnahmen festzulegen, deren Wirkung zu prüfen und die Ergebnisse nachvollziehbar zu dokumentieren.

    8 Min. LesezeitLesen
    Wärmepumpen für Gewerbeimmobilien: Planung und Vorteile
    Aktuell
    Wärmepumpen für Gewerbeimmobilien: Planung und Vorteile

    Wer heute ein Bürogebäude, einen Handelsstandort oder eine gemischt genutzte Gewerbeimmobilie modernisiert, landet schnell bei derselben Frage: Reicht ein konventionelles Heizsystem noch aus, wenn Energiekosten, CO2-Emissionen und regulatorische Vorgaben gleichzeitig Druck machen? Genau an diesem Punkt wird die Wärmepumpe für viele Unternehmen interessant. Das zeigt auch der Blick auf den Markt. In Nichtwohngebäuden lag der Wärmeverbrauch 2023 bei 207 TWh. Davon entfielen noch 69 Prozent auf Öl, Gas und Kohle. Zugleich gewinnen Wärmepumpen im Neubau und bei neuen Projekten spürbar an Bedeutung. Die Debatte wird trotzdem noch zu grob geführt. In vielen Gesprächen geht es nur um die Frage, ob eine Wärmepumpe funktioniert. Die bessere Frage lautet: In welchem Gebäude, mit welcher Wärmequelle und unter welchen Lastprofilen rechnet sie sich? Für eine kleine Büroeinheit gelten andere Maßstäbe als für ein Produktionsgebäude mit hohem Wärmebedarf, langen Laufzeiten oder zusätzlicher Kälteversorgung. Genau deshalb braucht das Thema eine wirtschaftliche und technische Einordnung, die näher an der Praxis bleibt. Warum Wärmepumpen im Gewerbe gerade jetzt ein reales Entscheidungsthema sind

    12 Min. LesezeitLesen
    Zur Startseite